8" GFK Multinewton

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Seppel1976

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Hallo,

ich möchte einen 8" Foto/Visuellen Newton bauen.

Dazu hätte ich gerne Gedankliche Unterstützung vom Forum.

Die Zutaten:

1. GFK Tubus mit dem Maßen 255mm Durchmesser bei 1285mm Gesamtlänge
Wandstärke 7,5mm. OAZ-Loch 65mm ab 215mm Rand oben.
Platz der HSZ ist offen.
2. HS ein GSO 200mm F/5 Spiegel.

3. OAZ ein TS 2" Monorail


Was noch fehlt:

1. Fangspiegelspinne

2. Fangspiegel

3. Hauptspiegelzelle


was vergessen... glaub nicht.


Aufgabe:

Der Tubus hat nur ein paar Vorgaben: Das Loch für den OAZ.
Die Montagelöcher für die Spinne. Der Rest ist rel. Variabel.

Es sollen an dem Tubus Sensoren in dem APC-S Format betrieben werden.
Das bedeudet eine Ausleuchtung von 28mm werden benötigt.

Die Frage wären nun folgende:

Wie weit muß der HS von dem FS entfernt sein, damit die richtige Ausleuchtung auf dem Sensor, welcher an dem vorgegebenen OAZ hängt, statt findet?

Sehe ich das richtig das ein Bildfeld von 28mm, bei einem 200mmF/5 Spiegel, bei 860mm auftritt?

Wie groß muss der FS sein um den Sensor mit diesem OAZ zu 100% auszuleuchten?. Ich bin auf knapp 89mm gekommen.... aber ich finde das zu groß!!! Andere Hersteller bieten einen 8" F4 mit einem 70mm FS an???


So, war das der erste Schwall an Fragen, der mir auf der Seele brannte.
Ich freue mich auf eure Ideen und Anregungen....

CS

Sebastian
 
Hallo Uwe,

habs mir angesehenm... Aber verstehen tue ich es nicht wirklich. "Diagonal to focal plane distance" ist damit die Brennebene gemeint?

VG

Sebastian
 
Hallo Uwe,

also passt es ein 70mm FS zunehmen, wenn man den Brennpunkt
direkt über den OAZ setzt im ausgefahren Zustand (Tubenachse plus OAZ 245mm??).

Aber komm ich an mein Bildfeld von 28mm an dieser Stelle?

VG

Sebastian
 
Hallo Sebastian,

APS-C hat doch knapp 26mm, nicht 28mm Diagonale, oder täusche ich mit etwa?
Einige APS-C Chips schwanken auch mal 1mm in ihrer Gesamtbreite. Die sind trotz Bezeichnung "APS-C" nicht alle gleich groß.

Für eine Simulation und Berechnung der Ausleuchtung empfehle ich dir "myNewton" herunterzuladen. Es ist kostenlos und ein klasse Programm.

Allgemein gilt umso weiter du den Fokus Richtung FS bringen kannst desto kleiner muss der FS letztendlich sein. Stell dir einfach vor wie der HS die Lichtstrahlen in einem Punkt bündeln möchte (Brennweite). Dabei wird der Lichtkegel auf seinem Weg zum Brennpunkt immer schmäler/gebündelter. Deshalb reicht in größer werdenden Abständen auch ein kleinerer Fangspiegel.
Deshalb kann mit einem kurzen OAZ ein f/4 Newton auch mit einem 70mm FS dein Format zu 100% ausleuchten. Dann erkaufst du dir aber einen geringen Fokusweg und brauchst schon einiges an Verlängerungshülsen um visuell in den Fokus zu kommen. Bei mir liegt der Unterschied von DSLR (im Primärfokus) zu Okular (mit 7mm, 21mm) visuell bei ca. 30-40mm mehr Fokusweg. Mit Barlow wird der nochmal größer.

Übrigens ist fotografisch im primären Fokus eine lineare Obstruktion (= FSfläche/HSfläche) von 40-50% nicht schlimm. Nur am Planeten unter Brennweitenverlängerung wird das nachteilhaft. Du siehst, es ist eine Zwickmühle. Bau also einen Spezialisten für ein einziges Gebiet, dann wird der auch gut. :)


Viele Grüße,
Patrick
 
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Hallo Patrick,

ich habe mynewton in Verwendung. Wenn du möchtest, kann ich dir ja mal die Datei mit meinen Angaben zukommen lassen...

ich habe hier eine Kamera die die Chipgröße von knapp 24 mal 15,5mm hat. Macht in der Diagonale ca. 28mm.

Ich denke ich leide nur ein wenig unter einem Verständnissproblem.

Ich suche die Bestätigung oder Korrektur für folgende Aussage:

Wie weit muß der HS vom FS entfernt sein und welchen Durchmesser muß der FS haben, wenn ich ein 28mm ausgeleuchtetes Feld haben möchte, welches den Chip der vorher beschriebenen Kamera an dem genannten OAZ hängt welcher ein OAZ-Weg von +-25mm hat.
Die Chipebene ist nochmal mit +17,5mm zu berücksichtigen.

