Als Einsteiger-Teleskop geeignet?

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Highsky

Mitglied
Hallo und erstmal ein frohes neues Jahr von einem "Neuen",

ich habe mich bisher noch nicht mit der Astronomie beschäftigt, interessiere mich zwar sehr für Weltraum, Mondlandung und die NASA usw., die Blicke durch ein Teleskop kann ich aber bisher an einer Hand abzählen.

Mein Interesse wurde durch das IPhone App "Skywalker" geweckt. ("Was ist das für ein heller Punkt, der schon in der Dämmerung zu sehen ist? Kann doch kein Stern sein! Wow, der Jupiter")

Ich möchte mir jetzt ein möglichst preisgünstiges und kompaktes Teleskop anschaffen, es sollte möglichst portabel sein, um es auch als Reiseteleskop verwenden zu können. In die Astrofotografie möchte ich noch nicht einsteigen, Nachführung wäre hilfreich.

Zur Zeit habe ich das Meade Etx-70 im Auge das es schon für 150 Euro gibt, mit Rucksack geliefert wird, sogar eine GoTo-Steuerung hat und sich leicht wieder für über 100 Euro verkaufen lässt. Das es nicht die allerbeste Abbildungsleistung hat, ist mit schon klar ...

In unserem Garten sehe ich zwar die Milchstrasse, kann aber aufgrund der Ausrichtung nach Norden, Straßenlaternen, Hang usw. eher weniger erkennen. Per Fuß oder Auto kann ich gute Standorte leicht erreichen. Auch deshalb ist mir die Portabilität wichtig.

Da ich schon die unterschiedlichsten Meinungen von diesem Teleskop gelesen habe, möchte trotzdem noch mal die Frage stellen. Vielleicht hat ja jemand von Euch ein relativ neues Etx-70 und kann was zur aktuellen Qualität und Abbildungsleistung sagen, oder ein Anfänger meldet sich zu Wort.

Viele Grüße
Jürgen
 
Hi Jürgen.

Vorab.. ich kann Dir nicht helfen.

Zitat von Highsky:
Mein Interesse wurde durch das IPhone App "Skywalker" geweckt. ("Was ist das für ein heller Punkt, der schon in der Dämmerung zu sehen ist? Kann doch kein Stern sein! Wow, der Jupiter")

Das finde ich toll.
Letzten Sommer habe ich bei mehreren Freunden die gratis App "Stellarium" installiert. Seitdem schauen sie auch schon mal öfters in den Himmel um sich schlau zu machen, welche Sternbilder und Planeten zu sehen sind, wenn sich eine gemütliche Gelegenheit dazu findet.

Letztes Frühjahr war ich am Flughafen in Singapur. Durch eine Wolkenlücke war lediglich ein roter Punkt zu sehen, von dem ich mir dachte, dass es Mars sein könnte. Allerdings war ich mir nicht sicher, da sonst kein anderes Himmelsobjekt zu sehen war um Bezug zu nehmen und Singapur einen anderen Sternenhimmel hat als wir in Zentraleuropa.
Nachgeguckt - Mars.
Kurz darauf haben in der auf dem Dach gelegenen Raucherlounge noch 2 andere Leute ihr iPhone rausgeholt und hingehalten und es war ein "oh yeah it's Mars" zu hören.
Für solche Fälle und für Neueinsteiger eine richtig tolle Sache.

Ich hoffe, dass Du gut beraten wirst und viel Spass beim (vielleicht) neuen Hobby finden wirst.
 
