7x42 Optolyth versus DOCTER 10x50

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HansR

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Liebe Freunde !

Meinem Grundsatz folgend - nie mehr Geld als ~ 100 Euro bei eBay auszugeben habe ich kürzlich ein Optolyth Alpin 7x42 (ältere Version, gummiarmiert) um 102,-- ersteigert.
Irgendwie hat mich einmal gereizt auszutesten, wie so ein Fernglas am Tag- und Nachthimmel mit 6mm Austrittspupille performt. Nun - man sollte wissen, dass ich ein grosser Liebhaber meines 10x50 DOCTER Classic (de facto Zeiss Ost 10x50 DEKAREM) bin, einen Hertel&Reuss 13x60 sowie mittlerweile einen 10x25 Optolyth Pocket und einen 8x22 DOCTER Pocket besitze. Besser gesagt unsere Familie. Alles gebrauchte Ferngläser aus eBay mit Ausnahme des 10x50 DOCTER.
Nun - bisher waren alle eBay Artikel okay; Zuletzt noch zum Vergleich:

Beide Porroprismengläser
DOCTER / Optolyth
Objektivdurchm. * 50mm / 42mm
Vergr. *10x / 7x
Lichtstärge geom. *25 / 36
Dämmerungszahl * 22.4 / 17.1
Gesichtsfeld: *130m / 120m auf 1000m
Gewicht: *ca. 1400g ca. / 600g
Besonderh. * beledert / gummiert
Was als Erstes auffällt ist die wesentlich zierlichere Bauweise des Optolyth, er sieht wie eine verkleinerte Ausführung des DOCTER aus. Das Glas liegt gut in der Hand, trägt den Zusatz "ultraleicht" und hatte (deklarierte) defekte Gummiaugenmuscheln, die ich simpel durch sog. "Winged Eyecups" ersetzte - sehr funktionell !
Die Optik ist sauber in der Justage, keine Kratzer und das gesamte Gerät sieht ansonsten wirklich wie neu aus. Interessant auch, dass die Vergütung der Objektivlinsen ebenso wie beim DOCTER grünlich schimmert, offenbar wird eine ähnliche Breitbandvergütung verwendet. Die Okulare sind bei beiden Ferngläsern ebenso vergütet, die des Optolyth wirkt etwas dunkler. Interessannterweise sind die Prísmen des DOCTER offenbar unvergütet (das Spiegelbild einer Deckenbeleuchtung wird in demselben Farbton wiedergegeben), die Prismen des Optolyth scheinen ebenso vergütet zu sein (Spiegelbild der Deckenbeleuchtung schimmert rötlich). Prismenmaterial offenbar BaK-4, aufgrund der schönen kreisrunden Austrittspupille bei beiden Ferngläsern. Beide Ferngläser vermitteln dasselbe Gefühl - gut in der Hand liegend und sauber verarbeitet - Qualitätsware.
Nun zum Test:
Am Tage ist ganz klar die höhere Vergrösserung des DOCTER die erste Wahl, wenn es darum geht, beim Birding kleinere Details auszumachen. Intertessanterweise zeigt aber der Optolyth (trotz etwas "Tunnelblick") irgendwie ein satteres, schöneres Bild. Die Farben sind brillianter. Ursache des besseren Kontrastes ggf. auch deshalb, weil nicht soviel "Mist" mitvergrössert wird (obwohl - der Vergrösserungsunterschied ist nicht so extrem); vielleicht aber auch weil die Prismen vergütet sind. Was ich leicht nachvollziehen kann ist die oft in den Foren getätigte Aussage, man beobachtet entspannter aufgrund der geringeren Vergrösserung. Die Randschärfe des Optolyth ist wesentlich besser als die des DOCTER. Liegt aber auch in der Okularkonstruktion. Während beim DOCTER offensichtlich Erfle-Konstruktionen mit einem wunderbar grossen 72° Gesichtsfeld im Einsatz sind, kann der Optolyth nur mit rund 48° aufwarten. Sicherlich sind dort nur Kellnerokulartypen im Einsatz oder ev. orthoskopische bzw. Plössltypen. Dennoch das Tunnelsehen ist zwar merklich, stört aber nicht wirklich. Das brilliante, scharfe Bild gleicht die Geschichte wieder aus, zumindest erfreut man sich an den herrlichen Bildern und sieht über das enge Gesichtsfeld hinweg.
Dämmerungssehen:
Eine zwiespältige Angelegenheit. Ich behaupte, dass das Auflösungsvermögen mit dem DOCTER trotz geringerer Lichtstärke besser ist. Aufgrund der höheren Vergrösserung sieht man einfach mehr strukturierte Details. Allerdings ist der Eindruck beim Thema Farbsehen wesentlich besser im Optolyth. Der Unterschied ist wirklich frappant. Während im DOCTER Farbkontraste matt (rot-grün, gelb-blau) wiedergegeben werden, sind sie im Optolyth wesentlich satter. Ich habe den Test dann zum Vergleich in das Haus verlegt, und auf die Kommode bei eingeschalteter dunkler Beleuchtung einen Obstkorb ins Visier genommen. Rote und grüne Äpfel, Banane und Pflaumen sowie eine bunte Broschüre. Während der DOCTER ein etwas flaues Bild zeigt, bietet der Optolyth ein kontrastreiches, dreidimensionales Bild. Richtig niedlich. Mann kann fast "Tiefe" sehen.

