8" Dobson + Zubehör Entscheidungshilfe erwünscht

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Antaria

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Hallo Astrofreunde!

Vor einer gefühlten Ewigkeit hatte ich euch schon einmal um Hilfe beim Teleskopkauf gebeten und wie das Leben einem so mitspielt, kam damals alles anders und ich habe nichts gekauft und die Zeit bis heute mit Ferngläsern totgeschlagen.

Jetzt bin ich erneut an dem Punkt, dass ich zuschlagen möchte und wieder würde ich gerne eure Hilfe in Anspruch nehmen :)

Da ich mittlerweile weiß, dass ich nicht die Zeit für Astrofotografie habe (ignorieren wir mal den Mangel an nötigem Kleingeld), habe ich mich auf ein 8" Dobson eingeschossen. Ich hätte auch nichts gegen 10", habe aber arge Bedenken: a) fürchte ich, dass es mir zu schwer ist (vom Balkon aus kann ich beschränkt beobachten, muss also einkalkulieren, dass ich das Monster auch mal die 3 Etagen runtertragen und ins Auto verfrachten muss) und b) soll das 10" durch f/5 ja höhere Ansprüche an die Okulare stellen, ergo wieder ein Batzen mehr Geld.

Ich bin mir nur sehr unsicher welche Marke und welche Okulare es nun werden sollen.
Mal meine bisherigen Gedanken:
GSO war mein Favorit, da ich den 1:10 untersetzen Crayford interessant gefunden habe. Ich hatte von "damals" noch im Kopf, dass einen Pyrex-Spiegel gut wäre - nur bekommt man die mittlerweile kaum noch, der GSO wäre mit BK-7. Da ich auch mal spontan beobachten will, wäre es toll möglichst schnell schon was beobachten zu können. Alternativ wäre der Skywatcher mit Pyrex aber ohne 1:10 Auszug erhältlich oder ein Galaxy mit Quarz-Spiegel, der aber gleich wesentlich teurer und aktuell nicht verfügbar ist.

Ist der Quarz-Spiegel den nicht zu verachtenden Aufpreis wert? Wie schlimm ists mit BK-7 wirklich?

Hier fehlt mir einfach die Erfahrung und daher möchte ich auf eure bauen :) Wie lange braucht BK-7 im Schnitt bis man mit geringer Vergrößerung ein erträgliches Bild hat? Welche Höhenlagerung ist sinniger: Die von GSO oder das Friktionssystem von Galaxy? Oder ist die 1:10 Untersetzung am Crayford am Ende gar nicht so praktisch und der Skywatcher somit wieder im Rennen? Oder sollte ich am Ende die Außenfarbe entscheiden lassen ;) Zu viele Optionen! :)

Die nächste Baustelle: Zubehör
Würde mir einen Telrad-Finder mitbestellen (Deep Sky Reiseatlas ist vorhanden), rote Lampe muss auch noch sein, dazu noch die visuelle Sonnenfilterfolie. Höhenverstellbarer Hocker etc. fehlen auch noch.

Und die Okulare. Ich habe mehrere Seiten mit Empfehlungen durchgelesen ... was haltet ihr von diesem Startset:
32mm TS-WA
13,4mm Speers Waler
6mm Skywatcher Ultrawide
evtl. Seben/Bresser 8-24mm Zoom um austesten zu können welches Okular in Zukunft noch sinnvoll wäre - oder ist es unsinnig und ich sollte statt dessen eine 2xBarlow nehmen? Filterwünsche werden bestimmt auch noch aufkommen - aber muss von Anfang an einer sein?

Fehlt noch der Justierlaser - gibt es da einen, der besonders empfehlenswert ist oder machen sie ihre Arbeit alle gleich gut?

