Hallo Moriarty!
Ich halte diese Überlegungen natürlich prinzipiell für durchführbar. Allerdings frage ich mich, wie das Kosten-Nutzen-Verhältnis aussieht. Klar ist gemäss A=1.22*Lambda/D, dass der Aufwand erst bei rund 1m Apertur Sinn macht. A ist für einen 4-Zöller schon 1.4". Das erreichen wir in Deutschland durchaus manchmal, und für 1m dementsprechend 0.14". Ich betone, dass ich mich auf den Aufwand beziehe. Ich meine damit, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass sich jemand jahrlang die Mühe mit adaptiver Optik macht, nur um ein paar Zehntel für die alltägliche Beobachtung rauszuholen. Ich erinnere mich, dass die Bochumer Astros viele Jahre und mehrere Doktor-/Diplomarbeiten gebraucht haben, um das Problem für das 1.5m Hexapod-Teleskop zu verstehen. Es funktioniert jedoch heute immer noch nicht adaptiv. Selbstverständlich müssten die CCD-Pixel auch noch angepasst werden (Nyquits: A ~ 2 Pixel). Damit schliesse ich diverse Bastelfreaks mit viel Zeit natürlich aus. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es Spass macht sich mit Zernike-Polynomen, Piezos und Elektronik auseinanderzusetzen. Wenn Du aber die praktische Beobachtung ansprichst, schliesse ich mich Jan's Meinung an. Ich würde mich für das ganze Geld eher um bessere Detektoren und/oder Apertur kümmern.
Gruss Thomas