Äquatoriales Koordinatensystem

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StarsInHeaven

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Hey Leute,
Ich bin zwar relativ neu in der Astronomie, interessiere mich aber sehr dafür. So habe ich mich auch ausgibig (Ich hoffe es reicht) über das Äquatoriale Koordinatensystem informiert. Nun wollte ich einfach mal ausprobieren ob ich es schaffe einen beliebigen Stern zu finden. Bin aber bis jetzt gescheitert und suche hier Hilfe.
Und zwar frage ich mich ob es möglich ist, einen Stern theoretisch, also auf dem Papier, zu finden? oder geht das dur mit dem Teleskop?
Wenn es theoretisch geht: wie?
Ich hoffe, ich habe nicht irgendwas falsch verstanden und frage Blödsinn.

Ich freue mich über jede Hilfe und bedanke mich schon ein mal.

StarsInHeaven
 
Hallo,
willkommen im Forum.

Was meinst Du denn mit "auf dem Papier"?
Wenn Du damit einen Sternatlas meinst, so funktioniert das schon. Jedes Objekt hat eine Position nach dem Muster RA/DE, damit kann man sie auf einer Karte einfach finden.
Die Karten sind ja auf der horizontalen Achse mit Zeitangaben beschriftet, was RA entspricht, und DE gibt dann mit +Werten Positionen oberhalb des Himmelsäquators an, -Werte darunter.
Näheres dazu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Äquatoriales_Koordinatensystem

 
Ja das ist richtig, und nicht genau mein Problem. Denn ich wollte einfach veruchen ein Objekt zu finden, was vielleicht gar nicht auf einer Karte eingezeichnet ist.
Ich weiß nicht ich hab daran gedacht, geometrisch zu arbeiten und so die Koordinaten zu lokalisieren. Sodass man von dem Bezugspunkt (?) aus de und re abmisst, um dann auf einem Punkt landet wo das Objekt seien müsste. Ich weiß nicht inwiefern das möglich ist. Deswegen dieses thread.

StarsInHeaven
 
Hallo,
ich bin mir nicht sicher ob ich es jetzt richtig verstanden habe.
Diesen Bezugspunkt gibt es schon, das ist der Frühlingspunkt (Rektaszension = 0h) - von da an misst man den RA-Wert und der steht auch in der Karte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Äquinoktium
DE ist auch klar, am Äquator 0°, noch oben +, nach unten - und das jeweils bis 90°.

Wenn Du also ein Objekt hast, das in der Karte nicht drin ist, brauchst Du dessen RA/DE-Werte sowie den Maßstab der Karte.
Dann sollte es kein Problem sein, mit einem Zirkel/Lineal/Geodreieck die Position in der Karte per Geometrie zu bestimmen.
 
Moin Namenloser!

Ich weiß nicht, worauf Du hinauswillst...
Ein Sternenkarte funktioniert genauso wie ein Stadtplan, Landkarte o.ä. - Koordinaten auf der Erde werden in Länge und Breite angegeben, auf Sternenkarten entspricht das der Deklination (Breite) und Rektaszension (Länge).
Etwas auf einer Karte finden zu wollen, was nicht eingezeichnet ist, halte ich für abwegig. Wenn Du die Koordinaten kennst, könntest Du höchstens den entsprechenden Punkt markieren und Dich dann anhand der näheren (und eingezeichneten) Objekte auf dieser Karte orientieren.

Bezugspunkte einer Sternkarte sind der Himmelsäquator und der Frühlingspunkt. Ich weiß nicht, was es daran nicht zu verstehen gibt...?!
 
hey,

Irgenwie werde ich hier noch nicht ganz verstanden. Ist aber nicht schlimm. Denn ihr konntet mir trotzdem helfen.
Aber eine Frage habe ich noch:
wurzelwaerk hat geschrieben dass es kein Problem ist mit Zirkel/Geodreieck ist die Koordinaten zu finden. Aber ich kann mir im Moment nicht vorstellen wie ich die re finde. Dafür bräuchte ich ja den Zirkel und einen Kreis aber:
Wo ist der Mittelpunkt?
und da sich die re auf die Ebene des Himmelsäquators bezieht, müsste es nicht dabei um eine Elipse handeln? Wie gehe ich mit einem Zirkel mit einer Elipse um?

