allgemeine Verwirrung

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joe11

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hallo zusammen,

inzwischen hat mich dann die völlige verwirrung eingeholt. eigentlich suche ich ein teleskop für alles. foto-planeten-ds-visuell-transportabel-günstig. ich weiss, das sucht jeder und gibt es nicht. aber was kommt dem am nächsten? ich besitze ein se5 und lx10, aber überlege, ob ich mit einem newton (zB celestron 8"+cam montierung) nicht besser bedient wäre. viele grüße und cs - joe
 
Hi Joe

Eine "Ein-Teleskop"-Lösung wird immer Kompromissbehaftet sein.
Am nächsten dran wird wohl der 6" f/6 Newton sein, den Wolfi grad bei GSO bauen lässt (mehr dazu unter Preise & Markt).

Wenn mehr Geld da ist, würde ich auf mehrere Geräte setzen. Für DS Visuell wäre das ein Dob mit 8" (ok, dürfte auch größer sein, je nach Budget, Beobachtungs- und Bransportbedingungen) und ein kleiner ED (Foto, Großfeld, Intrasolar) auf einer Montierung der GP-Klasse (Foto) bzw. zusätzlich noch eine Alt-Az Montierung (Schnellspechteln).

Bei dir wirds aber noch komplizierter: Du hast ja bereits eine komplette Ausrüstung.
- was könnte davon weiterverwendet werden
- wie siehts mit deiner Okularpalette aus

Deine Idee mit 8" parallaktisch ist gar nicht mal schlecht - aber eben sehr Kompromissbehaftet: Fotografisch dürfte die Kombi sehr Windanfällig und auch schon zu schwer sein; visuell wirds auch wieder kompliziert: f/4 wär ja nett für fotografische Anwendungen, aber finde (und bezahle) dafür erstmal Okulare. f/5 ist immernoch okularkritisch, aber machbar; fotografisch wohl schon ein zu großer Hebel für die CAM. f/6 wird durch den Hebel visuell schon grenzwertig, dafür gäbs dafür auch bezahlbare Okulare...

CS
Jürgen



 
hallo jürgen,

vielen dank für die antwort. meine überlegung war, ob es sinn machen würde, meine beiden teleskope zu verkaufen, da ich den eindruck habe, sie sind für nichts richtig gut. Okulare habe ich 2,5/6/9mm HR Planetenokulare, ein 3,8 ED, 15mm Skyw., 26mm Celestron Plössl. ausserdem besitze ich auch noch eine DSI, wobei ich auch hier nicht mehr so recht weiss, ob eine DSLR nicht die bessere idee gewesen wäre (höhere Auflösung, einfache Handhabung), wenn ich mir die tollen ergebnisse hier anschaue. mit einer dmk könnte ich diese guiden und zudem noch für planeten nutzen. der celestron newton hätte übrigens f5. viele grüße und cs - jörg
 
Hallo Joe (oder Jörg?)

also ich denke es gibt für Dich einige Möglichkeiten, aber Du solltest vielleicht noch ein paar Details kundtun.

Wichtigstes Kriterium wäre wohl, wieviel Du denn investieren möchtest (kanstt/darfst :cool: ).

Dann wie sind Deine Standortbedingungen, sprich wie transportabel muss das ganze sein? Kannst Du es fest aufstellen? ...

Was brauchst Du denn für Foto noch drunherum (Laptop, Akku, Leitrohr, ...)?

CS
Volker
 
hallo volker,

die überlegung war halt vorhandenes zu verkaufen und dann noch etwas dazupacken - vielleicht gesamt so um 2000E ? standort ist eher schlecht - etwas ausserhalb von duisburg, gerne würde ich bei entsprechender vorhersage mit dem teleskop mal übers wochenende ins sauerland oder eifel fahren. laptop ist vorhanden. viele grüsse und cs . jörg
 
Hallo Jörg,

such mal in diesem Brett nach "Einstieg in die Astrofotografie bis 2000 Euro". Ist erst ein paar Tage her. Vielleicht hilft das Deiner Entscheidungsfindung weiter.

In meinen Augen macht es Sinn, die Aufgaben auf verschiedenen Teleskope zu verteilen. Beispielsweise ein ED80 auf GP für Fotografie (leicht zu transportieren) und ein 8" Newton fürs visuelle. (Ich lass mal offen, ob Dobson oder parallaktisch). Bei parallaktischer Montierung würde ich statt der GP eine größere nehmen, die den 8"er visuell gut trägt. Das wird aber dann schon wieder Budget-Kritisch.

Alternativ wäre natürlich noch der gute 150/750 Newton zu nennen. Bedeutet halt Abstriche beim visuellen.

Mein Rat, lege das Hauptaugenmerk zunächst auf die Montierung und erst dann auf die Optik, wenn Du fotografieren willst.

