Ablösung für alten Feldstecher

Peter R

Aktives Mitglied
Hallo allseits,

ich habe seit gut 45 Jahren ein 8x30 Fernglas von Revue (vermutlich damals bei Quelle geschossen). Den nehme ich selten und ausschließlich Freihand, um mal mal etwas "aufzuspüren", was mit bloßem Auge nicht zu finden ist (hab ja an meinem Hauptgerät noch kein GoTo). Ich habe aber den Eindruck, dass die Linsen allmählich trüber werden (oder sind es meine Augen?) und die CAs sind auch grauenvoll. Ich möchte daher etwas Besseres, will aber kein Vermögen ausgeben, da ich das neue Gerät ebenfalls nur sporadisch für obige Zwecke einsetzen möchte. Ich geh mal davon aus, dass ich für freihand deswegen nicht über 10fache Vergrößerung gehen sollte und das Fernglas möglichst leicht sein sollte. Was haltet ihr vom Pentax SP 8x40? Hat das zufällig jemand?

Grüße Peter.
 
Hallo Peter,

um heraus zu bekommen, ob die Linsen (vielleicht auch die Prismen) deines Revue Glases trüb geworden sind, schau doch einfach mal vom Objektiv aus in die Optik. Da zeigt sich die Trübung dann recht deutlich. So mache ich das, wenn ich Ferngläser auf dem Flohmarkt prüfe.
Vielleicht solltest du dich auch dort mal nach einem Ersatz in 8x40 umsehen. Ich benutze astronomisch regelmäßig ein Revue 8x40 Weitwinkel, dessen Abbildung ich recht ordentlich finde. Das von Quelle zeitgleich vertriebene 10x50 ww hat mich dagegen nicht überzeugt.

CS Gerhard
 
Hallo Gerhard,

ja, wenn man vom Objektiv aus hinein schaut ist eine ganz leichte Trübung zu sehen. Au den Okularen sind in einem bestimmten Lichtwinkel auch leichte Schlieren zu sehen, die ich nicht weggeputzt bekomme. Insofern denke ich schon, dass sich ein neueres Gerät lohnt. Vom Aussehen und den technischen Daten her, würde mir die SP Reihe von Pentax, besonders das 8x40, schon gut gefallen, sind auch preislich nicht so intensiv. das müsste auch schon einen Tick heller sein, als mein altes Revue.

Grüße Peter.
 
Moin Peter,
Ich habe von meinem Opa ein altes Fernglas.
Hat er im 1. Weltkrieg benutzt.
Marke weiss ich nicht.
Da die Linsen auch trübe erschienen, habe ich das Glas mal vom Profi reinigen lassen.
Geht wieder!!!
Ist zwar nicht die Sahne wie ein modernes Fernglas, aber sehr brauchbar.
In diesem Sinne.
CS Markus
 
Hallo Peter,

wenn Du nicht so viel ausgeben willst kann ich ein Nikon Prostaff P7 8x42 empfehlen. 10 x würde ich nicht machen, Du möchtest es ja zum Aufsuchen nutzen.
Das Pentax ist bestimmt auch okay, hat aber ein enges Sehfeld (110 vs. 126 m beim Nikon). Außerdem neigen die billigen Porros zur Dejustage bei mechanischen Belastungen.

Grüße
Andreas
 
Moin Peter,
Ich habe von meinem Opa ein altes Fernglas.
Hat er im 1. Weltkrieg benutzt.
Marke weiss ich nicht.
Da die Linsen auch trübe erschienen, habe ich das Glas mal vom Profi reinigen lassen.
Geht wieder!!!
Ist zwar nicht die Sahne wie ein modernes Fernglas, aber sehr brauchbar.
In diesem Sinne.
CS Markus
Hallo Markus,
tja die militärischen Ferngläser waren vor 100 Jahren offenbar schon richtig gut. Ob sich das bei einem Quelle-Gerät aus den 70ern lohnt, weiß ich aber nicht.
Grüße Peter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter,

wenn Du nicht so viel ausgeben willst kann ich ein Nikon Prostaff P7 8x42 empfehlen. 10 x würde ich nicht machen, Du möchtest es ja zum Aufsuchen nutzen.
Das Pentax ist bestimmt auch okay, hat aber ein enges Sehfeld (110 vs. 126 m beim Nikon). Außerdem neigen die billigen Porros zur Dejustage bei mechanischen Belastungen.

Grüße
Andreas
Hallo Andreas,
danke für deinen Tipp. Das Nikon Prostaff schaue ich mir mal näher an und vergleiche es mit dem Pentax. Das einzige was mir grad aufgefallen ist, dass ich für das Pentax 143m Seefeld gefunden habe, wo hast du die Info mit den 110m her?
Grüße Peter.
 
Bei Intercon, Pentax ist berüchtigt für die engen Sehfelder und spielen im Markt eigentlich keine Rolle.

