Alu "Giesslieren" / löten

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Hm, ich denke, ich hab schon mal in einer Oldtimer Markt oder Oldtimer Praxis etwas darüber gelesen. Ich muß am Wochenende mal sehen, ob ich das Heft wieder finde. Die hatten das getestet.

Was mir so beim Durchlesen der Seite auffiel ist die Bemerkung "höhere Festigkeit als der Grundwerkstoff" und 85 N/mm² Festigkeit was sich fast ausschließt. Aber wie gesagt, ich schau mal, ob ich das besagte Heft auftreibe.
 
Hallöle!

@ Haasi: danke schonmal!

Oder weiß zufällig jemand, wo man Hartlot für Aluminium herbekommt, das man hinterher mit eloxieren kann?

Grüße, Henning
 
Also der Artikel war in Motorrad Classic 1/2004.
Allerdings scheinen die das Verfahren auch nicht selber getestet zu haben, sondern der Artikel stellt nur das Verfahren vor. Jedenfalls läuft das noch unter Weichlöten (Grenze ist ja definitionsgemäß bei 450 °C) und die Naht soll eloxierbar sein. Für hochfeste oder gar sicherheitsrelevante Nähte wird wieder auf WIG-Schweißen verwiesen.

Danach wäre das Verfahren schon für den Teleskop- und Montierungsbau geeignet. Allerdings stellt sich (bei den wenigen cm Naht, die im Normalfall nötig sind) die Frage, ob man mit einem 5er in die Kaffeekasse bei jemandem, der die Ausrüstung für das entsprechende Verfahren hat, nicht günstiger fährt

Gruß

Daniel
 
Hallo Haasi,

danke für die Auskunft!

Ich glaube, dass ich kaum mit einem 5er hinkommen werde - es wären doch etliche Schweißnähte, es sei denn, ich denke mir ein anderes Design aus.

Ich habe hier ein günstigeres Lot gefunden, das sich auch eloxieren läßt.
Das dumme ist nur, dass die Flußmittelreste gänzlich entfernt werden müssen - was mache ich dann in zugelöteten Rohren...

Grüße, Henning
 
Hallo,

auch wenn der Thread schon etwas älter ist, muss ich auch noch was dazu sagen.

Auf den Bildern sollte mann besser Biegefestigkeit dazu schreiben.So sieht das auf jedenfall für mich aus.

Und 85N/mm². Naja, je nach Anwendungsfall.

Normal -> Mindestzugefestigkeit Aluminium > 40-650 N/mm2 (je nach Herstellung u. Legierung)

Schonmal ans Kleben gedacht ?

Es gibt Kleber mit Aluminiumpartikel als Füllstoff.
Druckfestigkeit = 3500 N/cm²
Biegefestigkeit = 2100 N /cm²

Elektrisch leitfähig bleibt es auch.

Aber Eloxieren keine Ahnung.


Gruß Stefan
 
Hi Stefan,

kleben? hmhm ich weiß nicht, das Wort klingt schon so komisch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Hmm mag sein dass das schön hält, aber eloxieren können möchte ich das schon.

Danke und Gruß, Henning <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Hallo Lorchi,

zugegeben es klingt komisch !!!!!!!!!!

A B E R - es gibt wirklich gute Klebstoffe und die werden in der Industrie sehr oft eingesetzt. Bitte nicht unterschätzen.

Das ist kein UHU- Alleskleber <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> !

Wie gesagt - die Elektrische leitfähigkeit bleibt erhalten.

Das mit dem Eloxieren könnte ich zur Not mal nachfragen.
Und selbst beim Eloxieren wird die Naht nicht aufgehen.

Das A + O beim kleben, ist wie beim Schweißen, die Vorbereitung.

Gruß Stefan

PS. Was willst du eigentlich Schweißen (Kleben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Stefan,

wo bekommt man so einen Kleber in Bastlermengen? Hast du evtl. einen Herstellernamen oder eine Handelsbezeichnung parat?

Kann man eigentlich auch "normalen" Epoxy-Kleber verwenden, wenn's nicht leitfähig werden soll, da stehen ja ähnliche Festigkeitsdaten auf der Verpackung?
 
Hallo Schicko,

bei Spezialklebstoffen für Bastler ist das immer etwas schwierig, aber je nach Anwendungsfall findet man so etwas auch im Baumarkt.Allerdings muss man(n) wissen was man will!

Natürlich ist auch der normale (auch hier gibt es enorme Unterschiede) Epoxidharzkleber geeignet.

Je nach Anwendungsfall. (Belastungsfall der tragenden Teile )

Leider habe ich den Hersteller nicht im Kopf, Aber es war irgendetwas mit [pe][pi] - tut mir leid,es fällt mir momentan nicht ein <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> , aber ein wenig Googeln sollte helfen "kleben Aluminium ". (habe leider nur Analoganschluss, sonst würde ich gerade mal nachschauen)

Nochmal zur Erinnerung:

Die V O R B E R E T U N G bei Klebungen ist wirklich sehr wichtig. FETTFREI.

