Abstand Erde/Sterne in Lichtjahren?

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James T. Kirk

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Habe ich das richtig verstanden:

Der Abstand zwischen Erde und Mond beträgt ungefähr 384.000.000 m, da:

(3*10^8 m/s) / 1,28 Lichtsekunden = 384.000 km

Oder wenn man die Entfernung in Metern weiß, dann gilt:

384.000.000 m / 3*10^8 m/s = 1,28 Lichtsekunden


Eine Lichtsekunde entspricht die Strecke, die das Licht in einer Sekunde zurücklegt, also ungefähr 3*10^8 m (wie die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum).
Daraus folgt
(3*10^8 m/s)*60(Sekunden)*60(Minuten)*24(Stunden)*365,25(Tage) = 9,46 * 10^15 = 1 Lichtjahr

Nun würde ich aber gerne wissen, wie man den Abstand zwischen der Erde und weiter entfernten Objekten bestimmen kan. Funktioniert das genau so?

Wenn ich z.B. die Entfernung zu Sagittarius A* bestimmen will, stimmt die folgende Überlegung?
26.670 Lichtjahre Entfernung
(3*10^8 * 60 * 60 * 24 * 365,25) / (26670) = 3,55 * 10^11 m

Oder für den Mars:
56 * 10^9 m Entfernung zur Erde
56*10^9 m / 3*10^8 = 186,6 Lichtsekunden

D.h., wenn man den Mars beobachtet, schaut man rund 3 Minuten in die Vergangenheit? Weil das Licht ungefähr 3 Minuten braucht, um zur Erde zu gelangen?
Bei der Sonne sind das (nach ähnlicher Rechnung) fast 8-9 Minuten.

Stimmten meine Überlegungen soweit? Könnt ihr etwas ergänzen? Oder habt ihr noch interessante Aspekte?
 
Hi Kirk,

ja, hab's aber nicht durchgerechnet. ;)

Ich bin auch verblüfft, dass ein Autor von neuartigen Schwarze Löcher Theorien (wenn ich mich nicht täusche) solche Fragen stellt. ;)

Gruß
Peter
 
Hallo Captain,

Ich habe jetzt nicht nachgerechnet aber ja deine Überlegung ist korrekt. Du kannst über die Entfernung zum Objekt und die bekannte Geschwindigkeit des Lichts errechnen wie lange das Licht benötigt.

Ist genau wie bei deinem Auto. Du fährst exakt 60km/h und dein Ziel ist 60km weit weg. Wie lange braucht dein Auto (das Licht) um diese Strecke zu überbrücken?

Sprich ja das Licht welches wir von der Sonne sehen ist wirklich 8 Minuten alt. Gilt übrigens nicht nur für das Licht sondern jede elektromagnetische Welle, also auch Funk und somit zum Beispiel auch die Laufzeit von Signal vom und zum Mars.


CS
Andreas
 
Hallo!

Wenn ich z.B. die Entfernung zu Sagittarius A* bestimmen will, stimmt die folgende Überlegung?
26.670 Lichtjahre Entfernung
(3*10^8 * 60 * 60 * 24 * 365,25) / (26670) = 3,55 * 10^11 m

Du hast richtig gerechnet. Man kann auch einfach bei wikipedia nachschauen. Bei denen geht der Taschenrechner gleich! Dort ist die Entfernung angegeben mit:


Wobei das Thema wie weit ist im Universum etwas weg, sehr vielschichtig, ich finde sehr interessant und zum Teil auch erst in der Neuzeit gelöst und neugedacht wurde. Edwin Hubble ( der vom Hubble - Teleskop im Weltall ) hat basierend auf den Erkenntnissen seiner Assistentin Henrietta Swan Leavitt in den 1920er Jahren Entfernungen im Universum bestimmt. Die Leistungen von Swan Leavitt waren so herausragen, dass Sie sogar zum Nobelpreis vorgeschlagen werden sollte, nur leider verstarb sie vorher an Ihrem Krebsleiden.

Mir hat zu dem Thema "Entfernungen" folgendes Buch gut gefallen und ich finde es sehr lesenswert:
geschrieben von einer "zeitgenössischen" (geboren 1970), französischen Astrophysikerin Hélène Courtois.

MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hallo,

D.h., wenn man den Mars beobachtet, schaut man rund 3 Minuten in die Vergangenheit? Weil das Licht ungefähr 3 Minuten braucht, um zur Erde zu gelangen?
Mars variiert aber schon etwas mehr.
Zwischen knapp 3 Minuten und gut 22 Minuten.

Du schaust immer in die Vergangenheit, wenn Du den Nachthimmel beobachtest und ebenso am Tag wenn Du die Sonne (NIE ohne passenden Filter) beobachtest.

Nun würde ich aber gerne wissen, wie man den Abstand zwischen der Erde und weiter entfernten Objekten bestimmen kan. Funktioniert das genau so?
Mit dem Parallaxeneffekt lässt sich die Entfernung "naher" Sterne, ca. 300 LJ, bestimmen.
Weitere Erklärungen finden sich, unter anderem, hier.
 
Hallo,

Nun würde ich aber gerne wissen, wie man den Abstand zwischen der Erde und weiter entfernten Objekten bestimmen kan. Funktioniert das genau so?
mE. gehst Du von "falschen" Voraussetzungen aus.
Beim Mond weißt Du, woher auch immer, das der knapp 400.000 Km von der Erde entfernt ist. Somit ist das Umrechnen in m oder Lj "relativ" einfach.
Ebenso bei der Sonne. Da weißt Du, dass die im Schnitt knapp 150 Mio Km entfernt ist, also umgerechnet um die 8 Lichtminuten.

Aber wie ist man auf die knapp 400.000 Km des Mondes gekommen, oder die mittleren Entfernung von 150 Mio Km der Sonne?

Aber wenn Du keinerlei Entfernungsangabe hast, bei einem neu gefundenen Objekt z.B., müssen andere Methoden herhalten, um daran zu kommen.

So verstehe ich zumindest Deine Frage.
 
Hallo Kirk,

frag doch mal den Spock....:D

Oder wenn man die Entfernung in Metern weiß, dann gilt:

384.000.000 m / 3*10^8 m/s = 1,28 Lichtsekunden
Soweit richtig, wobei "mittlere Entfernung" eine schwammige Formulierung ist. Die Mondentfernung schwankt von ca. 356000 km bis ca. 407000 km. Am öftesten ließ man von einer mittleren Ernfernung von 384000 km, das stimmt.


Daraus folgt
(3*10^8 m/s)*60(Sekunden)*60(Minuten)*24(Stunden)*365,25(Tage) = 9,46 * 10^15 = 1 Lichtjahr
Auch das stimmt soweit, wie man auch hier nachlesen kann.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtjahr


Wenn ich z.B. die Entfernung zu Sagittarius A* bestimmen will, stimmt die folgende Überlegung?
26.670 Lichtjahre Entfernung
(3*10^8 * 60 * 60 * 24 * 365,25) / (26670) = 3,55 * 10^11 m
Hm, das hier kommt mir seltsam vor. Der vordere Ausdruck ist das Lichtjahr, also die zurückgelegten (Licht-)Meter pro Jahr (Licht im Vakuum usw.). Das müsstest du dann mit dem Wert 26.670 multiplizieren, um auf die Entfernung in Meter zu kommen.
Weg = Geschwindigkeit · Zeit
s = v · t

Der Witz, warum man solche Einheiten wie das Lichtjahr, Parsec usw. "erfunden" hat ist ja gerade der, dass man die Zahlen kleiner macht und nicht dauernd mit 10er Potenzen herumrechnen muss. Vorstellen kann man sich diese Distanzen ohnehin nicht mehr.

Oder für den Mars:
56 * 10^9 m Entfernung zur Erde
56*10^9 m / 3*10^8 = 186,6 Lichtsekunden
Tja, falls der Mars gerade diesen Abstand hatte, dann stimmt das. Marsens Abstand schwankt in etwa zwischen 0.374 AU und 2.675 AU.
(1AU = 1 Astronomische Einheit entspricht 149597870 km)

Gruß an Scotty,
harald

--
 
Hallo Harald,

Der Witz, warum man solche Einheiten wie das Lichtjahr, Parsec usw. "erfunden" hat ist ja gerade der, dass man die Zahlen kleiner macht und nicht dauernd mit 10er Potenzen herumrechnen muss. Vorstellen kann man sich diese Distanzen ohnehin nicht mehr.
das ist mir dann auch so schlagartig in den Kopf gekommen.
Warum dieses Umrechnen in "m"?

