Akzeptables 20x80?

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Kay

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Hallo Leute,
seit vielen Jahren beobachte ich mit Ferngläsern den Sternenhimmel und besaß auch schon alle möglichen Gläser zwischen einem 3,5x15er Opernglas und einem 25x100.
Übriggeblieben sind nur die Jenaer 8x30 und 10x50er Prachtstücke.

Weil ich gerade mit diesen Gläsern schon sehr viele Beobachtungen angestellt habe, zieht es mich wieder zu einem etwas größeren Glas, doch mir fällt die Entscheidung etwas schwer:

Vor Jahresfrist wollte ich als Geschenk ein 20x80 erwerben, doch die angebotenen Bresser-Gläser waren allesamt qualitativ schlecht: Doppelbilder, kaum fokussierbar, schlechte Abbildung.

Ein Fujinon 16x70 habe ich auch schon besessen, fand es für den Preis doch nicht sooo toll, zumal ein TS Triplett 20x80 genauso viel am Himmel zeigt (sogar etwas mehr, wenn auch die Abbildung nicht ganz so perfekt ist).

Vor Jahren hatte ich einmal ein Orion Megaview in meinem Besitz, doch aufgrund fehlender Erfahrung verkauft, das war noch leichter als das TS.

Gibt es inzwischen weitere Gläser in dem genannten Bereich, die akzeptabel sind? Das Celestron Skymaster 15x70 wird oft empfohlen, taugt das 20x80 etwas? Und wie macht sich das TS 20x80 mit den einschwenkbaren Nebelfiltern? Die außen aufschraubbaren beim Fujinon fand ich überhaupt nicht praktikabel.

Oder gibt es andere Tipps eurerseits?
 
Hallo Kay,

auch wenn Dir meine Meinung evtl. nicht wirklich weiterhelfen wird, dennoch als Denkansatz...

Ich wuerde in diesem Preisbereich gar keines nehmen. Das Mindeste waere das UO Marine 15x70, wirklich gut fuer den Preis, um 350 Euro.
Bei 80mm Oeffnung kaeme bei mir dann nur noch das Vixen ARK in Frage. Als 20x80, oder besser als 16x80. Durch das Letztere konnte ich kuerzlich durchschauen, sehr ordentlich! Einzigst die Augenmuscheln wirkten ein wenig billig.

Gruss

Mike
 
Hallo Kay,

letzlich entscheidet der Geldbeutel das machbare.

Die 20x80 Ferngläser(außer Vixen), wie auch alles Sie gelabelt sein mögen, kommen aus ein und der selben Fabrik (United Optics). Die Qualität zum Preis halte ich für angemessen. Bei den meisten sind diese Gläser aber ein "durchlaufender Posten", den wirklich lange Freude hat man mit der Bildqualität nicht wirklich.

Was mir noch für Geräte neben den von Mike genannten einfallen würden wären folgende:

- Nikon 18x70 (nicht billig)

- United Optics 22x85 Marine(günstig)

als "Handvariante"

- Zeiss 15x60 (ein Traum am Himmel)

- Docter 15x60 (Nachbau vom Zeiss, aber nicht dieselbe Leistung)

Das Celestron 15x70 habe ich selber in meinem Besitz. Es ist leicht, hat eine akzeptable Mittenschärfe und ein ordentliches Weitwinkliges Feld von 66°. Eine Offenbarung sollte man für 70 – 80€ jedoch nicht erwarten. Die Vergütung ist nicht berauschend und Grobmotoriker sollte man auch nicht das Glas in die Hand geben (Justagestabilität).

Gruß Matthias





 
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Hallo Kay,

meine Vorschlag, ganz ernst gemeint: das Docter 20-50x80. Da hast Du ein 20x80 und ein 25/30/40/50x80 in einem Abwasch. Parfokal, praktisch randscharf, einfach schön.

Binoptic macht eine innenliegende Klappmontierung hierfür, wie sie beim CZJ-Urmodell, Baujahr 1990, standardmäßig war. Damit ist das Glas ungemein ergonomisch. Auf ein CZJ-Hartholzstativ aufstecken, fertig. Kann locker über größere Entfernungen in einem Gang bewegt werden, Fernglas am Tragegriff in der einen Hand, Stativ (ohne Montierung, da diese am Fernglas verbleibt) locker in der anderen Hand. Nur 1mal Gehen ergibt echtes "Grab and Go".

Erscheint auf den ersten Blick nicht "minimal" oder preiswert, stellt aber vermutlich ein Leben lang zufrieden - also doch preiswert! Und kommt aus Jena, wie Deine Übriggebliebenen.

Lass uns wissen, wie Du Dich entscheidest, das würde mich echt interessieren.
Christopher

 
Hallo,

ich werfe mal eine Idee abseits der Mainstream-Ferngläser in den Ring: ich hatte ein 20x80 von Bresser, angeblich ein Tiplett, war aber keins und ziemlich farbig an hellen Objekten. Zudem einfach nicht mehr ohne Stativ nutzbar... also wieder verkauft und dann ein 11x80 bei ebay geschossen, dass aus den 70er ist, japanische Produktion, vergütete Linsen - die Marke Lichter war eine Eigenmarke von Frankonina, gefertig wurde es von Tosco in Japan.
Wie auch immer, das Teil kostete ca. 150 EUR und ich bin ehrlich erstaunt, was es leistet, auch noch freihand ... schöne Ergebnisse an Jupiter, Plejaden, Orionnebel...
Wenn du also etwas mutig bist, schaust du mal was an 11x80er bei ebay angeboten wird, die Tordalks sind ebenfalls sehr gut, gehen aber preislich oft höher hinauf.
Die AP ist zugegebenermassen extwas extrem, aber die 80mm Öffnung lösen sehr gut auf und ich finde es toll, auch noch mal per Hand beobachten zu können.

