Eike82
Aktives Mitglied
Für alle die es interessiert - mir wurde ein Säulenflansch geschickt, der im Durchmesser kleiner werden sollte. Gekostet hat die Bearbeitung nur das Porto da mir keine Materialkosten entstanden sind und die Arbeit in 5 Minuten (zuzüglich Fotos machen) erledigt war. Vielleicht kann ja noch der ein oder andere einen Tip erblicken der eine solche Aufgabe erleichtert.
Zuerst steht natürlich das Einspannen an. Da die Fläche auf der die Montierung sitzt schon rechtwinklig zur Bohrung verlief stellte das erwartungsgemäß kein Problem dar. Ich habe hier Backen verwendet, bei denen der größte Durchmesser des Flansches noch über das Futter hinaus steht. So können in einer Aufspannung alle drei im Bild markierten Flächen bearbeitet werden. Dabei ist es egal, ob zuerst die Längsfläche oder die rechte Planfläche bearbeitet wird.
Nur die linke Planfläche sollte ganz zum Schluß dran kommen, da die Geometrie der verwendeten VCMT160404 Schneidplatte dafür günstig steht. Wenn zuerst die Längsfläche auf den Solldurchmesser gedreht wird, kann der Drehmeißel danach ganz einfach an der linken Planfläche zurückgezogen werden. Dabei wird diese Fläche dann leicht überdreht und exakt rechtwinklig zur Längsfläche.
Link zur Grafik: http://img.album.de/files/images/screen/156/15685986915783.jpg
Nun habe ich den Bettschlitten so weit nach links verfahren, bis die Spitze des Drehmeißels dort stand wo die Bearbeitung enden sollte. Meine Drehe besitzt einen verstellbaren Anschlag (im Bild markiert), der ganz einfach an der Stelle festgeklemmt wurde wo sich nun der Bettschlitten befindet.
Der Große Vorteil eines solchen Anschlages bzw. der Möglichkeit ihn einzusetzen ist, dass der Vorschub nicht manuell beendet werden muß. Sobald der Bettschlitten beim Drehen gegen den Anschlag fährt, löst eine Fallschnecke aus und der Vorschub endet. So kann zum Einen ein Bearbeitungsendpunkt präzise festgelegt werden und zum Anderen eine Beschädigung des Werkzeuges durch Unachtsamkeit vermieden werden.
Link zur Grafik: http://img.album.de/files/images/screen/156/15685979921723.jpg
Nun habe ich einfach etwas zugestellt und die Längsfläche überdreht. Danach den Durchmesser gemessen und in die Digitalanzeige eingegeben. Nun brauche ich bis zum Solldurchmesser nicht mehr messen ob's paßt - einfach Abdrehen bis der Sollwert angezeigt wird und der paßt auch.
Link zur Grafik: http://img.album.de/files/images/screen/156/15685992221459.jpg
Da bei gut zerpanbarem Alu hohe Zustellungen möglich sind, hat die Bearbeitung auch nicht lange gedauert. Hier ein Bild mit 5mm Spantiefe:
Link zur Grafik: http://img.album.de/files/images/screen/156/15685962627142.jpg
Die linke Planfläche habe ich ohne automatischen Vorschub überdreht, da ich zu faul war erst die Drehrichtung umzukehren. Einfach von Hand zurückkurbeln reicht ja auch bei dem Bisschen.
Für die rechte Planfläche habe ich wieder den automatischen Vorschub genutzt. Die 45° Fase ist mit einer SNMG120404 Schneidplatte entstanden.
Link zur Grafik: http://img.album.de/files/images/screen/156/15686007692395.jpg
Ich hoffe das war jetzt ein halbwegs interessanter Beitrag.
Mit bastelnden Grüßen
Eike
Zuerst steht natürlich das Einspannen an. Da die Fläche auf der die Montierung sitzt schon rechtwinklig zur Bohrung verlief stellte das erwartungsgemäß kein Problem dar. Ich habe hier Backen verwendet, bei denen der größte Durchmesser des Flansches noch über das Futter hinaus steht. So können in einer Aufspannung alle drei im Bild markierten Flächen bearbeitet werden. Dabei ist es egal, ob zuerst die Längsfläche oder die rechte Planfläche bearbeitet wird.
Nur die linke Planfläche sollte ganz zum Schluß dran kommen, da die Geometrie der verwendeten VCMT160404 Schneidplatte dafür günstig steht. Wenn zuerst die Längsfläche auf den Solldurchmesser gedreht wird, kann der Drehmeißel danach ganz einfach an der linken Planfläche zurückgezogen werden. Dabei wird diese Fläche dann leicht überdreht und exakt rechtwinklig zur Längsfläche.
Link zur Grafik: http://img.album.de/files/images/screen/156/15685986915783.jpg
Nun habe ich den Bettschlitten so weit nach links verfahren, bis die Spitze des Drehmeißels dort stand wo die Bearbeitung enden sollte. Meine Drehe besitzt einen verstellbaren Anschlag (im Bild markiert), der ganz einfach an der Stelle festgeklemmt wurde wo sich nun der Bettschlitten befindet.
Der Große Vorteil eines solchen Anschlages bzw. der Möglichkeit ihn einzusetzen ist, dass der Vorschub nicht manuell beendet werden muß. Sobald der Bettschlitten beim Drehen gegen den Anschlag fährt, löst eine Fallschnecke aus und der Vorschub endet. So kann zum Einen ein Bearbeitungsendpunkt präzise festgelegt werden und zum Anderen eine Beschädigung des Werkzeuges durch Unachtsamkeit vermieden werden.
Link zur Grafik: http://img.album.de/files/images/screen/156/15685979921723.jpg
Nun habe ich einfach etwas zugestellt und die Längsfläche überdreht. Danach den Durchmesser gemessen und in die Digitalanzeige eingegeben. Nun brauche ich bis zum Solldurchmesser nicht mehr messen ob's paßt - einfach Abdrehen bis der Sollwert angezeigt wird und der paßt auch.
Link zur Grafik: http://img.album.de/files/images/screen/156/15685992221459.jpg
Da bei gut zerpanbarem Alu hohe Zustellungen möglich sind, hat die Bearbeitung auch nicht lange gedauert. Hier ein Bild mit 5mm Spantiefe:
Link zur Grafik: http://img.album.de/files/images/screen/156/15685962627142.jpg
Die linke Planfläche habe ich ohne automatischen Vorschub überdreht, da ich zu faul war erst die Drehrichtung umzukehren. Einfach von Hand zurückkurbeln reicht ja auch bei dem Bisschen.
Für die rechte Planfläche habe ich wieder den automatischen Vorschub genutzt. Die 45° Fase ist mit einer SNMG120404 Schneidplatte entstanden.
Link zur Grafik: http://img.album.de/files/images/screen/156/15686007692395.jpg
Ich hoffe das war jetzt ein halbwegs interessanter Beitrag.
Mit bastelnden Grüßen
Eike