8x42 oder 10x50

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cyber07

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Hallo zusammen,

für spontane astronomische Himmelsbeobachtungen für unterwegs habe ich drei Möglichkeiten zur Auswahl bekommen:
1. ein Kite Birdwatcher 8x42
2. ein Omegon Brightsky 10x50
oder
3. ein TS 10x50 Wildlife
Ich habe mich nun ausgiebig mit den Fernglasbeschreibungen befasst - bin aber letztendlich nicht zu einer Entscheidung gekommen.
Bei dem Kite Birdwatcher 8x42 liegen die Vorteile (so sehe ich das) bei dem Gewicht, großes Sehfeld, gute Bildschärfe, Verarbeitung usw.
Beim Omegon Brightsky 10x50 wird von Bildschärfe bis zum Rand gesprochen, 1,25" Filtergewinden für astronomische Filter, stabiler Fokus durch Einzel-Okular-Einstellung usw.
Das TS 10x50 Wildlife ein Weitwinkelglas mit hoher Schärfe und ebenem Bildfeld, weniger Eigengewicht (durch Magnesiumgehäuse) wie das Omegon aber keine Filtergewinde ...

Da es nun diese drei Optionen für mich gibt, frage ich Euch als erfahrene Forenmitglieder, welche Entscheidung die richtige wäre und ob der Unterschied zwischen 8x42 und 10x50 bei der Auswahl wichtig ist ?
Danke für eine kurze Info.
PS: vielleicht hat ja der Eine oder Andere Erfahrung mit den Gläsern.
 
Hallo! Ich gebe, auch wenn ich nicht unbedingt als erfahrener Forenuser zu bezeichen bin, gerne auch mal meinen Senf dazu ab. Erstmal gilt meiner Meinung nach auch hier wieder pauschal das mehr Öffnung immer gut zu gebrauchen ist. Erganzend zu deinen Vor/ Nachteilen ware noch, das das 8x42 aufgrund der 8 fachen Vergrößerung besser / ruhiger gehalten werden kann. Damit die erfahrenen Fernglasbenutzer dir bessere Tipps geben können wäre es nützlich mehr Infos über seine Beobachtungsgewohnheiten zu bekommen. Bist du Brillentrager? Wie sind deine Beobachtungsbedingungen? Etc...... Dann könnte man sicher zielgerichteter beraten :)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen / Johannes,
ergänzende Angaben noch:
ich habe die Auswahl für ein von den drei für einen akzeptablen Preis (gebraucht). Da ich den Besitzer kenne, weis ich, daß die Gläser top gepflegt und erhalten sind.
a) bin kein Brillenträger (noch nicht)
b) hauptsächlich gedacht für unterwegs (Urlaub)
c) vorwiegend für nächtliche Himmelsbeobachtung (Landhimmel - wenig Lichtverschmutzung)
d) auch zum Gebrauch für meine Enkelkinder
Die drei angebotenen Gläser sind zwar keine Zeiss, Swarowski, Steiner etc. aber trotz des kleinen Preises bieten sie m.E. gute Qualität.
Nur weis ich nicht ob der Unterschied zwischen 8x42 und 10x50 wirklich so groß ist.
Danke.


 
Nur weis ich nicht ob der Unterschied zwischen 8x42 und 10x50 wirklich so groß ist.

Hallo Erwin,

vll. hilft dir das ein wenig weiter, unspezifisch auf deine angedachten Ferngläser, aber orientiert auf die Öffnungs/Vergrößerungsfrage.

H I E R

Die theoretischen Zusammenhänge kannst du auch in dem Buch Himmelsbeobachtung mit dem Feldstecher. Brandt, Rudolf - nach lesen, rein theoretisch (was sich zumeist im Bezug auf die Kernfrage bestätigt hat - Ausnahmen und individuelle Präferenzen ausgeschlossen)

Kurz, ich würde dir jedenfalls zum 10fach Glas raten.
(Besitze 10fach und 8fach in 42 und 50 und greife immer zum 10x50)
 
Hi
die Geräte kenne ich allesamt nicht, kann genau dazu wenig sagen. Aber

im Laufe der Zeit habe ich für mich festgestellt, dass ich 10x50 gar nicht so brauche/mag.
Kleinere FG sind handlicher und nutze ich tatsächlich öfter. Und wenn ich gezielt FG gucken will, greife ich zu größeren Gläsern - bei mir z.B. ein 15x70 und ein 20x90.

