Akku Polung messen

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Ingo_Star

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Hallo Ingo,

Funkenflug und heiße Kabel deuten auf einen Kurzschluß hin. Schlußfolgerung: Du hast das Multimeter vermutlich in einem Strommeßbereich betrieben, und zwar im höchsten. Das kann auch bei einer Einstellung auf Spannung passieren, sofern man die Kabel falsch an das Multimeter anschließt.

Korrektes Vorgehen:

1. Schwarzes Kabel in die Buchse mit Ground, GND, Common, Com oder einem "umgekehrten T" als Markierung stecken.

2. Rotes Kabel in die Buchse stecken, an der - unter anderem - Volt oder ein V zu lesen ist.

3. Multimeter auf einen Spannungsbereich stellen, der größer ist als die Spannung, welche der Akkublock aufweisen sollte.

4. Nötigenfalls jetzt das Multimeter einschalten.

5. Nun die beiden Spitzen der Meßkabel an die Buchse des Blocks halten, wobei Du keinen Kurzschluß fabrizieren darfst. Das bedeutet: Eine Spitze darf weder die andere noch gleichzeitig zwei Metallteile der Buchse berühren.

6. Zeigt das Multimeter eine negative Spannung an, liegt Plus am schwarzen Kabel und Minus am roten, ist die Spannung positiv (oder ohne Polaritätsangabe), liegt Plus am roten Kabel und Minus am schwarzen.

Grüße

fquadrat
 
Danke, nur Schritt 5 "Eine Spitze darf nicht gleichzeitig zwei Metallteile der Buchse berühren." finde ich unklar.

Du meinst wahrscheinlich Buchsen, in denen beide Pole hintereinander liegen.
Bei meinen Bananenstecker-Buchsen muss ich dann wohl nur eine Spitze in den Pluspol und die andere in den Minuspol stecken (wie in den anderen Beschreibungen auch beschrieben)?

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Egal, hat geklappt. War ja einfach. Danke ;)
 
Bitte.

Schön, daß es geklappt hat.

Kannst übrigens mal raten, warum ich vermute, daß es der höchste Strommeßbereich war ...
 
Ähm, keine Ahnung.
Kann man denn irgendwie auch sicher die Stromstärke messen?
 
Hallo Ingo,

die Stromstärke eines Akkus lässt sich messen, ist aber vom Widerstand des "Verbrauchers" (Glühlampe, Motor usw.) abhänig. Dabei muss das Amperemeter in Reihe in den Stromkreis geschalten werden. Die Spannung (Volt) misst Du parallel. Gemäß ohmschen Gesetz R=U*I ist der Strom umso größer, je kleiner der Widerstand ist. Im Falle eines Kurzschlusses (heiße Kabel und Funkenflug) ist der Widerstand sehr gering und der Strom am größten. Wenn vorhanden, muss diesen Fall die Sicherung vermeiden.

Viele Erfolg!
Bocian

 
Zitat von Ingo_Star:
Hat Bocian im Grunde genommen schon beantwortet: Bei hohen Strömen brennt eine vorhandene Sicherung durch, bevor Kabel heiß werden können. Bei Multimetern sind die Strommeßbereiche mit einer Sicherung geschützt, im allgemeinen aber nicht der höchste. Dort vertraut man darauf, daß die Absicherung des Stromkreises unter dem maximalen Meßwert liegt.

Grüße

fquadrat
 
Hallo,

hier muss ich entschieden widersprechen:

Korrektes Vorgehen:

1. Schwarzes Kabel in die Buchse mit Ground, GND, Common, Com oder einem "umgekehrten T" als Markierung stecken.

2. Rotes Kabel in die Buchse stecken, an der - unter anderem - Volt oder ein V zu lesen ist.

3. Multimeter auf einen Spannungsbereich stellen, der größer ist als die Spannung, welche der Akkublock aufweisen sollte.

4. Nötigenfalls jetzt das Multimeter einschalten.

5. Nun die beiden Spitzen der Meßkabel an die Buchse des Blocks halten, wobei Du keinen Kurzschluß fabrizieren darfst. Das bedeutet: Eine Spitze darf weder die andere noch gleichzeitig zwei Metallteile der Buchse berühren.

6. Zeigt das Multimeter eine negative Spannung an, liegt Plus am schwarzen Kabel und Minus am roten, ist die Spannung positiv (oder ohne Polaritätsangabe), liegt Plus am roten Kabel und Minus am schwarzen.

Der Punkt 3. ist immer als Erstes auszuführen!

