Hi Markus,
nur ein 114er Newton vom Hofer (Aldi), Montierung geht schwer, Okus Mist
ein 114er Newton kann schon eine riesige Menge zeigen. Die üblicherweise mitgelieferte EQ-2 hat schon des öfteren hier im Forum zu Diskussionen Anlass gegeben. Dem einen ist sie "herrlich stabil", dem anderen fehlt Steifigkeit oder er moniert Nachschwingzeiten, die sich im wesentlichen aus den Stativ ergeben. Das ist sehr subjektiv und mit ein bischen neu schmieren, die Schrauben mal alle
richtig anziehen´usw. kann man aus diesen Geräten schon eine ganze Menge rausholen, wie man z.B. auf der Seite von
Klaus Lowitz nachlesen kann. Hier kann der erste Eindruck also durchaus täuschen. Ich hab auch so ein Gerät und bin für vielerlei Einsatz damit sehr zufrieden.
Jetzt will ich aber nicht irgendwie herumsuchen und mich über schlechte Optik ärgern also hab ich mir mal ein Preisziel von ca. 400 Euro gesetzt
Bei gestecktem Preisrahmen muss man etwas zurückhaltend mit den Erwartungen sein, wie wir
gerade erst in einem anderen Thread diskutiert haben. Ich hab jetzt um Gottes Willen nichts gegen einen 80mm Refraktor, aber ob ich mir jetzt die Konfiguration aussuchen würde, weiss ich nicht so recht. Nachdem "richtiges" Fotografieren ohnehin eine Angelegenheit im Bereich
teuer bis
sehr teuer zu werden droht, würde ich das im allerersten Schritt mal völlig ausser Acht lassen. Wenn man erst ein paar wenige Objekte am Himmel gesehen hat, dann muss man sich vermutlich doch erstmal ein bischen auskennen lernen am Himmel. Wenn das dann Spass macht, und man will vielleicht dann anfangen zu knipsen, dann hat man schon viel mehr eigene Erfahrungen und damit auch eine ganz andere Sicherhewit, das man sich "das Richtige" zulegt. Ein klassissches Beispiel für übermässiges theoretisches Überlegen haben wir ja auch in direkter Nachbarschaft. Aber auch das muss halt jeder wissen, wie ers halten will.
macht der Unterschied 80 - 100 sehr viel aus, wie ist die Qualität
Zu den Celestron-Refraktoren selnbst kann ich manges eigener Erfahrung natürlich nichts sagen. Aber einen Anhaltspunkt, was Du erwarten kannst bekommst Du auf der Homepage vom
binoviewer unter Artikel -> Leistungsfähigkeit... Dabei ist immer zu beachten, dass Geräte gleicher "optische Qualität" verglichen werden müssen, was auch immer das heissen mag. Jedenfalls habe ich am Montag früh den Io-Schatten auf dem Juputer mit 60mm und 90-fach klar und deutlich gesehen, während
Lotz mit seinem 70mm bei 140-fach damit so seine Schwierigkeiten hatte. Man darf es aber auch nicht übertreiben und muss mal vergleichen, was dahinter steckt, wenn man ein paar Linsen oder Spiegel auf lambda/4 genau schleifen soll, das Ergebnis darf mit reichlich Mechanik dazu aber nicht mehr als 400 Euro kosten. Andererseits löhnt man 70 Euro für einen simplem Toaster. Ich meine nur, dass es ganz wichtig ist, seine Erwartungshaltung von vorneherein etwas mit der Realität zu korrellieren. Dann geht's eigentlich ganz gut.