Hallo Jürgen,
ich hatte ein ETX 70. Auch mit Rucksack usw.
Meines Erachtens nach ein Gerät, das sich dazu eignet, mehr sehen zu wollen. Soll heißen: ein großer WOW-Effekt, als ich zum ersten Mal den Saturn gesehen habe. Winzig klein, aber mit Ringen. Eine Teilung derer hingegen war nicht auszumachen.
Den Mond mit seinen Kratern zu beobachten, ebenfalls sehr beeindruckend. Die Plejaden, auch sehr gut.
Und dann will man einfach mehr sehen. Schließlich hat man das GoTo, welches extrem viele Objekte in der Datenbank hat. Welche Du dann auch bemühen wirst. Aber: Du siehst wenig. Zweifelst erstmal an Dir selber: falsch ausgerichtet, höher vergrößern, etc. Dann läßt Du das GoTo mal beiseite und fährst manuell den Himmel ab und entdeckst eine ganze Menge. Aber das, was Du sehen willst, die Dinge, die einen wirklich beeindrucken, so wie die Bilder hier im Forum, wirst Du nicht sehen.
Und wenn Du dann enttäuscht bist, stellst Du das Gerät in die Ecke, baust es irgendwann an einem klarem Himmel wieder auf, weil aufgeben will man nicht, sieht wieder etwas mehr, denkt sich, das ist ja doch was, dieses Hobby, und verspürt dann den Wunsch nach einer größeren Optik.
Und kaufst diese dann auch.
Und erlebst fast ein Wunder, was alles zu sehen ist.
Das war, und das möchte ich betonen, mein persönliches Erlebnis mit dem ETX 70.
Lasse Dich auf ein recht wackeliges Gerät ein, mit nicht besonders guten Okularen, das aber aus Unkenntnis heraus viel Spaß machen kann ( aber auch Frust, weil eben wackelig ), und mache die ersten Schritte. Aber: Du wirst es wieder verkaufen und Dir ein größeres und stabileres Gerät anschaffen.

Viele Grüße
Sven

PS: Es steht noch mehr im Forum zum ETX 70. Benutze die Suchfunktion, und schau nach Alternativen...
 
Hallo Jürgen,

Zitat von Highsky:
as es nicht die allerbeste Abbildungsleistung hat, ist mit schon klar ...

Ist dir auch klar wie viele von den 30.000 abgespeicherten Objekten du mit dem tollen Goto denn auch sehen wirst? Besser als sein Geld für Goto zu verheizen wärs die Spielzeugokulare die bei solchen Sets oft dabei sind durch Plössls oder ähnliches zu ersetzen, da hast du wahrscheinlich in der Praxis mehr davon.

Zitat von Highsky:
Ich möchte mir jetzt ein möglichst preisgünstiges und kompaktes Teleskop anschaffen, es sollte möglichst portabel sein, um es auch als Reiseteleskop verwenden zu können.

Anstatt der sperrigen Gabelmontierung würde ich einen solchen kleinen Refraktor lieber gleich auf ein Fotostativ setzen, das spart Platz. Das ganze bleibt hochgradigst portabel, kann auch am Tag als Spektiv eingesetzt werden und man lernt ausserdem sich mit dem Sternenhimmel auseinanderzusetzen was auch ganz nett sein kann! Ich betreibe auch so eine Schnellspechtelkombi und hab nach Jahren immer noch Freude daran mal schnell den Mond oder die Spatzen am Dach damit anzuschauen.


 
hallo jürgen,

das ETX-70 ist ein kleines Teleskop, finde vor allem gut, dass es so transportabel und leicht ist, für einen Anfänger wichtige Aspekte.
Mit dem Preis von 179€ ist es auch nicht so teuer, klar ist dann nur, dass man am anfang unter umständen zurückstecken muss und nicht gleich die ganz tollen objekte im okular sieht. mit dem gerät kann man planeten usw. gut beobachten, durch die relativ kleine öffnung von nur 70mm sieht man aber wenig im deep- sky- bereich. die goto würde ich dir nicht empfehlen, da es reiner schnick- schnack ist und man lieber von anfang an lernen sollte mit der handsteuerung zurechtzukommen.
Ein dobson wäre vielleicht auch was für dich, da er meiner meinung nach, einfach zu transportieren ist (auto) und leicht aufzubauen, er zeigt wesentlich mehr im deep- sky, da man für 250€ schon einen mit 150mm öffnung bekommt.

Gruß
Dominik
 
Zitat von Dominik_NGC1365:
Mit dem Preis von 179€ ist es auch nicht so teuer...

Kommt drauf an wie man es sieht, andererseits ein 80/400 Refraktor mit EQ1 Tischmontierung, Zenitspiegel und Okularen kostet bei TS auch nur 99 Euro (OTA 89). Wenn man den Nutzwert betrachtet hat man da zumindest das selbe (ausser dem nutzlosen Goto) und 80 Euro weniger bezahlt. Nicht das ich das Instrument jetzt empfehlen will, nur zum Vergleich.
 