Sternenbeobachtung:
Wir haben Altweibersommer, sprich trockene, klare Nächte, eine herrliche Milchstrasse. Hier ist der DOCTER eindeutig im Vorteil aufgrund des schön grossen Gesichtsfeldes. Spazierensehen am Himmel ist wie der typische TeleVue-Nagler Spacewalk Okulareffekt (ich besitze mittlerweile 2 für mein Teleskop). Was die Aufhellung des Himmelhintergrundes betrifft erwartete ich einen Unterschied, weil ich viel davon gelesen habe, dass die grosse Austrittspupille das Bild aufhellt. Nun, in meinem Vergleich ist dies eher nicht der Fall. Vielleicht liegt´s aber auch an dem kleineren 42mm Objektivdurchmesser. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass das Bild im Optolyth satter und kräftiger ausgefärbt ist. Und der Himmelshintergrund ist in beiden schön schwarz. Und besonders bei den grossen offenen Sternhaufen h und Chi Persei "funkeln" die Sterne viel schöner im Optolythen. Die am Horizont stehenden Plejaden wirken im 7x42 ebenso ästhätischer. Offenbar würden vergütete (oder besser vergütete) Prismen dem DOCTER gut tun.

Resumeé:
Man kann mit Markenprodukten auf eBay Glück haben. Speziell wenn es solche sind, die besonders robust gebaut sind wie der Optolyth. Zumindest wurde dieses Fernglas als besonders stossunempfindlich vermarktet. Eher vorsichtig sollte man bei Zeiss Ferngläsern sein. Diese sind aufgrund ihres Gewichtes offenbar anfälliger gegen mechanische Schäden (was man immer in diesem Forum über bei eBay erstandenen Ferngläsern liest).
Ich kann beide Bino´s empfehlen. Sollte ich eines von den beiden verkaufen müssen, würde mir die Wahl schwer fallen. Wahrscheinlich müsste der Optolyth dran glauben, weil´s am Ende des Tages die 10-fache Vergrösserung eher bringt als die Farbbrillianz. Auf alle Fälle - bevor ich mir einen gebrauchten Zeiss Ost NVA 7x42, wie sie auf eBay oft um ca. 130-150€ oder noch mehr angeboten werden ersteigern würde, ginge meine Tendenz eher zu einem Optolythen oder einem Swarovski. Dachkantgläser sind zu teuer und ich habe einmal in einem Vergleich zwischen meinem DOCTER und einem SWAROVSKI 8x56 Habicht nicht den "WoW"-Effekt erlebt. Eher im Gegenteil. Von den Zeiss 7x42 NVA´s Military´s hört man, dass sie aufgrund der Strichplatten etc. merkliche Einbussen in der Transparenz der Optik haben (Lichtdurchlass). Und wer braucht schon Strichplatte und Infrarotdetektor beim Birding oder beim Sternegucken. Ganz skeptisch werde ich bei NoNames. Sowas habe ich in meinem Umfeld schon gesehen, bzw. im Urlaub (Spanien) habe ich mir sowas in einem Shop einmal angesehen - Rotvergütung, Ultranachtsicht stand dabei! De facto Unscharf und mies in der Verarbeitung.
Zurück zu den Markenferngläsern.
Eindeutige Kaufempfehlung falls sowas für 100-200 Euro auf eBay zu kriegen ist (übrigens, es gibt gelegentlich auch Optolyth 10x42 bzw. SWAROVSKI´s in diesem Preissegment) dann würde ich zulangen. Auch den Zeiss´en sollte man sich nähern, aber auf Rückgaberecht und Preisobergrenze von 100-120 € achten.