und so habe ich kein 10x50 mehr sondern 10x42 gekauft. Meine Kandidaten und das Ergebnis findest Du hier:
http://www.deepsky-brothers.de/Fernglasvergleich 10x42.htm

Kein Highend, aber auch kein Billigstkram.
Vllt kannst Du für Dich ja daraus etwas mitnehmen.
CS
 
Stichwort Enkelkinder:
Wie jung sind die Lieben?, frage bezieht sich auf den Augenabstand/Pupillendistanz - die sollte bei ernsthafter Mitverwendung der Gläser ggf. überprüft werden.
 
Hallo,

ich kenne keines Deiner befragten Gläser.

Für spontan, Urlaub und oft dabei haben wären mir das TS und Omegon schon viel zu schwer. Einzelokularverstellung geht gar nicht. Nachbereich bei beiden ist auch mies.

Das Kite ist von den Daten schon viel ansprechender. Ob die optische Leistung stimmt weis ich nicht. Rückgabemöglichkeit vor Kauf vereinbaren!
Ich habe auf der Kite Seite ein Petrel 8x42 entdeckt,Dachkante, was "meinem" immer dabei Fernglas nahe kommt aber billiger ist. Aber auch 100 % Japan lt. Seite.

Ich habe ein Vixen Apex Pro 8x42 und bin sehr zufrieden. 10x50 halte ich nicht mehr ruhig genug und sind zu klobig.

Deshalb schließe ich mich dem Gedankengang vom Antares an.

Vielleicht etwas tiefer in die Tasche greifen oder sparen und was ordentliches Kaufen.

grüße
ralfi

 
Ein tipp wäre viell., dass die 50mm dachkanter überaus praktisch zum porro sind..
jedenfalls kommt mir mein 12x50 mit nur rund 700gr.so vor.
ich überlegte mir immer mal wieder, ein kleineres zu holen.. aber war dann eigentl.nie notwendig.

was die lichttransmission angeht.. war mein 12x50 schon heller als ein 10x50.. also nicht unbedingt von öffnung nur logisch..
daher tatsächlich bissl mehr knete abwerfen als gewicht dazuholen^^ -an der falschen ecke sparen, tut man immer bei sachen, die man jahrelang hat.

wenn du in top-preisleistung suchst, kann ich allg.; vixen, kowa, nikon, acuter, vortex, hawke & omegon/ts empfehlen.

-grüße faxa-
 
selbstverständlich sind die zur Auswahl aufgeführten Gläser nicht unbedingt für Wandern (außer 8x42) oder Urlaub im Sinne von immer dabei und unviversell.

Da würd man ja schon fast eher zum typischen 8x32 raten, wenn es denn nicht zwingend eine Reserve für die später einsetzende Dämmerung haben muss.

Aber, es sei mal erwähnt, 8x42 Gläser haben oft nicht das GF, welches einen, je nach Empfindung des Beobachters, Tunnelblick hervorruft.

6,5°/52° oder 114 m/1000m sind m.E. recht eng, wenn man im Vergleich mal 135m / 148m auf 1000m vor Augen hatte.

Da ist der Bildeindruck im 10x42 mit marktüblichen GF angenehmer (?) - mein Rat, am besten testen.
 
Danke an Alle die mir geantwortet haben !

Werde Eure Vorschläge und Beratung gern entgegennehmen.

Gute Zeit !
 
Noch ein Gedanke:

5mm Ap sind schon eine gute Wahl, außer man beobachtet unter stockdunklem Himmel und kann mit 7 mm etwas anfangen. Alle Gäser liegen in diesem Bereich.

Die Frage ist: Kannst du 10x ruhig genug halten, auch bei Steilblick? Wnen ja, dann wird dir ein 10x-Glas mehr zeigen als ein 8x (bei gleicher AP). Wenn du dich mit 8x wohler fühlst, dann nimm' lieber das.

Du kannst das ausprobieren, ohne die Gläser zu haben. Besuche einen Großmarkt wie Saturn, da kann man mehrere Ferngläser in die Hand nehmen. Du wirst rasch herausfinden, ob 10x was für dich ist.
 
