"Allrounder" - Einstiegsteleskop

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Samirus

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Hallo, Sternfreunde

Ich will nun in die Astronomie als Hobby einsteigen und habe ein folgendes Problem, die wahrscheinlich jeder Einsteiger mal hatte. WELCHES TELESKOP soll man sich kaufen?

Ich habe schon mehreres über Refraktoren und Reflektoren gelesen. Viele sagen, dass die Refraktoren besser für Planeten, die Reflektoren für deep sky geeignet sind. Manche sagen, dass für den Einsteiger es egal sein kann, da man bei jeden Typ alles sehen kann.

Ausserdem wollte ich noch wissen, welche Montierung man wählen soll: azimutale oder parallaktische??

Das Teleskop soll schon was leisten aber die 200 € Grenze eher nicht überschreiten. Es soll auch schon transportabel sein, da ich in der Stadt wohne und müsse für die Beobachtungen auf den Land fahren. Ich habe gelesen, dass z.B. manche Dobsons 10 kg wiegen können. Das ist schon zu viel für mich.
Danke für eure Antworten im Voraus.


Grüße, Sam








 
Hallo Sam,

na dann mache ich mal den Anfang..
Herzlich Willkommen!

Es werden sich sicher noch einige Altgediente zu Wort melden, aber das mit Alleskönner und 200 EUR wird wohl nichts. :-(

Ein Refraktor ist, wenn er die gleiche Leistung haben soll immer teuerer als ein Reflektor.

Dobson wäre schon eine gute Wahl bei so wenig Budget.
So ein gebrauchter 8" kommt vom Preis her ungefähr hin und du sparst Dir die Montierung. Die ist alleine schon mindestens 200 EUR teuer.

Und 10 Kg sind für einen Dobson nicht viel (inkl. Rockerbox).

Hast Du denn ein Auto zum transporieren?

Viele Grüße Mike
 
P.S...
Und okulare brauchst du natürlich auch noch.. :-((
Auch ein 6" würde schon etwas leisten, aber für Deep Sky wäre schon 8" besser..

VG, Mike
 
Hallo Sam,

willkommen im Forum.
Du hast dich also informiert über die verschiedenen Teleskope. Nun ist die Aussage, dass die Linse für Planeten besser ist und der Spiegel für DeepSky (DS) natürlich nur indirekt in Ordnung.

Einen Spiegel herzustllen ist preiswerter, als eine gute Linse. Daher gibt es am Markt bezahlbare 8" Newton-Spiegel, aber keinen halbwegs bezahlbaren 8" Refraktor. Die im gros angebotenen Linsenteleskope sind deswegen kleiner (geringere Öffnung), was sie weniger für DS empfehlenswert erscheinen lässt, als ein Spiegelteleskop, welches bei gleichem Preis wesentlich mehr Öffnung bieten kann.

Bei gleicher Öffnung ist die Linse dem Spiegel in Sachen DS überlegen - vorausgesetzt die Linse ist wirklich gut.
An dieser Stelle könnte ich noch weiter verzweigen - Farbfehler, Konstrast etc.

Kürze ich mal ein wenig ab. Du möchtest einen Allrounder.
Das heißt Öffnung für Deepsky, aber auch hohe Vergrößerungen für Planten/Mond. Dafür möchtest du 200€ ausgeben.

Wenn du dich informiert hast, dann weiß du, wieviel 200€ für ein Teleskop mit Okularen ist.

Neu ist das ein 4.5" (114mm) - 6" (150mm) Newton-Spiegel mit einfachen Okularen.

Als Linse dürften als Neugerät 80 - 90mm herauskommen, aber für den Preis gibt es Fraunhofer-Refraktoren mit begrenzten Fähigkeiten bei hoher Vergrößerung oder erreichbaren Gesichtsfeld.

Einen Dobson habe ich für 200€ als "Neuwagen" noch nicht gesehen. Gebraucht sollte es gehen - die Dinger werden aber selten angeboten, wie ich meine.