Eine teils gewagte Aussage. Das 20x60 der Serie ist wohl das beliebteste dieses Formates, trotz des engen Sehfeldes.

Das 8x40 SP ist ein (sehr) gutes Porroglas, robust, hervorragender AP-Abstand (100% brillenträgertauglich), innerhalb des eher kleinen Sehfeldes sehr gute Abbildungsqualität, farbrein. Etwas schwer, das ist aber seiner Robustheit geschuldet. Ich finde auch die Fixierbarkeit des Fokus nützlich, sowie die für Porrogläser seltene Innenfokussierung.
 
Ja ok, ich mache schon lange einen Bogen um die Pentaxe, auf der Messen in Essen habe ich sie nicht mal in die Hand genommen, weil ich nur noch wenigstens Mittelklasse kaufe und ausreichend versorgt bin mit Gläsern. Man kann übrigens auch bei den High End Gläsern reinfallen, ein Swaro NL Pure habe ich schnell wierder verkauft.
Zurück zu Pentax: Das 20x60 hat 44° sGF, damit käme ich nicht zurecht, das ist natürlich Ansichtssache. Wenn der Rest stimmt kann man trotzdem damit Spaß haben. Das 8x40 hat immerhin 50°, was für mich kein befriedigendes Seherlebnis (mehr) darstellt. Im Fernglasbereich hinkt die Entwicklung sowieso hinterher wenn man sich mal ansieht, was Astrookulare mittlerweile so bieten. Bis 80° fände ich es bei Ferngläsern noch sinnvoll, aber dann werden die Gläser schon sehr groß. Siehe Nikon WX.

Vielleicht hast Du,Peter, die Gelegenheit, mal irgendwo einige Gläser auzuprobieren? Wenn kein Astrohändler in der Nähe ist, tuts vielleicht auch ein Jagd- oder Outdoorgeschäft.

Andreas
 
Oh ja, tatsächlich, das sind sind zwei verschiedene Ferngläser, einmal WP (wasserfest), und einmal ohne. Das ohne WP mit dem weiten Gesichtsfeld ist nicht brillenträgertauglich , das WP schon. Falls das für Dich wichtig ist.
 
Hi
wenn es preiswert sein soll, habe ich selbst einen Kandidaten im Besitz: Olympus 8x40S . Hat 8,2 Grad Feld, für den Preis eine gute, vielfach positiv erlebte Optik und auch der Einblick ist prima - nicht nur für mich auch für viele andere Menschen. Mit etwas Glück für 80/85 EUR neu zu haben.
CS
 
Hi
wenn es preiswert sein soll, habe ich selbst einen Kandidaten im Besitz: Olympus 8x40S . Hat 8,2 Grad Feld, für den Preis eine gute, vielfach positiv erlebte Optik und auch der Einblick ist prima - nicht nur für mich auch für viele andere Menschen. Mit etwas Glück für 80/85 EUR neu zu haben.
CS
Dank dir Antares,
das Olympus schaue ich mir auch mal an und vergleiche es mit dem Pentax und dem genannten Nikon:y:...
Grüße Peter.
 
Ich sags mal so, die Auflösung darf ruhig besser sein. Also etwas mehr Öffnung sind sicherlich willkommen, genauso wie etwas weniger CAs, mehr als 8x Vergrößerung sind aber vermutlich nicht so das Gelbe vom Ei;).... Aber dein Link und der dazugehörige Threat sind super:y:!! Grüße Peter.
 
Ich, zugegebenermassen kein Fachmann, werfe mal das Nikon Aculon 8*42 in den Ring. Das hat (mir persönlich) besser gefallen als das Olympus.
 
Hallo allseits,
ich hab mir die Daten des Nikon Aculon 8x42 mal angeschaut, scheint die gleiche Liga wie das Olympus 8x40S und das Pentax SP8x40 (ohne WP) zu sein, während das Nikon Prostaff 8x42 eine kleine Klasse besser zu sein scheint, ähnlich wie das Pentax SP 8x40 WP. Das empfohlene Kenko läuft ein bisschen außerhalb Konkurrenz, weil "nur" 32mm Öffnung, aber dafür ultraleicht. Konnte mich bisher noch nicht entscheiden, aber so sieht mein Zwischenfazit aus....
Grüße Peter.
 
Ich fand zum einen die Haptik angenehmer und das Bild klarer. Aber das ist natürlich mein Empfinden, nicht objektiv...
Hi,
die Haptik ist subjektiv - das mag für Dich so sein. Aber auch da, frage ich mich, was es genau ist. Nur dann kann man damit was anfangen, zumal beide Gläser quasi identisch groß sind, die Ummantelung sehr ähnlich ist und das Olympus 40g leichter ist.

