8-fach eoder 10-fache Vergrößerung freihändig?

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AstroCarsten

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Hallo,

ich bin´s schon wieder. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Da mein Fernglaskauf kein Fehlkauf sein soll, habe ich noch ein paar Fragen.

Ich suche ein Glas, dass ich noch freihändig nutzen kann und welches mir möglichst viel Licht liefert.

Ich habe mich schon eingehend über die 10x50 informiert, bin aber unsicher, ob sie wirklich das richtige sind.

Problem 1: Sollte man 10-fache Vergrößerung nehmen oder besser 8-fache. Gibt es irgendwelche Objekte für die astronomische Beobachtung wo die höhere Vergrößrung nützlich ist? Angeblich ist 8-fach freihändig wesentlich ruhiger als 10-fach.

Problem 2: Sind 50mm Öffnung ausreichend, solltes es lieber 60mm sein oder würden auch 40mm reichen? Wie viel sehe ich bei 1cm Öffnung mehr?

Momentan habe ich ein 8x32 Glas und das Neue sollte schon eine Steigerung sein.

Ich hoffe, ihr habt da noch ein paar Tips.

Viele Grüße

Carsten
 
Wenn Du länger ohne Stativ beobachten willst, denk über ein Stabi nach ... ich persönlich bin jedoch eher von einem Stativ überzeugt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Für einfach so Spazierensehen ist mein Fujinon 10x50 FMT SX zwar ein ziemlicher Klopper mit 1,4 kg aber den kann ich ruhiger halten als so ein Leichtgewicht. Dringende Empfehlung: Einfach mal ausprobieren. Vor allem mal paar Tage lang "probehalten", manchmal dauert es ein bisschen, bis man sich an das FG gewöhnt hat und plötzlich kann man auch ganz anders halten ...

Wenn Du nach "oben" nichts weiter kaufen willst, nimm 10x50 <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> nicht umsonst anscheinend die Standardgröße bei vielen Sternfreunden.

Gruß
Adson
 
Die Wackelei:
Da gibt es ganz unterschiedliche Meinungen. Der eine behauptet, 10-fach perfekt ruhig halten zu können, der andere (so wie ich z.B.) greift sogar lieber auf´s 7-fach zurück.

Deswegen rate ich hier wirklich dazu, selbst einen Test durchzuführen.

Der andere Aspekt, der Vergrösserungsgewinn:
Obwohl ich mit meinem 10-fach Dekarem das Bild nicht so ruhig bekomme, habe ich den subjektiven Eindruck, dass ich gegenüber meinem 7x40 einen kleinen Gewinn an Grenzgrösse (bei Sternen) habe und einen etwas grösseren Gewinn bei flächigen Objekten (Zusatz: dies konnte ich auch im Vergleich zum 10x50 bei meinem 7x50 beobachten, um hier mal den Öffnungsaspekt zu berücksichtigen). Ich meine, dass wurde hier oder im Jülich-Forum auch schonmal diskutiert und physikalisch erklärt.

Generell zur Öffnung: Ich habe mal ein 20x80 besessen und obwohl die Sternabbildung recht mangelhaft war, kam der Orionnebel (oder eben andere Nebel) deutlich besser zur Geltung als jetzt in meinem 10x50!

Das waren nun 2 Aspekte, Du wirst ggf. noch andere Kriterien haben (vielleicht machst Du auch mal Vögelbeobachtung ab und zu) ?

Grüße
 
Hallo Carsten,
wesentlich ist die Austrittspupille: Durchmesser durch Vergrößerung. Die sollte 7 nicht übersteigen, bei aufgehelltem Himmel ist AP=5 wohl das Optimum. Also ein 8x40 oder 10x50 als m.E. ideale Astrogläser für freihändig, wobei das 50er einiges mehr zeigt, gleiche Qualität vorausgesetzt. Ich habe ein 10x50, welches ich gerne nutze. Allerdings kann man zum Aufsuchen kurzzeitig auch mal mit größeren FGs gucken, selbst ein 15x80 ging da noch, zum Betrachten der gefundenen Objekte sollte dann aber doch ein Stativ sein!
 