Anyway, wenn es um deinen Einstieg geht und du ein Gerät haben möchtest, welches dir praktische Erfahrungen am Himmel ermöglicht, aber nach 1,5 Jahren wieder ausgetauscht/gepimpt werden muss, wenn das Hobby ausgebaut werden soll, dann ist ein 4.5" - 6" Newton okay. Wenn du gleich mehr willst, dann suche einen gebrauchtes Gerät oder -und das ist meine Empfehlung- spare auf 500€ und hole dir einen 8"Dobson mit Okularen.

Aber du willst keine 10kg schleppen - jetzt wird es eng. Das wird dann eher ein kleiner Newton, welcher insgesamt (also Montierung mit Teleskop) wohl um die 10kg wiegt, aber die Einzelteile sind leichter. Warum nicht mehr als 10kg - steht kein Auto zur Verfügung?


CS,
Stefan
 
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Hallo, Mike

Danke für so ein schnelles Antwort.
Den Auto habe ich noch nicht, aber ich hoffe dass ich es bald bekomme.

Das Teleskop kann schon einbisschen teuerer als 200 € sein.

Ich habe hier in den Forum so Themen mitgelesen und bin auf so eine Seite gestossen:

http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.html

Da wird ein Newton 114/900 EQ1 als gute einsteiger Teleskop geraten.
Ich habe im Internet die Preise nachgeguckt, und habe gefunden, dass es ca. 120-170€ kosten soll.

Wie ist deine Meinung zu diesem Teleskop. Taugt er was??

Kann man die Okulare so um 30 € kaufen??

Über Dobsons habe ich gelesen, dass sie schwer zu bedienen seien. Ist das wahr??

Viele Grüße, Sam


 
Hallo, Stefan

Danke für dein Antwort.
Ein Auto zu Verfügung wie ich schon geschrieben habe, habe ich noch nicht. Aber das sollte sich in paar Monaten ändern.

Ja, es geht um Einstigsgerät womit ich meine ersten praktische Erfahrungen sammeln kann.

Grüße, Sam
 
Hallo Sam,

sicher ist ein 114/900 ein Einsteigerteleskop, aber ehrlich gesagt: man legt immer nach.
So ging es mir auch, habe mir zuerst einen billigen Refraktor gekauft den ich jetzt nur noch für Sonne nutze.
Und dann wurde es bei mir gleich teuerer.
ich glaube das geht jeden so der "klein" anfängt.
Ich denke das geld kann man sich sparen wenn man ernsthaft an dem Hobby interessiert ist.
Und ob eine EQ1 das gut mitmacht, naja..

Zum Dobson:
er ist einfacher in der Bedienung.
eine parallaktische Montierung ist meiner meinung nach komplizierter.
Ich habe die erfahrung gemacht das eine Frau oder kinder viel besser mit einem dobson zurecht kommt als mit einem teleskop auf einer montierung..

so jetzt kommen sicher auch noch mehr meinungen rein..

viele Grüße
Mike

 
Hallo Sam,

ein 114er ist okay - aber nicht auf einer EQ1. Leider wird dieses Gerät nur noch über den Preis verkauft und hat daher minderwertige Komponenten an die Seite gestellt bekommen.
Ausnahmen mögen die REgel bestätigen.

Es gibt noch einen 130/650 als Blackline von Skywatcher (übelste Werbung, aber warum um den Brei herumreden), der steht auf einer EQ2 und hat nur 650mm Brennweite. Der Hebel ist also gering - das hilft. Die Okulare für 30€ machen aber die optische Qualität etwas zunichte - Plössl gehen für den Preis noch, aber ab 15mm und weniger Okularbrennweite würde ich dringend zu Weitwinkel raten. Die gehen für 50€ (TSSW) über den Tisch und reichen erstmal. Das Einblickverhalten ist auch gut. Aber der 130/650 ist ein f/5-Gerät, der will bei Weitwinkel mit mehr als 15mm dringend hochwertige Okulare sehen, sonst gibt es ziemlich unscharfe Sterne am Rand - eigene Erfahrung.

Ein 114/900er ist gutmütiger gegenüber der Justierung und den Okularen. Da gehen auch 20mm Weitwinkel in der 50€-Klasse, ohne dass die Randschärfe unangenehm in die Knie geht - eigene Erfahrung. Aber 900mm Brennweite haben einen größeren Hebel und daher würde ich dem 114/900 eine EQ3 empfehlen - gibt es aber so nicht ab Werk zu kaufen. Wenn du willst, dann verhandle mit deinem Dealer, vielleicht gibt er sowas für 200€ raus.

