Hallo Frank.
Ganz verstehe ich ehrlich gesagt auch inhaltlich nicht ganz was da vorgeht.
Wenn die einzelnen Bilder durch FITS farbkanalgetrennt sind (gut, das macht RegiStax nicht),
wie weit geht dann die Ausrichtung in FITSWork, wird da schon die verzerrte Geometrie ausgeglichen oder macht DSS das?
M.E. ist das vorherige Trennen und nachträgliche wieder Vereinen der Farbkanäle nicht unbedingt notwendig (auch wegen der gleich geschilderten Schwächen der Methode).
Die Schwachstelle dieser Methode ist m.E., daß Fitswork eine verzerrte Geometrie, die an vielen Stellen eines Bildes unterschiedlich stark auftritt, wie dies vor allem bei Sonnenaufnahmen auftritt, nicht gut genug rückbilden kann im Vergleich zu entsprechenden Planeten-/Sonne-/Mond-Programmen.
Fitswork benötigt zur Ausrichtung und Entzerrung möglichtst kontrastreiche und flächenbegrenzte Ausrichtungspunkte und zusätzlich eine relativ "homogene" Verzerrung durch das Seeing.
Mit wenig kontrastierenden und durch die Luftunruhe stark tanzenden Schärfe-/Unschärferegionen, wie diese bei Aufnahemn der Sonne auftreten, kann Fitswork nicht umgehen.
Als Beispiel hierzu eine Aufnahmeserie von 100 Einzelbildern von Protuberanzen, einmal nach der Methode von Jonas bearbeitet mit Fitswork und DSS, daneben "herkömmlich" ausgerichtet und gestackt mit Autostakkert. Beide Aufnahmen sind nur bzgl. der Helligkeit angeglichen, nicht geschärft oder sonstwie weiter verarbeitet.
Link zur Grafik:
http://www.gartensternwarte.de/Forenbilder/Vergleich-AS2-FW-DSS.jpg
Man sieht deutlich, daß bei der ersten Methode die Ausrichtung nicht genau genug stimmt und dadurch Schärfe verloren geht, die auch bei einer Nachbearbeitung nicht zu retten ist.
Diese Methode ist also ein Kompromiss, um Bildgrößen, die AS, Registax usw. nicht mehr verarbeiten können, doch noch einigermaßen hin zu bekommen. Allerdings erscheint es mit dann evtl. vorteilhafter, das beste Einzelbild einer Serie auszuwählen und dieses weiter zu verarbeiten.
Bei Bildsequenzen mit wenig Bewegung innerhalb der einzelnen Bildbereiche, wie dies zum Beispiel bei Landschaftsaufnahmen der Fall ist under bei Aufnahmen mit wenig Luftunruhe bringt diese Methode allerdings gegenüber einer Einzelaufnahme erhebliche Vorteile bei der Weiterverarbeitung.