Und wie oben schon von mir erwähnt, wie komme ich an eine Entfernung, wenn ich keinerlei Angaben habe.
"Kirk" geht von gegebenen Entfernungen in Lj aus und rechnet "einfach" in "m" um.
Warum auch immer?
 
Nun, weil ich sonst auch immer in Metern rechne bzw. alles gerne auf SI-Basiseinheiten zurückführe.
Die Umrechnung von m zu Lichtsekunde/jahr diente nur meinem Verständnis.

Ansonsten danke ich euch für eure Antworten! :)

Aber wenn Du keinerlei Entfernungsangabe hast, bei einem neu gefundenen Objekt z.B., müssen andere Methoden herhalten, um daran zu kommen.
Das ist natürlich ein guter Punkt. Bei nahen oder bekannten Objekten reichen wenige Klicks aus, um Angaben in Metern (oder schon in Lichtjahren) zu bekommen.
Wie bestimmt man nun aber ein Objekt, dass sehr weit von der Erde entfernt ist und bspw. neu entdeckt wurde? Wie bestimmt man überhaupt die Entfernung?
 
Hallo
siehe hier z.B.:
Mit dem Parallaxeneffekt lässt sich die Entfernung "naher" Sterne, ca. 300 LJ, bestimmen.
Weitere Erklärungen finden sich, unter anderem, hier.
oder wohl auch in dem von Ewald erwähnten Buch.
Wo da genau, weiß ich nicht mehr, schon was länger her, dass ich es gelesen habe.
Dieses Thema wird auch in jedem einigermaßen anspruchsvollen populärwissenschaftlichen Astronomiebuch angegangen.
Wie schon gesagt, der Parallaxeneffekt ist die erste Anlaufstelle um zu beginnen. Ist halt dann so auf ca. 300Lj begrenzt, da die Winkel dann zu klein werden. Wenn man das von der Erde aus macht.
Lies Dich mal in "Gaia" ein, dem Satelliten der ESA, der ist für die Kartierung gedacht.
 
Ansonsten würde mir noch die Entfernungsbestimmung über die relative Helligkeit einfallen:
  • Das Licht des Sterns, sein Spektrum, verrät uns etwas darüber welchen Sternentyp wir sehen. Wir kennen die realen Helligkeiten für die Sternentypen und müssen nun nur die gemessene Helligkeit mit der vorhergesagten vergleichen. Helligkeit nimmt quadratisch (? bin mir gerade nicht 100% sicher) ab und damit kann man dann die Entfernung ermitteln
Bis zu welcher Entfernung das sinnvoll nutzbar ist, habe ich aber aktuell nicht auf dem Kasten.

P.S. eine besondere Methode, die sich auf dieses Prinzip stützt nennt sich Standardkerzen (Cepheiden). Hatte mein PS gerade getippt als Mathias seinen Beitrag erstellt hat ;)
Eine Suche nach "Standardleiter" sollte dich zu weiteren Quellen zu dem Thema Entfernungsmessung führen


CS
Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Andreas,

das mit der "Helligkeit" ist wohl eine der weiterführenden Methoden, wenn ich es recht in Erinnerung habe.
Dafür werden die Cepheiden hergenommen.

Aber mei, so genau muss man das als Hobbyastronom/Beobachter nicht im Kopf haben.
Das schöne an der Stronomie ist ja, dass das allermeiste frei verfügbar im Netz zu finden ist.
Daten, Tabellen, Kataloge usw. usw. usw..
OK, vieles in Englisch, aber bissi Suche und man findet Übersetzungen.

Wenn ich etwas nicht mehr so genau weiß oder mich tiefer gehend interessiert, ein Schritt an das Regal oder Griff zum Tablet und das eBook hoch geholt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo!