Beide oben empfohlenen Gerät sind aber nur bedingt ausbaufähig, wenn das Hobby ernst wird.

Hast du dich schonmal mit einer parallaktischen Montierung beschäftigt? Jetzt kommt wieder der Tip mit den Sternenfreunden ins Gespräch ...

Da ist ein Dobson auf seiner Rockerbox wesentlich einfacher zu handhaben. Nebenbei sind 8" ein langjährige Basis.

CS,
Stefan
 
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Hallo Sam,

auch von mir ein Willkommen im Forum!

Ich glaube, es fehlt dir noch einiges an elementaren Infos. Die Seite von Sven ist schon sehr gut. Nimm noch die Seiten von Benny und den DeepSky Brothers dazu:
http://www.deepsky-brothers.de
http://www.taunus-astronomie.de

Klar, kann man Glück haben und gebraucht was gutes finden. Das lasse ich mal im Augenblick weg und schaue auf die fabrikneuen Geräte.

Die angedachten Geräte im Preissegment 180 Euro und darunter taugen für dich nichts. Für 240 Euro bekommst du einen Skywatcher Dob 150/1200 mit 2" Okularauszug. Von diesem Scope kann man mit Fug und Recht behaupten, dass es etwas taugt und etwas leistet. Wie dieses Scope sich im Vergleich zum 8" Dob schlägt, das lasse ich im Augenblick auch mal weg. Das Blöde ist nur, dass du immer ein Übersichtsokular brauchst, das ein helles Bild mit grossem Blickwinkel erzeugt. Das kostet dann noch mal 70 .. 90 Euro. Das Problem hast du aber mit jedem Scope.

Ich verstehe überhaupt nicht, warum 10kg für ein kompaktes Teil wie eine Rockerbox zuviel sind. Was meinst du damit? Alles andere kann einem schon zuviel sein:
sperrige Teile, Gegengewichte, mehrer Teile erst zusammenschrauben müssen, Batteriebetriebene Geräte, zusammen-stöpseln von Kabeln.

Aber ich bitte dich! Ein Gerät wie einen Dobs, der in höchstens 2 Minuten aufgebaut ist, dann stabil ist und nur zwei Teile hat, von denen jeder weniger als 10 kg wiegt, und dann jede Menge Leistung bringt. Einfacher geht es nun wirklich nicht.

Mit Grüssen,
Joachim
 
Hi Sam
ich meine auch Du würdest Dir einen Gefallen tun wenn Du noch ein wenig weiter liest und DIch vorbereitest. Anhand Deiner Fragen und Aussagen vermute ich, dass Dir noch einges fehlt an Basiswissen und Du Dich im Phrasendschungel bewegst der teils zu lesen ist.

Es mag anstrengend sein, aber denke daran, dass Du Dir mit echtem Wissen am Ende der beste Ratgeber sein wirst und es auch kaufen mußt.

Aus den Aussagen lese ich als Vorgabe: 200,- Euro fürs Scope, Transport ist wichtig und es darf nicht zu schwer sein, weil kein Auto vorhanden ist.

200,- Euro ist parallaktisch eigentlich kaum was zu machen, wenn es gescheit montiert sein soll.
Kombinationen wie 114/900 auf EQ1 sind Wackeldackel und nicht praxisgerecht, weil Du kaum fokussieren kannst, vor lauter Gezitter.
Es ginge noch 80/400 Refraktor auf EQ1 oder 114/450 Newton auf EQ2. Beides sind Großfeldgeräte und für Planeten nur bedingt einsetzbar. Der schnelle Newton ob der Justage noch dazu nichts für Greenhörner mit f/4. Und so kompkat ist das auch alles nicht. Mit Stativ ung Gegengewichten etc kommst bei letzt genanntem schon an die 10 Kilo.

Parallaktisch scheidet also schon fast aus. Was schwerer zu bedienen ist, ist generell ein e Frage die Du erleben mußt. Generell tun sich Einsteiger parallaktisch schwerer.