Freue ich mich auf eure Erfahrungen und Einschätzungen :)

CS
Tina
 
Hallo!
Deine Sorgen mit dem Geschleppe kann ich nachvollziehen!
Ich hab selbst einen GSO10" allerdings parallaktisch montiert und da muss schon alles sehr genau geplant sein, damit sich die Schinderei auch lohnt. Mein 6" f6 kommt da schon deutlich häufiger zum Einsatz, da ich es auch immer im Auto liegen hab.
Zu den Spiegeln kann ich nichts sagen, da kann dir sicher ein anderer weiterhelfen. Als Okulare hab ich auch das 32mm TSWA und ich find es einfach super, vor allem das unkomplizierte Einblickverhalten macht Freude. Ich habe alternativ noch ein 82° 30mm Okular mit einer 2" Linse die das ganze zu einem 20mm Okular macht. Das Einblickverhalten find ich aber dermaßen schlecht, dass es als 20mm praktische garnicht zum Einsatz kommt und als 30mm ich doch meistens das TSWA trotz weniger Gesichtsfeld vorziehe.
Das Speers hab ich ebenfalls im Einsatz und bin absolut zufrieden damit. Für mittlere Vergrößerungen kommt es sehr häufig zum Einsatz. Das 6mm kenne ich nicht.

Gruß Deadlock
 
hi

hab auch ein gso delux 8".
zu dem unterschied der spiegelmaterialien und qualität kann ich nichts sagen. das teleskop ist aber schon hochwertig verbaut und der oaz ist super stabil! 1/10 ist nicht unbedingt notwendig, aber bei hoher vergrößerung durchaus vorteilhafter (weniger zittern)
das rollenlager ist super und verstellbar, ebenso wie die höhenlager variabel eingestellt werden können. beim delux haben diese noch den vorteil, dass du den tubus je nach okularpalette ausbalancieren kannst.
ich bin mit dem tel zufrieden.
zur auskühlphase noch was, in einer beobachtungsnacht schaut man sich allgemein eh zuerst deep sky objekte an (eher schwache vergrößerung). wenn du dann höher vergrößern willst, ist das tel bereits ausgekühlt. außnahmen sind hier jedoch helle mondnächte, wo deep sky nicht lohnenswert ist und man doch recht schnell höher vergrößert an mond oder planeten

bye michael

ps noch was zum dem zoom: es hat ein kleines gf. deswegen ist ein objekt, das in 20mm das folle gf ausfüllt nicht zu vergleichen mit einem 20mm weitwinkelokular. da hättest du dann noch sehr viel platz bis zum rand. deswegen VORSICHT, sollte deine überlegung in die richtung gehen.
 
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Hallo Tina,

meine Gedanken dazu:

Das Geschleppe beim 8" f/6 hält sich wirklich in erträglichen Dimensionen! Ich habe lange mit einem 6" f/8 auf deutscher Montierung beobachtet, der ist aus dem 2. Stock heraus tragbar. Es trainiert eben auch die Oberschenkel, wenn man dreimal geht: Montierung, Tubus und Okular-Koffer etc. Einzig der lange Hebel hat in den Kurven gestört.

Nach Umzug des Beobachtungsortes aufs platte Land habe ich nun einen GSO 12" Dob, der ist schwer, wirklich schwer durch den ungünstigen Tragschwerpunkt vor dem Körper. Mein Sohn ist gut 10 Kilo schwerer, aber gefühlt deutlich leichter und viel einfacher zu tragen, weil er sich besser anschmiegt!

Dabei ist das Herauswuchten vors Haus noch zu verkraften. Nach Stunden draußen wird der Weg zurück zur Qual – deshalb hat die Rockerbox jetzt Handgriffe und zwei Räder. Die 1:10 Untersetzung ist nett aber nicht kriegsentscheidend, das Spiegelmaterial schon eher. Der 12" ist auch aus BK7, der braucht seine Zeit, die ich habe oder einplane, das hat noch nicht gestört. Ich habe mich jedenfalls bewusst gegen den Galaxy entschieden, weil mir der Preisunterschied zu sehr weh tat und es nicht bereut. Was ich visuell erfahren möchte, geht ausgezeichnet. Mit dem GSO machst du m. E. für den Preis keinen Fehler!

