Achsdurchmesser

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katercarlo

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Hallo leute,

ICh da gerade dabei mir so einen Investitonsplan aufzustellen, und da brauche ich ein paar angaben über die gewichte und die grössen von montierung und Teleskop.
Gibt es irgendwelche tabellen, oder erfahrungswerte, welchen Achsdurchmesser, ich bei welchen zuladungsgewicht benötige.

Nehmen wir mal an ich will ein teleskop mit

10 kg
20 kg
50 kg

drauf setzten. welchen Achsdurchmesser sollte dann die monti haben?

Und wie groß ist ein normaler Netwon, dass er ein gewicht von 50 kg hat.


Grüsse vom Kater
 
Hallo,
Deine Frage kann man so nicht beantworten. Für ein Fernrohr, welches 10kg wiegt und zwei Meter lang ist, brauchst Du z.B. eine andere Montierung als für ein gleich schweres Fernrohr mit einer Länge von einem halben Meter.
Der Achsdurchmesser einer Montierung sagt auch nur bedingt etwas darüber aus, wie steif die Montierung ist. Man muss z.B. auch die Konstruktion der Montierung, die Lager, das Gehäuse und den Polblock betrachten. Ausserdem ist das Stativ oder die Säule mit entscheidend (Stative limitieren sehr oft die Stefigkeit).
Genauso dürfte es keine Regel geben, wie schwer ein Teleskop ist (was ist ein "normaler Newton"?). Zeiss hatte z.B. mal einen 12-zoll Newton mit 2,4 Meter Brennweite gebaut - da wog nur das Fernrohr 100kg. Von TS gibt es einen 12-zoll-Newton mit einer Brennweite von 1,2 Meter, dessen Tubusgewicht mit 11,5 kg angegeben ist.

Viele Grüße
Frank

www.stern-freund.de
 
Hi,

die Frage lässt sich sogar grundsätzlich nicht beantworten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Denn die Montierung schwingt auf jeden Fall, egal, wie stark die Achsen sind. Die Frage ist, welche Schwingungen Du für Deine Anwendung akzeptierst. Ich habe mal spasseshalber ein C14 auf eine Losmandy GM-8 gesetzt, wenn auch nur im Zimmer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Die Montierung hat gehalten.
Was genau meinst Du denn mit Investitionsplan? Willst Du eine Montierung bauen?

Gruß
Torsten
 
Hallo Torsten,
nach einer absolut schwingungsfreien Montierung hat ja katercarlo auch nicht gefragt. Die Frage nach den Achsdurchmesser läßt sich schon grundsätzlich beantworten, wenn man die entsprechenden Informationen hat. Viele Sternfreunde, die sich eine Montierung selbst gebaut haben, mussten und haben diese Frage schon für sich beantwortet.

Frank
 
Danke für euere Antworten.

Was würdet ihr einer Montierung mit Achsdurchmesser von 55mm zutrauen. Der Rest ist grund solide und nach stabiler maschinbautechnischer art konstruiert. Die Achsen sind mit jeweils 2 LAgern für einen sanften und leichten lauf ausgestattet. Das gehäuse der Montierung ist ein 15 mm Aluminiumguss.

Also was würdet ihr, ihr so an tragkraft zutrauen.

Sind 30-40 KG für Astrofotografie realistisch?
 
Hallo,
hier hatte erst vor kurzem Ralf "Clavius" seine "Stehlagermontierung" mit 60mm-Achsen unter dem Thema "Selbstbaumontierung" vorgestellt. Wie er schreibt, betreibt er Langzeitfotografie mit einem 12"-Newton. Wenn Deine Monti ordentlich gebaut ist, dürfte das die Größenordnung sein, die Du damit stemmen kannst. Aber eine Ferndiagnose ist natürlich sehr schwierig - wie schon geschrieben, die Achsstärke ist nicht alles. Wenn Du mal auf meine Homepage schaust, ich habe in meiner Sternwarte eine Montierung mit einer 80mm Achse in Stunde bzw. einer 60mm Achse in Deklination, die Gehäuse sind aus Grauguss, das obere Lager ist jeweils ein Kegelrollenlager, die unteren Lager sind Pendelrollenlager. Einen 10-zoll-Newton trägt die Montierung sehr gut. Ich werde diesen durch einen 12-zoll-Newton mit einer Brennweite von 1950 mm ersetzen (Gewicht ca. 65kg). Als ich diesen jetzt probeweise montiert hatte, musste ich feststellen, dass die Monti schon an ihrer Grenze ist.
Am besten wäre es, wenn Du Dir einen entsprechenden Tubus besorgen könntest und diesen probeweise montieren würdest. Wenn das nicht möglich ist, unter http://www.zellix.de/ findest Du eine Anleitung, wie Du die Steifigkeit einer Montierung messen kannst. Im Handbuch für Sternfreunde findest Du Richtwerte für Steifigkeitswerte. Wenn Du die Steifigkeit gemessen hast, kannst Du die Werte auch hier posten. Es findet sich sicher jemand, der Dir bei der Interpretation der Werte helfen kann.

Viele Grüße
Frank

www.stern-freund.de
 
Die Frage nach den Achsdurchmesser läßt sich schon grundsätzlich beantworten, wenn man die entsprechenden Informationen hat.


Du hast dich ja schon mit dem selbstbau einer Montierung beschäftigt.

KAnnst du mir dann die oben genannte liste so grob als daumenwert vervollständigen?
Wie gesagt, es soll nur eine richtung darstellen, da es ja immer noch einen unterschied in der Bauform und in der verwendung der montierung gibt.
 