Also bleibt eigentlich nur azimutal, wobei jedewede andere Monti als Dobson das Budget schon sprengt. Ergo kann es m.E. nur ein Dobson werden, wobei von der Stange ein 8" schon das Thema Gewicht und Transport nicht erfüllt und vom Preis auch vllt grade noch so gebraucht geht.

Was bleibt sind kleinere Varianten wie z.B: ein 130/650 wie ihn Skywatcher im Programm hat. Der dürfte auch in Sachen Transport händelbar sein. Aber das ist ebenfalls ein Thema das Du erleben mußt und wo man nichts pauschales raten kann.

BEtrachte dies nicht als ultimative Vorgabe, sondern als richtugnsweisende Denke, liese Dich weiter ein und vor allem gucke Dir das Zeug live bei Sternfreunden, Vereinen im Laden etc an. Dann siehst auch gleich was man sehen kann, wie es aussieht und ob das paßt oder ob Du nicht vllt lieber noch ws sparst und später ggf mit anderen Vorzeichen und mehr Geld an die Anschaffung gehst.

CS




 
Hallo Sam,

bei den Vorgaben:

- nicht wesentlich mehr als 200 Euronen
- deutlich leichter als 10 kg

würd ich mal über ein Fernglas nachdenken (z.B. 10x50 oder 8x42).

Gruß Klaus
 
Hallo, Sternfreunde

Ja, ich bin noch auf diesen Gebiet unerfahren.
Aus euren Beiträgen habe ich verstanden, dass ich doch lieber was sparen soll, um dann ein ordentliches Gerät zu kaufen.
Also 500 Euro an Ersparnis, denke ich, werde werde bis zu Ende des Jahres schaffen.
Das Gewicht, habe ich jetzt gedacht, mag bei mir egal sein, da ich doch bald ein Auto bekomme. Das wird aber ein Kleinwagen sein. Das Teleskop mus dahin schon passen.

Viele Grüße, Sam
 
Hallo Sam,
Deine Entscheidung zu sparen finde ich genau richtig. Ich habe leider schon einige Einsteiger gesehen, die für wenig Geld wackelige Dinger besorgt haben. Und dann konnte man kaum scharf stellen (manchmal auch gar nicht) und aller Anfangseifer war zunichte gemacht durch die Enttäuschung darüber. Das war schade, weil einige das tolle Hobby dann aufgegeben haben. Wirklich sehr bedauerlich. Mit etwas mehr Investition wäre der Spass geblieben und eine Herausforderung geworden, die zu mehr anspornt. Aus meiner Sicht solltest Du es genau so machen: Etwas mehr investieren und dann kannst Du ja überlegen, ob es ein Gerät sein kann, dass später noch seine Verwendung findet (als Leitrohr, für Sonnenbeobachtung zum Beispiel). Ist ja auch für eine Planung vielleicht wichtig, sich diese Gedanken zu machen.
Ich hoffe, es hilft Dir ein wenig weiter :-)
Liebe Grüße
Reinhard
 
Hallo Leute,

da kann ich mich nur immer und immer wieder wiederholen, es ist namelich so ein typisches Henne-und-Ei-Problem: Erst das Wissen oder erst das Teleskop? Meine Ansicht ist da klar: Wer in die Astronomie einsteigen will, moege es zuerst bitte in der Theorie der Himmelsbeobachtung probieren. Man moege bitte die Sternbilder lernen, sich eine Sternkarte anschaffen und das Wiedererkennen von Sternen und Konstellationen ueben. All dies sind unentbehrliche Faehigkeiten fuer den Hobbyastronomen, wie willst du sonst mit einem Teleskop das finden, was du beobachten moechtest, wenn du nichteinmal mit dem FInger zeigen kannst, wo sich dein Objekt befindet?
WIchtig sind natuerlich auch allgemeine Grundkenntnisse der Astronomie sowie eine vernuenftige Erwartungshaltung, man darf sich nicht von den hubbelschen Hochglanzfotos blenden lassen. Astronomie ist nichts fuer ungeduldige Naturen! Wenn man dann ein wenig vom Himmel weiss, kann ein Fernglas der naechste Schritt sein. Schon damit kann man ein Leben lang faszinierende Beobachtungen machen. Sollte das Astrofieber dann wirklich eingesetzt haben und die Faszination einen nicht mehr loslassen, ist es Zeit ueber ein Teleskop nachzudenken.

