Alu-Guss selbstgemacht???

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hallo,
willst du etwa Bomben bauen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> -wo willst Alu kokeln-im Garten?dann haste bald das BKA vor der Tür <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
ne,im Ernst-wo liegt da der Spareffekt ? gegenüber Rohstoffhandel bei Ebay,Schrotthändler
ein Okularauszug auf diese Weise bauen halt ich für bekloppt

was brauchst du genau?
 
Lass es

Hallo Martin,

ich Tipp: Vergiss es.

Giessen ist nicht einfach "heisses Metall in eine Form füllen".
Um da hinzubekommen, muss man sich werkstofftechnisch auskennen und anhand dieser Kenntnisse und der vorliegenden Daten in der Lage sein, vorherzusagen, ob ein Guss was geworden ist oder nicht.

Unterschiedliche Abkühlgeschwindigkeiten rufen teilweise völlig verschiedene Werkstoffeigenschaften hervor.

Ich habe 4 Semester Werkstofftechnik gehabt, und in der Entwicklungsabteilung einer Firma gearbeitet, die die Werkzeuge für den Alu-, Zink, und Magnesiumdruckguss herstellt, dazu noch Gussformen für normalen Guss.

Das ist derart schwierig, dass es nahezu unmöglich ist, privat einen Gussrohling in der Qualität eines industriellen Rohlings herzustellen.

Übrigens würde ich immer eine Knetlegierung nehmen, die stranggepresst wurde, gegossenes Alu ist sehr spröde und ausser als Druckgussteil eigentlich zu nichts zu gebrauchen.


Viele Grüße
Thomas
 
Huhu,

na das klingt ja nicht so berauschend... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

Meine Zinnsoldaten-Giess-Erfahrung aus Kindertagen reicht dafür also nicht?? Allerhand...

Eine konkretes Vorhaben gibt es dazu bei mir nicht. Fräs- und Dreharbeiten sind zwar teuer wenn man sie nicht selbst machen kann, aber da weiss man wenigstens was dabei rauskommt... Interessant würde ich die Giesserei z.B. für Rohlinge für Rohrschellen, Tubus-Endringe, Tubusblenden etc. finden. Dickwandige Rohre in Durchmessern oberhalb 200mm als Halbzeug zum Drehen sind schlecht zu bekommen.

Ok, war wohl eine blöde Idee, ich werde meine Giessversuche dann mal lieber auf Hochprozentiges beschränken <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Martin
 
Hallo nochmal:

Ich vergaß noch was....

Ich finde es komisch, das nirgendwo auf der Seite die Qualität der Gusstücke beschrieben ist, sondern nur das Rezept, um den "Kuchen zu backen".

Ob er schmeckt, weiß man nicht.

Man müsste die Form temperieren oder zumindest durch die Wandstärke die Abkühlgeschwindigkeit steuern können, denn wenn das Aluminium sich anfangs zu schnell abkühlt, kann es passieren, das sich Lunker und zudem die falsche Kristallstruktur ausbilden.

Lunker sind ja Hohlräume, die entweder durch das Schrumpfen entstehen, wenn nicht genügend Mateial nachfließen kann (daher die Temperierung der Forum), oder durch Einspülungen von Formsand. ("Sandlunker", sind eine einzige Katastrophe und bedeutet in der Industrie zumeist das Wiedereinschmelzen der ganzen Charge... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> )

Alles in allem hast Du Recht, man sollte sich lieber stranggepresstes Rohaluminium kaufen und es bearbeiten lassen, das ist sicherer und qualitativ besser.

Grüße
Thomas
 
Re: Alu-Guss selbstgemacht???-Besser Finger weg!!!

Hallo Astrogemeinde und Selbstbauer,

ich bin als Industriemeister in einer grossen Aluminiumgießerei (Sand-und Kokillenguss) in der Autoindustrie tätig.
Es ist schon interessant zu Lesen, was Ihr da alle so schreibt.
Gewisse Teilkenntnisse sind hier Einigen nicht abzusprechen,
aber teilweise liegt ihr leider etwas "daneben".