Beim Mond weißt Du, woher auch immer, das der knapp 400.000 Km von der Erde entfernt ist
Da waren mal ein paar Amerikaner und haben ein paar Spiegel dort gelassen. Die Entfernung Erde - Mond gilt heute als die genaueste, bekannte Astronomische Entfernung. Was ich völlig irre finde, ist, dass von LLR Bodenstationen ein Laserstrahl geschickt wird, der am Mond eine Fläche von ca. 70 km² mit 3x10 hoch 18 Photonen ausleuchtet und danach empfängt der Detektor auf der Erde, je nach Spiegeldurchmesser einige wenige einzelne Photonen zurück vom Mond. :beobachten:

MünchenBeiNacht
 
(3*10^8 m/s) / 1,28 Lichtsekunden = 384.000 km

Oder wenn man die Entfernung in Metern weiß, dann gilt:

384.000.000 m / 3*10^8 m/s = 1,28 Lichtsekunden
In der ersten Formel ist ein kleiner Fehler drin.
Richtig wäre Lichtgeschwindigkeit mal Lichtlaufzeit=Entfernung

In der Astronomie wird für die Entfernung das Parsec verwendet. Hierbei geht's um Sternenörter und deren Verschiebung im Laufe eines Erdenjahres! Da war der Herr Stuve der erste, der kosmische Entfernungen im All maß! Mit einem original Frauenhofer Refraktor, mit Spinnfäden als Visiereinrichtung im Okular.
10 Parsec ist die standardisierte Entfernung für die absolute Leuchtkraft der Sterne. Unsere Sonne käme da auf 5.8mag (M)
Der Abstand der Sterne wird nicht in Lj gemessen!
VG Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
D.h., wenn man den Mars beobachtet, schaut man rund 3 Minuten in die Vergangenheit? Weil das Licht ungefähr 3 Minuten braucht, um zur Erde zu gelangen?
Der Mars mag 3 Lichtminuten entfernt sein, aber das reflektierte, auf der Erde beobachtbare Marsbild/Licht ist doppelt so alt... 6min. Einmal braucht es von uns bis Mars 3 min (gilt nur zur Opposition) und der Rückweg ist nicht etwa schneller realisierbar? Nein, auch da braucht es 3 min, in Summe 6 min. Dh wenn jetzt die Sonne erlischt, merken wir es in 8 min. Eine Sekunde später wird der Mond dunkel und der Mars leuchtet noch muntere 6 min als wäre nichts geschehen. Paradoxo_O
Da war der Herr Römer und die Jupitermonde, die Wegbereiter der endlichen Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts.
VG Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Mars mag 3 Lichtminuten entfernt sein, aber das reflektierte, auf der Erde beobachtbare Marsbild/Licht ist doppelt so alt... 6min. Einmal braucht es von uns bis Mars 3 min
Also entweder ich verstehe da grundlegend etwas falsch oder du hast es falsch erklärt und ich verstehe nicht wie du es meinst.

Das Licht kommt von der Sonne.
Der Mars ist also sichtbar weil Licht der Sonne auf den Mars trifft und ein Teil davon reflektiert wird.
Dieser Teil ist von der Erde aus sichtbar.
Diese Licht braucht jetzt z.b. 3 Min vom Mars zu uns zurück.
Dann ist das Licht zwar so alt wie es aus der Sonne kam, den Mars sehen wir aber trotzdem so wie er vor 3 Minuten war.
So versteh ich das.
Wenn ich in 1 Lichtjahr Entfernung einen Spiegel aufbaue und ein Lichtsignal dort hin schicke ist es wenn es auf den Spiegel trifft 1 Jahr alt richtig?
Bis es wieder bei mir zurück ist ist es dann 2 Jahre alt oder etwa nicht?

Wenn ich den Mars z.b. fotografiere ist er so abgebildet wie vor 3 Minuten.
Das Licht ist aber dann 8 Minuten ( sorry ich meinte 13 + 3 Minuten ( Entfernung Mars Sonne + Mars Erde) meinte ich sorry) ,alt und nicht 6 ??
Ich schicke ja nicht das Licht sondern die Sonne macht das.

Wo liegt der Fehler?

Gruss Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

dann habt ihr alle Unrecht. Die Photonen, die aus dem Inneren der Sonne kommen, sind Hundertausende oder gar Millionen Jahre alt. So lange brauchen die Photonen bis sie nach dem Enstehen durch Kernfusion an der Oberfläche der Sonne sind. Man glaubt es kaum. Die paar Minuten zum Mars und zurück sind dagegen Peanuts. ;)

Gruß

*entfernt*
 
Hallo again,
Marslicht=8min Sonne/Erde+3min Erde/Mars+3min Mars/Erde....gilt nur zur Opposition!
Das Licht der Sonne passiert erst die Erde, dann den Mars und wird an der Oberfläche zurückgestrahlt (Albedo). Sonne, Erde und Mars stehen auf einer Linie! Schau es dir in einem Astroprogramm an, dann verstehst du es!
Die Lichtlaufzeit muß immer mit zwei multipliziert werden. Hör dir mal die Funkmittschnitte der Apollo Missionen an. Die Antworten kamen 2 Sekunde später an, es gab immer eine Funkpause von 2x1,3s. Bei dem Spiegel in 1Lj ist's genauso.
VG Frank
 
Hallo,

Die Lichtlaufzeit muß immer mit zwei multipliziert werden. Hör dir mal die Funkmittschnitte der Apollo Missionen an.
Öhm... sehe ich komplett anders.