Ich bezweifle, dass de rumgekehrte Weg richtig ist. Jahrelange Hobbyastronomen haben etwas, was man nur schwer erlernen kann und haeufig schon in der Kindheit bestand: Eine ungeheure Faszination fuer den Sternenhimmel und der Drang zu entdecken, was sich dort oben abspielt. Wie sonst erklaert sich, dass wir Hobbyastronomen trotz Eiseskaelte, trotz WInd und Wetter (natuerlich nur bei gutem Himmel) zu einer Stunde, in der Normalverbraucher selig schlummern, nach kleinen, unscharf und schwach leuchtenden Fleckchen suchen? Merke dir: Astronomie ist kein teures Hobby, denn wer sich wirklich fuer die Materie interessiert, der strahlt schon beim Blick durch das Opernglas oder einen einfachen Kaufhausrefraktor, oder betrachtet mit leuchtenden Augen ganz ohne Hilfsmittel den Sternenhimmel, um dieses paradoxe Gefuehl von Geborgenheit in der grenzenlosen Leere der Unendlichkeit zu erfahren. Alleine dafuer wuerde ich es immer wieder tun! Die Informationen im Hinterkopf geben der Sache noch einen zusaetzlichen Reiz. Astronomie hat auch viel mit Visualisierung und lebhafter Vorstellungskraft zu tun (aber bitte nicht beim Beobachten^^). Hier an meinem Urlaubsort im suedlichen Polen beim Hochgebirge der Tatren habe ich nur ein kleines Selbstbauteleskop dabei, das wirklich eine maximal bescheidene Bildqualitaet liefert (tja, f/4,3-Achromat...) und trotzdem fuehle ich mich, als wuerde ich mit Hubble beobachten und ich glaube das ist bei jedem Astronomen so, der dieses Hobby mit Herz und Seele betreibt. Nichts die Groesse machts, sondern es ist immer stets der Sternenhimmel, von dem jene Faszination ausgeht, der uns das Teleskop naeher bringt.
Ich glaube, wer diese Anlagen nicht hat, muss es einfach langsamer angehen, bevor zu Hause unnuetze Briefbeschwerer vor sich hinmodern...

Also: Lass dir Zeit, lerne die Materie kennen, verbringe eine Nacht unterm Sternenhimmel, finde die Konstellationen, versuche zu begreifen wie der Himmel funktioniert und du hast eine gute Chance vom Astrofieber gepackt zu werden. Viel Erfolg dir dabei!

Gruss und CS,
Marcel

P.S. : Nachdem ich im Astrotreff DInge im EInsteigerforum gelesen habe, bei denen sich mir die Nackenhaare straeubten, musste ich diese fundamentalen Worte einfach mal rauslassen...Achja, hier in Polen gibts keine Umlaute
 
Hallo Marcel,

es spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, den Himmel zusammen mit einem Teleskop kennenzulernen. Erst das Teleskop liefert den Anreiz es zu tun. Dabei lernt man schnell und gleich so, wie es gebraucht wird.
Daher sollte sich jeder, der den Himmel kennenlernen will, auch gleich ein Teleskop und einen Himmelsatlas holen und damit den Himmen erforschen.
Die Frage ist eher welches Teleskop und darum geht es hier.

CS,
Stefan
 
Hallo Marcel,

Deine Vorgehensweise birgt aber auch die Gefahr, dass sich die Fszination gar nicht einstellt, weil man lange Zeit die Erfahrungen nicht macht, die diese Faszination hervorrufen.

M13 z.B. ist ja nicht deswegen faszinierend, weil ich ein kleines Bällchen im Fernglas erkennen kann, sondern weil ich das Teil mit entsprechender Teleskopgröße in Einzelsterne auflösen kann. Mir gings sogar so, dass Kugelsternhaufen erst mit 8" Öffnung das Wow-Erlebnis zur Folge hatten, weil die mit 6" zwar zwar auch interessant waren, aber erst mit den 2" mehr Öffnung das typische funkelnde Sternenmeer zum Vorschein kam.