Was beim GSO viel ärgerlicher war, war der falsch herum eingesetzte Lüfter, der nur getauscht werden kann, wenn man den Spiegel komplett ausbaut. (Von innen verschraubt!!! Der Lüfter, nicht der Spiegel) Zu allem Überfluss ist der Spiegel auf der 9-Punkt-Lagerung an drei Punkten geklebt, die sich schwer lösen. Blödes, m. E. unnötiges Gewürge. (Das verrät einem auch keine noch so schöne Werbebotschaft!) Ich habe den offenen Tubus dann gleich zum Auskleiden mit Velours herangezogen. DAS hat mehr gebracht, als Pyrex (den ich vom Vergleich bei einem Freund kenne)

Aber: Ja, er ist anfälliger in Sachen Justage. f/5 vs. f/8 sind Welten – aber kein Hexenwerk und f6 liegt dazwischen. Eine OAZ-Kappe mit Loch versehen und ein Laser funktionieren super, wenn die Grundjustage einmal stimmt. Und die Tuben halten die Kollimation gut. Kann mich hierüber nicht beklagen.

Die Anforderung an Okulare finde ich schon eher nennenswert. Ich nutze einen Satz Hyperions und alternativ dazu ausgewählte Nagler und die Unterschiede sind signifikant. Aber das soll nicht heißen, dass man mit den Hyperions (o. ä) an f/5/6 nicht gut auskommt! 68° Gesichtsfeld sind auch bei höheren Vergrößerungen ab 150x mit dem Dob sauber nachzuführen. Außerdem gibt es einige Alternativen, die du ja genannt hast (und den Gebrauchtmarkt!!!)

Die restlichen Utensilien hast du gelistet: Telrad und ein guter Sternatlas sind m. E. zuerst Pflicht, auf einen höhenverstellbaren Hocker hab ich am längsten gewartet. Rotlichtlampe kannst du selber basteln, die kosten aber auch kein Vermögen. Sonnenfilter, klar, aber vielleicht erst an zweiter Stelle. Entgegen aller Vorhersagen ist unser Stern zurzeit eher ruhig. Da würde mir vorher noch ein Mond-Graufilter einfallen …

Viele Grüße, Olaf
 
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Danke Deadlock, Michael und Olaf! :)

Also liege ich mit den Okularen nicht ganz daneben - der Einwand mit dem Zoom ist allerdings berechtigt, das GF ist da wirklich der Knackpunkt. Sollte das Geld an der Stelle dann wohl lieber sparen und erst mal mit den dann vorhandenen Okularen beobachten und dann entscheiden an welcher Ecke noch was fehlt.

Schade, dass der Umbau von dem Lüfter so fummelig ist - ich denke da werde ich mich dann erst mal vor drücken bis ich mich sicher genug fühle - bis dahin muss der Lüfter falsch rum drin bleiben und das Verlours warten.

Olaf, wie lange rechnest du im Schnitt für den 12"er zum Auskühlen?

Viele Grüße,
Tina
 
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Hi Tina,

zufriedenstellend ausgekühlt für sehr hohe Vergrößerungen braucht der Klotz ein bis zwei Stunden, aber vorher geht auch schon etwas. Der Lüfter saugt (das ist entscheidend, denn er saugt auch die wirbelnde warme Luft aus dem Tubus) dazu ganz ordentlich. Ich habe die Batteriebox gegen ein regelbares Netzteil getauscht, das Lüfterchen läuft zuerst mit 12 Volt voll und später mit 4,5 oder 6 V im Entspannungsmodus. Beim 8" Spiegel geht es schneller. Mit dem 6 Zöller hab ich im Winter nach spätestens einer halben Stunde (und Lüfterunterstützung) beobachtet, den Tubus aber auch aus der Garage geholt, sodass die Temperatur keinen 25 Grad-Sprung überbrücken musste. Mit etwas cleverer Planung ist das alles verkürzbar.

herzlich, Olaf
 
Hallo Tina,

mach dich mal nicht verrück(oder laß dich nicht verückt machen) von den Glassorten und den Auskühlverhalten. Es ist nicht so, dass du nach den Aufbau erst ein oder zwei Stunden warten mußt, bis du etwas im Okular erkennen kannst. Die oft angegebenen Zeiten beziehen sich immer auf höhere Vergrößerungen, bei denen die Auskühlung des Spielgels eine Rolle spielt. Einsteiger können nicht einmal unterscheiden, ob die fehlende Schärfe letztlich an den noch zu warmen Hauptspiegel liegt oder ob es die Luftunruhe(Seeing) ist.