Der Christoph Drube liegt mit seiner Anleitung zum Herstellen von Gußstücken voll daneben! ,
es ist eine Anleitung zur Selbstzerstümmelung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />
Bitte nicht nachahmen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" /> !!!!
Über Gefahren bei einer solchen Vorgehensweise verliert er nicht ein Wort <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> !!!

Rein theoretisch ist es schon möglich zu Hause Aluminium zu schmelzen und zu Gießen....
aber ohne Fachkenntnisse und entsprechender Grundausrüstung
könnt Ihr keinen brauchbaren Aluminium-Guss herstellen.
Es ist schon etwas aufwendiger und auch gefährlicher als Blei-oder Zinngiessen.
z.B.: führt das Befüllen einer feuchten Form mit Flüssigmetall zu einer schlagartigen Verpuffung,
deren Wirkung einer Handgranate gleichzusetzen ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> !

Am Besten sich im Branchen Telefonbuch die Adresse eines mittelständischen Gießereibetriebs aussuchen
(für Sandguss!), dort mal anfragen, und nach positivem Bescheid ein Holzmodell anfertigen.
Wer dann Fragen hat ,kann sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß und Glück auf!
Gerd
www.bksterngucker.de
 
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Re: Alu-Guss selbstgemacht???-Besser Finger weg!!!

Hi all
Also mal so meine Gedanken zu dem Thema:

Der Einwand mit ebay ist ja nicht ganz falsch, aber wenn ich den Fragensteller richtig verstanden habe, geht es ja nicht in erster Linie um irgend welche Ersatzteile, sondern Rohlinge für weitere Arbeiten, die man sonst nicht bekommt.
Und da ist der Guß doch eine Überlegung wert. Nun etwas zur Frage, ob man das selber machen kann oder nicht:

Das mit dem Wasser stimmt ganz genau! Aus 1 Liter Wasser werden 1700 Liter Wasserdampf! Der Vergleich mit dem Sprengstoff ist also gut gewählt!

Aber zu dem Vergleich mit dem Druckguß fällt mir nur ein: Nicht alles, was hinkt, ist auch ein Vergleich.
Was ist das Ziel in der inustriellen Massenproduktion? Hohe Stückzahl, somit geringe Fertigungsdauer und damit recht schnelle Abkühlung und trotzdem ne dolle Oberfläche, die nicht mehr nachbearbeitet werden muß.
Und das Ziel vom Slebstbauer? -Wohl eher ein Rohling mit einigem Übermaß, der dann an den Genauigkeitsrelevanten Stellen noch nachbearbeitet wird. Die Taktzeit ist egal.

Und mit dieser Prämisse halte ich da schon einiges für möglich, wenn beachtet wird:
1. Wie schon gesagt: Trockene Form! Vorher die Form einige Zeit in den Ofen bei vielleicht 250 °C.
2. Zu Lunkern usw.: Das Problem mit Formsand hat man bei der Gipsform wohl nicht, oder?
Um Lunker durch die Erstarrungsschwindung zu umgehen, würde ich die Form nicht zu kalt machen, also gleich mit den 250°C verwenden.
Grundsätzlich keine komplizierten Formen. Die Wandstärke sollte zum Anguß hin nicht dünner werden, so daß die Erstarrung zum Anguß hin stattfindet und so immer flüssiges Material die Erstarrungsschwindung ausgleichen kann.
3. Genügend Maßzugaben

Vielleicht noch was zu den Meterialangaben: Klar, was da rauskommt, ist ein Teil mit ganz grobem Korn, also bitte nicht vergleichen mit einer Stahlwelle o.ä.. Aber daß das Ergebnis prinzipiell so viel schlechter ist als beim Druckguß, halte ich für ein bewußt in die Welt gesetztes Gerücht jener Hersteller. Gerade beim Druckguß gibt es doch die Probleme, daß das Gas aus der Form zur Bauteilschwächung führt, es sei denn, die wird evakuiert.
Daß dieses Material auch weit von der reisfestigkeit entfernt ist, die man von irgend welchen Luftfahrtalus kennt, ist klar. Diese sind durch genau definierte Wärmebehandlungen im Gefüge enorm verändert worden.
ABER: Wenn das Material bei einer Montierung eingesetzt werden soll und da wird etwas plastisch verformt, dann ist sie eh hinüber!