Ausserdem erschliesst sich die Theorie viel schneller, wenn man sie anwendet. z.B. das mit den Sternbildern: ich bin auch dem Ratschlag gefolgt und hab versucht mir aus nem Buch heraus was ins Hirn zu pauken. Ergebnis: Null. Dann hab ich Stellarium heruntergeladen und mal gekuckt was von meinem Balkon aus zusehen sein müßte. Schon, besser. Nachdem ich wirkich mit dem Teleskop beobachtet habe, wußte ich nach einem Abend um die Sternbilder bescheid, dies grad zu sehen gab.

So verschieden kanns sein.

CS

Klaus
 
Hallo Klaus,

was die Sternbilder angeht habe ich doch genau das gemeint: Dass man sie (etwa mit einer drehbaren Sternkarte) lernt und zumindest Grundkenntnisse der Astronomie besitzt, bevor man sich an ein Teleskop ranwagt. (Nicht nur) Bei den vielen ungeduldigen Kiddies, die (meist nur aus Jux) ein Teleskop haben wollen nuetzt es nichts ein solches Instrument zu besitzen ohne sich am Himmel auszukennen, man wird nach kurzer Zeit gefrustet aufgeben weil man "ja eh nichts sehen kann"...Meiner eigenen Erfahrung nach ist das Teleskop (bzw. ein richtiges bzw. grosses Teleskop) also eher ein Instrument fuer jene, die schon wissen, was da oben abgeht und dem so noch naeher kommen wollen. So ist es doch bei so gut wie jedem Hobby, wer angeln moechte, kauft sich auch nicht einfach ne Angel und geht auf gut Glueck an den See. Wer es aber tut (phne jegliche Erfahrung) wird aber zmeist nichts fangen und das Hobby gefrustet an den Nagel haengen.

Gruss und CS,
Marcel
 
Hallo Marcel,

hm, meine Meinung war genau anders herum. Kaufe ein brauchbares Teleskop (muss kein 8" sein) und erkunde den Himmel. Du lernst die Sternnbilder dadurch kennen - ja du beschäftigst dich erst damit, wenn du diesen Anreiz 'Teleskop' besitzt. Was soll es sich mit Doppelsternen oder Sternenhaufen in der Theorie zu beschäftigen? Wieso soll ich Reakt. und Dekl. anlesen, wenn ich es am Gerät erst live erlebe und dann im Bruchteil der Zeit besser begreife?
Learning by doing ist eine alte Methode Dinge anzugehen - Kinder machen es grundsätzlich nicht anderes und erwachsene sollten sich auch trauen.

Einzig das Wissen über Teleskope und deren Zubehör ist wichtig, denn hier liegt der Faktor, wo Geld versenkt wird. Das kann man nicht mehr aufholen, wie beim Wissen über die Sternbilder. Einmal falsches (falls es das gibt) Teleskop und man ist zu einem Neukauf genötigt.

CS,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Marcel,

ich verstehe Deinen Standpunkt, bin aber als nicht mehr ganz so blutiger Anfänger nicht ganz Deiner Meinung.
Wenn ich zuerst nur mit der Sternkarte und sonst nichts raus wäre, hätte ich schon lange aufgegeben.
Wenn man keine idealen Bedingungen hat, sieht man so nicht viel und wenn man dann doch mal an einem richtig dunklen Ort ist, wird man gleich erschlagen. Ich hätte das nicht lange durchgezogen, sondern hätte gefrustet aufgegeben.

Mich hat jedenfalls motiviert wenn ich etwas im Teleksop gesehen habe. Man setzt sich ein Ziel, informiert sich über das Objekt und geht dann raus, sucht und findet es hoffentlich auch. Beim nächsten mal geht es dann schon wesentlich einfacher das Objekt der Begierde zu finden und nach ein paar Beobachtungen findet man es dann recht schnell wieder. Wenn man es dann nicht nur bei der puren Beobachtung lässt, sondern sich noch weiter über das Objekt informiert wird es durch das Hintergrundwissen auch noch immer interessanter.

