Achromat Selbstbau?

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Demokrates

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Hi,
Vorab, ich weiß ein Selbstbau-Teleskop wird nicht das beste sein, aber ich würde es trotzdem aus Neugier gern mal ausprobieren...
Jetzt stellt sich natürlich die Frage wie! Ich habe mal gegooglet, das hab ich mir bis jetzt gedacht:
Achromat(Apo ist zu teuer :( )
Am liebsten linsen >120mm
Richfeld also so 600mm?
2' teleskopauszug(gibts bei ts)
Aber aus was der Tubus? Die meisten haben nur diese orangen Rohre verwendet, aber das ist so hässlich :(
Das ganze in Kurzform: Ein lichtstarker Richfeld Achromat
Nun stellen sich folgende Fragen:
Wo kriegt man so große Linsen her.(selbst welche zu schleifen trau ich mir nicht zu)
Was als Tubusmaterial?
Und wie bestimmt man die Brennweite? Ich wollte ihn eigentlich relativ kurz halten....
Ich denk mal es hatten schon mehrere so ein Projekt und können mir helfen...
Danke im vorraus un Cs, Ben
 
Mir kam jetzt noch die Idee, einfach die Linsen aus einem 90/900 Refraktor zu nehmen(nicht das was ich mir vorgestellt habe, aber am einfachsten), kann man die Brennweite irgendwie Verkürzen? Hat das was mit der länge des Tubus zu tun oder nur um das Bild scharf zu kriegen?
 
Hallo Ben,

beim Selbstbau lernt man eine Menge. Daher kann ich nur begrüßen, dass Du Dich mit dem Thema beschäftigst.
Dein zweiter Post läßt aber vermuten, daß Dir die theoretischen Grundlagen nicht so präsent sind wie notwendig. Deshalb meine Empfehlung: beschäftige Dich noch ein paar Tage mit der Theorie. Dann kannst Du bei Fehlschlägen in der Praxis deutlich zielgerichteter Vorgehen.

Als Tubusmaterial kannst Du eigentlich alles nehmen: Hartpapier, Aluminium, Stahl, Carbon...

Viel Erfolg!

E.

PS: Das fällt mir gerade auf: Warum willst Du das Objektiv aus dem 90/900er Tubus reißen?
 
Hallo Ben

ich habe auch viel über Selbstbau nachgedacht vor allem auch über Refraktoren. Eigentlich lohnt es sich nicht, denn man bekommt das was du dir bauen möchtest in brauchbarer Qualität zu einem günstigen Preis. Günstiger, als es im Selbsbau möglich ist. Das heißt, Selbstbau lohnt sich eigentlich nicht.


Da hast du deinen Wunschrefraktor: :)
Skywatcher Startravel-120 OTA


Viele Grüße,
Christian
 
Zitat von EckyH:
Hallo Ben,

beim Selbstbau lernt man eine Menge. Daher kann ich nur begrüßen, dass Du Dich mit dem Thema beschäftigst.
Dein zweiter Post läßt aber vermuten, daß Dir die theoretischen Grundlagen nicht so präsent sind wie notwendig. Deshalb meine Empfehlung: beschäftige Dich noch ein paar Tage mit der Theorie. Dann kannst Du bei Fehlschlägen in der Praxis deutlich zielgerichteter Vorgehen.

Als Tubusmaterial kannst Du eigentlich alles nehmen: Hartpapier, Aluminium, Stahl, Carbon...

Viel Erfolg!

E.

PS: Das fällt mir gerade auf: Warum willst Du das Objektiv aus dem 90/900er Tubus reißen?
Ok, dann lese ich mich mal noch schlau....Wieso ich die Linsen rausnehmen wollte, in Zukunft(bald) krkeg ich wahrschein licn ein 150/1200 spiegelteleskop, von daher brauch ich den 900 für planeten nicht mehr und für ds ist er zu lang?!
 
Hallo Christian,

wenn es einem nur um die Geldersparnis geht, gebe ich Dir recht, es gibt aber viele Gründe trotzdem einen Selbstbau zu machen:
- basteln macht einem einfach Spaß
- man lernt sehr viel dabei, vor allem aus eigenen Fehlern ;-)
- ein selbstgebautes Teleskop hat für einem einen ganz anderen Stellenwert
- man verliert die Scheu vor Erweiterungen
- das was man sich vorstellt, gibt es vielleicht gar nicht zu kaufen
- und nicht selten spart man richtig Geld

Was mich persönlich angeht, so ist das Astrobasteln mind. 50% des Hobbys.

