Abbildung heller Sterne

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HeikoW

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Hallo zusammen,

ich bin kürzlich über ein Phänomen gestolpert, dass ich mir
im Moment noch nicht wirklich vollständig erklären kann, aber
vielleicht weiss hier jemand Bescheid.

Folgendes, wenn ich mit meinem Teleskop helle Sterne
beobachte ist auffällig, dass diese grundsätzlich
eingebettet sind in eine Art Halo/Koma, der den Stern
umgibt. Bei indirektem Sehen sieht es so aus als wenn helle
Sterne in einem schwachen Nebel liegen.

Zunächst dachte ich die Optik hat einen Schlag weg, aber
mittlerweile konnte ich dieses Phänomen an Refraktoren mit
60, 80 und 120 mm und an meinem Spiegel mit 200 mm
beobachten. Grundsätzlich folgt es der Regel, je mehr
Öffnung umso heller der 'Nebel', und umso höher die
Vergrößerung umso deutlicher ist es sichtbar.
Von daher vermute ich derzeit, dass es sich um ein
atmosphärisches Phänomen handelt, Streuung o.ä.

Könnt ihr euch das Phänomen erklären oder kennt ihr die
Ursache ?

Grüße & CS
Heiko
 
Hallo HeikoW,
wenn mans sehen kann, kann man es auch fotografieren - bisher ist mir auf Fotos in klarer Luft mit sauberen Oberflächen (kein Tau) noch nichts aufgefallen.

cs
0carpediem
 
Hallo 0carpediem,

ich bin nur visueller Beobachter, von daher wird's mit Fotos
schwierig. Vielleicht habe ich den Effekt auch zu dramatisch
dargestellt. Der 'Nebel' ist üblicherweise nur bei hellen
Sternen (0,1,2,3 mag) und indirektem Sehen sichtbar. Aber
d'accord, ein beschlagener Zenitspiegel oder eine
beschlagene Okular-Augenlinse führt zu einem ähnlichen aber
erheblich (!!!) stärkeren Phänomen.

Ich beobachte nunmehr seit >> 10 Jahren und so wirklich
bewußt aufgefallen ist mir das Phänomen erst die letzen
Tage, vermutlich weil ich mir üblicherweise Vega nicht
anschaue, sondern eher DS.

CS
Heiko





 
Hallo Heiko,

das Hauptthema dürfte Streulichtvermeidung sein.

Vom Standort über eine Tau-/Streulichtkappe ausreichender Länge bis zur mangelhaften Tubusverblendung/-Schwärzung /Tubusauskleidung mit Veloursfolie) zieht sich das durch und zwar nicht zwangsläufig nur bei billigen Spiegeln und Linsen.

Optikfehler (nicht auspolierte Linsen, Spiegelrauheit, Dejustierung pp) schließen sich an und selbst bei einer sehr guten Optik (gerade da) sollte man irgendwann im Höchstvergrößerungs-/Übervergrößerungsbereich die Beugungsringe sehen.

Gruß und CS
*entfernt*

 
Hallo Günther,

die Refraktoren (2 APOs und ein FH) zeigen bei hohen
Vergrößerungen und gutem Seeing saubere, runde
Beugungsscheibchen mit Beugungsringen. Die sind soweit
ich es beurteilen kann einwandfrei. Der 200 Spiegel ist
bei dem üblichen Seeing eher selten dazu zu bewegen
vernünftige Beugungsscheibchen zu zeigen, aber hin und
wieder gelingt es. Der ist im übrigen auch mit Velour
ausgekleidet.

Ich tippe auf ein atmosphärisches Phänomen, da es mit
zunehmender Öffnung stärker wird und man ein ähnliches (?)
Phänomen z.B. auch mit bloßem Auge am Mond beobachten kann,
wo die unmittelbare Umgebung durch Streuung an der
Atmosphäre aufgehellt ist.

CS
Heiko
 
Hallo Heiko,

ganz klar, hohe Staubfracht, Zirren, dünner Hochnebel, feuchtigkeitsgesättigte Luftschichten sind unvermeidliche Ursachen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo,

Da ist auch Streuung des Lichts IN deinem Auge mit verantwortlich. Das Auge ist nicht besonders sauber.

Das kannst du auch bei Tag an kontrastreichen Szenen, ganz ohne Optik sehen: ich schaue gerade aus dem Fenster und der Fensterrahmen erscheint mit einem starken Halo überlagert. Wenn ich mit der ausgestreckten Hand das Fenster neben einer Stelle des Rahmens abdecke wird der Rahmen viel klare erkennbar.

Grüße, Martin
 
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