8" GSO Newton mit 18% Obstruktion?

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gibeon

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Hallo Bastellexperten,

in Zeiten des schlechten Wetters habe ich mich mal ein wenig mit den optischen Eigenschaften meines GSO 8" f6 Newtons beschäftigt.

Dabei fiel mir auf, daß es bei der Bemessung des Fangpiegeldurchmessers Reserven zu geben scheint. Folgende Überlegung liegt zu Grunde:

Der Lichtkegel hat bei diesem Newton eine Basis von 200mm (=Spiegeldurchmesser) und eine Höhe von 1200mm (= Brennweite). Das bedeutet bei 0% der Brennweite ist der Durchmesser 200mm und bei 100% läuft er spitz zu, also Durchmesser =0. Wenn man jetzt bedenkt, daß die Standartobstruktion 25% (50mm kleine Achse) beträgt, dann müßte der Mittelpunkt des Fangspiegels bei 75% der Brennweite (100-25) ,also bei 900mm, auf der optischen Achse liegen. Tatsächlich befindet er sich aber bei 960mm. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gutefrage.gif" alt="" />

Wenn man nun weiterdenkt, dann komme ich zu dem Schluß, daß bei 960mm theoretisch ein Fangspiegeldurchmesser von 40mm ausreichen sollte (960mm = 80% Brennweite). Mit anderen Worten, von einer 18% (36mm)Obstrukrion trennen mich nur 24mm (984mm = 82% Brennweite)! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />
Nun meine Fragen:

1.Ist meine Überlegung grundsätzlich richtig?
2.Wenn ja, wie stark macht sich eine Reduzierung der Obstruktion von 25 auf 18% bemerkbar? "Lohnt" sich das?
3. Hat jemand so einen Umbau schon mal vorgenommen?

Danke im Voraus und viele Grüße,

Peter

P.S. Durch weglassen der bisher verwendeten Verlängerungshülse (35mm) und einen kürzer bauenden OAZ (20mm weniger) könnte ich den Fangspiegel 55mm weiter vorn platzieren. Dazu müßte aber alles verändert werden.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Peter,

Du hast einen Fehler gemacht: Du betrachtest die Situation ausschließlich auf der optischen Achse. Der zusätzliche Fangspiegeldurchmesser dient der Reduzierung der Vignettierung im Feld.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Peter,

der FS muss etwas größer sein, denn du möchtest ja ein gewisses Feld ausleuchten (ca. 10mm für visuell und ca. 30mm für KB-Foto). Wenn du nur visuell beobachtest kannst du ruhig auf 10mm Ausleuchtung runter gehen.

Wie groß der FS dann sein soll kannst du ausrechnen, es gibt auch Software zur Simulation z.b. diese.

Bei den 'Newtons von der Stange' wird oft ein hochbauender OAZ verwendet, weiterhin liegt der Brennpunkt recht hoch über dem Auszug. Dies führt dann dazu, dass ein recht großer FS eingesetzt werden muss, um eine ausreichende Ausleuchtung zu erziehlen.

Durch Optimierung kommst du wahrscheinlich auf 18..20% aber der Unterschied in der Abbildung ist nicht gravierend!
Viel wichtiger sind Spiegelqualität, Justage und Seeing.

Gruß
Martin
 
Hallo Tassilo, hallo Martin,

danke für Eure Antworten! Ich hatte schon die Vermutung, daß sich ein Umbau nicht wirklich lohnen würde. Aber interessant ist es trotzdem.
Ja Martin, das ist sicher so, für die Abbildung ist das Seeing ein entscheidender Faktor, der leider hier zu selten zu unseren Gunsten steht. Bei der Qualität scheine ich "Glück" gehabt zu haben. Soweit ich das beurteilen kann (Sterntest und Beobachtungen) habe ich anscheinend einen guten Spiegel erwischt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Viele Grüße,

Peter
 
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