Hallo,
vielen Dank für die Antworten, diese haben mir schon sehr weitergeholfen. Ich denke das Etx-70 ist erstmal das Richtige für mich zum "reinschnuppern" und zum kennen lernen der ganzen Materie, da ja viel Zubehör und Optionen dabei sind.

Alternativ habe ich mir auch das FirstScope 76 angeschaut, welches nur 50 Euro kostet. Kann mir jemand sagen, ob ich das auf ein Fotostativ setzten kann? Ein Stativ in der freien Natur ist ja unentbehrlich.

Viele Grüße
Jürgen

 
Hi Jürgen!
Also das Firstscope ist ein sog. Dobson Teleskop. Dieses besteht aus einer Grundplatte und einem Drehteller und 1 Höhenrad. Auf einem Fotostativ würde das wenig Sinn machen. Ich würde das Firstscope auf ein Tisch oder so stellen.
 
Zitat von Highsky:
Alternativ habe ich mir auch das FirstScope 76 angeschaut, welches nur 50 Euro kostet.

Ist das wirklich dein Ernst? Wenn ja würd ich mich noch bei ToysRus um Alternativen umschauen! :mauer:

...dann wärs wirklich besser das ETX zu kaufen daß dann bei ebay vielleicht mehr Geld bringt, aber das tust du ja sowieso! ?)

Auch wenn du es nicht hören willst: Jetzt mal im Ernst, kauf dir für 50 Euro lieber ein 10x50 Fernglas da hast du sicher länger was davon und siehst auch mehr vom Sternenhimmel.
 
Hallo Leute

jetzt geb ich auch noch meinen Senf dazu.

Mit dem ETX 70 würde ich nicht anfangen. Meiner Meinung nach unnötige Geldausgabe. Ich habe für meinen Sohn das ETX 90 gekauft das bei Meade im shop für 399€ als Ausstellungssstück zu haben ist. Bei mir kam aber ein absolut neues Gerät an.

Die Abbildung und die Verarbeitung ist sehr gut. Man kann ohne Probleme auch chi&h(NGC 884 und...) sehen. Auch M37 und M36 sind zu sehen. Mond und Planeten sowieso.
Ein Nachteil ist f13,8, aber wie gesagt es lassen sich auch schöne Sachen im Deep sky Bereich schon anschauen. Die Positionierung der GoTo ist 100%. Transport ist kein Problem nur minimal größer als das 70er. Ach ja,für das Stativ ist eine Tasche dabei.

Sollte keines im shop sein, 1-2 Tage warten dann steht wieder ein drin. Sie stellen immer nur eines rein.

Mein Tip ETX 90
CS Matthias
 
Hallo Matthias,

danke, das Angebot ist schon ganz gut, Rucksack ist halt keiner dabei, aber sonst ist diese Option durchaus eine Überlegung wert. Zur Zeit ist eins für 390 Euro drin. Ist der Motor auch so laut wie beim ETX-70?

VG
Jürgen
 
Hallo Jürgen

Der Motor ist leiser als beim 70er. Du hast auch beim ETX 90 die bessere Handbox dabei, wie z.b bei der LXD 75 oder LX90. Objekte sind 40.000 Stück in der Datenbank, von denen du aber nur einen kleinen Teil anfahren kannst. Du hast aber auch bei dieser Handbox die Möglichkeit von "leiser Betrieb" hier werden die Objekte mit geringerer Geschwindigkeit angefahren und dadurch noch leiser.

Rucksack: Ich hatte mal so einen Rucksack, der war selbst für das 90er zu groß. Man konnte es nicht richtig und sicher befestigen. Das 70er müßte ja dann darin herum fallen.