Clear skies
Hans
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Hans,

wie gut, daß Du uns gewritten hast, wie das Optolyth beim Birding performt. Aber ich hätte auch noch gern gereadet, ob es beim raining prooft und ob es nach dem cooling down innen overcloudet. Falls Du das auch gechecked hast, könntest Du uns das auch noch tellen?

MfG Walter E. Schön
 
Hallo Hans,

interessanter Bericht! Man kann natürlich ein 7x42 und ein 10x50 nur bedingt vergleichen, da die Einsatzgebiete doch recht unterschiedlich sind. Was für das 7x42 spricht, ist die sehr ruhige Handhabung für astronomische Freihandbeobachtungen. Die Erfahrung mache ich auch immer wieder mit dem Dialyt. Leider hat man beim Optolyth etwas arg am Sehfeld gespart, was ich auch nicht so recht nachvollziehen kann. Bei Porrogläsern ist es doch ohne allzu großen Aufwand möglich, größere Sehfelder in guter Qualität zu realisieren. Daß man bei einem 7x42 weniger Sehfeld nutzt wie bei den besseren 7x50 Gläsern mit 128 oder 130m/1000m, spricht nicht gerade für Optolyth. Ich denke, Okulare mit 55 oder 60 Grad scheinbarem Sehfeld sind bei einem 7x42 ohne unsinnig hohen Aufwand machbar. Warum man hier gespart hat, weiß ich nicht. Leider bringt das Nachteile auf dem Gebiet mit sich, wo ein niedrig-vergrößerndes Fernglas seine Stärken hat. Nämlich beim beobachten ausgedehnter Sternfelder und für großflächige Strukturen der Milchstraße (wie Stern- und Dunkelwolken). Ein 7x42 mit 140 oder 150m ist da klar im Vorteil.

Zum Docter Classic: die Prismen sind vergütet! Schau mal genauer hin, die Vergütung der Prismen schimmert in einem zarten blau. Klar könnten die Prismen eine bessere Vergütung vertragen, aber besser als unvergütete sind sie allemal. Ich denke, man hätte das Docter Optik Dekarem nochmal entscheidend verbessern können. Mit einer effektiveren Vergütung und neuen Okularen mit größerer AP Schnittweite wäre das Glas auch heute noch eine ernsthafte Konkurrenz - selbst wenn man das Sehfeld zugunsten des Einblickverhaltens reduziert hätte. Als ich vor ein paar Jahren mal mit den Leuten von Docter-Optik sprach, sagte man mir, daß der letzte Preis von 525 DM bei Produktion "Made in Germany" nicht mehr zu halten ist. Dafür waren wohl die verkauften Stückzahlen zu gering und die Konkurrenz zu groß. Neue Okulare und ein wirklich effektives MC mit einem besseren internen Blendensystem hätten den Preis wohl kaum verringert. So hat man leider das am längsten gebaute Fernglas nach 70 Jahren eingestampft.

Wenn Dir das Optolyth deutlich brillanter vorkommt, so liegt das sicher auch an der deutlich geringeren Vergrößerung. Man kann auch vermuten, daß die Okulare des Optolyth 7x42 3- oder 4-Linser sind. Zusammen mit der ordentlichen Vergütung bei Optolyth gibt das sicher ein schön scharfes und kontrastreiches Bild. Mit dem 10x50 läßt sich das aber schlecht vergleichen, da hier das Bild schon wegen der hohen Vergrößerung ganz anders wirkt.

Hätte man bei Optolyth nicht an der falschen Stelle gespart (am Sehfeld), dann hätte ich bestimmt auch schon eins <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />. Auf ebay sind mir die älteren 7x42 Gläser mit der schönen Gummiarmierung schon oft über den Weg gelaufen. Aber 120m/1000m waren mir einfach zu wenig.