Gruß

Martin
 
Hallo Ben,
frag Dich (oder Literatur/Web) doch mal, wie die Brennweite einer Linse / eines Objektivs "entsteht".
Dann wirst Du auch schnell feststellen, was man tun kann/muss, um diese zu ändern.

Eine reine Änderung der Tubuslänge langt dafür nicht!

Wenn Dein 90/900 ein komplettes Teleskop ist, macht es keinen Sinn, ein anderes daraus zu bauen. Es sei denn, das Original hätte (gravierende) mechanische Mängel.

Warum Deepsky mit 90/900 nicht gehen sollen, ist mir auch noch nicht klar. Für jede Brennweite gibt es die passenden Objekte.
Oder andersrum: jedes Teleskop hat seinen Himmel.
 
Re: Achromat Selbstbau? Erst Kenntnisse aneignen!

Hallo Ben,

mir scheint, da liegt ein grundlegender Mangel an Theoriekenntis vor: Eine Brennweitenverkürzung kann man nur durch Umschleifen der Linsen erreichen, und das wird nix, wenn man davon keine profunden Kenntisse hat! Oder man nimmt nen Reducer...

VG, Maiko
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Achromat Selbstbau? Erst Kenntnisse aneignen!

Zitat von Maiko:
Hallo Ben,

mir scheint, da liegt ein grundlegender Mangel an Theoriekenntis vor: Eine Brennweitenverkürzung kann man nur durch Umschleifen der Linsen erreichen, und das wird nix, wenn man davon keine profunden Kenntisse hat! Oder man nimmt nen Reducer...

VG, Maiko
Deswegen frag ich ja...wieso gibt es eigentlich keine eckigen teleskope/objektive?
 
Re: Achromat Selbstbau? Erst Kenntnisse aneignen!

Na weil rund viel einfacher und symmetrischer zu bearbeiten ist. Und was willst Du mit einem eckigen Bild, Dein Auge ist doch auch rund.

Und noch mal die Frage: warum sollte DeepSky mit f/10 nicht funktionieren?
Was haben denn die ganzen Entdecker in den letzten Jahrhunderten zur Verfügung gehabt? Einfache Refraktoren nach Fraunhofer mit f/15 oder noch länger...
O.K., das Gesichtsfeld ist nicht riesig, aber sonst?
 
Re: Achromat Selbstbau? Erst Kenntnisse aneignen!

Hallo,

der Selbstbau eines Refraktors benötigt weit mehr Kenntnis als man denkt.
Linse in Tubus rein und Okularauszug dran geht nicht.

Wolfgang Höhle hat seine Konstruktionen mehrfach beschrieben, bis auf die zu schmalen Prismenschienen sind seine Umsetzungen sehr gut und durchdacht.

Ein Richfielder ist für mich ein f/5, höchstens f/6.
Um sein volles Potential sprich Ausleuchtung abzurufen benötigt es meiner Ansicht eines 3" OAZ. Zumindest beim Refraktor.
Das wird nicht billig. Dazu kommen Adapter für die Linsenfassung und den Auszug, beide sollten justierbar gefertigt werden. Jede Verkippung oder Dejustage wird gnadenlos mit schlechter Abbildung bestraft. Hast Du eine Drehbank?

Hinzu kommt die sehr geringe Fokustoleranz bei grossen Blenden, sprich, ein genauer, ruckelfreier OAZ ist Plicht.
Wir sprechen hier von wenigen hundertstel Millimeter!

Eine letzte Anmerkung. Die schnellen Optiken werfen viele Abbildungsfehler ins Okular, speziell bei niedrigen Vergrösserungen, also grossen Gesichtsfeldern. Die Randbereiche zeigen dir Striche statt Pünktchen, nicht sehr schön. Etwas Abhilfe schaffen sehr teure Okulare, etwa von TeleVue.

Eine Alternative wäre ein 4" ED f/7, nicht so lichtstark, dafür ein humanerer Umgang mit den Okularen, auch im Sonnensystem ordentlich einsetzbar und ein Crayford ist auch meist verbaut, wenn auch nicht von guter Qualität.

Grüße und viel Erfolg,

Tobias

 
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