hallo johannes, ich kenne dein gerät nicht, gehe aber davon aus, daß es relativ dünnes alu ist?
zunächst erstmal die komplette optik und alles was geht, ausbauen!!!
also, ich würde keine gehrungssäge nehmen. wenn die nicht 100%-ig exakt eingestellt ist, bekommst du einen schiefen schnitt, der sich nur schwer korrigieren läßt.
ich habe es mit meinen ( vielen) hartpapiertuben für meine refraktoren wie folgt gehandhabt, solange keine drehmaschine zur verfügung stand:
1. zeichne dir den gewünschten sägeschnitt exakt z.b. mit einer reißnadel am tubus an ( das bekommst du recht gut hin, wenn du ein entsprechend langes stück karton so um den tubus legst, daß es rundherum straff anliegt und beide enden wieder exakt zusammenfallen.
2. nimm eine metallsäge ( bügelsäge) mit sehr feinem sägeblatt und säge das rohr langsam rundum und immer auf oder besser neben dem strich ( damit du ihn noch siehst!) ab. durch das feine sägeblatt wird der lack im bereich des schnittes des rohres nicht so sehr strapaziert. lege ein tuch o.ä. unter das rohr, damit es weich liegt. dient auch der lackschonung.
das bringt zwar ein gewisses PtV

des randes, macht aber zunächst nichts.
damit erreichst du nämlich, daß die " gemittelte lage " des sägeschnittes schon recht genau ist.
3. nimm eine längliches stück spanplatte ( doppelt so lang wie dein durchmesser und etwa so breit wie der durchmesser ) und nimm zunächst grobes schmirgelpapier ( evtl. naßschleifp. )
dieses wickelst du um das brett, sodaß eine brettgroße schmirgelfläche entsteht.
4. lege das rohr z.b. auf einen stuhl bis ran an die stuhllehne ( damit es relativ gut an einem anschlag sitzt ) un lege das schmirgelbrett flach auf den schnitt auf.
nun beginn mit dem schmirgeln der fläche des sägeschnittes. achte darauf, daß das brett immer schön anliegt. und gehe damit immer um das rohr rum, indem du das rohr immer ein stück weiterdrehst.
5. kontrolliere die winkligkeit des schnittes immer wieder mit einem guten rechten winkel, indem du das rohr auf einer ebenen tischplatte auf den schnitt stellst und die senkrechte des rohres prüfst. auch darf das rohr auf der schnittfläche nicht mehr " kippeln ", sondern sollte satt auf dem tisch aufliegen.
6. und dann, immer feineres schmirgelpapier nehmen, bis du selbst zufrieden bist.
das funktioniert gut, auch wenn es jetzt erstmal schlimm klingt und eine drehmaschine nicht gerade ersetzt. ich habe das mit hartpapier bis 5 mm wandstärke so ziemlich perfekt hinbekommen, auch wenn mir dann der arm weh tat <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />
und mit relativ dünnem alu sollte das allemal gehen.
wenn du dann noch die befestigung des auszuges so gestaltest, daß du ihn noch ein wenig ausrichten kannst, bevor du die befestigungsschrauben anziehst, sollte alles perfekt werden.
also, viel erfolg
wolf