Wenn es nur für die astronomische Beobachtung sein soll, wird generell ein 10-faches Glas empfohlen. Es zeigt tatsächlich an den meisten Objekten mehr Einzelheiten, bei 7x ist das Bildfeld stark aufgehellt. Zudem ist es so, daß ein 7x50 genau so viel Himmel zeigt (und nicht mehr) wie ein 10x50m - ein problem der Prismen. Also eher Tunnelblick.

Diese Empfehlung setzt aber voraus, daß man sich um eine ruhige Haltung bemüht. Wenn es kein Stativ sein soll, dann wenigstens mit dem Kopf irgendwo anlegen (oder hinlegen) und das Glas recht fest gegen die Stirn pressen.

Wenn es eher entspanntes freihändiges Beobachten sein soll, dann lieber ein 7-8x40. Das ist etwas leichter, der Bildwinkel ist ordentlich und es läßt sich einfacher benutzen und zeigt bei normaer Anwendung letztlich nicht weniger, veilleicht sogar mehr.
 
Hallo,

danke für eure Tips.

Es ist ja nicht so, dass ich nur ohne Stativ beobachten will. Das Glas soll schon über einen Stativanschluss verfügen und bei längeren Beobachtungen auch am Stativ montiert werden. Nur sollte es eben so gebaut sein, dass man es auch mal einige Zeit ohne Stativ verwenden kann.

Bei einem 10x50 sollte das, nach dem was ich bisher so gehört habe, noch gut möglich sein. Ob das bei einem 15x80 auch noch geht, wage ich zu bezweifeln, obwohl es wahrscheinlich noch einiges mehr zeigen würde.

Viele Grüße

Carsten
 
Also Carsten,
ein 15x80 ist natürlich ohne Stativ nicht ernsthaft zu gebrauchen. Aber zum Auffinden von Objekten habe ich es mal gut genutzt - weil ich den Stativadapter vergessen hatte. Ein 10x50 ist auf alle Fälle keine schlechte Wahl, das habe viele hier im Forum - und das wäre im Falle eines Falls, dass ich nur eins auf eine Insel mitnehmen könnte, auch meine Wahl.
 
Moin,

ich habe ein 20x80. Das ist nun schon ein ernsthaftes Instrument. Aber zum schnell mal gucken eignet es sich nicht. Ich habe ein Schulterstativ drunter und die Beobachtung artet dann immer so halb in Arbeit aus: Schräg hinstellen, Kopf irgendwo anlehnen, in den deutlich kleineren GF das Objekt finden und schließlich Details erkennen. Ist auch ein Riesenklopper, über 2 Kilogramm.
 
Hallo,

ich habe ein 20x80. Das ist nun schon ein ernsthaftes Instrument. Aber zum schnell mal gucken eignet es sich nicht. Ich habe ein Schulterstativ drunter und die Beobachtung artet dann immer so halb in Arbeit aus: Schräg hinstellen, Kopf irgendwo anlehnen, in den deutlich kleineren GF das Objekt finden und schließlich Details erkennen. Ist auch ein Riesenklopper, über 2 Kilogramm.

Deswegen bevorzuge ich auch ein Tento/Kronos 20x60 gegenüber einem 20x80. Hat ein größeres Gesichtsfeld, weniger Gewicht, eine am Himmel sehr brauchbare Qualität und ist sehr preiswert. Der Mangel an Öffnung gegenüber einem 20x80 ist zu verschmerzen, wenn man nicht gerade eine super dunklen Himmel hat (glücklich sind die, die ihn noch haben, sch... Lichtverschmutzung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" />)

Als Hauptglas für Astro ist ein 10x50 bestimmt nicht verkehrt, aber als Zweitglas ist das 20x60 eine Wucht! Und für den Preis auch kein finanzieller Ruin.

CS,

Christof
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Als Hauptglas für Astro ist ein 10x50 bestimmt nicht verkehrt, aber als Zweitglas ist das 20x60 eine Wucht! Und für den Preis auch kein finanzieller Ruin.

