8" vs 10" Dobson

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Hallo Bogy,

Ich stand im Juni genau vor der gleichen Entscheidung und war hin und hergerissen zwischen dem D8 und D10 Dobson von ICS. Nach einem ausführlichem Gespräche habe ich mich letzlich für den D8 entschieden. Hier die Gründe warum:
a) D8 Pyrex zu D10 Pyrex ~ 400EUR
b) D10 ist schon deutlich schwerer als der D8. Denn D8 klemmst du einfach unter den Arm und legst ihn ins Auto. Der D10 war mir persönlich zu schwer, um ihn immer rum zu schleppen. Da mögen andere anderer Meinung sein aber der Mensch ist halt von Natur aus faul. Bitte gehen umbedingt wohin wo du beide Geräte testen kannst und entscheide dann selber.
c) Unterschiede beim visuellem Beobachten: Ich hatte öfters schon die Gelegenheit parallel mit eine 8 ", 10" und 18" zu beobachten, und ich finde den Unterschied von 8" zu 10" nicht so groß das ich den Aufpreis von 400 EUR ok finde. 50% mehr Licht für fast den doppelten Preis hm.
d) Vergesse bitte auch das Zubehör nicht wie Okulare, Nebelfilter, Telrad, Sternkarte etc. Da kann man gut und gerne hunderte von Euros lassen.
e) Der 8" ist eine f/6 im Vergleich dazu sind die meisten 10" f/5. Hier mußt du schon deutlich mehr in Weitwinkel Okulare investieren als mit dem 8".

In Summe ist der 8" wohl ein guter Kompromiss zwischen Preis, optischer Leistung, Gewicht und Handlichkeit. Ich bin mit meiner Entscheidung sehr zufrieden, obwohl ich öfters schon bei einem 10" mit Spechteln durfte. Mich hat der Unterschied nicht wirklich vom Hocker gerissen (persönlich Meinung).

Bei der Entscheidung sind auch natürlich Dinge wichtig wie du beobachtest, aus dem eigenen Garten mit super Sternenhimmel, dann ehr 12". Wenn du wie ich immer raus mußt, dann ist Handlichkeit auch ein wichtiger Punkt. Zu guter letzt wieviel Geld möchst du investieren?

Viel Spass beim Grübeln,

Rainer
 
@ Bogy

Entschuldigen brauchst du dich nicht. Für die Unruhe sind wir schon selbst verantwortlich. Aber ich würde es für einen Fehler halten, wenn du dir die Gelegneheit eines Tests, wie er sich zum Beispiel beim BTM bietet, entgehen lässt.

@ Fränk

Ich glaube, das ist nicht der Grund für die Unruhe hier. Denn es hindert zum Beispiel ja mich überhaupt nichts dararn, mir auf der Stelle nen 10er oder 12 zu bestellen. Nur meine Erfahrung und Ansicht - das hat also nicht mit Neid zu tun. Und ich glaube auch nicht, dass Nikita beleidigt ist weil ich was gegen sein Teleskop gesagt habe (wär ja auch ein bisschen zu kindisch).

@ All

Man kann hier wirklich geteilter Meinung sein. Ich halte es aber für enorm arrogant, die Ansichten eines anderen als "total falsch" oder gar "Schwachsinn" zu bezeichnen, nur weil man selbst andere gemacht hat. Ich habe jetzt inzwischen mehrfach solche Teleskope benutzt (Bekanntenkreis, Studienkollegen usw.) und stehe daher zu meiner Aussage!
 
Pulverdampf verzogen? Dann komme ich nochmal aus der Deckung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> .

Bogy, lass dir, wenn du den finanziellen Mehraufwand stemmen kannst, die 10 Zoll nicht wegen größerer Seeinganfälligkeit ausreden. Wenn die Luft so zappelig ist, dass 10 Zoll keinen Spaß machen, dann hast du auch mit zwei Zoll weniger bald die Nase voll. Wirkliche Seeingunanfälligkeit gibt es erst bei 4 Zoll und darunter, und über diese Dimensionen reden wir hier ja nicht.

Andererseits: ein Upgrade von 8 auf 10 ist auch nicht wirklich lohnend, da würde ich mir dann eher den Schritt auf 12 vorstellen.

