8x42 oder 10x50; Fernglas bis €500|€600

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Curanum

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Liebe Forumsmitglieder,

auch ich brauche Eure Hilfe bei der Auswahl eines Fernglases. Meine Schwiegereltern möchten von Zuhause ohne ein Stativ zu nutzen unkompliziert in den Himmel schauen......wenn er dunkel ist :-). Sie wohnen am Rand einer Großstadt und tragen beide eine Brille.

Nun habe ich heute hier sehr viel und im blauen Forum ein wenig über Ferngläser gelesen. Ich weiß jetzt zumindest mehr als noch heute morgen. Aber welches Fernglas ich kaufen soll, weiß ich noch nicht.

Ich war zeitweise bei den FS-Gläsern, habe dann was über Fujinon HCF gelesen und denke nun über ein größeres Fujinon nach.

Ich weiß nicht ob ich ein 7x10, ein 8x42 oder ein 10x50 kaufen soll. Was ich weiß, ist das der Blick durch das Glas einen Aha-Effekt auslösen sollte. Die Fujinon Werbung spricht so schön über Milchstraße und Nebel.....

Über Eure Hilfe würde ich mich sehr freuen!

 
Hallo Curanum

Hier findest Du das beste Fernglasforum -> Tagbeobachtungen

http://www.juelich-bonn.com/jForum/list.php?9

Bei dieser Investition und der Benutzung des Glases durch 2 Personen mit Brille
sollten deine Schwiegereltern die infrage kommenden Gläser unbedingt in einem Geschäft ausprobieren.
Nach der optischen Qualität ist die Handhabung sehr entscheidend darüber,
ob das Glas ein Fern-Glas wird oder ein "Schrank-Glas" bleibt.

10x50 ist recht schwer und braucht eine ruhige Hand, ich würde jedenfalls 8x40-44 bevorzugen.
 
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Hallo Curanum,

am Rand einer Großstadt würde ich sowohl 8x42 als auch 10x50 eher ausschließen (nicht zu reden von 7x50 - sollte es oben heißen?). Der Grund ist die zu große Lichtstärke dieser Formate, die nicht ausreichend Kontrast schafft zu einem meist aufgehellten Himmelshintergrund in Stadtnähe (Lichtverschmutzung). Ich würde ein möglichst gutes 8x32, höchstens 8x36 (z.B. Nikon Monarch), ins Auge fassen.
"Wenn der Himmel dunkel ist" - das ist er in Stadtnähe eben fast nur bei Stromausfällen ;-). Man tut sich in solchen Situationen (Stadtnähe) nichts Gutes mit zu lichtstarken Gläsern, der Hintergrund ist mittel- bis hellgrau, statt (eher) dunkelgrau. Und wenn man mit dem Glas etwas rausfährt - wie oft tut man das? - ist man mit einem guten 8x32 auch nicht schlecht versorgt, noch besser allerdings mit 8x36.

LG
Herbert
 
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Hallo lestrade,

ich wohne am Großstadtrand ( Region Neuss/Düsseldorf ) und kann Dir nicht zustimmen. Wenn es bei mir richtig klar ist, zeigt auch ein Fernglas mit 5mm AP ( 10x50 der 8x40 ) ab ca. 40° Höhe über dem Horizont einen ziemlich dunklen Himmel. Auf jeden Fall sieht man mit einem Glas mit 40 oder gar 50mm Öffnung mehr und schwächere Sterne, Andromedanebel oder Orionnebel sind deutlich heller bzw. ausgedehnter und die Milchstraße ist viel beeindruckender als mit einem 8x32. Letzteres ist m. E. für als Astroglas weniger geeignet, auch nicht, wenn man am Stadtrand wohnt. Ein dunkler Himmelshintergund ist nicht alles.

Natürlich sollte man es mit der AP auch nicht übertreiben, der Stadtbeobachter ist mit einem 7x50 oder 8x56 sicherlich nicht gut bedient.

Gruß

Manfred
 
Hallo Manfred,

ich glaube die von Dir beschriebene Lichtsituation gut zu kennen, weil sie oftmals meiner entsprechen dürfte. Dann nehme ich auch 8x42 oder 10x50 und denke mir an (seltenen) optimalen Tagen sogar, man könnte mit der Öffnung noch sinnvoll etwas höher gehen. (Davon hat mich aber bislang auch das Gewicht noch größerer Gläser zurückgehalten.)
Mag sein, dass ich in Unkenntnis der tatsächlichen Großstadt-Lichtsituation mit 8x32 etwas untertrieben habe - mehr Öffnung zeigt natürlich an sich mehr - und 8x36 auch hier mehr verspricht. Man müsste die konkrete Situation jedenfalls einschätzen und auch danach auswählen. Immerhin bevorzugen einige das (bildstabilisierte) Canon 10x30 IS für suboptimale Nachthimmel-Bedingungen. Ich wollte schon darauf hinweisen, aber Curanums Schwiegereltern sind Brillenträger - da könnte es mit dem Augenabstand knapp werden.