Hallo Torsten,
nach einer absolut schwingungsfreien Montierung hat ja katercarlo auch nicht gefragt. Die Frage nach den Achsdurchmesser läßt sich schon grundsätzlich beantworten, wenn man die entsprechenden Informationen hat.

Hallo Frank,

ich habe auch darauf abgezielt, mehr Informationen zu bekommen. Eine rein visuell genutzte, transportable Montierung wird sicher anders gebaut als eine Sternwartenmontierung für Langzeitphotografie, da sind wir uns einig.
Ich habe den Achsdurchmesser bei meiner nach dem Material festgelegt, das mir für das Lagergehäuse zur Verfügung stand: Baustahl 130 mm x 130 mm. Das grösste Schrägkugellager, das reinpasste, war für eine 70 mm Achse. Andere Kugellager waren mir zu teuer, die Achsen sollten aber reichen für meine Geräte. Leider bin ich aber noch nicht so weit, dass ich Erfahrungen weitergeben könnte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Am TSO läuft aber eine Selbstbaumontierung mit 60 mm Achsen klaglos unter einem 14" Newton.

Gruß
Torsten
 
Hi,katerkarlo
ich hab ne Selbstbaumonti mit 55 mm Achsen-fast alles Stahl
eingesetztes Gerät FH 5"f20-zutrauen würd ich ihr FH 7"12,6"f15
probleme bereiten noch das Stativ und der Antrieb .
vor allem,je höher die Monti zuliegen kommt,desto heftiger das problem mit dem Stativ <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/schwitz.gif" alt="" />
Aber,wer sich wissentlich überfordert <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> mußt eben leiden
je langbrennweitger das gerät,desto wwichtiger auch der Antrieb(Schneckenlagerung und Schneckenradverzahnung sowie Durchmesserauswahl.
für ein Newton mittlerer größe und CCD-langzeitfotografie nicht minder anspruchvoll
@Torsten:wird Zeit,das Du mal Einblicke in dein Projekt gewährst <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Grüzi
 

Da kann ich dir weiterhelfen, da ich ein extrem stabiles Stativ gebaut habe. Falls du interesse daran haben solltest, kann ich dir gerne nähere Angaben machen.


Ansonsten danke ich dir für deine Informationen. Was wiegt dein Teleskop so ca. ?
 
Hi,katerkarlo
@Torsten:wird Zeit,das Du mal Einblicke in dein Projekt gewährst <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Moin,

hm, die Dokumentation steckt noch in den Kinderschuhen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Im anderen Selbstbauthread wurde auf die Selbstbaumonti vom TSO verwiesen (Link). Ich habe mich seinerzeit mit reingehangen, so konnten wir beim Lagereinkauf und bei den Dreharbeiten ein wenig an den Kosten sparen. Entsprechend gelten die dort gemachten Angaben. Unterschiede liegen im Achsdurchmesser, da ich grössere Kugellager und somit stärkere Achsen genommen habe. Gleichzeitig habe ich die Lagergehäuse deutlich kürzer gebaut. Wichtig ist hierbei, die Dimensionen des Schneckenrads und des Teleskops zu beachten. Ich habe dabei wesentlich an Gewicht gegenüber Andreas gespart. IIRC hat er ca. 150 kg angegeben, ich liege vielleicht bei ca. 70 kg (je Achse und je Welle ca. 8 kg, zzgl. Polhöhe, Antrieb etc.). Ausserdem habe ich von vornherein Antrieb (Schnecken, -räder und Kupplungen) von OTE bezogen und dabei damals noch mit Jörg Oulabi ein wenig diskutiert.
In RA habe ich ein Rad mit 240 Zähnen, Dek mit 144, jeweils Modul 1. Die Motoren sind ESCAP 530 mit 12:1 Getriebe. Ursprünglich sollte mir die Boxdörfer Steuerung ausreichen, inzwischen habe ich aber günstig eine FS 2 erworben. Die Achsen habe ich durchbohrt und will mal schauen, ob ich zumindest USB und Stromkabel bis zum Teleskop durch die Montierung ziehen kann.
Es fehlen noch die Aluplatten für die Schneckenhalterung, da arbeite ich provisorisch noch mit Holzplatten, um auch alle Abmessungen testen zu können. Hier ist mal ein Bild

Link zur Grafik: http://www.torstendaiber.de/ftp/imag0258.jpg
Ich hoffe, das Projekt Anfang nächsten Jahres abschliessen zu können, die ersten Planungen stammen schliesslich noch aus dem letzten Jahrtausend <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Gruß
Torsten
 
Hallo,

allein nach dem Achsdurchmesser die Belastbarkeit einer Montierung anzugeben, wäre das selbe, als würde man einen Motorenkonstrukteur danach fragen, wieviel Leistung ein Motor mit dem Hubraum von 1 Liter, 2 Liter oder 3 Liter hat. Da kommt es eben auf die Auslegung des Motors an. Ein Hochleistungsmotor mit einem Liter Hubraum kann mehr Leistung besitzen als ein solcher mit 3 Liter. Mit einer Montierung ist es genauso: Eine sauber durchkonstruierte Montierung mit 35er Achsen kann durchaus eine mangelhafte Konstruktion mit 50mm-Achsen weit übertreffen.

Herbert Zellhuber
Fachgruppe Amateurteleskope/Selbstbau
http://www.zellix.de/selbstbau/index.htm
 
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