Allgemeine Fragen zum Dobson

Ukulele

Neues Mitglied
Hallo,
wie schon an anderer Stelle geschrieben, möchte ich mir evtl. einen Dobson zulegen. Dazu hätte ich mal 2 Fragen:
  1. Die gibt's ja offen, als Flextube, zum zusammenschieben und als geschlossenes Rohr. Zusammenschiebbar wäre natürlich schon praktisch, wenn man, wie ich, Platzprobleme hat. Haben diese offenen Flextubes nennenswerte Nachteile im Vergleich zu den geschlossenen?
  2. Spiegelteleskope muss man ja immer wieder mal justieren. Wie oft muss man das denn machen?
Ulrich
 
Hallo Ulrich,

Haben diese offenen Flextubes nennenswerte Nachteile im Vergleich zu den geschlossenen?
Der größte Nachteil ist wohl, dass sehr leicht Streulicht in das Teleskop gelangen kann.
Dafür gibt es aber Überzieher zum Schutz zB: Geoptik Streulichtschutz für Nadirus 12"
Spiegelteleskope muss man ja immer wieder mal justieren. Wie oft muss man das denn machen?
Das kommt auf die Qualität des Teleskops und auch stark darauf an wie du es Transportierst.
Wenn du mit dem Auto durch jedes Schlagloch fährst musst du es vermutlich ehr neu Justieren als wenn du es ganz vorsichtig in den Garten trägst.
Ich habe mein Dobson von drinnen auf die Terrasse getragen (vielleicht 10m).
Habe es in den 1,5 Jahren die ich hatte vielleicht 2-3x nachjustiert.

Grüße
Brian
 
Hallo Ulrich,

zu 2)
also meinen 8" und 12" Volltubus-Dobson muss ich nur nachjustieren wenn ich mal irgendwo anstoße.
Ich trage die aber nur von der Garage ein paar Meter in den Garten und da hält die Justage fast ewig.

Ich kontrolliere alle paar Monate mal mit dem Concenter aber das passt eigentlich immer.

Gruß,
Holger
 
Hallo Ulrich,
nach einem Transport im Auto, sollte man die Justage immer überprüfen. Oft ist eine kleine Nachjustage fällig, die aber keine Racketenwissenschaft ist.
Die Flextube, zumindest die größeren, neigen dazu die Justage bei tiefstehenden Objekten etwas zu verlieren. Nicht dramatisch aber eben etwas. Das liegt an der einfachen Stangenkonstruktion.

Grüße Rainer
 
Hallo,
wie schon an anderer Stelle geschrieben, möchte ich mir evtl. einen Dobson zulegen. Dazu hätte ich mal 2 Fragen:
  1. Die gibt's ja offen, als Flextube, zum zusammenschieben und als geschlossenes Rohr. Zusammenschiebbar wäre natürlich schon praktisch, wenn man, wie ich, Platzprobleme hat. Haben diese offenen Flextubes nennenswerte Nachteile im Vergleich zu den geschlossenen?
  2. Spiegelteleskope muss man ja immer wieder mal justieren. Wie oft muss man das denn machen?
Ulrich
Hallo Ulrich,

ich habe sowohl einen Flextube-Dobson als auch einen mit geschlossenem Tubus.

1. Nein. Selbst die Justierstabilität ist bei meinem Flextube genau so gut wie beim Teleskop mit vollem Tubus. Einziger Nachteil, man braucht eine (Stoff)abdeckung über dem freien Bereich, damit kein Licht und kein Staub reinkommt.
Ich mit etwas Geschick aus schwarzem Stoff selbst zu nähen und gibt es auch fertig zu kaufen.

2. Ich kontrolliere die Justage etwa bei jeder 5. Nutzung am Stern. Wie das geht beschreibe ich in meinem Video zur Justage eines Newton-Teleskops.
Wirklich justieren muss ich meinen Flextube aber nur selten. Vielleicht alle 6-9 Monate mal.

Grüße,
ich kann den Flextube sehr empfehlen,
Mario
 
Hallo Mario,
darf ich fragen wie groß dein Flextube ist? Ein Freund von mir hat den 12“ und der zeigt das von mir beschriebene Verhalten. Mittlerweile justiert er seinen Dibdon im 45 Grad Winkel, um der Problematik etwas entgegenzuwirken…

Grüße Rainer
 
Hallo Ulrich,
mit meinem Gitterrohr-Dobson von ICS beobachte ich praktisch nur mobil und überprüfe die Kollimation nach JEDEM Aufbau mit einem Laser (ICS Collimaster). Weil das so schnell und einfach geht, mache ich auch kleinste Justagen, statt darauf zu verzichten. Warum soll man da nachlässig sein, wenn die Optik top ist hat sie auch top Kollimation verdient.
 
Servus,

wie Thomas gerade sagte: am besten justieren nach JEDEM Aufbau. Justierlaser kosten 50 Euro, dauert 5min mit etwas Übung (und wenn das Teleskop nicht völliger Schrott ist), ist also ganz leicht und überhaupt kein Grund zur Sorge oder einen Dobson zu meiden. Außerdem WEISS man dann das die Justage gut ist und muss keine Vermutungen anstellen.

Für ein 'Anfängerteleskop' bis 8" würde ich evtl. die zusammenschiebbaren Tuben OK finden. Grössere Teleskope sind 'ne ernsthaftere + langfristigere Sache' und dafür würde ich dann entweder Fix- oder Gittertubus nehmen (je nach Öffnung). Letztere beiden sind durch die Nacht und überall am Himmel sehr justierstabil. Einer 2-Stangen-Konstruktion würde ich hier nicht wirklich über den Weg trauen.

Wenn Platz ein sehr grosses Problem ist: OK dann Flextube eben als Kompromiss in dieser Hinsicht.

Wichtig wäre es, sich das Baffling des Teleskops gut anzuschauen bzw. zu tunen... guxtu zB.

LG, Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

noch meinen Senf:
Ab spätestens 12 Zoll würde ich immer einen Gitterrohrdobson nehmen.
Die sind einfach viel handlicher und leichter.
Und das Streulicht Problem ist ja gar kein Problem. ;)

Wenn man eine gute Konstruktion kauft (bei mir Martini Optik und Taurus 20 Zöller) dann passt nach dem Abbau der innere Spiegelkasten genau in den Montierungskasten. Dadurch wird das ein sehr kompaktes Teil.
Beim meinem Martini 12 Zöller entsteht dann zB ein kompakter Kasten mit ca. 40 x 40 x 30cm. Nur die Sichelräder und die Stangen sind noch extra.
Das ist mM auch besser wie so ein Flextube.

Gruß
Peter
 
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