Aufbauen, Justage kontrollieren und mit geringeren Vergrößerungen loslegen - fertig! Man merkt dann von selbst, ob das Seeing besser geworden oder der Spiegel ausgekühlt ist.

Über den Sinn und Unsinn eines Lüfters am Tubus lasse ich mich mal nicht aus, ich habe so ein Ding noch nie gebraucht(und noch nie vermißt).

Grüsse,
Matthias

 
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Servus.

Sinn und Unsinn eines Lüfters am Tubus lasse ich mich mal nicht aus

Besonders, wenn der Tubus hinten offen ist und der Lüfter die Luft hinterm Spiegel nur umwälzt.
Bei einer offenen Zelle wird sich die Luft kaum die Arbeit machen und sich zwischen Tubus und Spiegel hindurchquälen, um einerseits die Luft im Tubus abzusaugen und auch den Spiegel gleichmäßig zu kühlen.

Nur so ein Gedanke.

Gruß
*entfernt*
 
...bei einem hinten offenen Tubus würde ich den Lüfter PUSTEND (auf den Spiegel) einbauen und nur zum runterkühlen nutzen.

Gruß
Ernie
 
OT ... den Fehler machen die von GSO & Co. auch. Und zum Saugen ist der Tubus natürlich dicht gemacht. Aber Tinas Frage in diesem Thread ging ja in andere Richtung! OT
 
Zitat von Cor_Caroli:
OT ... den Fehler machen die von GSO & Co. auch. Und zum Saugen ist der Tubus natürlich dicht gemacht. Aber Tinas Frage in diesem Thread ging ja in andere Richtung! OT

Was aber gar nichts macht, denn auch da interessiert mich jede Info :)

Danke Refek, das klingt schon wieder beruhigend - also entspanne ich mich mal eine Runde ;)




Andere Frage: Wenn ich jetzt den Mut fasse mich zu entscheiden und meine Sachen zusammengesucht habe - macht es Sinn zur ATT zu fahren um sie zu kaufen? Ich könnte es einrichten ... oder gebe ich am Ende mehr Geld für Sprit etc. aus als ich durch den Kauf der Sachen vor Ort sparen könnte?
 
Hallo Tina

Zur ATT zu fahren, macht in jedem Fall Sinn, einmal gibts Rabatt zum anderen gibt es viel zu sehen und zu erfahren.
Natürlich ist es ein riesiges Angebot und und Du solltest stark sein, sonst gehts Dir wie einem Kind das durch eine Spielzeugausstellung läuft.

Gruß Manfred
 
Servus Tina.

Ich würde trotz der Spritpreise zum ATT fahren, man muss ja nicht jedes Jahr zum ATT fahren...

Aber gerade, wenn du dir ein Teleskop neu anschaffen willst siehst du diese auch mal Live und nicht nur von einem Bild auf einer Webseite. Günstigere Preise lassen sich dort oft auch heraushandeln.

Fahr hin aufs ATT, und schau dich um...

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Tina,

gewöhnlich packe ich an einem Tag mit vielversprechendem Himmel und guter Wettervorhersage das Teleskop ins Auto, sobald ich nach Hause komme. Damit ist es immer schon gut gekühlt, wenn es zum Einsatz kommt. Den angebauten Lüfter habe ich noch nie benutzt. Eine dunkle Umgebung und ein gutes Seeing sind für ein gutes Bild meiner Meinung nach entscheidender.

Gruß, Günther.
 
@Manfred und Gerd: Dann werde ich mal versuchen mich aufzuraffen, bin nur ein bißchen unentschlossen, weil ich ohne bessere Hälfte losfahren müßte - aber wenn es sich lohnt, sollte das ein Anreiz sein, auch wenn ich dann eben alleine drüberschlendern werde.

@Günther: Gute Idee, einfach mal auf Verdacht runtertragen :) Einen guten Beobachtungsplatz habe ich mir noch nicht rausgesucht, aber Dank der ländlichen Umgebung bin ich da ganz zuversichtlich :)

Viele Grüße
Tina
 
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