Ich hoffe ich konnte Dir helfen

CS Matthias
 
Hallo Jürgen,
jetzt schlage ich Dir mal was ungewöhnliches vor. Eine Münchner Firma bietet auf der Webseite teleskop-spezialisten einen kleinen Dobson an. Hersteller ist die Fa. Kson. Öffnung 135mm, damit siehst Du deutlich mehr als mit den von Dir in die Diskussion geworfenen Geräten. Die Brennweite ist für einen Newton sehr lang, nämlich 1100mm. Damit hast Du kaum noch Justage-Probleme, die bei kurzbrennweitigen Geräten den Einsteiger das Leben schwer machen. Damit hast Du auch nicht den Zwang, sündteure Okulare kaufen zu müssen. Der Fokussierer ist ein simpler 2-Zoll Auszug. So ein langbrennweitiges Teleskop braucht keine Mikrofokussierung. Du kannst aber später für grössere Gesichtsfelder Dir ein einfaches 2-Zoll Okular anschaffen und zum Aufsuchen oder für Übersichtsbeobachtungen verwenden. Als Sucher ist ein Telrad Nachbau dabei. Damit suchst Du nicht nach Objekten, sondern Du findest sie ganz intuitiv. Zwei Plössl Okulare (25 und 10mm für 44x und 110x)sind auch dabei, so dass Du mit dem Instrument einfach und vernünftig losstarten kannst. Die Montierung (Rockerbox) ist im Gegensatz zu den üblichen Pressspankisten sogar aus wetterfesten Multiplex. Das ganze kannst Du Dir für 149 Teuros zuschiocken lassen. Damit hast Du deutlich mehr Spass als mit dem Firstscope oder dem etx70 (da habe ich durch ungefähr 10 durchsehen dürfen, 6 waren grottig, 3 waren akzeptabel und eins war perfekt, das war aber komplett umgebaut mit justierbarer Objektivfassung usw.).

Sternfreundliche Grüße,

Gottfried
 
Hallo Jürgen,

wie du siehst, es ist nicht leicht das Richtige zu machen. Viele haben eine gute Lösung. Nur welche ist für Dich die Richtige!

Besuch doch mal ein Teleskoptreffen auch hier sind Einsteiger mit kleinen Geräten dabei und du kannst Dir selbst ein Bild machen.Und entscheiden welches Gerät für Dich das Richtige ist.

Auch wenn es noch ein bisschen dauert.Die Sterne laufen nicht weg.

Ich weiß nicht woher Du bist. Am 9.April 2011 veranstalte ich ein Treffen in 96268 Mitwitz ( siehe Treffpunkt).


Matthias
 
Hallo Matthias,

ja das sollte ich mal machen, in unserem Nachbarort haben wir einen Arbeitskreis, der regelmäßig Themenabende hält und eine Sternwarte betreibt (astro-freigericht . de)

Viele Grüße
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

die Leute aus Freigericht können Dich bestimmt excellent beraten. Kataloge wälzen alleine hilft nämlich nicht! Du solltest am besten erst mal sehen, was es für einen Unterschied macht, mit drei, vier, sechs, acht oder mehr Zoll Öffnung zu beobachten. Ob Dir ein dobson zusagt (viel Öffnung für meist wenig Geld) oder ob Du lieber eine Montierung hast, die Dir die Nachführarbeit abnimmt oder sogar positioniert. Danach weisst Du auch, ob es für Dich in Ordnung ist, ein wirklich kleines Gerät zu haben und gelegentlich bei Bekannten mal mit mehr Öffnung mitzuspechteln, oder ob Du die Dinge selbst brauchst....

Viel Erfolg bei der Entschedungsfindung!

Sternfreundlich

Gottfried
 
Hallo,
ich würde dir auch zu einem kleinem Dobson wie dem Kson raten, da bekommt man mehr als für ein 200€ teueres wackelndes Gesamtpacket
Gruß
Lordfelice
 
Hallo Jürgen,

Mein erstes Teleskop war auch ein ETX70. Ich habe es noch und gebe es auch nicht wieder her - nichts ist schöner als aufs Rad zu steigen und in die naheliegenden Feldern zu fahren, schnell aufbauen, dort beobachten wo die Stadtlichter nicht mehr stören. Das Goto hilft dabei enorm - wenn die Wolken 1 Stunde lang aufreissen, will ich nicht 45 Minuten erst das gewünschte Objekt suchen.
Mein 8" Newton auf LXD55 bleibt in der Gartensternwarte.