Und wenn man die Möglichkeiten hat, bei dem oben genannten dickwandigen Rohr, 2-3 mm agzudrehen, oder mit dem Vollmaterial anzufangen, ist der Guß vielleicht eine Überlegung wert.

MfG
 
Hallo Martin,

in der Firma für die ich hauptsächlich tätig bin, werden Heute 85% aller Teile aus Alu und Va - Stahl ausgelasert die früher erst geformt, gegossen und verputzt werden mussten. Das geht von kleinen Anlenkern, über Schubstangen für kleine + grosse Gleit,- oder Kugellager bis zu Stützringen und Rohrschellen von 30 - 600 mm bei 4 - 40 mm Materialstärke. Wenn keine Passung besser H7 erforderlich ist, dann mit allen Bohrungen und Langlöchern auf der flachen Seite. Die Kosten sind geringer als damals für die Modelle.
Gelaserte Tubusringe müsten noch leicht ausgedreht werden, bei Rohrschellen genügt trommeln Sandstrahlen oder selbst überschleifen, bohren, Gewinde schneiden und mit Velur oder Filz auskleiden. Geradezu Ideal z.B.für Spiegelfassungen Höhenräder und Rohrschellen aller Art. Die Formgebung ist damit genauso wie bei Sperrholz, mit der Band,- oder Stichsäge möglich.

Gruß Günter
 
Re: Alu-Guss selbstgemacht???-Besser Finger weg!!!

Hi Haasi,

meine Absicht ist
als Fachmann eindringlich vor möglichen Gefahren warnen,
die so ein Vorhaben mit sich bringen kann,
vor allem wenn der Akteur lediglich mit Pseudo -oder Trivialwissen ausgestattet ist.
Zudem wird das Ergebnis ernüchternd sein, weil z.B. Hartholz eine bessere Festigkeit
als das unbrauchbare Gußstück eines Heimwerkers haben wird.

Wo die Schwierigkeiten liegen möchte ich mal ganz oberflächig beschreiben:
Druckguss, Sand und Kokillenguss sind verschiedene Verfahren der Großindustie
für die Massenproduktion von Gußstücken.
Diese sollten jedoch nicht miteinander verwechselt werden.
Hier geht es um das Thema Sandguß,
wobei es egal ist ob man eine Sand-oder Gipsform(wie von H. Drube beschrieben) verwendet.
Beim Sandguß wird ein Modell in eine Sandform abgebildet.
Man formt dieses Modell in einem Ober-und Unterkasten ab.
Hat das Modell Hinterschneidungen, d.h. es ist nicht aus einer 2-teiligen Form entnehmbar,
muß eine mehrteilige Form
mit Kernstückchen, welche dann mit sogenatten Formstiften fixiert werden hergestellt werden.
Zudem muß beim Modell eine Formschräge von min 3° vorhanden sein,
sonst wird die Form beim Ausheben des Werkstücks beschädigt.

Nach dem Abformen muß der Anschnitt, Gießlauf und Eingußtümpel mit einer Lanzette
(Kaffeelöffel geht auch) angebracht werden.
Einen Speiser setzt man auf die Stelle des späteren Gußstücks,
wo sich die größte Materialansammlung befindet.

Speißer und Einguß sind nicht dasselbe!!!
Einen Speißer benötigt man ,
um das Volumendefizit während des Erstarrens auszugleichen.
Der Guß erstarrt schalenförmig, ähnlich der Schalen einer Zwiebel.
Im Zentrum des Gußstücks , welches zuletzt erstarrt,
bildet sich ohne Speisung ein Volumendefizit, genannt Lunker.
Die Höhe des Speisers muß so gewählt werden ,
daß der hydrostatische Druck der Speiserhöhe das Defizit im Innersten des Gußstücks versorgen kann.
Dieses Funktioniert nur richtig wenn man das Flüssigmetall veredelt.
Unter Veredeln versteht man die Streckung des Erstarrungspunkt zu einer Zone von etwa 10°K,
damit überhaupt gespeist werden kann.
Man verwendet dazu Natrium oder Strontium in ppm Toleranzen .(= Gramm pro Tonne)
Unter- oder überveredeltes Metall ergibt keinen Guß mit brauchbarer Qualität.