Ich benutze jetzt genau diese Kombination und es ist absolut genial. Hab heute lange draußen gelegen und das Tento ausprobiert. Ob auf Stativ bei horizontnahen Objekten oder liegend freihändig für Objekte im Zenit, das Ding ist toll. Leider ist die Mechanik bei meinem nicht vom Feinsten (zu leichgängig - verstellt sich manchmal), aber die Abbildung ist gut (vor allem an Mond und M42 getestet), das Sehfeld schön groß und das Gerät ist sehr leicht, leichter als mein 10x50.
Ein Schulterstativ wäre beim Tento noch eine Überlegung wert.

Einen Nachteil hat das Tento jedoch. Da es nicht gummi- oder lederummantelt ist, wird es insgesamt schnell kalt - was dann schneller zu beschlagenen Objektiven führt. Da musste ich schonmal vorsichtig mit dem Fön ran.
Ich weiß jetzt garnicht ob es an den beschlagenen Objektiven lag, dass ich die ISS als zweigeteiltes Objekt gesehen habe. Das wird morgen falls das Wetter mitspielt nochmal überprüft.

Gruß
 
Moin zusammen ... ich komme nochmal auf die initial gestellte Frage zurück "8-fach oder 10-fache Vergrößerung freihändig?" und dem dann geäußerten Zusatz "Es ist ja nicht so, dass ich nur ohne Stativ beobachten will (...)".

Alsooooo, dann scheidet doch 8-fach fast aus. Jedenfalls habe ich 8-fach und Stativ noch nicht wirklich im Zusammenhang erlebt.

Alles über 10-fach kommt m.E. ebenfalls nicht in Frage, da (unter Beibehaltung des Fokusses auf zuerst genannte Bedingung "freihändig") doch niemand ernsthaft auf die Idee käme, länger als wenige Sekunden mit Gewinn durch ein 15- oder 20-fach-Glas freihändig sehen zu wollen.

Also läuft doch jetzt an sich alles auf ein 10x50 hinaus, welches man dann, wenn man vom Zittern genug hat, auch mal auf´s Stativ klemmen kann, oder ?

Letztendlich mach ich das mit meinem 10x50 Jenoptem genauso: Zum Spontanspechteln ist´s schnell rausgeholt. Bei längerer Beobachtungszeit wird es dann am Stativ fixiert.



Grüße
Carsten
 
Hallo Leute,

...nur Mal so als Idee!
Ein 9x56 Fernglas, also z.B. das Vixen Ultima hat ja unter gutem Himmel (+6 Mag) seinen Reiz, ist recht sicher,
aber kurze Zeit freihändig zu gebrauchen und auf Schulterstütze oder mit Stativ gut zu
handhaben.
Nachteil ist, dass man häufig die Himmelsqualität für die große AP nicht hat, manchmal aber doch.
Hat schon Mal jemand versucht, ein solches Glas abzublenden (Objektivblenden) und damit die AP der
häufig vorgefundenen Himmelsqualität anzupssen?

CS
*entfernt*
 
Hallo Carsten,

ich kann der Analyse Deines Namensvetters Carsten (Bremer Stern) nur zustimmen! Wie auch schon an anderer Stelle geschrieben wurde, ist das 10x50 nicht umsonst das Astro-Standard-Fernglas.
Da Du ja noch ein 8x32 hast, würde ich Dir empfehlen, beide Gläser zum Sterne-Gucken mitzunehmen. Das 8x32 zum Umherschweifen und das 10x50 auf dem Stativ (Schulterstativ, Liegestuhl etc.) zum zitterfreien Genießen.
Du hattest dochmal das Eschenbach Trophy 10x50 und das Vixen Ascot 10x50 ins Auge gefaßt; von den Daten her gesehen, wirklich interessante Gläser! Du hast doch Rückgaberecht bei Orniwelt, da kannst Du doch eigentlich gar nichts falsch machen! Es wäre ja auch für uns interessant zu erfahren, wie Du die Gläser beurteilst (es muss ja kein "technischer Testbericht" sein).