Tip - eine Tasche mit etwas Gewicht (Thermosflasche, Buch usw.) an dem Haken unter der Montierung hängen - verbessert die Stabilität enorm.
Grüße
Owen
 
Auch ich rate dir zu einem 150/1200 Dobson von Skywatcher. den gibs für 200.-
 
Hallo Sebi,
soweit ich sehe ist das Dobson ziemlich immobil, und man benötigt einen Tisch, den ich ja im freien Feld nicht habe, oder?
So wie Owen es beschrieben hat, könnten auch meine Erkundungstrips aussehen. Wie gesagt, in der Nähe habe ich ein großes freies Feld, das rundum mit Wald eingesäumt ist. Das könnte ich innerhalb von 10 Minuten erreichen, aber nur mit einer kleinen mobilen Ausrüstung.
Grüße
Jürgen
 
Hallo Jürgen,
hast Du schon mal EBAY durchforstet? Es muss ja nicht immer neu sein.
Dort wären viele froh, wenn ihre Einsteierinstrumente einen dankbaren Abnehmer fänden.
Gerade Newtons wird man schwer wieder los...

CS

Alex
 
Hallo Jürgen,

für einen Dobson mit 1200mm Brennweite benötigst Du mit Sicherheit keinen Tisch. Wenn Du zum Zenit siehst, ist die Einblickhöhe bei irgendwas um 130-140cm. Blickrichtung horizontal, das geht zur Not im Stehen gut. Für bequemes beobachten in jegliche Höhe über dem Horizont empfehle ich einen Hocker (am billigsten Bügelhocker oder was für Angler, edler ein Astrohocker). Als Untergrund für einen kleinen Dobson eignet sich Wiese, Schnee, Schotter, Asphalt oder auch Pflestersteine.
Wenn Du den Dobson auf einen Tisch stellst, kommt zusätzliche Wackelei ins Spiel und der einblick ist dann so hoch, dass Du eine Leiter brauchst. Auf einen Tisch gehören nur so Mini-Dobsons wie der Firstscope.

Herzliche Grüße,

Gottfried
 
Hi Jürgen!

Stell den Dob auf die Motothaube :totlach2:

Ne, jetzt im ernst: Es gibt auch Dobsonstühle für 79.-
 
Ein 6"/1200mm Dobson als ultimatives Schnellspechtel-Reisegerät für den Rucksack, ja genau schön langsam glaub ichs auch.

Man muss sich halt selber eine "Rucksackrockerbox" bauen (kein Problem) und die Justage (naja für Einsteiger kein Problem) und dann die Auskühlzeit (naja was solls Zeit ist ja genug da wärend der Wanderung), aber wenigstens klein und mobil (naja abgesehen von den Abmessungen)...
 
So jetzt habe ich genug Witze gemacht!

Im ernst jetzt: Mit dem ETX-70 wirst du schon Freude haben aber du kannst halt keine 30.000 Objekte im Teleksop sehen. Dafür ist zu wenig Öffnung vorhanden. Das wurde aber schon gesagt.

Am Saturn siehste damit die Cassini-Teilung ein paar Jupiter Bänder usw...
Aber im großen und ganzen ein akzeptables Einsteigergerät.

Oder halt den Mak aufn Fotostativ :)
Das würde ich nehmen :)
 
@Sebastian,

Kannst du bitte mal aufhören hier Einsteiger zu "Beraten" wenn du keinen blassen Schimmer von den Teleskopen hast, die du hier empfiehlst?

Ich denke du hast weder durch einen 70mm Richfielder, noch durch einen Mak geschaut.

@topic:
Das ETX halte ich für ein 2. oder 3. Teleskop, wenn schon was vernünftiges da ist. Dann ist das ETX evtl ganz witzig - aber als Einstiegsgerät halte ich das ganze für nicht gut.

Es ist Laut, die Optik ist sehr speziell (Nur für geringe Vergrößerungen, da sonst herbe Farbfehler dazukommen) und das Goto mehr eine Spielerei, denn Sinnvoll (zumindest in der 70mm -Klasse)

Also entweder ein kleiner Refraktor auf Fotostativ, oder kleiner Montierung (z.B. 70/700 - Lidl Teleskop von Skylux/ oder vergleichbar) oder ein kleiner Newton 4,5" Klasse auf EQ-3 oder als Dobson. Das wären meine Kompromissvorschläge.