Wenn Du dagegen von deutlich weniger Öffnung her kommst, würde ich das größere Instrument bevorzugen.

Grüße,

astroklaus
 
Hallo Bogy
Ein Tipp von mir. Wenn du den test machst, gehe bei DS-Objekte mit der Vergrößerung hoch. Da zeigt sich dann der Unterschied deutlicher. Viele machen den Fehler das sie mit kleinen bis mittleren V. testen. Wenn du z.b. M13 anschaust, gehe mit den 10 Zöller ruhig auf min.250fach. Dann wirst du den Unterschied deutlicher merken als mit z.b.150 fach. Bei kleine Vergrößerungen sehen die Objekte recht hell aus ( Beide Teleskope) deswegen sieht man den Unterschied etwas schwieriger.
Gruß Dieter
Gruß Dieter
 
Hallo Rolf,
bin nicht beleidigt und Du hast auch ganz bestimmt nicht was gegen mein Scope gesagt.
Friede.......<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
Nikita
 
Hallo
Bin auch Neueinsteiger und schwanke zwischen dem
8 und 10 Zoll Dobson.
Was hatt es mit dem hauptspiegel auf sich? Man bekommt
BK-7 und Suprax, sind das zwei verschiedene Hersteller?

Wie ist das eigentlich mit der Vergrößerung?
ist die Variabel oder wird die immer Fix eingestellt z.B.:
auf 200X oder 250X

Ich möchte auch meine Digicam Canon Ixus 400 daran anschließen, hat da jemand einen tipp für solch einen
Adapter?

Schönen Gruß
FrankH
 
Hallo bogy,

vieles wurde besprochen, diskutiert und bestritten und auch mein Posting wird Dir wahrscheinlich keine neuen Erkenntnisse bringen (warum verfasse ich dann überhaupt Eines <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> ). Vielleicht hilft es aber eine weitere Meinung zu hören.

Wie skizziert gibt es natürlich einen Unterschied zwischen 8" und 12". Jetzt stellt sich die Frage wie groß dieser ausfällt. Ich denke die Antwort kannst Du Dir nur selber geben. Die visuelle Beobachtung muss immer subjektiv bewertet werden. Hier spielen viele Faktoren eine Rolle. Erfahrung, Sehkraft, Beobachtungsbedingungen, Seeing und Auskühlphase sollen einige Stichworte sein. Worauf achtet der Beobachter besonders beim Objekt und dann auch noch die sprachlich oder schriftliche Wiedergabe des Gesehenen befinden sich im großen Abstand zu einer objektive, wissenschaftlichen Aussage (wenn ich das übertrieben darstelle). Genau dieses spiegelt sich auch in diesem Thread wieder.

Wichtig ist, dass Du selbst durch die entsprechenden Geräte schaust und Unterschiede feststellst oder auch nicht. Dann kannst Du entscheiden, ob das Mehr an Objekt für Dich das Geld wert ist. U.a. aus diesem Grund haben wir bei uns in der Sternwarte Neuenhaus einen 8", 10" un 12" Dobson. Interessierte und Käufer können in der Praxis im direkten Vergleich ein Bild machen.

Meine subjektive Meinung. Wenn ich noch kein Teleskop mein Eigen nennen würde, wäre es von diesen Beiden der 10 Zöller. Wichtig sind neben dem Mehr an Objekt aber auch Faktoren wie Größe, Gewicht (-> muss das Instrument transportabel sein), ggf. spätere Aufstockung auf eine parallaktische Montierung usw..

Du solltest das BTM unbedingt nutzen, ist ja nicht weit von Dir entfernt. Wir müssen aus Niedersachsen anreisen. Nach ein paar Beobachtungen werden Dich dieses Postings wahrscheinlich nur noch partiell interessieren, weil Du Dir ein persönliches Bild von den Instrumentn gemacht hast.

In diesem Sinne viel Spaß un sternenklare Nächte, Christoph Lohuis.

NightSky - Zeitschrift von Amateuren für Amateure
 
Hallo!