Flüssiges Aluminium ist sehr empfindlich,
dh. Luftfeuchtigkeit verursacht ein Vergasen des Flüssigmetalls .
(der Wasserstoffanteil der Schmelze nimmt zu)
Eine sogenannte vergaste Schmelze erzeugt Feinstporositäten im Guß
(-sieht ähnlich aus wie Sektperlen)
Die Verarbeitungszeit nach dm Entgasen -per Lanze im Bad mit Stickstoff-
beträgt max .45 Minuten .

Zudem entsteht in kürzester Zeit auf der Oberfläche des Schmelzbades eine Oxidhaut,
die einen höheren Schmelzpunkt als die Aluminiumlegierung hat.
Vergasen und Oxidbildung an der Badoberfläche wird durch Behandeln der Schmelze mit Abdecksalzen verringert.
Diese müssen allerdings unmittelbar vor dem Gießen abgekrätzt werden.
Während des Gießvorgangs selbst läuft das Metall innerhalb eines Oxidschlauchs in die Form.
Um deshalb keine fehlerhaften Gußstücke zu erhalten gießt man durch ein Stahlsieb oder einen Keramikfilter ein.

Um eine optimale Füllung der Form zu erhalten müssen die Querschnitte von Gießlauf,
Filter, und Anschnitt aufeinander abgestimmt werden.

Deshalb kann guter Aluminiumguß nicht von Heimwerkern hergestellt werden.

Auch eine Vorbeheitze Form hilft nicht gegen Lunker!
Sie vermeidet wie richtig erkannt , gefährliche Feuchtigkeit in der Gießform
und senkt ungewollten Temperatursturz während des Gießvorgangs.


Ich warne nochmals vor Unfallgefahren bei Selbstversuchen
durch unsachgemässe Handhabung und fehlendes Fachwissen!

PS: Ich selbst verwende aus Gewichtsgründen fast immer Holz für meine Selbstbaugeräte!
Zudem wird Privatarbeit in vielen Betrieben nicht gerne gesehen!

Mit freundlichem Gruß,
Gerd (Gießereimeister)
www.bksterngucker.de



 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Alu-Guss selbstgemacht???-Besser Finger weg!!!

...endlich mal jemand der sich wirklich auskennt. Danke für die Ausführlichkeit, Gerd.

Ich hab zwar noch nicht alles verstanden, aber ich denke auch, dass bei kleineren Gußstücken oder Stücken mit einfacher Form es schon möglich sein sollte, brauchbare Ergebnisse zu erzielen (theoretisch ist alles möglich). Dafür wäre es allerdings nötig, einfach verständliche Richtlinien / Berechnungen / Vorlagen zu erstellen. Diese nötigen Grundlagen vermittelt die Seite von Christoph Drube aber nicht, da braucht man nicht lange lesen.

Gleiches gilt anscheinend für die Sicherheit. Auch das handling eines Tiegels zu zweit ist gefährlich, weil man sich mißverstehen kann. Besser, der zweite steht abseits und spielt Rettungsperson.

Ich traue mir nicht zu, solche "Regeln" anhand der vorliegenden Infos zu erarbeiten. Auch wenn ich das schon spannend fände. Daher lasse ich die Finger davon.

Henning
 
Re: Alu-Guss selbstgemacht???-Besser Finger weg!!!

Also erstmal möchte ich, wie mein Vorschreiber, für die ausführliche Antwort danken.

Vielleicht sollte ich noch vorausschicken:
Wie oben richtig vermutet, zehre ich die wenigen praktischen Erfahrungen aus dem Bleigießen, als ich mal ein paar Gewichte brauchte.

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist der Zweck von des ganzen Einfüllsystems ja der daß es nicht spritzt?! Auf das Füllen einer Tasse übersetzt: Nicht, wie bei einer Teezeremonie das Getränk aus einem halben Meter Höhe eingießen, sondern (in der einfachsten Variante) die Schmelze langsam und gleichmäßig am Rand hinunterrinnen lassen. Ja?