Um mal bei Deinem Vergleich mit dem Angeln zu bleiben:
Wenn ich mich vor dem Kauf meiner ersten Angel auf den Webseiten der Deepsee-Brothers, der Taunus-Fischerei und nicht zu vergessen den Angler-Tipps von Sven für Anfänger auf der Seite "Far Down" über das Thema infomiere, mir noch ein paar Bücher und eine drehbare Anglerkarte besorge, bin ich doch schon ganz gut auf die erste Angel vorbereitet. Die schnapp ich mir dann und fang erst mal kleine Fische. Nebenbei lerne ich immer grössere Fische kennen und weis auch mit der Zeit wo die besten Angelplätze sind. Klar kann es sein das ich nach einiger Zeit merke, dass mir "einen Stock mit ner Schnur dran ins Wasser halten" überhaupt nicht liegt, aber meiner Ansicht nach kann man das erst feststellen, wenn man es eine Zeit lang ausprobiert hat.

Das beste wäre es trotzdem sich erst mal ein paar andere "Angler" oder einen "Angelverein" zu suchen um sich mit den Leuten auszutauschen die sich schon länger mit dem Hobby beschäftigen. Vielleicht darf man ja auch mal mit raus zu einer Angeltour ;-).

CS
Kai
 
Hallo Leute,

so unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich sind die sinnvollen Herangehensweisen.
Jeder mag die Herangehensweise schildern die Ihm geholfen hat und dann kann und wird sich der Beginner seim Bild machen, sich aussuchen, womit er sich erfolgreich am Start sieht.
Dogmatisch geht das m.E. nicht.

Ich z.B. bin vom Dorf, ein Fernglas gehörte schon in der Kindheit zum Alltag und damit hat man halt auch Mal Mond und Sterne angeschaut. Die üblicher Verwechslung der Plejaden mit dem kleinen Wagen wurde schon sehr früh aufgeklärt, eine grobe Himmelsorientierung war auch frühzeitig vorhanden.
Gefunkt hat es tatsächlich erst spät und richtig mit einem "Kaufhaus-/Spielzeugteleskop", dessen Unzulänglichkeiten sofort erkann wurden, was zum Austausch gegen einen 114/900er binnen weniger Tage führte. Inzwischen erfreut sich schon seit Jahren ein 8" F/6 + 4" F/6 Dobson intensivster Nutzung.
Mit dem Teleskop kam die Begeisterung, auch die Begeisterung für die Himmelsbeobachtung mit dem Fernglas.

Gruß und CS
*entfernt*
 
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Hallo Leute,

ich denke es ist allgemeiner Konsens, dass zur erfolgreichen Himmelsbeobachtung einige Grundkenntnisse des Himmels gehoeren. Ausserdem, so denke ich, sollte man doch zumindest mal hineinschnuppern um sich klarzumachen, ob der ganze Kram einem ueberhaupt liegt. Was nuetzt einem das schoenste Teleskop, wenn man sich doch eigentlich gar nicht wirklich dafuer interessiert und es nur ein Flash war? Genau DAS finde ich, darf nicht passieren, weshalb ich langsames Einarbeiten, meinetwegen auch mit einem Teleskop, aber bitte VORHER die Infos holen, bevorzuge. Blind sollte man sich nicht in ein Abenteuer stuerzen...Zu viele unterschaetzen die Astronomie, ganz ohne ist das Auffinden der Objekte nicht und speziell die Tageszeit ist nicht jedermanns Sache. Und ein bisschen was ueber das zu wissen, was da oben rumkreist, ist doch keine grosse Kunst. Wie sich das Interesse nun bei jedem konkret entwickelt sei dahingestellt, da gibts wohl verschiedene Ansichten...

Gruss und CS,
Marcel
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi
ich kann dem Gedanken ein Fernglas als Erstgerät extra anzuschaffen auch wenig abgewinnen und halte ihn für kontraproduktiv. Anders wenn man bereits eines hat.

In allererster Linie wollen wir doch was sehen, beobachten. Ergo muß immer das Seherlebnis, grade für Newbees vorn stehen. Sehen sie nichts, kommt wenig Fieber auf. " Da sind ein paar bunte Punkte, ist das alles?" Mond oder Saturn mit Ring sind zwar dann schon etwas, aber auch wenn man da nicht so viel erkennt, weil am Mond nur Krater um Krater gesehen werden und der Planet zu klein bleibt wird eher schnelle Astromüdigkeit kommen. Ich weiß , das ist pauschal und nicht jeder tickt so, es geht mir um die Wahrscheinlichkeit.