Ich bin ein wenig spaet dran mit einem Statement, aber vielleicht hilft dem einen oder anderen auch diese Meinung:

Ich lese seit Jahren Testberichte in Sky & Telescope und auch Online und habe den Eindruck, dass es seltener an der Optik scheitert, als an mechanischen Details. Die meisten Newtons kommen mit brauchbarer Optik.
Was jedoch die Abbildung (bei hoher Vergroesserung) oft zerstoert sind z.B. folgende Faktoren:
verspannter Fangspiegel
eingeklemmter Hauptspiegel
nicht ausgekuehlter Hauptspiegel
schlechte Justierung (bei f4 - f5 ist Justierung kein Kinderspiel, ausser mit Laser)
ungleich eingebaute Fangspiegelspinnen-Streben
falsch zentrierter Fangspiegel
etc....

mein Fazit - willst du Fotografieren - klein, aber fein; willst du "spechteln" - Oeffnung muss her! Nimm immer das groesstmoegliche Scope. So bin ich (trotz anfaenglicher Bedenken und Gegenfaktoren) zu meinem 15er gekommen.

Ein billiges Scope wird Maengel haben, dennoch, du wirst lernen, diese zu beseitigen. Ist die Optik unter den Hersteller-Versprechungen, reklamieren.
Last but not least: Spare nicht bei Okularen!!!!!! Die sind das halbe Teleskop.

CS
Armin
 
Bin ja ebenfalls Einsteiger und kann auch fachlich zu diesem Thema nichts beitragen. Aber eines möchte ich zu der Diskussion generell sagen.
Ich finde es von Mal zu Mal amüsant, dass Einsteigerfragen immer wieder in hitzige Diskussionen zwischen den arrivierten Hobbyastronomen ausarten. Schon klar, dass es zu vielen Themen unterschiedliche Auffassungen, Meinungen und Erfahrungen gibt, aber wir Einsteiger suchen doch eher nach PRAKTISCHEN Tipps und Hilfestellungen.
Vielerorts wurde schon darauf hingewiesen, dass "Sterne Beobachten" gelernt sein will. Erfahrungen beim Beobachten kann darüber entscheiden, ob der eine im Teleskop X alles Mögliche sieht, während ein anderer im gleichen Teleskop kaum was erkennt. Die Bewertung dieser Unterschiede kann sehr subjektiv sein.

Ich will euch nicht kritisieren oder mich aufspielen, aber eine leise Kritik an die "Profis" hier möchte ich doch los werden, wenn es gestattet ist.

Es ist für einen Einsteiger nicht sehr hilfreich, wenn ihr bei Bewertungen der Ausrüstung meist eure "für Anfänger viel zu hohen Ansprüche" heranzieht. Ihr habt viel Erfahrung und "seht viel besser" und daher fallen euch Dinge auf, die uns Einsteigern lange Zeit verborgen bleiben werden (egal, welche Ausrüstung man sich zulegt!). Diese feinen Details tragen mehr zur Verwirrung bei, als sie helfen.
Wenn ich Tauchen lernen will, muss ich erst mal schwimmen können, dann gehts ans Schnorcheln an der Wasseroberfläche, dann mal bis 9m und erst danach kann mit schwerem Gerät in größere Tiefen vorgedrungen werden. Aber wenn der "Schnorchler" fragt, welche Taucherbrille und welchen Schnorchel er braucht als Antwort ein Streitgespräch zwischen Tiefseetauchern und ihre Tiefseeerfahrungen mitbekommt, dann wird ihm nicht wirklich geholfen.

Was ich damit sagen will, ist, dass Tipps für Anfänger Anfängertipps von Profis sein sollten und nicht Profitipps für Profis.

Ich hoffe, ihr fühlt euch nicht auf den Schlipps getreten. Dieses Posting sollte nur ein kleiner bescheidener Appell sein.

Abian
 
allgemeine Betrachtung von Einsteigerempfehlungen

Hallo Abian,

da möchte ich mich anschließen. Letztendlich ist es für einen Neueinsteiger (Anfänger hört sich schon so diskriminierend an) nicht von Belang, ob er die letzte Struktur auf Jupiters Oberfläche erkennt oder die High End Fotomaschiene besitzt. Priorität sollte haben:

1. Zeigt das Gerät befriedigende(!) Ergebnisse bei allen Objekten; schließlich kann der Neueinsteiger ja noch gar nicht wissen, wo seine Präferenzen liegen werden. Er hat vielleicht eine vage Vorstellung davon, die aber nach den ersten Beobachtungsabenden total kippen kann.