Das war offensichtlich die Ursache für die heißen Kabel.
Nach 1. und 2. war es schon passiert, da der Strom-Meßbereich eingeschaltet war.
Immer erst überlegen was will ich messen und wie muß ich verkabeln (einschließlich Abschätzung des erwarteten Wertes).
Strom - Reihenschaltung
Spannung - Parallelschaltung

Dabei ist es meist egal wann das Gerät eingeschaltet wird.
Meines steht erstmal grundsätzlich auf Spannung, da kann nichts passieren.
Hintergrund:
Die Multimeter sind so gebaut, dass die Eingänge nicht mit mit dem Aus-Schalter gekoppelt sind. Das führt dazu, dass man sofort die entsprechenden Stromkreise aktiviert.

Gruß
Porsti
 
Hallo Porsti,

da muß nun wieder ich widersprechen. Viele billige Multimeter (eines liegt bei mir fast immer zugriffsbereit auf dem Regal) haben eine Aus-Stellung auf dem Meßbereichswahlschalter und schalten sich ein, sobald man einen Meßbereich wählt. Das kostet, wenn man noch nicht mißt, unnötig Batteriekapazität.

Bei einer Meßbereichswahl direkt nach 1. und 2. kann nichts Schlimmes passieren, denn die Meßspitzen hängen zu diesem Zeitpunkt frei in der Luft. Da können keine Kabel heiß werden - woher soll der dazu nötige Strom kommen?

Der Meßbereich muß allerdings gewählt werden, bevor man mißt, sonst himmelt man daß Meßgerät sehr wahrscheinlich. Dazu braucht es keine Schaltung auf einen Strommeßbereich, man kann auch mit der Verwendung des Widerstandsmeßbereiches Schäden verursachen.

Für heiße Kabel benötigt man tatsächlich einen Strommeßbereich, wobei die kleinen Wertebereiche allerdings per Sicherung geschützt werden, welche vor dem Warmwerden der Kabel auslösen dürfte.

Grüße

fquadrat

PS
Bei meinem teuren 4-1/2-stelligen Multimeter gibt es einen Einschalter, da steht dann der Meßbereichswählschalter üblicherweise auf 20 V Gleichspannung.
 
Hallo nochmals,


ich rede ja von richtigen Multimetern. Wenn so ein Billigdings gegrillt wird ist der Verlust ja nicht nennenswert.

Ansonsten sagst Du ja selbst, daß bei "richtigen" Geräten der Einschalter vom Wahlschalter getrennt ist. Aber das ist ein Steit um des Kaisers Bart.
Wichtig ist, erst Kopf einschalten, dann messen.
Dh. erst richtigen Meßbereich wählen, dann Meßstromkreis herstellen und keineswegs umgekehrt.
Ansonsten lernt man aus "Erfahrung". ;)

Gruß
Porsti

 
Hi!

Die billigen Multimeter sind gar nicht so schlecht, sofern nicht gerade aus einer zweifelhaften Quelle stammend. Grillen würde ich sie nur ungern, besonders, weil man mit etwas "Geschick" auch noch Teile der Schaltung mitgrillt, in welcher man messen möchte.

Wichtig ist, erst Kopf einschalten, dann messen.
Ja, wobei "Kopf einschalten" für die meisten Dinge gilt, an denen Elektrizität irgendwie beteiligt ist.

Grüße

fquadrat
 
Hallo,

na ja, da haben wir ja den kleinsten gemeinsamen Nenner gefunden.
Das ist nicht immer leicht in diesem Forum.

Gruß
Porsti :D
 
Hallo Ingo,

was ist daran mißverständlich?
Zitat:
"Für alle 12-V-Blei-Säure-Batterien von 1,2 - 110 Ah geeignet."

Falls Du auf "Blei-Gel" anspielst, dann ist es nicht geeignet!

Gruß
Porsti
 
Ja gut,

aber Blei-Gel und offen?

Batteriearten: offen, wartungsfrei AGM, GEL und Blei-Calcium

Ich behaupte nicht alle Bauarten zu kennen und daß ich welche gekauft habe, ist schon ne Weile her aber die hatten höchstens ein Überdruckventil und waren damit nicht offen!

Ich denke, daß damit KFZ Gel Akkus gemeint sind, wie sie z.B. im VW EOS mit der großen 3,2l Maschine hinter den Rücksitzen verbaut sind (2x6V).

Also, keine Blei Gel Akkus aus z.B. USV - Stromversorgungen.
Es scheint ein Lader für KFZ Akkus zu sein. Mit den normalen GEL-Akkus hätte ich meine Bedenken und würde in jedem Fall den Hersteller fragen.

