Alternative Fangspiegelheizung?

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markus_sats

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Hallo - theoretische Frage zur Fangspiegel-Heizung - habe selbt einen 16" Dobs und mir ist am Samstag Nacht am Gurnigel auf der StarParty der FS zugetaut - mit Hand aufwärmen und freitauen wie hier im Forum empfohlen hat leider nicht geklappt.
Daher eine Frage zur FS Heizung - als Richtwet werden hier ja häufig 0,9 oder 1W Leistung angepeilt.
Jetzt möchte ich aber nicht da rumbasteln, kleben und löten daher eine Frage zu einer alternativen Lösung.

Bei mir auf den FS könnte ich kleine Stahlquader (1cmx1cmx5cm) mittels Knete andocken. Habe mal kurz nachgerechnet. Die Wärmekapazität liegt bei so einem kleinen Quader bei ca.10J/K (32g * 15J/gK). Bei 20K Temperaturunterschied (30 °C Körperoberflächentemperatur und 10°C Umgebung/FS) kommen da bei zwei Quadern schon 400J zusammen was etwa 6.5Minuten Fangspiegelheizung entspricht.

So viel zur Theorie.
Hat jemand so etwas schon mal ausprobiert ob das klappt?
Wie lange schmeißt Ihr die FS an bis der FS frei ist oder lasst Ihr die auf Verdacht die ganze Nacht laufen?
Gruss, Markus
 
Bei meinem 14" mit 88mm FS kleiner Achse habe ich
2x2 82ohm Wiederstände bei 12V (Goto Anschluss Autobatterie) aufgeklebt.
Zusätzlich befindet sich ein 220ohm Wiederstand an der Scheibe vom Telrad.
Das ganze lasse ich die ganze Nacht laufen, da ich die Sachen gleich bei Betrieb mit einstecke.

Da ich fest drauf geachtet habe, das ich nie über 1W komme, brauche ich mir da keine Sorgen machen.

Ich weiß leider nicht, wie sich der Spiegel verhält, wenn du da auf einmal soviel Wärme drauf knallst.
Zumindesten klingt es viel, was du schreibst.
Es könnte sich das Bild in der Nähe der Auflagestellen verzerren, weil der Spiegel so ungleichmäßig beheizt wird.

Das ist aber auch nur Theorie, da ich nie so einen großen Themperaturunterschied an meinen Spiegel anbringen würde.
Und das Risiko, das die Knete versagt und mir das Teil in den Tubus auf den HS fällt wäre mir viel zu hoch.

Ein Wiederstand schafft rund 4°C mehr als die Umgebung bietet.
Bei kalten Themperaturen um die -10°C waren es sogar nur 2°C.
Dieser minimale Unterschied alleine reicht schon aus um den FS frei zu halten.

Also das Problem ist einfach, das viele gekauften Sachen sich nicht so leicht auf den FS montieren lassen.
Ich bin eigentlich auch nicht so der Technikfreak,
habe mich dann aber doch mal getraut, etwas zu löten.

Die Lötstellen sehen zwar katastrophal aus, aber es funktioniert. Die Wiederstände habe ich dann mit Sekundenkleber fixiert.

Es gibt Sachen bei dem Hobby, da kommt man einfach für eine gut Lösung nicht herum.
Das Löten einer FS-Heizung zählt da glaube mit dazu.

Komischerweise hat mittlerweile fast jeder so eine Heizung.
Viele Dobsonauten stecken eine 9V Batterie oben ein, andere nehmen Akkus aus dem Modellbau.
Aber gesehen habe ich die Heizungen bei fast jedem.
Keiner hatte allerdings eine gekaufte Version.
Egal wen man fragt, so haben viele in meiner Gegend die Wiederstände vom Conrad Elektronic bestellt.
Beide Heizungen haben mich rund 10€ gekostet.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Markus,

ich denke, so wie Stiko das gemacht hat macht es schon Sinn. Du kannst Dir für teuer Geld auch elektronische Fangspiegelheizungen kaufen, die dann noch Temperaturregler etc. aufgebaut haben, aber die Lösung wie voranstehend beschrieben findest Du an vielen Stellen, also scheint sie zu funktionieren ;)

Man muss wirklich nur minimal über die Umgebungstemperatur, damit der Tau verschwindet. Und wenn DU die kleinen Widerstände mit Klebertropfen auf der Fangspiegelrückseite fixierst, verteilt sich der kleine eingebrachte Wärmebetrag auf eine relativ große Fläche, ich denke das Risiko ist minimal.

Jörg
 
Hallo Ihr beiden - dann muss ich wohl mal meinen Lötkolben ausmotten und mir ein paar Widerstände kaufen die ich dann an den FS tüdele.
Clear skies und danke für die Tips, Markus
 
Zitat von markus_sats:
mit Hand aufwärmen und freitauen wie hier im Forum empfohlen hat leider nicht geklappt.Gruss, Markus
Funktioniert bei mir bestens. Möglichst großflächig mit warmen Händen den Fangspiegel am Rand umschließen. So bringt man einiges an Wärme in den Fangspiegel, viel mehr als meine 1 W Heizung. Je nach Taubefall dauert es bei mir 2-5 Minuten. Falls die Hände kalt sind, warmrubbeln.
Erst dannach schmeiße ich die Heizung an, damit er nicht erneut zutaut.

Bei deiner Alternative würde ich aufpassen, dass die Knete auch wirklich hält, sonst fliegt dir der Stahlquarder auf den Hauptspiegel. Der Stahlquarder müsste nach außen isoliert werden, sonst geht die meiste Wärme durch Strahlung und Konvektion verloren. Ich habe mit Erfolg eine Zeit lang mit diesen wiederverwertbaren Wäremekissen (heißen glaube ich auch Handwärmer) abgetaut. Diese bringen mehr als die kleinen Stahlqarder.
 
Ich war wie gesagt auf 1600m in der Nacht und es war kalt (absolut waren es 7°C aber empfunden war es kalt)...... so morgens um 3.30 ist dann auch nicht mehr viel drin mit warmen Fingern und ich war eher reif für's Bett. Die Auftauversuche mit Fingern blieben also erfolglos.
Handwärmer hatte ich auch auf Verdacht mal angeschafft aber nach 2Jahren rumpurzeln im Okularkoffer gingen die mir dann doch irgendwie verloren und ich weiss nicht mehr wo die sind.

Die Idee mit der Knete und dem Stahl habe ich aufgrund des Kommentars von Stiko in punkto Verspannung ad acta gelegt und mir die Elektro-Kleinteile bestellt um eine Bastelaktion zu starten (Gesamtpreis <10euro stimmt). Habe mich bei Habemus Aperturam inspirieren lassen. Wahrscheinlich werde ich die Heizung dann in Zukunft wenn es Nachts feucht wird einfach auf Verdacht anwerfen. Bei wiederaufladbaren Akkus ist das ja kein Problem und keine echte Kosten wenn man sich überlegt was man für Sprit ausgibt wenn man von Frankfurt/Main in die Alpen fährt.
 
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