2. Findet er damit die Objekte, oder hat er eine Wackelmontiereung (Lidl, Aldi), dass nach drei Abenden der Kram in die Ecke gestellt wird und einstaubt. Das Auffinden ist sowieso mit großem Abstand das allergrößte Problem für einen Einsteiger, das wird of vergessen. Von daher sind azimutale Montierungen (Dobson, Schwenkmontis, etc.) grundsätzlich einfacher zu handhaben. Am allereinfachsten ist übrigens ein 90° Großfernglas in einer Gabelmontierung. Es erfüllt nur Punkt 1 leider nicht. Ich hatte vorgestern noch Besuch von einem Kollegen, der mal was am Himmel sehen wollte. Der hat mit dem Großfernglas ALLES alleine gefunden, ich musste ihm nur beim Kartenlesen helfen (M13, Hantelnebel, Ringnebel, h+chi, M31, den KS im Pfeil, Albiero). Wer also keine Planeten beobachten will, ist als Einsteiger mit einem Großfernglas optimal ausgestattet.

3. Ist das Equipment unter wirtschaftlichen Aspekten sinnvoll, d.h., kann man es gut wieder loswerden, wenn das Hobby doch nix ist bzw. eine Aufrüstung ansteht? Gebrauchtkauf kann das finanzielle Risiko senken.

Viele Grüße
Andreas
 
Re: allgemeine Betrachtung von Einsteigerempfehlungen

Andreas,
bez. Fernglas stimme ich im Prinzip zu ... sowas ist traumhaft, nur wenn's 90° Einblick haben soll und einigermaßen Größe und Qualität und eine passende Monti, dann ist das nicht gerade ganz billig ...

Wenn sich's um Dobson dreht, würde ich den 10'er vorziehen, weil ich ihn für universeller nutzbar halte - zu vielem schon Geschriebenen kommt die Tatsache, daß man da off axis noch leicht einen 4" APO nachahmen (nicht erreichen, ich weiß <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ) kann. 10" kann ich noch bequem in Birkmaier-Qualität tragen, in der einen den Tubus, in der anderen die Rockerbox (kann natürlich für andere anders aussehen) und in mein Auto paßt er auch noch - steht ja noch was Größeres drin <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> . Ich persönlich würde immer den Größten nehmen, den ich bezahlen kann und handhaben - dann kommt nicht so leicht Reue <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" /> .
Die bisherige Diskussion fand ich jetzt nach nochmaligem Nachlesen nicht so schlimm. Man kann durchaus rauslesen, daß die Unterschiede in der Abbildung nicht sehr groß sind. Daß da nix Deutlicheres rauskommt, deckt sich mit meiner Erfahrung, und ist reelle Antwort auf die Frage. - Ich persönich würde rechnen, daß selbst ein geringer Vorteil über viele Jahre doch erheblich ist. Leute, die damit rechnen sowas evt. wieder zu verkaufen, sehen das natürlich auch wieder anders. Nicht die Diskutierenden kaufen das Teil, sondern der Fragende, und der muß halt die verschiedenen für ihn wichtigen Gesichtspunkte sammeln und für ihn zutreffend entgültig werten - er gibt ja auch das Geld aus <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> .
Gruß
Flatratte
 
Re: allgemeine Betrachtung von Einsteigerempfehlun

Hallo Flatratte,

so ein 10" Dobson ist ein feines Teil, damit hat man so ziemliches alles abgedeckt, wenn die Qualität stimmt. Aber es ist ein Monster, das sollte man wissen und auch vor dem Kauf gesehen haben.

Ich war mal so blöd und habe mir einen 12" Dob angeschafft, aber der war definitiv eine Nummer zu groß. Man sollte eben seine Anforderungen vorher genau kennen.

Um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen: Ich würde auch den 10-Zöller empfehlen, die Preisdifferenz ist nicht so groß, aber die Auflösung z.B. bei Kugelsternhaufen ist schon merklich besser als mit 8". Und wenn man wirklich mal dunklen Himmel hat, wird auch an anderen Objekten die größere Öffnung zum Tragen kommen.

Viele Grüße
Andreas



 
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