Gruß
Porsti
 
Welche der Features brauchst Du denn? Ich lade meine Blei-Gel-Akkus mit einem Labornetzgerät (mit Digitalanzeige). Da kann ich die Maximalwerte für Ladestrom und -spannung selber bestimmen: Strom in Abhängigkeit von der Kapazität, Spannung in Abhängigkeit von Nennspannung und der Möglichkeit, den Akku vom Gerät zu trennen, sobald er geladen ist.

Inzwischen sind diese Labornetzgeräte ziemlich günstig geworden. 15 V und 2 A gibt es bei Amazon für unter 40 Euro inklusive Versand. Wenn Du von einem Elektronikanbieter kaufen möchtest, sind es etwa 50 Euro. Mein Ratschlag wäre allerdings, ein Gerät mit Feineinstellung für Spannung und Strom anzuschaffen.
 
Hallo Porsti!

Im Auto sind mit Sicherheit keine Bleigelakkus drin! Die sind viel zu teuer! In der Automobilindustrie zählt nämlich
jeder Cent. In der Regel werden Bleigelakkus (auch Bleivlies)
bis zu einer Ladeschlussspannung von 13.8 V geladen, aber ausschlaggebend ist das Datenblatt des Herstellers. Da können
auch 14.3 V schon mal zustande kommen. Wichtig ist für uns
Hobbyastronomen, nur Bleigel oder Bleivliesakkus zu verwenden, da die zyklenfest sind im Gegensatz zu den viel billigeren Autoakkus. Letztere lutscht man etwa 20 mal leer,
dann sind die von der Kapazität her fertig dank chemisch inaktiver Bleisulfatkristalle.

Ein heißer Tipp für die Elektroniker von uns Hobbyastronomen: Googelt mal unter Gegenstromladen/Reverse
current charging. Mit diesem mittlerweile vergessenen Ladeverfahren von Ernt Beer schont man Akkus extrem. Selbst bei heftiger, mehrfacher Überladung bekommste die nicht so schnell kaputt, wie ich schon mehrfach feststellen musste.
Die Lebensdauer verdoppelt sich mindestens, die Entladekurve wird flacher, auch die Kapazität nimmt erheblich langsamer ab!
Zu diesem Ladeverfahren gibt es auch ein Gutachten von der
NASA, was sehr positiv klingt!

http://home.intergga.ch/hb9tmi/Reverse-Charging2.pdf

Gruß

Scotty
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von porsti55:

Hallo Porsti,
das ist eine Aufzählung von allen Blei-Akkus die das Ladegerät laden kann. Übersichtlicher so:

  • Offene Bleiakkus (so wie früher mit den einfachen Stopfen für jede Zelle, hat mein Motorrad heute noch)
  • Blei-Vlies-Akkus
  • Blei-Gel Akkus
  • Blei-Calcium-Akkus

Beste Grüße,
Michael
 
Hallo,

Im Auto sind mit Sicherheit keine Bleigelakkus drin!

Mit Verlaub, hier irrt der Meister. Natürlich gibts das. Siehe hier: "http://www.ebay.de/itm/170609859220". Weil im Motorraum des VW EOS 3.2l V6 kein Platz ist wurde die Batterie hinter die Rücksitze verlegt und zwar in zwei getrennten 6V Packs. Also erzähl mir nix. Und ob man die nun Vlies oder Gel-Akkus nennt ist der Streit um des Kaisers Bart. Diese Akkus können offenbar mit dem Ladegerät geladen werden.

Die anderen, herkömmlichen Blei-Gel Akkus sind geschlossene Typen und vertragen die KFZ Lader nicht. Für diese gibt es spezielle Ladevorschriften, da sie die entstehenden Gase wegen der Druckdichtheit selbst absorbieren müssen. Es sind zwar Bleiakkus, auch mit den gleichen Spannungen. Sie sind aber nicht so leistungsfähig wie die offenen KFZ Akkus.

Gruß
Porsti
 
Hallo Michael,

dort steht:

offen, wartungsfrei AGM, GEL und Blei-Calcium
.

Offen, steht bei mir für:

offen + wartungsfrei AGM
offen + GEL
offen + Blei-Calcium

Wenn Du das anders interpretierst... deine Sache!
Trotzdem wiederhole ich mich nochmal.

Die Ladeverfahren für offene und geschlossene Akkus auf Blei Basis sind verschieden.