Gruß + CS

Andreas
 
Vielen Dank Leute!
Im Prinzip bestätigt ihr meine Vorahnung, dass der FG-Markt sich nicht wesentlich verändert hat.

Nun, ein 20-50x80er Docter ist ein Traumglas. Aber leider für mich nicht erschwinglich.

Diese ganzen China-20x80 sehen wirklich alle gleich aus, lediglich der Preis unterscheidet sie auf den ersten Blick... Mir kam das TS Triplett auch ziemlich schwer vor, dazu der riesige, unhandliche Koffer... Matthias gebe ich recht, ich hatte auch schon drei dieser "durchlaufenden Posten". Wobei mich die Größe eben reizt, weil sie deutlich mehr als ein 10x50 zeigt, aber noch beherrschbar ist.

Was alte Japan-Gläser angeht, so hatte ich Erfahrungen mit dem in meiner Erinnerung ganz ordentlichen Orion Megaview, wobei die Sterne eben nicht so nadalpunktfein wie bei den CZJ waren... ein ESDE-Optik 15x80 war wohl auch dort gefertigt, brachte mir aber nicht den großen Gewinn gegenüber dem 10x50.

Matthias (und alle anderen), du hast das Fujinon 10x50, das ich auch gut kenne und das etwas stärker war im Direktvergleich mit dem CZJ (an den Plejaden ein, zwei Sterne mehr direkt statt indirekt). Bringt dir denn das 15x70 was dagegen?
Vielleicht sollte ich das mal testen, auch weil es so leicht ist? Und lieber abwarten, bis mir ein gutes größeres "zuläuft"?
 
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Hallo Kay,

sowohl mit dem Fujinon 10x50 als auch mit dem Celestron 15x70 hatte ich schon traumhafte Nächte. Direkt vergleichen kann man Sie aber nicht. Das 15x70 hat eben den Vorteil der größeren Öffnung und höheren Vergrößerung. Gerade Kugelsternhaufen kommen da erst mal richtig raus, während im 10x50 nur ein leichter Schimmer davon zu sehen ist werden diese im Celestron schon leicht aufgelöst dargestellt. Das Celestron 15x70 ist gemessen an der Baugröße sehr leicht was Fluch und Segen zugleich ist. Ein Segen weil man es schön aus der Hand heraus benutzen kann, ohne das die Arme innerhalb von ein paar Minuten zu Blei werden. Ein Fluch weil natürlich auf alles verzichtet wurde was dem Fernglas etwas Stabilität gegeben hätte. Die Okularbrücke ist dafür nur ein Beispiel von vielen. ABER dafür kostet das Celestron 15x70 eben kein Vermögen!

Um z.B mit den 20x80 FG’s vernünftig zu beobachten, braucht es eigentlich eine Paralellogrammontierung. Und damit hört es für mich mit dem Beobachtungskomfort gegenüber meinem Dobson oder anderen Teleskopen auf.

Das TS 20x80 Triplet mit den UHC Filtern hatte ich mal kurz in meinen Besitz. Neben der ziemlich heftigen Randunschärfe hatte es einen Globus und Verzeichnungseffekt jenseits von Gut und Böse. So heftig ist das beim Celestron dann wieder nicht. Aber dies nimmt eben jeder individuell anders wahr.

Und es gibt ja in Deutschland auch noch das nette Fernabsatzgesetz um sich selber ein Urteil bilden zu können was so bei manchen Händlern als pures Gold angepriesen wird …

Gruß Matthias
 
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Das finde ich ja interessant: dass man als Fujinon-verwöhnter Beobachter auch mit einem Billigglas "traumhafte Nächte" haeben kann. Ich kenne sowas auch, aber zugegebenermaßen ist es schon meistens so, dass man nicht mehr "zurückmöchte", wenn man sich an ein bestimmtes Niveau gewöhnt hat. Ich denke, das Celestron hatt einen Test verdient...
 
@ Matthias,

beobachtest Du auch bei 15 x Vergrößerung freihändig? Mittlerweile beobachte ich ab 10 x Vergrößerung in der Regel nur noch mit dem FG auf dem Stativ. Trotz diverser Atemtechniken und Haltetechniken gelingt mir sonst kein ruhiges Bild.

Sternkläre Nächte, Michael
 
Hallo Kay,

Fujinon Qualtität darf man allerdings bei dem Celestron nicht erwarten. Dafür ist es aber wesentlich leichter als das Fujinon 16x70 und in der Mittenschärfe nicht wirklich schlechter. Der Vorteil bei Fuji's ist eindeutig die bessere Schärfe über das ganze Feld. Richtig bemerken tut man die aber in der Regel erst wenn man das ganze auf ein Stativ packt.

Das "perfekte Astroglas" habe ich jedenfalls noch nicht gesehen.

Hallo Michael,

ja ich beobachte fast nur freihändig. Wenns um das absolute Erkennen geht nehme ich aber auch mal das Stativ.

Interessanterweiße ist bei mir die Vergrößerung nicht so das Problem sondern das Gewicht. Jedes FG das über 1,4 Kg wiegt, kann ich nicht ruhig in der Hand halten. Da geht das Celestron noch gerade so. Die meisten 15x FG's wiegen in der Regel über 1,5 Kg und fallen somit raus. Die Verwackelung ist bei 15x fach aber natürlich grenzwertig. Für mich ist ok, für jemand anders nicht.

Gruß Matthias
 
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