Das Licht brauch von der Sonne zum Mars, wenn wir davon ausgehen das Sonne, Erde und Mars auf einer Linie stehen, ca. die 8 Minuten Sonne / Erde plus die ca. 3 Minuten Erde / Mars.
Macht gleich ca. 11 Minuten.

Gehen wir mal davon aus, das jemand die Sonne anknipst (vorher zappen Duster ;)), Lichtschalter wird umgelegt, dann treffen die Photonen von der Sonne (lassen wir das von Heiko erwähnte mal außen vor, was natürlich stimmt) nach 11 Minuten auf den Mars.
Bis dahin haben wir von Mars noch nichts gesehen, da das Licht/Photonen noch gar nicht da sind.
Nach ca. 8 Minuten sehen wir die Sonne, Mars immer noch nicht.
Weitere ca. 3 Minuten, in denen wir Mars immer noch nicht sehen, trifft es auf den Mars. Es wird zurückgeworfen. Weitere ca. 3 Minuten, dann sehen wir erst Mars.
Für die Strecke Mars / Erde braucht das Licht 3 Minuten, nicht mehr und nicht weniger.
Für die Strecke Sonne / Mars eben ca. 11 Minuten. Würde man auf dem Mars stehen, würde die Sonne, wenn sie jemand ausknipst, nach ca. 11 Minuten (je nach Abstand) verschwinden. Auf der Erde ca. 3 Minuten früher.

Es stimmt natürlich, dass das Licht "älter" ist.
Also Sonne / Mars / Erde = ca. 11 Minuten plus ca. 3 Minuten = 14 Minuten.
Hat aber nichts mit der einfachen Entfernung Erde / Mars zu tun.
Ab dem Punkt der Reflektion (Albedo) auf dem Mars sehen wir den Mars im Zustand von vor ca. 3 Minuten (je nach Abstand variierend). Ja, das Licht war länger unterwegs, ist also "älter". Aber das Licht auf seinem Weg zum Mars, zeigt uns ja noch kein "Bild" vom Mars.

Die Ausgangsfrage war ja, wie ermittle ich die Entfernung eines Objektes von der Erde zu einem anderen Objekt.
Da hat @MünchenBeiNacht / Ewald ja das Beispiel mit dem Mond gebracht.
Laser auf der Erde, Spiegel auf dem Mond (E-Auto ;)).
Laser auf der Erde angeknipst... ca. zwei Komma irgendwas Sekunden ist das Licht wieder bei uns.
Das ist aber Hin- und Rückweg, also durch 2 geteilt, haben wir die einfache Entfernung, die ja vom Threadersteller erfragt wurde und berechnet wurde. Wir sehen den Mond wie er 1,2 Sekunden vorher war.
Selbiges würde für den Mars gelten, wie man am Beispiel der Funklaufzeiten sieht.
Die NASA schickt ein Signal zu einem der Rover, trödel, trödel, trödel... nach einer Zeit zwischen ca. 3 Minuten und ca. 20 Minuten (je nach Abstand eben) erreicht das Signal den Rover und der öttelt los, bohrt ein Loch usw..
Davon bekommt die NASA aber erst nach weiteren ca. 3 bis ca. 20 Minuten was mit, da die Bestätigung des Rovers so lange braucht.

Hat aber nichts mit der Entfernungsbestimmung, Erde / Objekt, zu tun, um die es ja hier geht.
 
Hallo Frank,

Die Lichtlaufzeit muß immer mit zwei multipliziert werden.
kann so mMn. auch nicht stimmen.