Tatsächlich habe ich schon alle Varianten bei Leuten erlebt.
Vom begeisterten glucksen über die Sichtbarkeit einer GX im kleinen NEwton bishin zu langem Gesicht trotz gestochen scharfen Saturn bei 300fach im 12,5 Zöller.

Das Problem mit dem Seherlebnis ist, dass jede seine Erwartungen hat und dass kleinere Budgets daher tendenziell die Sehschallmauer von 8" unereichbar machen. D.h. nicht dass 8" ein Muß sind - man kann auch kleiner anfangen - aber 8" verhelfen eher zum Fieber, weswegen es auch oder grade bei kleienn Budgets immer ratsm ist: Guck mal wo anders durch bevor Du kaufst. Dann weiß man schon mal wie das so aussieht und kann beurteilen ob es genug ist.

Was die Theorie betrifft ist m.E. alles gesagt. Wer sich nicht vorbereitet kauft im Zweifel das falsche und versenkt Geld oder gibt vllt schnell wieder auf oder hat vllt was ausreichendes um zu sehen, weiß aber nicht wie man damit umgeht. Letzterem kann geholfen werden durch Anleitung hier
und Programme und Karten. Den anderen nur wenn sie Geld in die Hand nehmen.

Daher sage ich immer wieder, lest Euch ein in die Theorie der Geräte und lernt den Himmel kennen. Sowohl in Form der Sternbilder aber auch live.

Ich persönlich war ja schon mal ausgestiegen zu Zeiten als es noch kein Net gab, man niemanden kannte und die Geräte klein und schlecht waren die ich hatte.

Das Fieber kam dann mit 8" wobei ich in der Folge irgendwann mit der Zeit auch Geräte wie dem Lidl was angewinnen konnte - sprich kleinen Öffnungen. Trotz der vielen Jahr ist das klassische 10x50 Fernglas nie mein Freund geworden und wird nur ganz selten benutzt. Eher und lieber greife ich zum 20x90 FG.

my 2 cts

CS
 
Hallo,

ich war eine ganze Zeit abwesend hier im Forum, da ich unheimlich viel zu tun hatte und das Hobby etwas vernachlässigt habe. Seit einiger Zeit lese ich hier allerdings wieder mit.
Da ich noch ganz genau weiß, wie das damals bei mir war, als ich mein Teleskop gekauft hatte, kann ich hier auch vielleicht etwas beisteuern.
Ich habe mir Ende 2004 einen Newton 114/900 von Skywatcher für round about 180€ gekauft.
Das Gerät habe ich heute noch und ich bin am überlegen, was als nächstes kommt, denn eine Empfehlung zum Kauf kann ich für das Einsteiger-Gerät definitiv nicht geben und zwar aus folgendem Grund.
Voller Begeisterung fähr man mit seinem Teleskop raus, baut es auf und genießt den Anblick der Sterne, Planeten, Mond, etc. Dies legt sich allerdings sehr schnell, wenn man merkt, dass die Montierung, der Sucher, das Stativ absolut unbrauchbar sind.
Die Montierung wackelt wie ein Kuhschwanz, Einstellung, sowie Nachführung sind das letzte. Alles funktioniert höchstens nach der Präzision von Pi mal Daumen.
Ich würde es heute wirklich ganz anders angehen und höchstens 50-60€ für ein Instrument ausgeben, kann auch ein Fernglas sein, und mich mit einer Astro-Gruppe austauschen. Mal durch das Teleskop durchsehen, dann mal durch das andere. Irgendwann merkst du, was dich interessiert und was nicht. Was dir gefällt und was nicht.
Dann kannst über den Kauf eines richtigen Teleskops nachdenken und dann kannst du besser abschätzen, was du willst.
Ich gebe dir Brief uns Siegel, ich werde nie wieder ein Teleskop kaufen, ohne dass die Montierung perfekt zu dem Teleskop passt.
 
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