8" Dobson - aber welche Brennweite?

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RoStMu

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Hallo,

eigentlich habe ich endlich das Teleskop gefunden, das meine Bedürfnisse als Einsteiger hoffenltich erfüllen wird. Ein 8" Newton-Spiegelteleskop als Dobson (wahrscheinlich wirds das GSO 680 mit BK-7 Spiegel). Allerdings bin ich mit der Brennweite noch nicht ganz sicher. Zu einem großen Teil werde ich zwar schon deepSky beobachten (denke, im DeeoSky Bereich gibt es mittel- und langfristig einfach mehr Auswahl), allerdings soll auch die Planeten-, Mond- und auch Sonnenbeobachtung nicht zu kurz kommen. Das Angebot, das ich im Blick habe, bietet mir das Teleskop + Rockerbox und Zubehör für 399 Euro (intercon-spacetec). Das bezieht sich auf ein Gerät mir 1200mm Brennweite, also einem Öffnungsverhältnis von f/6. Was meint ihr dazu? Eher mehr oder weniger Brennweite oder ist das o.k.? Und wo genau liegen konkret die Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Brennweiten?

Danke im Voraus
 
hallo,

ich würde das gerät mit der längeren brennweite (f6) vorziehen, da es
mehr vorteile, aber kaum nachteile gegenüber jenem mit kürzerer brennweite hat.

vorteile von f6:
- der spiegel ist einfacher zu polieren und daher die wahrscheinlichkeit,
daß er von höherer qualität ist, größer.
- f6 stellt weniger ansprüche an das okulardesign. praktisch alle
okulare zeigen bei f6 ein schärferes bild als bei f5, vor allem gegen
den gesichtsfeldrand hin aber teils auch auf der achse.
- es können günstigere okulare gewählt werden, als bei f5, da die
randschärfe schon bei einfacheren okulardesigns ausreichend gut ist.
- durch die höhere brennweite sind hohe vergrößerungen leichter ohne
barlowlinse zu erreichen. geringe vergrößerungen und fast maximale
austrittspupille sind aber dennoch mit einem 2" 40mm-okular kein problem.
- das f6-system ist leichter zu justieren als das f5-system, ein offset
muß nicht mehr berücksichtigs werden, die toleranzen beim justieren
sind größer.
- das f6-system ist einfacher zu fokussieren. ein ungenauer okularauszug
wirkt sich weniger schlimm aus, als bei f5.

nachteile von f6:
- das maximale gesichtsfeld ist etwa um 1/5 im durchmesser geringer.
(also etwa 4 vollmonddurchmesser statt 5).
- bei späterer astrofotografie muß länger belichtet werden als bei f5.
- das gerät ist etwa 20cm länger.

tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
hallo RoStMu,

wie tom schon sagte, bietet der F/6 wesentlich mehr Vorteile als Nachteile.

Ich würde auch das Pro-Argument des etwas grösseren Gesichtfeldes noch relativieren.

Mit einem 30mm 80 Grad Weitwinkelokular kannst du immerhin mit dem 8" F/6 ca. 2 Grad am Himmel sehen.
Dazu brauchte man dann von der Qualität noch kein Naglerokular.

Das F/5 kann zwar theoretisch mit dem obigen Okular 2,5 Grad am Himmel sehen, aber um den Preis, dass du schon ein Nagler brauchst, um mit den Abbildungsfehlern klar zu kommen. Das kostet dann mehr als das ganze Teleskop.

Ich halte den Vorteil des grösseren Blickfeldes beim F/5 also mehr als theoretischer Natur.

Man bedenke: früher war eher F/8 das Normale für einen Newton!

kleine Frage: was bedeutet eigentlich RoStMu?

clear skies

Wolfgang
 
Hallo,

ich habe einen 8"-f/5 und bin zufrieden damit. Allerdings gab es damals die Ausführung in f/6 noch nicht, heute würde ich aus den von Tom und Wolfgang genannten Gründen den längeren Newton nehmen.

Zwar funktioniert auch mein "Arme-Leute-Nagler" (Zitat Frank Schäfer), also das Widescan 2"-30mm, ganz brauchbar am f/5-Newton und bietet ausgemessene 2,3° wahres Gesichtsfeld, aber an f/6 verhält es sich mit Sicherheit besser.
 
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