In vielen echten Auktionshäusern gibt es Bieter, die von den Anbietern zum Hochtreiben eines Preises eingesetzt werden. Was glaubt ihr, wie es bei Kunstautionen in dieser Hinsicht zugeht?
Dem Auktionshaus ist das egal und ein Betrug ist das nicht, denn letztendlich bekommt jemand den Zuschlag und zwar sehr häufig die Bieter der Verkäufer. Das Auktionshaus bekommt seine Provisionen in jedem Fall und das ist dann der Preis dafür, den die Anbieter für die Verteidigung ihre Mindestpreise zahlen müssen. Ich habe noch nie gehört, dass sich ein Gericht mit dieser Frage beschäftigt hat. Ebay-Regeln hin oder her, die werden sich doch nicht um die Einnahmen bringen, die aus diesen 'Schutzgeboten' herrühren?
Das Verschweigen von deutlichen Mängeln, falsche Beschreibungen und retuschierte Bilder von den Objekten sind ganz andere Nummern. Hier treffen Begriffe wie Betrug, Bauernfängerei, Nepp, Schwindel etc. zu.
Die Bietkultur, die sich bei Ebay entwickelt hat, mit Esnipern seitens der Käufer, und pushen der Preise seitens der Verkäufer ist nichts weiter als eine neuzeitliche Variante des Handelns.
Es erscheint mir seltsam, wenn Leute hohe Ansprüche an die Menge der möglichen Schnäppchen haben. Anbieter und Bieter verfolgen in der Regel keine charitativen Zwecke mit ihren Ebay-Aktivitäten. Es ist doch logisch, dass Anbieter am höchsten Preis interessiert sind. Dennoch gibt es viele, die ihre Sachen dermaßen ungeschickt anbieten, dass die Gebote lächerlich bleiben. Und vieles wie z.B. Tintenpatronen oder Fotopapier für den Inkjet sind dank Ebay schweinebillig zu haben.
Wer sich auf das Ebay-Parkett begibt, sollte nicht naiv sein. Das ist kein friedefreudeeierkuchen Ashram sondern ein großer Basar, auf dem sich alle möglichen Gestalten rumtreiben.
Tom