So, und jetzt gehe ich wieder Sternchen gucken ...

Beste Grüße, Frank.
 
Hallo Frank !
Ja, Du hast recht, das enge Gesichtsfeld ist sicher ein Manko. Aber ansonsten ist es wirklich ein Fernglas, das man zu dem Preis kaufen kann. Zumindest empfehle ich es, im Gegensatz zu manchem Schrott, der auf eBay gehandelt wird.
Die Vergütung der DOCTER Prismen ist mir noch nicht so wirklich aufgefallen. Muss halt mal genauer hinsehen. Der andere Pluspunkt an dem kleinen Optolythen ist das geringe Gewicht.
Ich hatte mal ein Swarovski Dachkantprismenglas (7x42) in der Hand. Das fühlte sich ziemlich schwer an.
Aber ansonsten war das natürlich eine andere Klasse (bei dem 10-fachen Preis dessen, was ich für den Optolyth bezahlt habe natürlich auch keine Frage).
Übrigens - wie geht´s Deinem TV-76 ? Ich hatte kürzlich wieder einmal viel Spass an Mars mit meinem Rangerlein. Schade dass er so tief am Horizont steht, bei ansonst relativ gutem Seeing ist die Szintillation in dieser Höhe halt schon ein Drama.
Clear skies
Hans
 
Hallo Hans,

stimmt, schön leicht sind die Optolyth Gläser. Die Verarbeitung ist ordentlich und wenn man so ein Glas günstig bekommt, dann macht man sicher keinen Fehler. Woher hast Du eigentlich die Angabe von 120m/1000m? Steht das auf dem Glas oder hast Du eine Beschreibung zum Fernglas? Das neue 7x42 Alpin hat laut Optolyth Datenblatt nur noch 110m/1000m. Mit ca. 44 Grad scheinbarem Sehfeld ist das nun wirklich nicht der Hammer. Noch dazu, wo das Glas reichlich 400 Euro kosten soll. In dem Fall würde ich mir einen Kauf sehr genau überlegen.

Meinem TV76 geht es prima und Mars macht mit der kleinen Optik 'ne Menge Spaß. Danke der Nachfrage, aber verkauft wird der nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Hallo Frank !

Ich habe das Sehfeld im Vergleich zum DOCTER Classic (DEKAREM) und dem 8x22 COMPACT geschätzt. Der Optolyth lag etwas dazwischen. Ich habe mich auch zuerst auf die 110m die ich irgendwo gelesen habe eingeschossen gehabt, aber der Optolyth lag subjektiv etwas über dem COMPACT, und dieser sollte ca. 110m haben. Irgendwie war mir die Schätzung dann auch schlüssig, weil offenbar die Gesichtsfeldblende des Optolyth aufgrund der grösseren Durchmesser der Okularstutzen weiter sein dürfte. Wirklich nachgemessen am Stern (Durchlaufzeit) habe ich allerdings nicht.
Sonntags hatte ich das Ding übrigens im Wald mit zum Birding. Ehrlich gesagt ist mir mein CLASSIC zu teuer, um ihn im Wald herumzuschleppen..... aus Angst er fällt mir einmal ´runter. Den hüte ich zu sehr !
Interessant auch Dein Kommentar zum Thema Produktionskosten der DOCTER CLASSIC ZEISS´e.
Ist wirklich schade, dass es sich nicht lohnt solche Qualität mit Erfolg zu vermarkten.
Naja, der Markt will halt was Anderes.
Gestern habe ich übrigens ein TV 4.8 Nagler erhalten. Aus den USA um $ 110 + Zoll + Fracht + Steuern bin ich bei ca. € 130,-- gelandet. So gut wie neu, gleich ausprobiert und naja, gemischtes Gefühl. Der sprichwörtliche Spacewalk kommt da nicht rüber. Du klebst wirklich an der Augenlinse und kannst trotzdem nicht das gesamte Sehfeld ausnützen. Ich glaube, das würde Dir nicht gefallen.
Ansonsten dürfte es schön scharf sein. Mal sehen wenn das Seeing besser wird und am Saturn ausprobiert...... der kommt ja bald. Wird auch eine gute Ergänzung zum Rangerelein sein!
Übrigens - kann mir gut vorstellen, dass der TV-76 eine Wucht ist. Aber momentan spekuliere ich eher auf eine Giro II für meinen Eigenbaurussen.