Aber vielleicht hat das Blei ja schon Spuren hinterlassen, also wenn was nicht stimmt, ruhig korrigieren!

Zum Entgasen: Wenn die entgaste Schmelze noch 45 min verarbeitet werden kann, heißt das dann, daß ich auf der sicheren Seite bin, wenn ich alles in 45 min aufgeschmolzen und vergossen habe?

Wegen den Lunkern: Ist denn die Zusammensetzung bei Aluguß-Legierungen genau eutektisch? Wenn nicht, hat man doch eh nen Bereich der Erstarrung!? Oder hat die Prise Na eine andere Wirkungsweise?

Ich will ja jetzt die Unterscheidung zwischen Festigkeit und E-Modul nicht noch weiter treiben, denn dann könnte man ja berechtigter Weise fragen: Warum machen wir denn das ganze nicht aus Keramik? ...
Aber die Festigkeit sagt eben noch nix über die Steifigkeit aus!

Vielleicht noch zur Ehrenrettung des Linkschreibers (ich hab ihn nochmal durchgelesen): Das mit der Feutigkeit steht da schon drin...
Aber Du hast natürlich recht! Das sollte nicht im "kleingedruckten" stehen!

Was ich anders gehört habe ist das Thema Eloxieren von Aluguß: Da hab ich mal gehört, das ginge nicht ohne weiteres bei allen (v.a. Guß-) Legierungen. Was stimmt da?

MfG

Daniel
 
Re: Alu-Guss selbstgemacht???-Besser Finger weg!!!

Hallo Haasi,

bezüglich der Formfüllung haste teilweise recht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ,
spritzen sollte es nicht, dies ist bei einer Gießtemperatur
von ca. 700°C auch "unangenehm" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> .
Langsam am Rand runtertrielen lassen kann man das Metall auch nicht, dann gibt es u.U. Kaltlaufstellen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> .
Die Gießer sagen: Immer voll halten!!!
D.h. ein entsprechend großer Eingußtümpel sollte flott
gefüllt werden, dann so ohne Untrbrechung nachfüllen, daß der Tümpel während es Gießvorgangs voll bleibt!
Dazu braucht es auch das berühmte "Händchen".
Ähnlich wie nen Dob bei 700 fach nachführen!
Ohne Übung-schlechte Karten, Naturtalente ausgeschlossen.
Der Grund ist, Oxide sollen nicht in dasGußstück gelangen,
sondern auf der Oberfläche des Eingusstümpels verbleiben.

Zum Eloxieren kann ich nichts sagen, da bin ich kein Experte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> .
Nur: mit Säure panschen- auch nicht empfehlenswert!
Gruß, Gerd
www.bksterngucker.de
PS: Macht Spaß mit Leuten ,die Denken, zu plaudern! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
 
Re: Alu-Guss selbstgemacht???-Besser Finger weg!!!

Hallo Gerd
Ja, die 700 °C! Auch noch ein Problem. Denn ich seh zwar, wann alles geschmolzen ist, aber wie stark überhitzt die Schmelze ist, ist irgend wie schlecht zu messen.
höchstens Thermoelement ausleihen oder IR-Thermometer, mal sehen.

Im übrigen hab ich mir vorgenommen, mit Milch etwas zu üben. Heiße Milch mit Haut durch Sieb in Tasse. Ohne Handschuhe, damit man den Fehler auch merkt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Aber im Ernst: Dann hab ich ja ("nur") noch das Problem des Oxidfilmes, der sich während des Gießvorganges neu bildet.
Der kann doch dann ...
entweder wegen der schnellen Erstarrung am Rand bleiben - gut,
oder wegen der geringfügig niedrigeren Dichte sich auf den Weg nach oben machen - schlecht, zumindest, wenn die Haut oben nicht ankommt.
Dann hätte ich mir eine üble Schwachstelle eingefangen, hm.

Aber, weil ja gilt: Versuch macht kluch!
-Mach ich (nein, keinen Guß heute abend, keine Angst ...)
demnächst ein Praktikum in einer Gießerei, worauf ich mich auch schon mächtig freu <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Hm, ich Pyromane oder was?!

Servus
 
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