Ach, da ist E.T. hin.

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Henning81

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Dritte Nacht in Folge.

Nach eingehender informeller Vorbereitung ging es heute um 23:30 raus in den Garten mit dem Logenplatz im Himmelstheater. Das SQM zeigte 21,54mag bei 17°C. Ein wenig feuchter war es als in der vorangegangenen Nacht.

Die heutigen Forenvorschläge in die Tat umsetzend, begann ich wieder bei M 101, die sich heute dann zeigte, sogar recht kräftig, wenn auch ohne Spiralarme.
Weiter ging es zur Kassiopeia, unweit Ruchbah wollte ich NGC 457 besuchen, den Libellenhaufen. Dies gelang mir nicht, oder doch, ohne ihn zu erkennen? Dafür fand ich E.T., der mich mit seinen zwei unterschiedlich hellen Augensternen und seiner gruselig-typischen Körperhaltung anschaute. Ich konnte nicht wegschauen, weil es mich gleichzeitig faszinierte und Schauder auslöste.

Weiter gings dann aber zu NGC 7789, Carolines Rosen Haufen.
Das zweite echte Bild des Abends, ganz klar eine üppige Rosenblüte, mit feinen Sternen und dunklen Bereichen gezeichnet.
Kassiopeia ist schier unerschöpflich.

Da ich gestern schon unwissentlich in der Nähe war, sollte nun auch mein erster Asteroid, 3122 Florence, beobachtet werden.
Was mir vorher nicht klar war, den erkennt der Unkundige nur durch seine Eigenbewegung. Dazu brauchts schonmal eine Weile, selbst, wenn man weiss, wo genau er ist.
Mit Unterbrechungen und etwas Gesuche und Eingepräge von Sternmustern in der Zielzone hatte ich einen Verdachtkandidaten.
Es stellte sich als richtig heraus und einmal gefunden, schien er sich irgendwie schneller zu bewegen. Klar, nun konnte ich ja mit Unterbrechungen immer wieder hinschauen. Um genau 02:37 Uhr bildete er mit drei ganz ähnlich hellen Sternen eine exakte Linie.

Der Helixnebel befindet sich dort ja auch in der Nähe. Ihn besuchte ich gegen 01:00 Uhr bereits, da er etwa um diese Zeit kulminierte. M 30, gestern erstmals erfolgreich beobachtet, diente mir nun als Wegmarke. Nur im OIII-Filter war der Planetary zu sehen, damit aber groß und präsent.

NGC 7331 ist eine Galaxie im Sternbild Lacerta, das ich erstmal erkennen und lernen musste. Die Galaxie fand sich recht schnell, war besser zu erkennen als M 106 am Vorabend und hatte ein stark definiertes Zentrum, vielleicht steht auch ein Stern genau davor, während die Arme der Balkengalaxie weich auslaufen.
Natürlich konnte ich es mir nicht verkneifen, nach den winzigen umliegenden Galaxien Ausschau zu halten. Nada.

Als letztes Objekt des Abends hatte ich mir den Kometen C/2017 O1 ASASSN herausgesucht. Erst spät war das Sternbild Stier hoch genug am Himmel, um da überhaupt eine Chance zu haben.
Erst im 8" Dobson gelang mir die Sichtung, er versteckte sich gerade so direkt zu halten zwischen zwei leicht unterschiedlich hellen Sternen. Ein Nebelfleck ohne erkennbare Details.

Das Ausdrucken der Aufsuchkarten und Versehen mit Details von 3122 und O1 ASASSN half mir enorm.
Heute habe ich auch erstmals mittels Rigel gesucht, was für ein Traum. Man möchte am liebsten überall einen draufsetzen, Teleskop, Fernglas, aufs Auto, ans Handy, auf die Zahnbürste. Zeit, schlafenzugehen.

CS,

Henning

 
Hallo Henning,
wirklich sehr schöner Bericht, motiviert mich auch endlich mal wieder meinen 8" Dobson ins Auto zu packen und raus zu fahren. Leider ist unser Garten nicht so dunkel gelegen. Immerweider faszinierend, was mit gutem Himmel und 8" Öffnung alles machbar ist. In diesem Sinne bedanke ich mich für den motivierenden Bericht und wünsche dir alles Gute!
Grüße und dunklen Himmel,
Raphael
 
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Danke, Raphael,

für die netten Worte. Genau, dunkel muss es sein und rausgehen muss man.

Im Sinne unser beider Teleskope,

Happy Skywatching.

Henning
 
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