Abstand vom Spektrograph zum CCD-Sensor.

CelticWolf

Mitglied
Hallo!
Ich schreibe gerade eine Facharbeit über Spektroskopie anhand planetarischer Nebel. Und nun möchte ich wissen, ob man das Spektrum auch kalibrieren kann, indem man einfach die Formel Lambda=s/e*b verwendet.
S= Halber abstand der Inteferenzstreifen 1.Ordnung
e= Abstand Gitter- Schirm
b= Gitterkonstante

Für S= Könnte man den halben Abstands des Ersten Maxima des erstellten Spekrum bis zur 0-ten ordnung.
die Gitterkonstante habe ich.
Aber nun weiss ich nicht wie ich den Abstand Vom Spektrographt zur CCD Kamera bestimmen kan...

Für die Arbeit verwende ich die CCD Kamera SBIG ST/7XE. Und den Spektrograph Star Analyser 100.
Der Spektrograph ist somit ein Transmissionsgitter und kann wie ein Filter eingebaut werden.

Die Methode mit dem Vergleichsspektrum habe ich schon durchgeführt. Aber vielleicht kommt man ja auf diese Weise auf genauere ergebnisse.

MfG Alex
 

Ernst_Pollmann

Mitglied
Hallo Alex,
würde es dir etwas ausmachen, vorab etwas über die erzielte Genauigkeit der Wellenlängenkalibration mit Referenzstern mitzuteilen. Ich würde mir gerne zunächst daüber ein Bild machen wollen.

Davon unabhängig möchte ich dir gerne die Website meines Kollegen Robin Leadbeater empfehlen (Entwickler des Star-Analyser):
http://www.threehillsobservatory.co.uk/astro/spectroscopy_results.htm

Dort findest du weitere Anregungen zur Wellenlängenkalibration dieser niedrigdispersiven Spektren.
Noch eine weitere Frage:
welche Genauigkeitsgrößenordnung stellst du dir bei diesen Spektren vor?

MfG,
Ernst
 

P_E_T_E_R

Mitglied
Aber nun weiss ich nicht wie ich den Abstand Vom Spektrographt zur CCD Kamera bestimmen kan...
Hmm, ich verstehe nicht, was das Problem ist.

Die Entfernung "e" in Deiner Formel Lambda = (s/e)* b gibt den Abstand zwischen dem Gitter und dem CCD Chip in der Kamera an. Und dieser Abstand folgt aus der Geometrie Deiner Anordnung, dazu gehört außer der Kamera auch Kenntnis über verwendete Abstandshülsen und das weißt nur Du selber.

Die Größen in der verwendeten Formel haben natürlich nur eine begrenzte Genauigkeit und das wirkt sich auf das Resultat aus. Mit hinreichend großem Abstand sollte aber der Fehler von "e" keine wesentliche Rolle spielen.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 

CelticWolf

Mitglied
Danke für die Antwort.
Ich meinte nicht wie mans berechnen kann. Sondern ob mans direkt messen kann. ZB: ob man bei den bei den SBIG Kameras am Rande irgendwo sieht wo sich genau der CCD Sensor befindet und man dann den Abstand zum Filter messen kann...
Nunja aber ich habe nun bemerkt, das man dafür ziemliche präzisionsgeräte bräuchte um die Wellenlängen auf die Methode genau kalibrieren zu können.

Aber noch ne andere Frage, für die ich nicht gleich einen Thread eröffnen will^^.
Kann ich den Spektrographen, um eine grössere Dispersion zu erhalten, einfach von Oben statt von unten ins Filterrad reinschrauben?? Er würde sich damit weiter vom Sensor befinden.

MfG Alex
 
Zitat von CelticWolf:
Hallo!

Aber nun weiss ich nicht wie ich den Abstand Vom Spektrographt zur CCD Kamera bestimmen kan...
Ich habe die Erfahrung gemacht, das 60-80 mm ideal
für Staranalyser (oder Baadergitter) sind.
Damit komme ich beim Baadergitter (L=200, Bauglaich zum SA)
etwa auf eine Spektrenlänge von 1cm auf dem Chip.
Bei meiner Kamera sind das etwa 800 Pixel.

Möglich Hardwarekonfigurationen und Berechnungs-
grundlagen findest Du hier.
http://www.astrosurf.com/buil/us/stage/session0/stage3.htm

Ich kalibriere mit einer kleinen NEON-Glimmlampe aus
einem Stromprüfer.

Die Auswertung erfolgt mit SkySpec 2.0 von Bernd
Marquardt.

HTH

Rainer
 
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