Viele Grüße

Michael
 
Hallo Jürgen,

Nun mal meine Meinung.
Vorab, ich habe ein ETX 70.
Und wie Du schon schreibst gibt es sehr unterschiedliche Meinungen zu diesem Teil.
Und ich gebe (fast) allen recht.
Das Teil hat 70mm Öffnung, das ist für Deepsky arg arg wenig.
Das Teil ist ein F/5 Achromat, also ein Farbwerfer bei den Vergrößerungen, die man bei Planeten braucht.
Der absolute Vorteil dieses Gerätes ist die Transportabilität.
Ich kenne nur ein Gerät, was noch transportabler ist: einen Feldstecher.
Das Teil hast du locker in 10min aufgebaut.
Was wirst Du damit sehen:
DeepSky: M42 geht immer, M27 und M57 zB. bei guter Sicht auch, Kugelsternhaufen bleiben nur neblige Flecke.
Sonnensystem: Mond na klar, bei Planeten würde ich einen Gelbfilter (Farbwerfer) empfehlen, Saturnring und Jupiterbänder(bei guter sicht) gehen.
Hier wird immer auf das GOTO gewettert, ist Geschmackssache, Starhopping macht auch Spaß, kann man mit dem Teil natürlich auch machen.
Die (bei mir) mitgelieferten Okulare (alles Kellner): 25 und 12mm sind wirklich brauchber, das 4mm kannst Du ruhig deiner Katze zum spielen geben, die Barlow geht auch.

Mein Fazit: Wenn Transportabilität auf deiner Liste wirklich ganz oben steht, nimm das ETX70, ansonsten schau dich nach mehr Öffnung um.

Gruß
Andreas
 
>Das ETX halte ich für ein 2. oder 3. Teleskop, wenn schon was vernünftiges da ist. Dann ist das ETX evtl ganz witzig - aber als Einstiegsgerät halte ich das ganze für nicht gut.

Bin nicht ganz deiner Meinung, ich finde die kleinen Richfielder zum Schnellspechteln und auch für den Einstieg eigentlich prinzipiell geeignet, aber doch mit Einschränkungen. Der Einsteiger kann durchaus mit diesen Instrumenten auf den Geschmack kommen und profitiert besonders durch die einfache, unkomplizierte Handhabung die den Einstieg in das Hobby erleichtert. Man muss aber am Boden bleiben und vor dem Kauf wissen was man mit den Instrumenten so sieht damit man nicht gleich volkommen enttäuscht ist (und das ist eben nicht viel mehr als in einem Fernglas genau so wie Andreas schreibt, besser kann man es wohl nicht zusammenfassen!). Insofern sind Einsteigerprodukte wie das ETX70 meines Erachtens eigentlich leider kontraproduktiv und die beste Vorraussetzung um gleich wieder mit der Beobachtung aufzuhören (40.000 versprochene Objekte von denen man nur sehr, sehr wenige sieht). Ausserdem ist es auch Geschmackssache ob man jedes Mal vorm Beobachten da wieder neue Batterien reinstopfen will, für mich wär das sowieso nichts. Ich habe aber auch geschrieben das so ein kleiner Refraktor doch Spass machen kann, vor allem am Mond, beim Milchstrassensurfen und bei der Tagesbeobachtung (für die ja sonst alle Geräte mehr oder weniger nicht zu gebrauchen sind).

>Also entweder ein kleiner Refraktor auf Fotostativ, oder kleiner Montierung (z.B. 70/700 - Lidl Teleskop von Skylux/ oder vergleichbar) oder ein kleiner Newton 4,5" Klasse auf EQ-3 oder als Dobson. Das wären meine Kompromissvorschläge.

Du hast natürlich völlig recht, mit allem kann man ja sehr schön einsteigen. Auch der 150/1200 Dobson von Sebi ist ja prinzipiell nicht so eine schlechte Idee für einen Einstieg (im eigenen Garten) aber eben nicht wenn man das Ganze zu Fuß 10-15min lang tragen will und alles ultramobil sein soll. Ja ich weiss da gibt es ganz gute Selbstbauten, bekommt man aber nicht von der Stange für 50 Euro. Das 70/700 Skylux hab ich zb. voriges mal bei ebay für 15 Euro weggehen sehen (wollt ich schon fast selber kaufen) und das ist dem ETX sicher in allen Belangen überlegen.

Bleibt also nur der Rat (eigentlich wie immer) sich die Instrumente mal live anzuschauen und auch mal durchzuschauen, am Besten mit einem anderen Sternfreund.
 
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