Ich Rechne folgendes:
1. Kamera + OAZ im mittel (+-25mm) = 127,5mm
2. OAZ-rand-innen bis Achse Tubusmitte = 120mm

1+2 = 3. 247,5mm

Brennweite - 3. = 1000 - 247,5 = 752,5 = Abstand HS zu FS.

Nach dieser Rechnung hätte ich nur noch einen Punkt auf dem Sensor.

Aber ich will 28mm Ausleuchtung.

Ich rechne folgendes: Brennweitenverlauf ist Linear oder Propotional!

Gesucht ist die Brennweite bei 28mm Bildfeld.


XBrennweite2 = 28mmDurchmesser wenn 1000mmBrennweite1 = 200mmDurchmesser1 ist.

(28 * 1000) / 200 = 140mm abzl. 1000mm = 860mm.

Also ist ein Bildfeld von 28mm ab der Brennweite von 860mm zu erwarten.

Dies würde bedeuten, dass wenn ich das ganze System nach 860mm Brennweite zusammen rücke hätte ich rechnerrich 612mm
Abstand zwischen HS und FS. 860mm - 247,5mm.

und wenn ich wenn ich den das Bildfeld in der BildEbene 388mm berechne komme ich auf ca. 78mm Bildfeld!

Stimmt das???


VG

Sebastian

 
hier einmal die Berechnung des FS und die restlichen Angabne zum Projekt.
Kommt das hin?
 

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Hallo Sebastian,

Zitat von Seppel1976:
Nach dieser Rechnung hätte ich nur noch einen Punkt auf dem Sensor.
Aber ich will 28mm Ausleuchtung.

dieser Punkt wird aber erzeugt durch ein Stahlenbündel welches parallel zur Tubuswand ist, d.h. durch einen Stern in der Bildmitte. Wenn jetzt noch ein Stern rechts davon ist und noch einer und noch einer... wird das Stahlenbündel etwas schiefer und schiefer und... zur Tubuswand einfallen. Aus einer Sternenkette am Himmel wird also eine Punktkette.

Du hast also die von mir verlinkte Seite richtig ausgefüllt.
Brennweite - 3. = 1000 - 247,5 = 752,5 = Abstand HS zu FS. Ja.


Gruß Uwe
 
Hallo Sebastian,

in deiner zweiten Abbildung lese ich "Zusätzliche Höhe für Zubehör: 159mm"
Ähm... Wow! ;)
Brauchst du wirklich knapp 160mm Fokusweg bis zur DSLR?
Da liegt der Knackpunkt.
Bei DSLR+Komakorrektor wie dem MPCC oder TS Komakorr benötigst du ca. 60mm Fokusweg.

Verringere mal diesen Wert (unter Eigenschaften -> OAZ -> Zusätzliche Höhe für Zubehör) auf 70mm-90mm. Je nach Geschmack mehr oder weniger.
Du wirst sehen, dass man plötzlich einen regelrechten Ausleuchtungssprung hat. :)

Wenn du das für den visuellen Einsatz so großzügig gewählt hast dann sind Verlängerungshülsen der bessere Weg. Sonst verschandelst du dir nur die Ausleuchtung bei dem 2" OAZ.


Viele Grüße,
Patrick
 
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Hallo Patrick,

diese Ebene ist eingefügt worden um am Ende des Fokusierers
die 28mm Bildfeld zu haben. Korrektoren und sonstiges habe ich eigentlich nicht mit eingerechnet. Es ging mir in erster Linie um 28mm an dem dem Chip. Und ob ich das was ich das beschreibe richtig ist.

Aber wie ich vom Uwe jetzt lese, ist das wohl falsch. Und eine volle Ausleuchtung eines APC-S Sensors auch auf der vollen Brennweite geschieht, also bei einem Meter.

CS

Sebastian
 
Hallo Sebastian,

ach so dachtest du das! Jetzt musste ich schon etwas schmunzeln. =)
Ja die Ausleuchtung ist immer auf den Brennpunkt bezogen. Wäre ja schade dort volle Ausleuchtung zu haben wo alle Sterne unscharf sind. ;)
Die Position eines Sternes auf dem Chip ergibt sich aus dessen Winkel am Himmel im Verhältnis zur optischen Achse des Teleskops. Die Lichtstrahlen eines Stern am Bildfeldrand treten also etwas "gewinkelt" in das Teleskop ein und landen dadurch am Rand des Chips. Dort wird es aber zunehmend "enger" wegen der Bauteile des Teleskops (zu kleiner FS, enger OAZ, langer OAZ, enger Tubus, ...). Das führt zu der ungleichmäßigen Ausleuchtung.

Kalkuliere also mit 70-90mm Fokusweg statt den bisherigen 160mm. Dann schrumpft auch der FS in den Berechnungen. =)


Viele Grüße,
Patrick
 
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