LG
Herbert
P.S.: Der Andromedanebel ist unter nicht guten Bedingungen m.E. ohnehin ziemlich enttäuschend, der Orionnebel verträgt auch erstaunlich kleine Austrittspupillen, dann strahlt er erst richtig im Kontrast - schönes Objekt für ein 20x60.
 
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Darf ich noch einmal eine kurze Frage stellen? Ich habe gearde ein Nikon 10X42 SE CF gesehen, dass für ca. € 540 angeboten wird. Soll ich das oder lieber ein Fujinon 10x50 für knapp € 50 mehr kaufen??
 
Geht nicht, da ich keinen Händler in der Nähe habe. Mir scheint das Fujinon FMT-SX schon recht schwer. Das Nikon wiegt nur knapp die Hälfte. Allerdings scheint das Fujinon besser für die Astronomie geeignet zu sein. Und leider kann ich nicht nachfragen.....sonst ist die Überraschung weg.
 
Das Nikon SE ist schon sehr, sehr gut. Es lässt sich eben nicht nur für den Himmel, sondern gerade auch für alles andere nutzen durch den Mittelantrieb.
Ich würde klar zum Nikon tendieren.
Das Nikon hat auch ein brillanteres Bild! Ein Vergleich zwischen Nikon und Fujinon zeigte das recht deutlich. Verglichen wurde mit einem Nikon 10x35 EII, das in etwa vergleichbar ist mit dem SE, bis auf das subjektive Sehfeld.
 
Hallo zusammen,

hm, also das mit dem deutlich klareren Bild des Nikon gegenüber dem Fujinon kann ich mir fast nicht erklären, aber habs selbst nicht getestet. Aber von der Abbildung her - gerade in Hinblick auf Randschärfe und somit Abbildung am Sternhimmel sollte das Fujinon die bessere Wahl sein. Als ich mal hindurchsah, habe ich nach Unschärfe aus allen Lagen gesucht - und keine gefunden. Vergleichbares habe ich bisher nur bei Swarowski (drei mal so teuer) gesehen.

Aber die wesentlichen Punkte klangen schon an: das Gewicht des Fujinons und die Einzelokulareinstellungsgeschichte. Für eine Frau, die ja 50% der Schwiegereltern bildet, ist das Glas vermutlich zu unhandlich. Wenn Du nicht fragen kannst, dann frag doch mal Gleichaltrige (Deiner Schwiegereltern), was die bevorzugen würden. Die einfachste Variante: beides bestellen, mal der Nachbarin oder dergleichen zum Test in die Hand drücken. Das Glas, welches "verliert", wird einfach zurückgeschickt.

Ich denke, man kann das so zusammenfassen: das bequemere Glas, wennauch ggf. etwas weniger gut abbildend, wird gewinnen. Unkomfortabilitäten nimmt man nämlich nur in Kauf, wenn die Abbildung deutlich besser ist, bei halben Laien die die Unterschiede nicht so schnell sehen, sowieso.

Ach so, ich würde auch 10fach nehmen, da sehen Kugelhaufen auch so aus wie sie heißen, im Gegensatz zu 8fach - finde ich.

Viel Erfolg bei der Wahl,
Norman

 
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Wie Friedel ebenso klar Nikon!
1,4 kg sind von einer Frau - es sei denn sie ist Bierstemmerin auf dem Münchner Oktoberfest - niemals mehr als einige Sekunden zu handhaben. Auch für einen Mann über Minuten kein Vergnügen. Das Fujinon ist ein Stativglas mit recht kurzeitig freihändiger Einsatzmöglichkeit - alles andere als ein Universalglas.

LG
Herbert
 
Hallo zusammen
Ich möchte nur mal erwähnen das es bei Franconia gerade das Docter 8x42 für gerade mal 399 Euro giebt. Ich benutze das berühmte 8x50b Zeiss West und seit neustem auch das
Docter 8x42. Mein Zeiss ist ein Spitzenglas in sachen Schärfe/Randschärfe und Einblickverhalten ,nur gabs das Zeiss immer nur mit einer einfacheren Vergütung.Das Docter kommt an die Randschärfe des Zeiss nicht ganz ran aber ist auch nicht zu weit weg davon .Das Docter ist farbneutraler das Zeiss würde ich sagen geht leicht ins
gelbstichige.Zusammenfassend würd ich sagen für nicht mal 400 Euro ist das Docter ein super Allroundglas und wird mich sicher lange bekleiden noch.

Gruss und CS und ja klar Happy Weihnacht
Bernd
 
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