CS
Volker

 
hallo volker,

kannst du mir einen ed80 empfehlen? ed80sf von vixen? mal ne bescheidene frage: dobson werden immer hoch gelobt - welcher unterschied besteht eigentliche zwischen einem 8"dobson und 8"newton (zB von celestron - nur der preis)? wie sieht es mit planetenfotos aus beim ed80? ich habe eine dsi3pro - wäre ich mit einer dslr nicht besser bedient? eigentlich zu viele fragen auf einmal - sorry.... :confused: viele grüsse - cs jörg
 
hallo antares,

was mir jetzt nicht gefällt ist die ungenaue nachführung des lx10 - es läuft zu schnell. ich muss es permanent auf der stundenachse stoppen. die handbox erlaubt nur +/- 100%, was ich für sehr grob empfinde beim fotografieren. die dsi erzeugt relativ kleine datein, die ich bei ungenauer nachführung nur sehr schwer deckungsgleich bekomme. die qualität ist trotzdem gut, wenn ich die fotos hier im forum sehe (tolle schärfe, erstaunlich geringes rauschen, grosse bilder) frage ich mich allerdings, ob es mit einer dslr nicht einfacher ginge. visuell habe ich ehrlich gesagt keine ahnung. bisher habe ich nur geringe erfahrung mit meinen geräten im lichtverschutzten duisburg und weiss nicht was mich mit 8"dobson vgl. 8"SC im sauerland erwarten würde. viele grüsse und vielen dank - cs jörg
 
Hallo Jörg!

dobson werden immer hoch gelobt - welcher unterschied besteht eigentliche zwischen einem 8"dobson und 8"newton (zB von celestron - nur der preis)?

Dobson bedeutet ja nur: Newton auf einer Holzkiste. Vom optischen System her gibt es keine Unterschiede, und deshalb auch nicht in der Leistung.
Gelobt werden sie weil man damit für relativ wenig Geld viel Seherlebnis bekommt (da man keine Monti braucht), und weil man sie sehr bequem transportieren und schnell aufstellen kann (bis zu einer gewissen Größe).
Die fehlende Nachführung ist bei Planeten meiner Meinung nach extrem lästig. Fotografie scheidet natürlich mit einem Dobson aus, außer ein paar Spielereien.

was mir jetzt nicht gefällt ist die ungenaue nachführung des lx10 - es läuft zu schnell. ich muss es permanent auf der stundenachse stoppen.

Kann es sein dass deine Polausrichtung erheblich daneben ist? Dann entsteht je nach Blickrichtung auch so ein Effekt. Da das LX10 quarzstabilisiert ist sollte die Motordrehzahl eigentlich stimmen. Lass es doch mal in der Wohnung ein paar Stunden laufen, und prüfe an der Stundenskala ob der danach zurückgelegte "Weg" stimmt.

wenn ich die fotos hier im forum sehe (tolle schärfe, erstaunlich geringes rauschen, grosse bilder) frage ich mich allerdings, ob es mit einer dslr nicht einfacher ginge.

Die wirklich guten Deepsky DSLR-Aufnahmen, die man zu sehen kriegt, sind aber auch alles andere als einfach in der Entstehung. Die Geschichte ist durchaus kompliziert, wenn man es richtig macht. Man muß für rauscharme Bilder recht lange belichten (z.B. 12 Bilder a 5 Minuten), bei _perfekter_ Nachführung (Autoguider!), muss Dunkelbilder aufnehmen die etwa die gleiche Zeit brauchen, muss Flatfield- und Bias-Bilder aufnehmen, und schließlich die ganze Geschichte am PC verarbeiten.

In diesem letzten Schritt verbirgt sich ein Sammelsurium an Einzelschritten, die man erst mal verstehen und dann richtig und zielorientiert anwenden können muss.

Aber im Vergleich gerade mit kleineren, ungekühlten CCD-Kameras ist eine DSLR wirklich die bessere Wahl. Vor allem wegen dem großen Chip, simultaner Farbaufnahme, und der Einsetzbarkeit am Teleskop ohne PC/Laptop.


die dsi erzeugt relativ kleine datein, die ich bei ungenauer nachführung nur sehr schwer deckungsgleich bekomme

Verstehe ich irgendwie nicht... sind die Sterne zu Strichen verzogen, oder die einzelnen Bilder gegeneinander verdreht? Oder was sonst?


und weiss nicht was mich mit 8"dobson vgl. 8"SC im sauerland erwarten würde

Der Dobson/Newton hat den Vorteil dass man ein größeres Gesichtsfeld und eine größere Austrittspupille (z.B. 7mm) und dadurch ein helleres Bild erreichen kann, was für DeepSky günstig ist. Er müsste auch bei hoher Vergrößerung am Planeten ein geringfügig schärferes Bild zeigen.

Im Vergrößerungsbereich ab ca. 50x, wenn also das SC keinen Nachteil in AP und Gesichtsfeld mehr hat, zeigen beide Geräte so ziemlich das gleiche bei Deepsky.

Zur Optimierung der DeepSky Eigenschaften des SC wäre es eventuell sinnvoll ein möglichst langbrennweitiges Okular anzuschaffen, falls du noch keines hast, so ab 50mm aufwärts (für Austrittspupillen ab 5mm).


wie sieht es mit planetenfotos aus beim ed80?

