Hallo Frank,
>> Ansonsten war der Aufwand beim Nobilem doch kaum geringer...
Soweit ich weiss, ist diese Teleobjektiv-Konstruktion mit Luftspalt deshalb teurer, weil sie eine hohe Genauigkeit in der Fertigung und Justierung erfordert. Wegen der geringen Fertigungstoleranzen lassen sich die einzelnen Prozessabläufe nicht so leicht automatisieren.
>> kostete ein Nobilem 8x50 in der DDR an die 1000 Mark und das dürfte nicht viel billiger gewesen sein ..
1000 Mark waren wirklich eine Menge Geld. Vielleicht war es auch so, dass Zeiss bei der Produktion des alten Nobilem weniger Gewinn einfahren konnte, weil es teurer zu produzieren war. Das neue Nobilem war dann vielleicht nicht billiger im Verkaufspreis, hat aber mehr eingebracht?
>> Oder hatte das alte keine Okularabdichtung
Das kann ich auch nicht sagen. Ich erinnere mich aber, dass in dem Bericht der Jenaer Rundschau erwähnt wurde, dass die Wasserdichtigkeit der neuen Modelle Octarem/Dodecarem verbessert wurde. In der Einleitung schreiben die ja auch so etwas wie "in der optischen Leistung lässt sich nicht mehr viel herausholen, dafür aber in der Verbesserung der mechanischen Konstruktion". Damit haben die sich bestimmt auf das Nobilem Super bezogen, das ja wirklich optisch spitze war, aber nicht wasserdicht.
>>In einem alten Zeiss Jena Katalog findet man aber schon alle 6 Modelle...
Danke für die Info! das muss ich dann mal korrigieren
>>Warum hast Du das schöne Nobilem Super aufgesägt?
Dieses schöne Demo-Modell wurde mal für 500 Euro angeboten. Ich habe mich lieber darauf beschränkt, ein Foto davon zu schiessen
>>Gibt es bei den drei Klassikern und im Vergleich derselben zu moderneren Porrogläsern Unterschiede im Objektivabstand?
Das kann ich ja mal nachmessen. Mir scheint aber, dass diese Kurzbauweise des alten Zeiss und des Nobilem Super, wie auch des NVA DF 7x40, wegen der breiten Prismen zu einem grösseren Objektivabstand führt. Das sollte sich dann auch in der Plastizität bemerkbar machen.
Gruss,
Holger