Optisch hattest Du vllt. Pech. Hattest Du beide Gläser zeitgleich nebeneinander vergleichen können? Nur das macht selbst bei Gläsern dieser Preislage die Unterschiede deutlich oder zumindest sichtbar.
Ich kenne beide auch aus Vergleichen, kann Deine optische Bewertung nicht nachvollziehen. Ich kam zu einem anderen Ergebnis. Die Optiken geben sich nichts. Leichte Vorteile bei Feldgröße und Naheinstellung und vor allem der Preis sprechen für das Olympus. Deswegen empfehle ich seit Jahren die S-Reihe oder die Vorgänger, die DSP 1 mit gutem Gewissen.
Viele davon habe ich nach der Empfehlung testen müssen/können, besitze selbst noch 2 von ehemals 4 und egal aus welcher Quelle sie kamen, waren sie alle für die Preise (unter 100EUR) einwandfrei. So auch die Rückmeldungen von Anfängern und versierteren Astros.

Da Du wie Du selbst schreibst auch andere Gläser direkt wieder weggeben hast, wäre die Anspruchsfrage zu klären.
In der Klasse gibt es keine Perfektion. Schon ein Kowa BD oder Bushnell Legend Ultra oder Celestron Granite sind erkennbar eine andere Liga, wenngleich das Verhältnis von Preis zu optischen Mehrwert nach oben hin immer ungünstiger wird.
CS
 
Konnte mich bisher noch nicht entscheiden
... es eilt ja ggf. auch nicht.

Evtl. ist auch diese recht bekannte und in Summe gut bewertete Firma von Interesse. Schau mal nach dem Kite Falco 8x42


Die Bewertungen lesen sich doch eigentlich vielversprechend.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter,

würde mich auf dem Gebrauchtmarkt umsehen. Da gibt es teilweise sehr gute Schnäppchen zu machen.
Habe mir z.B. vor einiger Zeit einen neuwertigen Swarovski Habicht 8x30W für relativ wenig Geld gekauft. Dieser ist ja von den optischen Daten her mehr oder weniger vergleichbar mit deinem Quelle. Die Bildschärfe im Bildzentrum und der 3D-Anblick (für terristische Objekte) ist im Vergleich zum Sawarovski EL 8,5x42 sogar besser. Transmission ist mit 96% soweit ich weiss, unerreicht und der Diptieenausgleich schaft sogar meine -8 Dioptrieen problemlos, sodass ich ohne Brille beobachten kann.
Das Sichtfeld ist riesig und der Schärfeabfall zum Bildrand hin ist zwar vorhanden, stört aber kaum.
 
Hallo allseits,

ich möchte euch mal auf den aktuellen Stand bringen. Erst einmal herzlichen Dank für all eure Hinweise und Tipps. Auch wenn ich schließlich bei einem ganz anderen Glas gelandet bin, als ihr empfohlen habt, hat doch jede eurer Antworten mich im Entscheidungsprozess weitergebracht. Es ist ein "Jenoptem 10x50W MC" geworden, also quasi ein Carl Zeiss Dekarem für den Export in die damalige BRD. Produziert wurde es (anhand der Seriennummer vermutlich 1988/89, hat Mehrschichtvergütung, 122m Sehfeld und wiegt 1050g. Das Ganze hat bei ebay 150€ gekostet, dass ist denke ich ein angemessener Preis. Habe es gestern tagsüber im Garten getestet, leichtgängig, sehr schönes Bild, Schärfe mittig sehr gut, aber etwas schwerer als die meisten von euch empfohlenen (heutigen) Gläser. Aber ich finde es liegt gut in der Hand. Gestern Abend am Sternenhimmel auch sehr schön, und auch aus der Hand noch gut zu halten. Für längere Sessions würde ich dann aber doch ein Fotostativ empfehlen. Dass die Randschärfe bei diesen Geräten nicht ganz auf dem Niveau moderner Konstruktionen sein soll, ist mir mangels Vergleichsmöglichkeiten nicht aufgefallen, ich fand die Schärfe auch am Rand gut.

Grüße Peter.
 
Hallo Peter,

herzlichen Glückwunsch und viel Freude mit dem Fernglas!

Genau so eins habe ich auch von meinem Großvater geerbt. Damit habe ich meine ersten Erkundungen am Himmel gemacht und neulich die Mondfinsternis beobachtet.

Übrigens heißt meins auch Jenoptem, wurde aber definitiv im Osten gekauft. Soweit ich weiß, erkennt man die Gläser für den Export daran, dass anstatt „Carl Zeiss Jena“ im typischen Linsen-Logo nur „aus Jena“ als einfacher Schriftzug draufsteht.

Herzliche Grüße,
Felix
 
Hallo Felix,

ja da steht in der Tat nur "aus Jena" drauf, was im ersten Moment etwas komisch wirkt, war doch die Bezeichnung "Carl Zeiss Jena" durchaus ein Markenname. Aber vermutlich gab es das, damit es keinen Ärger mit dem westlichen "Carl Zeiss" gibt ;)....

Grüße Peter.
 
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