Wichtig. Nicht jede Konnstruktion ist dafür geeignet geklebt zu werden.Allerdings lässt sich im vorfeld soetwas einplanen (klebespalt)


Gruß Stefan
 
Hallo Stefan,

Teile für eine Gitterrohr-Newton. Dabei sind allerdings auch einige Sachen "auf Stoß", also ohne große Flächen... auf Druck / Zug belastet! Z.B. ein Rohr vor eine Platte usw.

Viele Grüße, Henning
 
Hallo Henning,

bin am WE auf der Hanseboot in HH gewesen. Eben der Typ aus Göppingen war auch mit einem Stand dort und präsentierte das Verfahren. Sieht wie üblich bei solchen Vorführungen genial einfach aus! Er hat sehr, sehr weiches Aluminium verwendet, laut seiner Aussage mit hohem Mg-Anteil. Die Stärke des Materials war 2mm. Ich habe ein weichgelötetes Stück auch mal mitgenommen. Und einen halben Meter habe ich auch ergattert, wird mir im Laufe der Woche zugeschickt.

Sobald ich das Material habe werde ich es testen und berichten. Ein halber Meter soll angeblich für 10m Naht ausreichen. Sollte sich das alles bewahrheiten, könnte man damit die schönsten Gitterrohrkonstruktionen umsetzen!

 
Hi Ralf,

na das sind doch interressante Neuigkeiten! Mittlerweile bin ich auch eines klein bißchen schlauer.

Ich habe mir inzwischen bei http://www.gw-werkzeuge.de das Universallot 390 besorgt. Laut Auskunft in einem anderen Laden hat es folgende Eigenschaften:

- dünnflüssiges Kapillarlot (braucht engen Spalt 0.1 - 0.4 mm)
- benutzt Flußmittel, das die Oxidschicht aufbricht
- kann eloxiert und poliert werden

Mal einen Vergleich, was ich so vermute:
- Das Flußmittel des Lot 390 sorgt dafür, dass das Lot wirklich überall hinkriecht, auch in enge Spalten, da wird man mit dem Al75 wohl Probleme kriegen. Allerdings muss das Flussmittel hinterher entfernt werden, sonst gibts kosmetisch nicht so schöne Korrossion. Vorteil allerdings bei schlecht zugänglichen Stellen oder unzureichend fixierbaren Teilen (im Gegensatz dazu muss man ja beim Al75 mit dem Schraubenzieher ran, da könnte ich Teile verschieben, wenn ich sie nicht ganz festspanne)
- Mit dem Al75 kriegt man vielleicht dickere Raupen hin. Man muss kein Flußmittel entfernen.
- Eine Packung Lot 390 kostet 18 Euro. Da drin sind 5x 1,5mm dickes Lot. Wenn ein Al75-Stab 3mm dick ist, ist in einer Lot-390-Packung mehr drin. Bestätigt leider meine Vermutung der Geldmacherei.

Übrigens, die 10m Naht kannst Du glaube ich vergessen. Vielleicht bei 1mm-Blech. Aber das kommt ja enorm auf den zu lötenden Spalt an.

Also gibt es mittlerweile 2 Möglichkeiten, Alu einfach und eloxierbar zu löten. Sobald ich eine Lötflamme habe, werde ich auch testen und berichten! Ich habe übrigens hier eine schöne gefunden, die werd ich mir holen und ausprobieren: den Lötmeister 3000 <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> bei Westfalia.
Die hat einen Schlauch, was glaube ich sehr wichtig ist, wenn man nicht irgendwann einen langen Arm haben will vom Kartuschentragen, mal abgesehen, dass man so die Flamme überall hinrichten kann (sonst bei festem Brenner an der Kartusche nur nach oben)! Sie hat leider keinen Piezozünder, aber damit kann man wohl leben.

Freue mich auch schon auf die tollsten Gitterrohrkonstruktionen!

Grüße, Henning
 
Hallo Henning,

genau dieses Lötmittel habe ich mir auf einer Messe auch mal geholt! Mittlerweile liegt es bei mir im Schuppen irgendwo untergebuttert rum...

Ich habe es leider nach X-Versuchen aufgegeben, damit Alu-Bleche (1-3mm) zu verlöten. Ich kriegs einfach nicht hin. Eher schmolz das Alu als daß eine saubere Lötnaht entstand. Obwohl ich brav auf die Farbe grau des Flußmittels als Indikator gewartet hatte. Vielleicht habe ich ja irgenwas falsch gemacht, vielleicht war auch das Alu nicht geeignet. Aber jedenfalls war es genau das, was Bohr- und Drehqualität besitzt. Und daraus bestehen fast alle meine Selbstbauten...

Auf der Messe sah das alles wunderbar aus... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />

Ich hoffe jetzt natürlich, daß du da ein glücklicheres Händchen hast!!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Auf deinen Bericht bin ich jedenfalls schon gespannt!

Viele Grüße und
 
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