Danke für weitere Hilfe;-)

und es tut mir leid wenn ich Probleme bereite, bzw meine Fragen nicht klar und deutlich formulieren kann. danke noch ma das ihr eure zeit dafür nimmt sie zu verstehen

StarsInHeaven
 
Hi!

Hast Du eine Drehbare Sternkarte? Da ist das dann ganz einfach.
Der Mittelpunkt des Koordinatensystems - der Himmelsnordpol - liegt beim Polarstern, unter der Niete, um die sich das Deckblatt dreht; der Punkt ist also bei dieser Projektion im Zentrum des Himmelsäquators. (Eine Sternkarte verzerrt den Himmel genau so wie ein Weltatlas das irdische Koordinatensystem; bei einem Sternglobus geht die Drehachse genau durch Himmelsnord- und -südpol.)

Am Außenrand der drehbaren Sternkarte ist eine Skala mit den Rektaszensionswerten, auf den neuen Karten von Kosmos ist sie rosa unterlegt. Der Nullpunkt der Rektaszensionsskale liegt auf der Höhe vom Sternbild Pegasus.

Die Deklination läßt sich über den Planetenzeiger ablesen, dessen Skala von +90° (Himmelsnordpol) über 0° (Himmelsäquator; schwarze Linie auf dem Grundblatt) bis etwa -40° (Südhorizont) geht. Weiter südlich gelegene Sterne sind auf der Karte nicht drauf, da sie von Deutschland aus nie zu sehen sind - aber auch dafür gibt's Sternkarten, zum Beispiel die Weltsternkarte von Kosmos oder die große Sirius von Freemedia (ehemals Hallwag)

Wenn Du das lange Ende des Planetenzeigers auf einen bestimmten Rektaszensionswert (sagen wir 16h38m) einstellst und dann den Deklinationswert (sagen wir -21°41') einstellst, findest Du einen Punkt, wo nichts in der Karte eingezeichnet ist, aber am Himmel gerade Jupiter zu sehen ist (ich hab mal dessen Koordinaten für heute genommen).

Verzerrt wird das ganze Koordinatensystem erst, wenn man eine Karte ausdruckt, am Himmel oder auf einem Himmelsglobus passen die Winkel. Auf einer drehbaren Sternkarte kannst Du auch von einem bestimmten Punkt aus in R.A. und Decl. beliebig hin- und hernavigieren, mit dem Planetenzeiger geht das ganz komfortabel.

Drehbare Sternkarten gibt's z.B. von Kosmos, Oculum (ohne Planetenzeiger, aber reichlich Deep-Sky-Objekte - die Deklinationsskala ist fix auf dem Deckblatt aufgedruckt) oder Pößneck (mit und ohne Planetenzeiger), "Profi-Versionen" sind die Polaris von Kosmos und die Sirius von Freemedia. Zum Selberbasteln gibt's auch noch jede Menge von Astromedia, mehreren Volkssternwarten und teils auch einfach so im Netz, in der Regel aber ohne Deklinationsskale, da hier nur mit Karton gearbeitet wird statt mit transparentem Kunststoff. Damit dürfte ich keinen vergessen haben.

Ich hoffe, das hilft,
Alex
 
Moin!

@Alex
> Der Nullpunkt der Rektaszensionsskale liegt auf der Höhe vom Sternbild Pegasus.

Nicht, daß es zu Verwirrungen kommt: Der Nullpunkt der RA-Skala ist immer noch der Frühlingspunkt, und der liegt bekanntlich momentan in den Fischen und nicht im Pegasus.