Gruß,
Bernhard
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

nachdem was ihr so berichtet, ist das 10x50 wohl wirklich ein gutes Glas für die Astronomie. Ich werde bei Orniwelt mal anfragen, ob ich beide Gläser mal zum Testen bekommen kann. Hoffentlich passt das Wetter dann auch. Dann kann ich auch mal Beobachtungen mit/ohne Stativ vergleichen.

Auf längere Sicht werde ich dann versuchen, mir einen Liegestuhl mit Fernglashalterung zu bauen, wie ich ihn schon auf einigen Bildern gesehen habe. Vorerst würde ich ein normales Fotostativ nutzen. Falls jemand eine gute Bauanleitung für so einen Stuhl kennt, kann er sie ja mal posten.

Wenn ich mehr Leistung brauche, als sie mir das 10x50 bieten kann, habe ich ja immer noch meinen Sechszöller auf einer HEQ-5 hier stehen. Nur habe ich halt nicht immer Lust alles rauszuschleppen und aufzubauen, wenn ich abends nur mal ne halbe Stunde schauen will. Da ist ein Fernglas einfach idealer, da man es mal eben schnell einsetzen kann. Denn es heißt ja immer: Das beste Teleskop (Fernglas) ist das, was oft benutzt wird.

Auf unserer Sternwarte haben wir ein Zeiss 10x50 aus alten Militärbeständen. Das hat einen geraden Einblick und durch einen verstellbaren Spiegel kann man 90° nach oben und 45° nach unten schauen und behält trotzdem den geraden Einblick. Einfach genial. Allerdings nur für Stativbenutzung und fast so schwer wie ein Teleskop mit Montierung, da es vorher als Spähglas in einem Panzer verbaut war.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo Andreas,

danke für den Tip. Habe mir gleich mal eins gesichert. Bei dem Preis kann man sicher wenig falsch machen. Damit hat meine Suche erstmal ein Ende.

Wenn das Glas da ist schreibe ich mal einen kurzen Bericht.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo Carsten,

leider ist der so faszinierende Gedanke eines mit dem Beobachter verbundenen FernglasLiegeStuhls in der Praxis sehr unbefriedigend: alle Wackeleien des (schweren und daher schlecht dämpfbaren) Beobachters werden auf das (eigentliche leichte und daher besser zu dämpfende) Fernglasstativ übertragen! Daher mein Tip: auf alle Fälle Beobachter und Fernglas getrennt auf den Boden stellen!

Gruß
 
Hallo,

also manchmal schraube ich auch mein Fujinon FMT-SX2 7x50 auf ein Stativ, weil ich lahme Arme kriege.

Je nach Zeit, persönlicher Konditionierung und Kaffeekonsum (ja ich weiß, das ist nicht wirklich gut für die Dunkeladaption, aber manchmal nicht anders zu machen)nehme ich mir dann lieber ein Stativ.

Klaren Himmel
Peter
 
Hi Andreas,

Finger weg sind Schrott!!

Gruß

Lots
 
Hi Carsten,

also einerseits ist es die Vergrößerung andererseits das Gewicht das eien Rolle bei der Freihändigkeit spielt. Ich habe die Erfahrung gemacht das ein Glas mindestens 40mm Öffnungs haben sollte, damit es am Nachthimmel was taugt. Weiterhin empfinde ich 8x als optimale freihändige Vergrößerung und das Glas sollte deutlich unter 1kg liegen.
Aber selbst 8x lässt sich nicht verwacklungsfrei halten! Und falls das Glas deutlich über 1kg liegt ermüden die Hände sehr schnell! Irgendwie abstützen oder eine Behelfskonstruktion bauen (z.B. Bessenstiel, etc.) hilft weiter.

Momentan benutze ich ein Konica Minolta 8x42 Dachkant Glas (ca. 650 Gramm schwer). Damit bin ich sehr zufrieden.

Gruß

Lots
 
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