Als Neuling überfordert...

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Moin Jürgen!

> @ winnie mit TS-WA denke ich mal du meinst "Teleskop-Service Wide-Angle" okus?

Ja, genau die meine ich.

> kann mir bitte einer den unterschied zwischen Plössl und Super-Plössl erklären?

Da gibt es keinen. Plössl sind 4-linsige Okulare mit 45-50° scheinbarem Gesichtsfeld (sGF). Es gibt dann auch noch "modifizierte Plössl", die meist noch eine Linse mehr verbaut haben, bspw. Baader Eudis, Celestron Ultrascopic oder auch Meade Plössl Serie 5000 (hier mit erstaunlichen 60° sGF).

TS-WA und ähnliche sind dagegen Design Erfle mit Gesichtsfeldern von 65-70°. (Die nimmt man dann wiederum nicht für Planeten.)
 
Plössl/Super-Plössl: Vom optischen Design meist gleich, aber die Verarbeitung ist teils bei den Super-Plössl besser. Die Plössl von TS haben z.B. keine geschwärzten Steckhülsen zur Streulichtunterdrückung, die Super-Plössl von TS dagegen schon. Hier nochmal eine Übersicht.
 
Hallo Juerschn,

6mm Brennweite ist zu viel des Guten. Unter 7mm würde ich nicht gehen. Und wenn Du nur 25mm als längste Brennweite willst, dann lieber so:
25 -> 15 -> 10 -> 7

Begründung: 7x1,5=10,5 10x1,5=15 15x1,5=22,5
Du hast bei dieser Abstufung jeweils einen ca. 1,5-fachen Sprung.

Gruß Uwe
 
Gutes Teleskop kann ich nur sagen :), ich hatte den 90mm Refraktor auch mal,der zeigt unter dunklem Himmel schon einiges.
Seine ,,Stärken'' hat der Refraktor bei der Planetenbeobachtung.
Auf Jupiter sind mehrere Wolkenbänder sichtbar, der GRF und auch einige Details in und an den Hauptwolkenbändern.
Saturn : Dort wirst du,sofern die Optik gut ist die Cassiniteilung und ein Wolkenband sehen sowie einige Monde.

Das Seeing muss mitspielen, wenn das Seeing schlecht ist,zeigt die teuerste Optik nichts.
Wie hier schon gesagt wurde, erwarte von 90mm keine Wunder, Spieralarme von M51 z.B wirst du definitiv nicht sehen können, gute Objekte sind helle planetarische Nebel,offene Sternhaufen und Kugelsternhaufen sowie zahlreiche Doppelsterne.
Ich kann dir nur raten fahre raus aus Nürnberg, unter dunklen Himmel zeigt dein 90mm Refraktor sehr viel mehr als er es in der Stadt tut, M57 ist mit 90mm unter Grenzgrösse 6,5 Mag Himmel nicht zu übersehen, M13 z.B. zeigt erste aufgelöste Sterne am Rand und M42 ist da einfach nur wow, zwischen Licht verschmutzten Stadthimmel und dunklem Landhimmel liegen Welten.
 
Hallo Jürschn,

ich habe den 90/900er (ältere blaue Version) auf einer NEQ-3 als Zweitteleskop zum "Schnellspechteln" und transportables Reisegerät für's Auto. Bahnfahren habe ich damit noch nicht probiert.

Neben einem TS-WA Okular als Übersichtsokular nutze ich das Seben Zoomokular 8-24 mm. Dieses Zoomokular finde ich für den Preis vollkommen in Ordnung, auf jeden Fall um Welten besser als die mitgelieferten Billigokulare. Winnie hat ja schon geschrieben, dass er einen Satz "entsorgt" hat.

Zu dem Seben Zoomokular findest du hier einen Testbericht von Sven Wienstein sowie einen Thread:

http://www.svenwienstein.de/HTML/seben_zoom.html

http://forum.astronomie.de/phpapps/...n/Search/true/Re_Okulare_von_Seben#Post911565


Viele Grüße & CS
Stefan
 
@ winnie und blackbert: also am besten die super-plössl nehmen wenn der preis sich nicht viel nimmt?

@ Radfahrer: das mit den 1,5fach-sprüngen, ist das ne kleine faustformel so wie das die maximale vergrößerung maximal das zweifache der öffnung sein sollte? weil so hatte ich das bei deepsky-brothers.de gelesen und bei nem 6er okular bin ich bei 150x.

@ Patrick_25; keine angst ^^ hab nie wunder erwartet oder leistungen eines newton ;) hab den refri gewählt um anzufangen. aber auch die montierung spielte eine rolle weil dort auch noch ein 150/750 newton drauf passt. und das mit "aufs land raus" hab ich letztens im thüringer wald gesehen. da war schon mit bloßem auge unbeschreiblich viele und schöne sachen zu sehen. und das auch ohne adaptionszeiten.