Hallo Erwin,

probieren geht über studieren.
Habe 4 Ferngläser je nach Einsatz.
Am Himmel 6x42 und 10x50
zum Wandern 10x25
zum segeln 7x50 mit Peilkompass.
Du kannst mit jedem Glas alles anschauen ist vielleicht
nur nicht ideal.
MfG
Wilhelm
 
Danke Uwe und Wilhelm !

@ Uwe:
mehr als 5mm Ap geht bei mir eh nicht mehr.
Für längere Fernglasbeobachtung habe ich einen Stabilisator (Gurt mit Holzsteg) um den Hals den man in der Höhe verstellen kann. Er hält das Fernglas in einer sehr ruhigen Position und man kann entspannter beobachten (auch einhändig) als mit freihändiger Beobachtung.
(Orniwelt.de bietet so was ähnliches auch als Zubehör an - aber etwas teurer)
Die Idee mit "Saturn" finde ich gut - danke für den Tipp !

@ Wilhelm:
Für mich war halt nur mal zu wissen auf welche Faktoren es bei den Gläsern ankommt und auf was ich achten muss - vom Preis mal abgesehen.
Ich bin bei Dir wenn Du zum Ausdruck bringst, daß jede Beobachtung sein eigenes Fernglas braucht. Dann bräuchte ich einige Ferngläser - und wenn ich noch Qualität möchte, dann bin ich gleich bei einigen tausend Euros; das ist mir schon klar.

Da ich mich für eines der drei Ferngläser entscheiden muss wird's vielleicht das 8x42 werden (auch wegen dem großen Sehfeld). Astronomisch vielleicht weniger zugebrauchen wie ein 10x50 aber das ist auch kein Problem.

Trotzdem vielen Dank für Eure Infos.
 
Zum Steilblick und Saturn:

Hier muss meines Erachtens differenziert werden, da es einen Beobachtungsunterschied und Wahrnehmung zwischen Tag und somit flächenbetrachtet dreidimensionale Objekte und der Nacht und somit punktförmige Lichtquellen gibt.

Die Vergrößerung 10x am Tag, nach meinen Erfahrungen beispielsweise in der Flugverfolgung von Greifvögeln - steile Bobachtung - , werte ich hinsichtlich der Anforderung an den Handruhegerad vollkommen anders als jenen der Nachtbeobachtung.

Denn aus beiden generiert sich ein sehr unterschiedlicher Bildeindruck. Hinzu kommt, die Seheindrücke,-Leistung seitens des Auges sind in der Nacht unterschiedlich ausgeprägt. M.W. und Erfahrungen nach ist das Trägheitsmoment nachts größer und somit kann es den zitternden Objekten nicht im Vergleich zum Tagobjekt schnell folgen. Also dem - was gefühlt die Unruhe verstärkt, dem "zittern". Selbstredend, je nach Beleuchtungsstärke und Flächengröße des Objektes.

Ein leicht auf Grund von Flächenobjekten schwankender Bildeindruck schlägt sich in der nächtlichen Punktlichtquelle seitens des Eindruckes als zittern nieder, darin liegt m.E. ein großer Unterschied.

Insofern halte ich den Saturntest für suboptimal. Dort können 10x als okay, am Nachthimmel dann aber als nicht okay bewertet werden.

Außen vor lasse ich den Sachverhalt, es gibt Gläser selbiger Parameter, wovon das eine ein ruhiges Bild und das andere ein unruhiges Bild generiert, obwohl sie beide nebeneinander auf einem Stativ montiert sind :) Komisch nicht wahr? Ist aber so.
(soll heißen, Saturnglas plöööd = nicht alle plöööd)

Und nein, ein 8x42 ist NICHT die schlechte Wahl, sondern eine sehr gute - ein 10x50 wäre eben nur ein wenig besser geeignet. Aber auch das ist rein theoretisch und generell zählt nur deine eigene Wahl für dich. FALSCH im klassischen Sinn macht du bei der Wahl deiner Gläser nichts.
Richtig macht man immer das, was einem selbst Spaß bereitet. :)
 
Danke Dominique für Deine Ausführungen.