dann gibts ja noch die EQ-3 (um 428,-)
Ohne mich jetzt dafür verhaften lassen zu wollen: Ich würde lieber mit ner EQ-3 arbeiten, als mit mer EQ-2. Aber ich würde mir zum Probieren erst mal eine EQ-2 kaufen und wenn ich nach einiger Zeit merke, dass das Spass macht, würde ich mir ne Vixen GP oder so zulegen, weil die ist dann
richtig steif (für geeignet kleine Geräte natürlich). Alles im Rahmen der Risikominimierung. Auf der anderen Seite frag ich mich heute (nachdem ich auch parallaktisch angefangen habe), ob das wirklich so unbedingt notwendig ist. Du legst für eine nur halbwegs brauchbare Montierung einen Haufen Geld hin und hast letztendlich doch nix, was Dich auf Dauer so richtig glücklich macht. Mit einem Dobson sparst Du dir am Anfang ersmal diese halbseidene Investition. Stattdessen kannst Du richtig in Optik anlegen und zB in der Preisklasse von 400€ schon einen 8-Zöller kriegen. Wunderdinge sind natürlich hier auch nicht zu erwarten. Aber das teuerste Teil ist eben aus der Rechnung raus und damit kann das verbleibende schon mal etwas besser werden. Eigentlich ist so ein Dobson ja
nur der Hauptspiegel und der Okularauszug <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Weiters ist mit der Lechtpunktsucher aufgefallen
Ich hab am Wochenende einen SkySurfer III an meinen kleinen REfraktor geschraubt und bin jetzt begeistert, wie leicht ich damit auf einen Planeten, Mond oder hellen Stern positionieren kann. Unter 2m wirds dann aber etwas pfriemelig, weil die Glasfläche viel Licht vom Himmel wegnimmt und damit blassere Lichtchen ziemlich schnell verschluckt. Andererseits spricht ja nix dagegen, einen ordenbtlichen Starhop bei einem 2m-Stern beginnen zu lassen... In der Summe bin ich zufrieden, weil ich bisher immer mit über-den-Tubus-peilen vorlieb genommen habe und das war auch ok. Jedenfalls ist ein Sucher bis einschliesslich 6x30 nicht das, was ich jemandem empfehlen könnte. Aber ein focussierbarer 9x50 ist zB schon wider was schönes. Geschmacksfrage aber auch wieder hier. Neulich hatten wir die Frage schonb mal, ob man für ein Rich-Field-Gerät überhaupt einen Sucher braucht und die Meinungen gingen von
völlig überflüssig bis
unbeding.
sind die Okulare sinnvoll
Das ist immer eine schwierige Frage. Ich persönlich finde alles unter 16mm Augenanstand indiskutabel, weil unbequem und damit stressig. Andere stört es wiederrum, dass Okulare mit weiterem Augenabstand mehr Linsen brauchen und deswegen weniger Licht durchlassen. Alles eine Geschmacksfrage. Eine gute Besprechung hierzu findet sich im "Info" von Martin Birkmaier, was Dir hiermit wärmstens ans Herz gelegt sei:
http://www.intercon-spacetec.com/katalog2003.html
oder sollte ich noch was dazunehmen für den Anfang
Ich meine, Du solltest erst mal mit Leuten beobachten gehen und auch deren Okulare ausleihen und an Deinem Gerät probieren, wenn das irgend möglich ist. Es ist nämlich schon schwierig. Nehmen wir als Beispiel mal den Wunsch, sich ein 9 oder 10mm Okular zuzulegen. Dann gibt es mindestens 10 Optionen und jede davon hat ihre speziellen Vor- und Nachteile. Was einem selbst wichtig ist, kann man nur selbst sagen. Beispielsweise ist ein Vixen LV hier ganz wunderbar. Ein Skywatcher LE hat zwar ein paar innere Reflexe, was aber nicht jeden stören
muss, kostet dafür aber auch nur halb soviel. Ein TeleVue Radian hat diesen leichten Gelbstich der LVs nicht, kostet dafür aber das doppelte. Das muss man jetzt abwägen und drei Leute werden zu vier Entscheidungen kommen... Persönlich würde ich bei beschränktem Geldbeutel ein Vixen LV-Okular nehmen, was am Teleskop eine Austrittspupille von ca. 0,7-1mm liefert und ein ordenliches Plössl für eine AP von ca. 3mm. Bei freundlich gestimmtem Finanzminister würde ich zuerst das langbrennweitige durch ein Weitwinkelokular ersetzen. Ist aber auch wieder nur meine Meinung.
PS: wenn jetzt jemand alle Fragen beantwortet bin ich baff
Leider kann ich Dir zum Thema "Bestellen aus A" keine Auskunft gehben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
Herzliche Grüße vom