Zurück zum Optolyth - genau Deine Einschätzung - gut und solide verarbeitet, irrsinig leicht und ich denke, wenn mir der einmal ´runterfällt ist nicht viel kaputt (beidem Gewicht kommen kaum Massen in Bewegung). Und wenn, dann sind´s runde 100 €, die nicht zu Tränen rühren. Ist wie mit der Uhr - Grossvaters Goldene kommt auch nur zum Einsatz, wenn es was Besonderes zu zeigen (sehen) gibt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Und zum Milchstrassenspazierensehen ist der CLASSIC wirklich unschlagbar !

Clear skies
Hans
P.S.: und viel Spass noch mit dem 76er
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: 7x42 Optolyth versus DOCTER 10x50 Gesichtsfeld

Hallo Freunde !
Habe aufgrund des Kommentars und der Anmerkung des Frank Schäfer gestern einmal das Gesichtsfeld (Durchlaufzeit Mars, Eigenbewegung vernachlässigbar) ausgemessen.
Naja - schlappe 45° bzw. ein Sehfeld von ca. 112-113m (also eher die 110m) kamen dabei heraus !
Soviel als update.
Ist sicher nicht die Wucht, aber auf alle Fälle ist das Glas meiner Meinung die runden 100 € wert.
Stärken wie erwähnt: Leichtgewicht, Lichtstärke, gute und robuste Verarbeitung, gute Schärfe und schönes Kontrastverhalten. Eine preiswerte Alternative zu Dachkantgläsern, wenn man nicht allzuviel Geld hat (so wie ich) und Abstriche am Sehfeld verkraften kann.
Zielgruppe: Birder, Wanderer, die auf ihren Ausflügen nächtens auch einmal am Nachthimmel spazierensehen wollen.
Besser als Bresser & Co.

Clear skies
Hans
 
Re: 7x42 Optolyth Gesichtsfeld

> Besser als Bresser & Co.

Hallo Hans,

ich war mal wieder auf Dienstreise und habe Deinen Beitrag erst jetzt gelesen. Schön, daß Du das Sehfeld noch nachgemessen hast. Besser als viele gängige Bresser Gläser ist das Optolyth bestimmt, nur ist das Sehfeld wohl doch Geschmackssache. Auf der anderen Seite meckere ich ja auch nicht über die 50 Grad eines Binoctem. Wenn das Optolyth saubere Sternchens liefert und der Kontrast sehr gut ist, dann kann man damit sicher gut leben. Was nützt ein weitwinkliges Sehfeld, wenn Schärfe und Kontrast unter aller Kanone und Sterne alles andere als Punkte sind. Weniger kann manchmal auch mehr sein ...

Hauptsache Du hast Spaß mit dem Fernglas. Wenn ich das nächste mal bei Optolyth anrufe, werde ich trotzdem vorsichtig nachfragen, was man sich dabei gedacht hat <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Hallo Hans,
ich besitze ein 10x50 Docter Nobilem. Beim Kauf verglich ich es mit Leica 10x50 und mir gefiel der Kontrast beim Nobilem besser.
Nach Ruecksprache mit den Leuten bei Docter wurde mir versichert, dass alle optischen Flaechen verguetet sind.

Es ist schwer, aber liegt gut in der Hand.

Beim Wandern lief mir einmal der Rucksack voll Wasser, das Fernglas war dicht (obwohl keine echte Innenfokussierung!).

Beim Vergleich mit 10x50-Glaesern japanischer Anbieter war die optische Leistungsfaehigkeit gleich, aber ein himmelweiter Unterschied in der mechanischen Qualitaet. Da ist das Docter nicht zu schlagen.

Sterne werden in der Linsenmitte punktscharf abgebildet, durch das grosse Sehfeld ist die Randunschaerfe deutlich.

Das Optolyth 7x42 kenne ich nicht, ich werde aber in naechster Zeit versuchen, mehr Glaeser dieser Firma zu testen.

mfG

Michael
 
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