Gruß
Porsti
 
Hallo Porsti!

"Im Auto sind mit Sicherheit keine Bleigelakkus drin!"
war meine Aussage, die richtig ist! Für Dich sind
AGM (Absorbent-Glass, =Microglasfasermatten) Akkus
und Bleigel das selbe, sehr gefährliche Einstellung!

Allerdings geht es nicht um des Kaisers Bart, ob man nun Blei Vlies oder Blei Gel dazu sagt!!! Diese Aussage kann verhängnisvoll sein, denn nur letztere Akkus sind " tiefent-ladesicher und zyklenfest", erstere müssen reanimiert werden, was nur wenige mal klappt!!!!

http://www.powerslider.de/Gespann/Batterie/batterie.html

Daher der dringende Rat an Hobbyastronomen, die Akkus suchen, um ohne Steckdose spechteln zu können: Nur Blei Gel Akkus nehmen, da kann man sich Tiefentladungen eher leisten,
auch wenn dies sicherlich nicht die Lebensdauer fördert.
Natürlich kann man auch eine überdimensionierte AGM Batterie
kaufen, die kann folglich nicht tiefentladen werden, aber die Mehrkosten möchte bestimmt keiner tragen!

Wesentlich unkritischer sind die NiMH Akkus vom Discounter,
4.5 Ah bei 1.2V für 2 € sind hochgerechnet auf 12 V deutlich teurer als Bleigelakkus, was sich aber von der Lebensdauer rechnet. Die beste Kapazität pro Gewicht haben zwar Lithium Polymer Akkus, aber die sind sauteuer und beim Laden ist verdammt viel zu beachten, das kann gefährlich werden, wenn man da rumexperimentiert!
LG

Scotty
 
oh je, Scotty,

der Fragesteller wollte nur wissen, ob man diesen (CTEK MXS 5.0 Batterieladegerät) Lader für seinen
nehmen kann.

Was hast Du mit der Beantwortung dieser einfachen Frage für ein Problem?

Fällt Dir diese einfache Antwort so schwer:

ist es ein (offener) Kfz Akku - Ja
ist es ein (geschlossener) Blei Gel Akku - nein (oder nach genauerer Prüfung). Die Gefahr dabei, der Akku könnte Schaden nehmen!

Das warum findest Du im Web zuhauf, ist aber hier nicht gefragt und auch nicht alternative Ladeverfahren aus den 50igern (obwohl sie sehr interessant sind).

Gruß
Porsti
 
Hallo Porsti!

Wenn hier gefährliche falsche Behauptungen verbreitet werden, dann ist es jedermanns Pflicht, diese zu korrigieren, bevor ein finanzieller Schaden entsteht! Und dabei interessiert es nicht, wie das ursprüngliche Thema lautet. SO ein Verhalten nennt man verantwortungsvoll und muss folglich nicht gerechtfertigt werden!!

Und wenn man schon von Ladegeräten spricht, warum nicht auch
ein vergessenens altes Verfahren vorstellen, wenn man dadurch viel Geld sparen kann? Ok, ich weiß, die Leute haben hier Geld ohne Ende :-)

So jetzt bleib mal locker und geschmeidig, genieße den Sonntag und die kommenden klaren Nächte!
LG

Scotty

 
Hallo Scotty,

aus der Reserve lockst Du mich mit Deinen "gefährlichen Behauptungen" nicht, das ist reine "Wichtigtuerei". Die hast Du selbst konstruiert, nicht ich.

Deshalb, äußere Dich zum Thema oder laß es, wenn Du nicht kannst oder willst.
Dem Fragesteller hilft das nicht.

Jedenfalls führen solche Beiträge, wie Deiner regelmäßig zum zerfasern der Themen hier im Forum.

Nimm Dir mal ein Beispiel an den Beiträgen von fquadrat und Werner(ifrit), kurz und knapp und vor allem zur Sache.

Gruß
Porsti

PS. Das wars jetzt für mich, solange beim Ingo keine weiteren Fragen anstehen.
 
Hallo Porsti,

für mich war das auch der letzte Dialog mit dir, denn das ist echt nicht mein Niveau, du hast auch die Problematik nicht
ansatzweise verstanden, dafür aber wenigstens die anderen!
Gruß

Scotty
 
Hallo Werner!

Eine Philosopie, die man vertreten kann! Tipp zum Thema Tau und Hochspannung: Bastel dir einen Trenntrafo aus zwei gleichen Trafos! So schonst du die Akkus und musst nicht immer nachladen.
Gruß

Scotty
 
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