Wenn man in Richtung innere Planeten schaut.
Z.B. Sonne / Merkur.
Habe jetzt keine Zahlen im Kopf.
Gehen wir davon aus, dass das Licht von der Sonne zum Merkur eine Minute braucht, dann reflektiert Merkur das Licht nach einer Minute. Dann macht es sich auf den Weg zur Erde. Braucht dafür, von der einminütigen Entfernung zur Sonne ausgehend, 7 Minuten bis es bei uns ist. Also sehen wir Merkur wie er vor 7 Minuten war.

Das kann nur grob sein, da der Merkur ja auch um die Sonne eiert und unterschiedliche Entfernungen hat und die Entfernung Merkur / Erde variiert ja auch.

Es zählt für mich ab dem Punkt der Reflektion, ab da macht sich das Licht von dem Objekt (Merkur oder Mars) auf den Weg zu uns. Dafür braucht es eine bestimmte Zeit. Somit sehen wir Mars wie er vor ca. 3 Minuten war und Merkur wie er vor ca. 7 Minuten war.

Bei Objekten außerhalb der Milchstraße sieht es wieder anders aus.
Nehmen wir eine Galaxie die sich von uns weg bewegt, was die meisten tun. Eine Ausnahme wäre Andromeda.
Die Galaxie ist angenommen 500 Millionen Lichtjahre von uns entfernt.
Wir sehen die Galaxie wie sie vor 500 Millionen Jahren war. Da gibt es auch nur den "Hinweg", nämlich zu uns auf der Erde/Sonne. Also keine Reflektion.
Erde/Sonne deshalb, weil bei den interstellaren Entfernungen spielt die 1 astronomische Einheit keine Rolle mehr.
Leider kommt da hinzu, das sich die Galaxien (die meisten) von uns weg bewegen.
Also ist die Galaxie in den 500 Millionen Jahren einiges weiter von uns weg "gewandert".

Innerhalb unserer Milchstraße ist es wieder etwas anderes, nach meinem Verständnis.
Da sind die Sterne relativ fix. Was aber eben auch nicht stimmt.
Alle Sonnensysteme drehen sich um das Zentrum der Galaxie. Unseres braucht ca., bitte jetzt nicht festnageln, 260.000 Jahre für eine Runde. Somit ändern sich im laufe der zeit die Konstellationen und wohl auch die Entfernungen und somit auch was wir zu einem bestimmten Zeitpunkt sehe/beobachten können.
 
Hallo Frank,
ich denke dann hab ich jetzt verstanden was du meinst, deinen Post hatte ich wahrscheinlich missverstanden.


Screenshot_20210626-064213.png


Ich bleibe also dabei dass ich den Mars so sehe wie er vor "bestenfalls" 3 Min. aussah.

Macht einer auf dem Mars eine riesige Lampe an sehe ich das im besten Fall nach 3 Minuten, je nach aktuellem Abstand Erde-Mars.
 
Da waren mal ein paar Amerikaner und haben ein paar Spiegel dort gelassen.
Wobei es sich eher um Prismen handelt, die eine Vollreflexion ermöglichen, wie beim Katzenauge am Fahrrad.
1970 landete Luna 17 mit Lunachod 1 und 1973 landete Luna 21 mit Lunachod 2. Das waren ferngesteuerte fahrbare Laboratorien, ebenfalls mit Laserreflektoren bestückt. Der von L.2 ist noch aktiv im Einsatz! Beide Fahrzeuge waren E-Mobile. Wobei hier eine Solaranlage die Batterien nachlud!!
VG Frank
 
Macht einer auf dem Mars eine riesige Lampe an sehe ich das im besten Fall nach 3 Minuten, je nach aktuellem Abstand Erde-Mars.
Hallo Alex,
ja der Marsianer zündet eine 10.000t Blitzlicht Lampe, weil dort das Wasser knapp wird und er friert. Das sehen wir nach 3 min, da hier aktiv Licht ausgesendet wird. Blitzen wir zurück, sieht der Marsianer es ebenfalls nach 3 min. Blitzen wir den Mars an und warten auf sein Erhellen, müssen wir uns 6 min gedulden! Paradox, da es nicht unserem Alltäglichen Empfinden entspricht. Es wäre schon besser, das Licht wäre unendlich schnell! Aber so trödelt es durchs All mit lächerlichen 300 000km/s. ;)
Interessant wäre noch die Frage, wie schnell ist Gravitation? Mit Lichtgeschwindigkeit? Sonne - Erde 8x2 min delay? Geht das überhaupt?
VG Frank
 
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