76/300er MiniDob für einen 10-jährigen?

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aro

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Hallo zusammen,

ich stelle mal eine Frage, von der ich mir durchaus bewusst bin, dass die Antworten - na sagen wir mal - polarisieren. ;)

Ich bin von einer Bekannten angesprochen worden, deren 10-jähriger Sohn auf einer Familien-Wochenend-Wander-Freizeit schon mal kurz durch meinen MAK geschaut hat und von Saturn begeistert war.

Bei ihm ist da im Sommer das Astrofieber ausgebrochen und hält jetzt bis zum Weihnachtswunschzettel an. Obergrenze sind 100€.

Jetzt die eigentliche Frage: Macht es Eurer Meinung nach Sinn einen kleinen Skywatcher Heritage 76/300 MiniDob oder ein Firstscope angereichert mit Sternkarte, Leuchtpunktsucher und 2x-Barlow zu empfehlen?

- Ziele: Mond, Jupiter m. Monden, Saturn und die einfachen DS-Objekte (Orion-Nebel, M31, OS, etc.)
- aufgehellter, städtischer Himmel

Ich selbst habe den Heritage 76/300 mit LPS - mein 30-sec Schnellspechtel-Teleskop, mit dem man meiner Meinung nach schon zumindest etwas sieht. Großer Vorteil: Die Montierung ist stabil und einfach zu handhaben.

Nein, sparen auf einen 6"- oder 8"-Dobson kommt wohl nicht in Frage.
Und nein: Ein Fernglas und ein Planetariumsbesuch scheinen meiner Einschätzung nach KEIN Ersatz zu sein.

Erinnert Euch mal an Euer erstes Kaufhausteleskop und die ersten Beobachtungen damit ...

Was meint Ihr? Gibt es Alternativen?

Beste Grüße,

Achim
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi, Achim. Ein solches Teleskop ist natürlich geeignet, um die Lust am Hobby anzufachen, nur darf man keine Erwartungen bezüglich der Abbildung haben, die über dem Preislevel liegen. Solls billig bleiben, kuck Dir das Heritage 130 mal an.
Oft hat man da einen brauchbaren Spiegel drin und die Öffnung zeigt schon was.

Gruß
Michael
 
Hallo Achim,

Es könnte Sinn machen, wenn DU das Teleskop vorher in die Hand nimmst und es einmal durchjustierst.
Ich habe gerade ein kleines Bastelprojekt: die Optimierung eines Bresser 76/350, das ich "nebenan" dokumentiere:
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=157249

Beim Bresser ist der FS zu klein und vignettiert die Öffnung dadurch effektiv auf rund 55mm. Ich werde demnächst einen größeren FS einbauen. Das ginge in Deiner Situation natürlich zu weit. Du solltest aber sicherstellen, dass der FS des Firstscopes zumindest auf der Achse 100% ausleuchtet.

Aber ich bin ansonsten sehr angetan von den Möglichkeiten des "Kleinen" und halte ihn für Kinder durchaus für geeignet.
Mindestens genauso wichtig wie ein Teleskop ist aber eine vernünftige kindgerechte Einführung in die Astronomie, vor allem wenn die Eltern selber keine Ahnung davon haben. Der Junge richtet das Teleskop sonst gen Himmel und erwartet Wunderdinge zu sehen. Er muss also etwas dazu bekommen, dass er weiß, was es wann und wo zu sehen gibt. Und er braucht eine persönliche Einführung in das Teleskop, am besten von DIR. Sonst wandert das Firstscope nach der ersten enttäuschenden Nacht in die Ecke des Kinderzimmers.

Astronomie in diesem Alter ist nicht leicht, weil die Aufmerksamkeitsspanne kurz, die Geduld gering und die Frustrationsschwelle oft niedrig sind. Ohne den Kleinen zu Beginn an die Hand zu nehmen, wird das wahrscheinlich nichts.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo zusammen,

Danke für Eure Einschätzungen. Decken sich erfreulicherweise mit meinen Ansichten.

@Markus: Ja, die Einführung will ich wohl gerne zusammen mit dem Jungen machen! und ich werde noch mal nach guter Einführungsliteratur graben.

Mal sehen, was jetzt letztlich draus wird...

Beste Grüße,

Achim
 
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