Abschließende Frage noch:

Stimmt es wirklich, daß man bei Porro-Gläsern ein 3D-Effekt feststellen kann und bei Dachkant-Gläser nicht ?
 
Hallo Frank,


das gilt nur bis zu einer bestimmten Entfernung, Stichwort Stereogrenzwinkel. Der liegt laut Literatur üblich bei etwa 10 Winkelsekunden, nur unter optimalen Bedingungen bei etwa zwei Winkelsekunden.


Viele Grüße Felix
 
räusper,.......

3D, .... was wird denn darunter verstanden?
Sehe ich im DK Glas 2D?

Davon ab, ein Porro unterliegt den Gesetzmäßigkeiten, auch wenn das manche nicht glauben wollen.

Und ebenso im Nahbereich, wo es kleine Nachteile hat, wenn wir es genau nehmen wollen.

Also ICH habe mit meinen Porros am Himmel im Unendlichen nix von 3D wahr genommen, wie auch.

Weiter siehe Felix.
 
Zitat von Felix42:
Hallo Frank,


das gilt nur bis zu einer bestimmten Entfernung, Stichwort Stereogrenzwinkel. Der liegt laut Literatur üblich bei etwa 10 Winkelsekunden, nur unter optimalen Bedingungen bei etwa zwei Winkelsekunden.


Viele Grüße Felix

Hi Felix,
ja, das mag sein, dass die Literatur das so beschreibt. Im direkten Vergleich sehe ich das für mich persönlich aber anders. Da habe ich bei den Porros immer das plastischere Bild; bei den Dachkants habe ich das Gefühl, dass ich gegen eine platte Wand schaue.
 
Es gibt sicher Sonderlinge, also im positiven Sinne.
Und sicher mögen manche die dem Menschen seitens der Evolution physiologischen gesetzten Grenzen weiter entfernt erscheinen, am generell gültigen Sachverhalt ändert das aber relativ wenig.

Und als Antwort für den Fragesteller ist der Informationsgewinn fraglich, wenn er sich, wenn auch nicht irrelevant, auf Gefühle stützt.

Darum, die Ausprägung der räumlichen Wahrnehmung ist je nach Porrobauweise in Grenzbereichen ausgeprägter als bei einem Dachkantglas, überbewerten darf man aber diesen Unterschied nicht.
 
Hallo Erwin,
jetzt mal ein ganz dummer Einwurf von mir, unabhängig davon ob du dir jetzt etwas komplett Anderes anschaffst. Wenn du den Besitzer kennst, kannst du ihn nicht bitten dir alle Drei zukommen zu lassen? Und dann in Ruhe testen?
Nur so ein Gedanke.

Grüße,
Engin
 
Hallo Frank,


Zitat von Papshmir:
Hi Felix,
ja, das mag sein, dass die Literatur das so beschreibt. Im direkten Vergleich sehe ich das für mich persönlich aber anders. Da habe ich bei den Porros immer das plastischere Bild; bei den Dachkants habe ich das Gefühl, dass ich gegen eine platte Wand schaue.

Zitat von Papshmir:
Logisch. Am Himmel geben sich Porros und Dachkanten gleich. Der Unterschied tritt bei der Tagesbeobachtung auf.

Öhm...deswegen schrieb ich ja:

Zitat von Felix42:
Hallo Frank,


das gilt nur bis zu einer bestimmten Entfernung, Stichwort Stereogrenzwinkel. Der liegt laut Literatur üblich bei etwa 10 Winkelsekunden, nur unter optimalen Bedingungen bei etwa zwei Winkelsekunden.

Da Porro-FGs etwas breiter bauen ist da erst bei etwas größerer Entfernung der Stereogrenzwinkel unterschritten und keine räumliche Wahrnehmung mehr möglich. Im Nahbereich wenn das Schielen durch ein Porro langsam unangenehm wird liefern auch die weniger weit voneinander entfernten Tuben das Dachkantglases einen für räumliche Wahrnehmung ausreichenden Sehwinkel.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Engin,

ja, das wäre sinnvoll.
Aber der Besitzer lebt beruflich in den USA. Hat alle drei mitgenommen und ich kann mich für eines der drei entscheiden.
Alle drei will er nicht von USA nach uns verschicken (verständlich).

 
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