Hallo Jörg!
dobson werden immer hoch gelobt - welcher unterschied besteht eigentliche zwischen einem 8"dobson und 8"newton (zB von celestron - nur der preis)?
Dobson bedeutet ja nur: Newton auf einer Holzkiste. Vom optischen System her gibt es keine Unterschiede, und deshalb auch nicht in der Leistung.
Gelobt werden sie weil man damit für relativ wenig Geld viel Seherlebnis bekommt (da man keine Monti braucht), und weil man sie sehr bequem transportieren und schnell aufstellen kann (bis zu einer gewissen Größe).
Die fehlende Nachführung ist bei Planeten meiner Meinung nach extrem lästig. Fotografie scheidet natürlich mit einem Dobson aus, außer ein paar Spielereien.
was mir jetzt nicht gefällt ist die ungenaue nachführung des lx10 - es läuft zu schnell. ich muss es permanent auf der stundenachse stoppen.
Kann es sein dass deine Polausrichtung erheblich daneben ist? Dann entsteht je nach Blickrichtung auch so ein Effekt. Da das LX10 quarzstabilisiert ist sollte die Motordrehzahl eigentlich stimmen. Lass es doch mal in der Wohnung ein paar Stunden laufen, und prüfe an der Stundenskala ob der danach zurückgelegte "Weg" stimmt.
wenn ich die fotos hier im forum sehe (tolle schärfe, erstaunlich geringes rauschen, grosse bilder) frage ich mich allerdings, ob es mit einer dslr nicht einfacher ginge.
Die wirklich guten Deepsky DSLR-Aufnahmen, die man zu sehen kriegt, sind aber auch alles andere als einfach in der Entstehung. Die Geschichte ist durchaus kompliziert, wenn man es richtig macht. Man muß für rauscharme Bilder recht lange belichten (z.B. 12 Bilder a 5 Minuten), bei _perfekter_ Nachführung (Autoguider!), muss Dunkelbilder aufnehmen die etwa die gleiche Zeit brauchen, muss Flatfield- und Bias-Bilder aufnehmen, und schließlich die ganze Geschichte am PC verarbeiten.
In diesem letzten Schritt verbirgt sich ein Sammelsurium an Einzelschritten, die man erst mal verstehen und dann richtig und zielorientiert anwenden können muss.
Aber im Vergleich gerade mit kleineren, ungekühlten CCD-Kameras ist eine DSLR wirklich die bessere Wahl. Vor allem wegen dem großen Chip, simultaner Farbaufnahme, und der Einsetzbarkeit am Teleskop ohne PC/Laptop.
die dsi erzeugt relativ kleine datein, die ich bei ungenauer nachführung nur sehr schwer deckungsgleich bekomme
Verstehe ich irgendwie nicht... sind die Sterne zu Strichen verzogen, oder die einzelnen Bilder gegeneinander verdreht? Oder was sonst?
und weiss nicht was mich mit 8"dobson vgl. 8"SC im sauerland erwarten würde
Der Dobson/Newton hat den Vorteil dass man ein größeres Gesichtsfeld und eine größere Austrittspupille (z.B. 7mm) und dadurch ein helleres Bild erreichen kann, was für DeepSky günstig ist. Er müsste auch bei hoher Vergrößerung am Planeten ein geringfügig schärferes Bild zeigen.
Im Vergrößerungsbereich ab ca. 50x, wenn also das SC keinen Nachteil in AP und Gesichtsfeld mehr hat, zeigen beide Geräte so ziemlich das gleiche bei Deepsky.
Zur Optimierung der DeepSky Eigenschaften des SC wäre es eventuell sinnvoll ein möglichst langbrennweitiges Okular anzuschaffen, falls du noch keines hast, so ab 50mm aufwärts (für Austrittspupillen ab 5mm).
wie sieht es mit planetenfotos aus beim ed80?
Sehr schlecht!
Das Bild ist sehr dunkel, da man um auf eine brauchbare Brennweite von ca. 3m zu kommen, heftig nachvergrößern muss (Barlow, Powermate oder Okularprojektion). d.h. man muss lange belichten und hat dadurch Nachteile durch das Seeing. Das Auflösungsvermögen von 80mm ist auch nicht weltbewegend.
Eine Webcam am 8" SC ist ohne Zweifel die bessere Kombination.
cs
Martin