Alnitak dimmen

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joachim_balfanz

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Hallo,
habe vor kurzem B33 mit meiner neuen Atik Color aufgenommen. Wie man sieht, überstrahlt Alnitak einen Großteil des Bildes. Gibt es Möglichkeiten bei Fitswork oder Gimp um dies wirkungsvoll zu unterdrücken?
Möglicherweise wurde dies hier schon diskutiert, aber ich fange gerade an, mich in diese Thematik einzuarbeiten. Würde mich über Tipps sehr freuen.
Gruß Joachim
 

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Hallo Joachim,

du hast das Bild bearbeitungsmäßig total überstrapaziert.
Da ist es kein Wunder wenn alles ausbrennt und rauscht.
Mit dem richtigen stretchen des Summenbildes musst du dich noch befassen.
Suche mal bei Youtube nach dem User astrohardy, er hat zu dem Thema sehr gute Tutorials erstellt.

VG Cl.-D.
 
Hallo Joschi,

Schön, dass wenigstens einer mir sachkundig antwortet. Danke!
Vielleicht noch zur Erklärung: Die Atik Infinity (eine neue Kamera, die Einzelbilder fortlaufend stackt und wie eine Videokamera sofort Bilder ausgibt.)
Klar, ich habe auch mit Fitswork noch ein bisschen rumgespielt, aber das hat nichts Grundlegendes verändert.
Irgendwo habe ich gelesen, dass man zwei Aufnahmen (eine kurz, die andere lang belichtet, übereinander legen kann. Geht das auch in einem solchen Fall und auch mit den beiden Bearbeitungsprogrammen, die ich oben nannte?
Nochmal: Bin absoluter Anfänger und im Moment noch Einzelkämpfer.

Viele Grüße
Joachim


 
Hallo Joachim,
Prinzipiell geht deine skizzierte Vorgehensweise ein kurz- und ein langbelichtetes Bild zu kombinieren schon, aber ob Fitswork das kann weiß ich nicht. In DSS kann man sogenannte "Gruppen" anlegen, in denen man gruppiert die Bilder einer Belichtungszeit stackt.

Wenn ich das richtig verstehe ist das oben aber ein Einzelbild, auch wenn es irgendwie der Stack mehrerer sehr kurzer Belichtungen ist? Das ist vermutlich eines der Hauptprobleme mit diesem Bild:

Die Einzelbelichtungen sind sehr kurz, vermutlich nur wenige Sekunden. Es ist kaum Signal vorhanden, deswegen wurde sehr stark am Histogramm gearbeitet, was wiederum zu sehr ausgefressenen Sternen führt.

Falls möglich würde ich mehr Bilder mit längerer Belichtungszeit aufnehmen, dann musst du das Histogramm nicht so stark bearbeiten und mit etwas Übung und iterativem Stretchen brennen die Sterne dann auch nicht so stark aus. Alnitak ist aber immer ein Problem und wird immer hell sein, dafür ist er einfach zu nah am Pferdekopf dran.

Viele Grüße,
Felix
 
Hi,

Deine Kamera kann auch langelichtete Aufnahmen machen. Das ist genau das was Du auch machen mußt. Klar kannst Du ein HDR aus einer kurzen und einer langen Aufnahme machen, aber Du mußt erst mal Deinen Workflow finden.
Ich würde daher erst mal mit längeren Belichtungszeiten anfangen. Für den Pferdekopfnebel mit Deinem gewählten Bildausschnitt brauchst Du eine trockene Nacht, sonst wird Alnitak auch aufgebläht.
Wenn Du dann ein paar Aufnahmen hast kannst Du diese Stacken, dann geht es weiter.

Gruß Markus
 
Hallo,
ganz herzliche Dank für eure sehr, sehr konstruktiven Tipps.
Ich habe tatsächlich genau umgekehrt gedacht- also kurze Belichtung, da ja helle Sterne, und dann möglichst viele Stacks.
Auch die Sache mit der trockenen Luft habe ich so noch nicht beachtet.

Viele Grüße
Joachim




 
Hallo Joachim,

eine Einzelbelichtung sollte im Idealfall "hintergrundlimitiert" sein. Das Signal des Himmels (Hintergrund) sollte größer (idealerweise mindestens 2x) als das Ausleserauschen (Bias) der Kamera sein. Ich weis jetz nicht, was Deine Kamera ausgibt, aber es sollte ein linear skaliertes fits-Bild sein, auf dem fast nix zu erkennen ist. Mit dem Bild kannst jetz in Fitswork was anfangen. Histogramm>Gamma auf 4 bis 5 stellen. Das Bild wird heller. Idealerweise RGB-Wert 20/20/20. Das kannst jetz als (16bit)-tiff speichern und in Gimp weiterbearbeiten. Wenn Gimp kein 16bit kann, dann eben 8bit. Aber tiff! Im Netz findest unzählige tutorials hierzu. Probier mal ein bisschen rum und zeig uns Dein Ergebnis ;-)
 
Hallo Christian,
ebenfalls vielen Dank für deine konkreten Hinweise. Allerdings weiß ich im Moment nicht, wo ich das Signal des Hintergrunds oder das Ausleserauschen der Kamera ablesen/finden kann.
Ich muss mich hier wirklich intensiv mit der Sache beschäftigen.

Viele Grüße
Joachim






 
Hallo Joachim,

ich hab mir die Infinity mal angesehen. Da es sich um eine Videokamera handelt, bin ich von falschen Voraussetzungen ausgegangen. Damit kannst nicht hintergrundlimitiert belichten (vielleicht an f2). Die ist schon sehr speziell und sowas gabs bis dato nicht. Hier würd ich wie die Planetenfotografen rangehen. Einfach so viele Aufnahmen mit der längsten Belichtungszeit wie möglich machen. Dürfen schon 300 oder mehr sein. Und, wenns geht, ein lineares fits ausgeben lassen.
 
Hallo Christian,
ja die Infinity, besser gesagt die zugehörige Software, liefert ein bereits gestacktes Summenbild. Viele Objekte werden sehr zufriedenstellend abgebildet- einige, wie M33 oben, eben nicht.
Ich hätte zu Beginn darauf hinweisen müssen. Werde das mit der längeren Belichtung auf jeden Fall berücksichtigen.

Viele Grüße
Joachim
 
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