@ Planet_Viewer: erstmal danke für die links, da gibt es noch (sehr) viel zu lesen. aber naja, geduld ist bekanntlich ja eine tugend


MFG @ all juerschn
 
Hallo Juerschn,

die 1,5-fach Sprünge sind meinen persönliche Erfahrung. Inzwischen bin ich Zoomfan. Die üblichen 24-8mm Zooms würden Deinen Brennweitenbereich sehr gut abdecken.Das von Stefan verlinkte Seben-zoom hat für meinen Geschmack einen argen Tunnelblick. Das Hyperion-zoom ist besser aber auch deutlich teurer und das Leica jenseits von gut und böse.

Ich schlage Dir vor, bestelle z.B:
http://www.teleskop-express.de/shop...-Okular---8mm---1-25----70--Gesichtsfeld.html
und
http://www.teleskop-express.de/shop...r---8mm-Brennweite---1-25----60--WW-Feld.html
Dann kannst Du die Randschärfe und das Einblickverhalten vergleichen und wie sich 10° mehr Bildwinkel auswirken.

Das Bessere behältst Du, das andere schickst Du zurück.

Maximale Vergrößerung maximal das Zweifache der Öffnung ist eine Faustregel die auf sehr tönernen Füßen steht um das Teleskop besser aussehen zu lassen. Vernünftig und physikalisch begründbar ist die Regel: minimale AP = 0,7mm. Das ergibt bei Dir 7mm Okularbrennweite = 128-fache Vergrößerung.

Gruß Uwe
 
Zitat von Juerschn:
das mit den 1,5fach-sprüngen, ist das ne kleine faustformel so wie das die maximale vergrößerung maximal das zweifache der öffnung sein sollte? weil so hatte ich das bei deepsky-brothers.de gelesen und bei nem 6er okular bin ich bei 150x.
Bei einem ordentlichen Reflektor oder Apo geht das, ebenso bei langbrennweitigen Achromaten. Bei einem 90/900er Achromaten wäre ich vorsichtig. Probieren kannst Du es aber.

An meinem 150/1200er Newton ist bei gutem Seeing ein 5-mm-Ortho das bevorzugte Okular für Planeten, bei sehr gutem Seeing gehe ich auf ein 4-mm-Ortho. Brennweiten merklich darunter bringen nichts mehr, da wird die Beugung der begrenzende Faktor. Am 90/1250er Mak bleibt bei Planeten meist ein 9-mm die kürzeste Brennweite, nur selten wird ein 6,5-mm-Plössl eingesetzt. Bei Doppelsternen bringt aber das 5-mm-Ortho einen Gewinn, aber nur dabei.

Die maximale Vergrößerung hängt oft vom Seeing ab, die jeweils kleinste Austrittspupille aber eher vom Auge. Meine Augen haben laut Augenoptiker ein hohes Auflösungsvermögen, bei einem geringeren würde ich die AP verkleinern, um das Auflösungsvermögen des Teleskop und das des Auges aneinander anzupassen.

Grüße

fquadrat
 
hallo, ich nochmal ^^

suche nach okus ist im vollen gange.

aber mal eine eher wahnwitzige frage :D
ist es mit dem 90/900er refri den ich mir gekauft habe, rein theoretisch, Naturfotographie und oder auch planeten abzulichten?

und jetzt bitte keine volksreden ob es sinn macht usw.
einfach nur die frage ob es durch zurüsten des equipments MÖGLICH ist?

und WENN JA: was bräuchte man dazu alles?

wie gesagt ist nicht unbedingt ernst gemeint meine anfrage.

MFG Juerschn
 
Hi,
Du erwartest auf eine nicht ernst gemeinte Frage eine Antwort?

Was verstehst Du unter Naturfotografie? Bei 900mm Brennweite ist das Bildfeld schon arg klein. In der Regel stört bei sowas auch die Atmosphäre und Deine Monit ist fotografisch nicht ausreichend für 900mm.
Probieren kann man aber alles - häng einfach mal ne DSLR dran...

Planeten würden mit einer WebCam gehen (einfach mal googeln nach dem Prinzip) - Du brauchst aber def. einen IR-Cut Filter dazu und wirst trotzdem farbige Ränder kriegen.
Das Problem ist der Farblängsfehler des Fraunhofer-Objektivs.
Alternativ eine s/w CCD-Kamera nehmen, RGB-Filter dazu und dann jeden Kanal einzeln fokussieren.
 
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