Oder meinst Du den Großkreis, der vom Frühlingspunkt zum Himmelsnordpol, von da aus zum Herbstpunkt, Himmelssüdpol wieder zurück zum Frühlingspunkt läuft?
Dieser Großkreis hat den komplizierten Namen "Äquinoktialkolur"... ;) - und läuft u.a. auch durch den Pegasus.

Nu' ist die Verwirrung aber komplett, was?! :augenrubbel:

Vielleicht hilft das:
http://de.wikipedia.org/wiki/Äquatoriales_Koordinatensystem
http://de.wikipedia.org/wiki/Deklination_(Astronomie)
http://de.wikipedia.org/wiki/Rektaszension

Wie gehe ich denn vor, wenn ich eine Koordinate auf einer Sternkarte suche, beispielsweise RA 10h, Dek +30°...?

1. Ich fahre auf dem Himmelsäquator der Karte nach links vom Frühlingspunkt (also nach Osten), bis ich RA 10h erreicht habe. Von da aus geht es
2. mit dem Finger auf dem Gradnetz nach oben (Norden), solange, bis die Deklination +30° erreicht ist - und schon ist der gesuchte Punkt gefunden.

Anders fährt man auf einer Landkarte oder einem Globus auch nicht umher - auch da gibt es unterschiedliche Projektionsmethoden, aber das interessiert in dem Fall eher weniger, solange man sich schön auf dem Koordinatennetz bewegt. Was soll das also mit dem Zirkel in irgendwelchen Ellipsen?!
?)
 
Wenn ich dich richtig vertehe, willst du die Koordinaten eines Punktes aus der Sternkarte entnehmen. Normale Sternatlanten sind innerhalb kleiner Felder hinreichend linear. Du kannst Abstände in Rektaszension und Deklination zu bekannten, tabellierten Sternen messen (am besten zu sog. Fundamentalsterne, wo alles genau bekannt ist), das geht einfacher als um den halben Himmel rum vom Frühlingspunkt aus. So gelangst du zu den Koordinaten, die du suchst.

Auf Fotos ist es etwas schwieriger, da das genaue Nord nicht bekannt ist. Dann ist wirklich der Zirkel gefragt. Das Zauberwort heißt Astrometrie (Google!) und gehört zum Handwerkszeug der Kometen- und Asteroidenbeobachter. Heutzutage nimmt man freilich Software dafür:
http://www.astrometrica.at/
 
Zitat von winnie:
Moin!

@Alex
> Der Nullpunkt der Rektaszensionsskale liegt auf der Höhe vom Sternbild Pegasus.

Nicht, daß es zu Verwirrungen kommt: Der Nullpunkt der RA-Skala ist immer noch der Frühlingspunkt, und der liegt bekanntlich momentan in den Fischen und nicht im Pegasus.

?)

Hi!

Ja, stimmt natürlich - ich war von der Verbindungslinie ausgegangen, die auf der Sternkarte von 0h00m auf der Skala zum Himmelsnordpol geht, auf der liegen sowohl Pegasus als auch Fische (und Bildhauer, und Eidechse...) - aber Pegasus erkennt man wenigstens, das Herbstviereck ist schön markant. Von daher schau ich immer nach Pegasus, wenn ich nach der Rektaszension 0h suche; die Deklination ist mir dabei egal. Ich hab also einen Teil vom Großkreis Äquinoktialkolur benutzt, der auf der Drehbaren Sternkarte geschickterweise zur Geraden verzerrt ist...

Aber klar: Der Frühlingspunkt liegt in den Fischen; auf der Höhe (eigentlich Länge) vom Pegasus. So war das gemeint :)

Damit dürfte endgültig für hinreichend Verwirrung gesorgt sein...

Gruß,
Alex
 
danke leute!

ja.. inzwischen bin ich auch verwirrter als vorher. Aber immerhin weiß ich, dass es am einfachsten ist ein Objekt über eine Sternenkarte zu finden. Die Links über das äquatoriale Koordinatensysteme und so.. sind zwar gut, aber ich kannte die meisten schon.

ok ihr habt geholfen. bis dann mal vielleicht.

StarsInHeaven
 
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