8" Dobson (mal wieder) f5 oder f6?

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dasgem

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Hallo,

ich schließe mich den vielen Dobsonfragen, die es im Moment hier gibt an und möchte wissen:
Was sind die Vor- und Nachteile eines f5 gegenüber eines f6 8"-Dobsons?
Auch die schon gestellte Frage, ob nun GSO oder Skywatcher die besseren Dobsons macht, interessiert mich, da ich aus dem anderen Thread zu diesem Thema, in dem es größtenteils um Okulare ging, nicht viel schlauer geworden bin. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />

Ich würde mich sehr über Tips und Erfahrungsberichte freuen,

Gruß und clear skies
gem
 
Hi Gem,

ein f/5 Dobson ist aufgrund der Baulänge zunächst etwas transportabler. Er zeigt auch wegen der kürzeren Brennweite jeweils mit 1,25" oder 2" etwas mehr wahren Himmel als der f/6 (entsprechende Okulare vorausgesetzt).
Mit f/6 muß man photografisch 1,2 mal länger belichten (beim Dobs uninteressant).
Der f/6 hat dafür einen kleineren Fangspiegel, was schön für Planetenbeobachtung ist. Ausserdem hat der f/6 weniger Okularprobleme, so daß man mit dem einem oder anderen günstigen Okular bei f/6 noch zufrieden ist, während man es bei f/5 nicht mehr so gern mag.

Clear Skies
Sven
 
Kleine Korrektur, du hast das Quadrat bei der Belichtungszeit vergessen. Man muss 36/25 mal so lange belichten, also 1,44 mal so lang.

Ansonsten volle Zustimmung, im Grunde ist der f/6 etwas besser geeignet. Vor allem auch wegen der Okularfrage und der etwas besseren Einblickhöhe.
 
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Hallo und danke für die Antworten!

Wenn ich Euch richtig verstanden habe, kommt es also bei der Wahl zwischen f5 und f6 - abgesehen von der Photographie - am ehesten auf den Schwerpunkt der Beobachtung (Planeten oder Deepsky) an?
Das macht einem Anfänger die Entscheidung natürlich nicht viel leichter, weil ich mich noch gar nicht festgelegt habe und natürlich am liebsten sowieso alles auf einmal sehen würde.
Gibt es außer f5 und f6 weiter "gängige" Größen bei den 8" Dobsons? Und woran liegt der Unterschied bei den Okularen? Sind bestimmte Größen am einen Teleskop schwieriger als am anderen oder fällt eine weniger gute Verarbeitung am f6 weniger auf?
Ich freue ich auf weitere Erleuchtung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Gruß
gem
 
Hallo Gem.

Die Unterschiede wären auch vorhanden, wenn die Qualität der Teleskope exakt identisch wäre.

Je kürzer das f/x,

- desto grösser muss der Umkenkspiegel sein, um den ganzen Lichtkegel umzulenken. Mehr "Obstruktion" bedeutet aber weniger Kontrast.

- desto genauer muss das Gerät justiert sein, damit es überhaupt seine volle Leistung entwickeln kann.

- desto höhere Anforderung wird an die Randkorrektur bei den Okularen gestellt (besonders im weiteinkelbereich, und noch mehr bei langbrennweitigen WW-Okularen, ggf. mit 2", da wird's dann truer...)


Ein f/6 kann vierlleicht nicht ganz so ein grosses mögliches Gesichtsfeld erreichen, wie ein f/5 mit selben Okularen, aber dafür wird mit dem f/6 sonst vieles etwas einfacher (wenn er durch das f/6 nicht zum "Monster" wird; ich habe selber einen 12" f/5 mit nicht zerlegbarem Tubus, den wollte ich nicht mit f/6 transportieren müssen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> )


Wenn Du nicht grosse Fotoambitionen und/oder eine schwache Montierung hast, würde Dir ich bei 8" zum f/6 raten.
 
Hallo GEM

Noch ein kleines Argument:

Wenn es sich um den Skywatcher 200/1000mm Dob handelt, dann ist Transportabilität kein Argument.

Der Dobson hat eine sehr schwere Hauptspiegelfassung, da die Höhenräder zu weit hinten sind. Das Teil ist deutlich schwerer, als der 200/1200mm.

Du wirst somit auch auf einer parallaktischen Montierungen mehr Schwingungen haben.

- Die Hebelverhältnisse sind ungünstiger, weil das Gerät weit nach vor steht.
- Das Gewicht des Teleskopes ist höher.

Ich denke, daß der langbrennweitigere Dobson ein gutes Kilo leichter ist.

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
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