Sehr schlecht!
Das Bild ist sehr dunkel, da man um auf eine brauchbare Brennweite von ca. 3m zu kommen, heftig nachvergrößern muss (Barlow, Powermate oder Okularprojektion). d.h. man muss lange belichten und hat dadurch Nachteile durch das Seeing. Das Auflösungsvermögen von 80mm ist auch nicht weltbewegend.

Eine Webcam am 8" SC ist ohne Zweifel die bessere Kombination.

cs
Martin
 
Hallo Jörg,

ich glaube ich empfehle Dir erstmal eine Tasse Tee und ein Teleskop Treffen. :biggrin:

Du ruderst irgendwie zwischen allen Themen herum ohne das Du weißt in welche Richtung Du gehen willst. Du hast nun schon zwei Teleskope gekauft, bist aber nicht richtig glücklich damit. Mein Rat: Versuche Sternfreunde zu finden mit denen Du mal ins Sauerland fahren oder andersweitig beobachten kannst. Ich glaube dann bekommst Du auch eher das Gefühl dafür, in welche Richtung Du Dich entwickeln willst und erst dann kaufe das passende Teleskop dazu. Solange stehst Du ja mit Deinen beiden nicht ohne da.

@Martin
Dobson bedeutet ja nur: Newton auf einer Holzkiste. Vom optischen System her gibt es keine Unterschiede, und deshalb auch nicht in der Leistung.

Ein klares Jein dazu. Richtig ist, das sich der Begriff Dobson rein auf die Montierungsart bezieht.
Doch bei den meisten gängigen Systemen gibt es in der Optik einen Unterschied. Der gängige 8" Dobson ist ein f/6 Gerät, die parallaktisch montierten Geräte sind in der Regel f/5 Geräte. D.h. diese Geräte stellen höhere Anforderungen an die Okulare. Im Gegenzug sind sie aber etwas kürzer in der Bauweise und haben einen etwas geringeren Hebel.

Beim ED80 für Foto hatte ich jetzt weniger an Planeten, mehr an DS gedacht, weil Du ja die DSI erwähnt hast. Der Vorteil des ED80 ist die Transportabilität und dass eine stabile Montierung sich preislich noch im erschwinglichen Rahmen befindet (ist natürlich relativ zum eigenen Budget).
Zudem hat er eine recht kurze Brennweite (600mm), was den Einstieg in die Astrofotografie erleichtert, weil das Nachführen gegenüber Deinem LX10 deutlich einfacher wird.

Gerade bei der Fotografie gehören sehr viel Erfahrung dazu, sowohl bei der Aufnahme, wie auch bei der Bildbearbeitung, um solche Ergebnisse zu erzielen, wie sie hier teilweise gezeigt werden.

Also Eile mit Weile!

CS
Volker



 
hallo martin,

vielen dank für deine tipps. habe mein lx10 gleich mal laufen lassen: in 1h legte es 1h5min zurück. vielleicht sollte ich es mal zu meade bringen?
Verstehe ich irgendwie nicht... sind die Sterne zu Strichen verzogen, oder die einzelnen Bilder gegeneinander verdreht? Oder was sonst?
damit meinte ich, dass aufgrund der ungenauen nachführung die sterne nicht exakt rund werden und bei jeder aufnahme lrgb sich leicht unterschiedlich verformen, wodurch beim zusammenfügen farbsäume entstehen. viele grüsse - cs jörg
 
Hi Joe
na also dann haben wir doch mal einen Ansatz. Wie schon angeklungen sollte das so mit der nachführung nicht sein.
Da wäre Meade die erste Anlaufstelle oder Dein Händler.
Vllt ist das Gerät ja einfach nur nícht ok.

Also erst mal das checken und dann siehst vllt ganz anders aus.
Ansonsten will ich einen Bedienfehler nicht ausschließen, kann ja passieren, und daher wäre der Kontakt zu Kollegen die entsprechend Erfahrung haben sicher uach eine Option.
Bringt das alles nichts, dann solltest weiter sehen.
Viel Erfolg
CS
 
hallo volker,

vielen dank für deine einschätzung. geduld war noch nie meine stärke, was bei diesem hobby ungünstig ist, ich weiss...
ich denke aber, ich werde deinen rat befolgen und erst einmal verhandene ausrüstung optimieren. viele grüsse und cs - jörg
 
Hallo Jörg,

ich glaube das ist ein guter Entschluß.

Noch ein kleiner Tip: Tu es doch einfach (mit dem vorhandenen Equipment) und fahr mal übers Wochenende in die Pampa (nicht nur davon träumen).
Dann kannst Du Dir die Frage, was man mit einem SC unter dunklem Himmel sieht selbst beantworten. :/

Zum anderen bekommst Du ein Gefühl dafür, wieviel Aufwand es für Dich darstellt, solch eine Tour zu machen und wieviel Schlepperei das tatsächlich ist. Damit kannst Du dann gut abschätzen, wie oft Du Dir sowas mit einem 8" antun möchtest.

Und zuguter letzt, mach es einfach, weil es Spaß macht. :biggrin:

CS
Volker
 
vielen dank, volker.

so ist mein plan. wenn das wetter sich dem mal anschliessen würde.. :) viele grüsse und cs - jörg
 
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