Anette_Aslan
Aktives Mitglied
Liebe Sterndl-Gemeinde,
dass man den kleinen Wagen in seiner Gänze, d.h. auch mit seinen 5.0 mag Sternen sehen kann, hätte ich mir kaum träumen lassen.
Übers WE gab es einen Family-Ausflug raus aus der Nebelsuppe des Wiener-Beckens nach Nord-Tirol zum kronengezackten Wilden Kaiser, wo drei Tage kein Wölkchen den Himmel trübte und dieser im magischsten Blau kontrastreich vom diamtglitzernden Schnee abhob.
Weil sich die Mehrheit der Sippe so gar nicht für die Sterne interessiert musste ich leider mit einem hellerleuchteten Hotel und Nordbalkönchen vorlieb nehmen, hatte aber immerhin einen - wenn auch etwas verbauten - Blick auf die beeindruckenden Zinnen der Kalkalpen des Wilden Kaisers. Ich machte mir aber kaum Hoffnung auf einen genüsslichen Sterndlabend, da die Hotelbeleuchtung sämtliche Ecken ausleuchtete und auf dem Dach ein großes Reklameschild blinkte.
Ich stellte trotzdem den kleinen Mak (102/1200) zum Auskühlen auf den Balkon, es könnte sich ja ein Wunder ereignen.
Gegen Mitternacht wache ich spontan auf und schleiche mich auf den Balkon - sämtliche Hotelbeleuchtung ist ausgeschaltet, sehr vorbildlich, sehr umweltbewußt, Daaaaaaaaaanke auch und der kleine Himmelsauschnitt Richtung Norden gab über den Zinnen des Kaisers immerhin die Cassiopeiea gänzlich frei, den Kleinen Wagen, den Fuhrmann, schräg am Hausdach Richtung Westen die Plejaden, den Stier, den Perseus und tief im Westen den absteigenden Pegasus.
Weitere Sterne um den Polarstern konnte ich vor überwältigender Klarheit und Transparenz kaum einordnen, da sie mir niemals sichbar waren in meinen Wiener Nebelsuppezumverrecken-Becken.
Ich war so ergriffen, den Kleinen Wagen ohne Mühe bis auf die kleinsten Helligkeitsgrade gerkennen zu können!
Mit dem Rotpunktsucher peile ich die Cassiopeia an und zu meinem Bedauern funktioniert der nicht, muss wohl mal wieder vergessen haben, diesen nach Benutzung auszuschalten, wie so oft, so war er unbrauchbar, nicht ganz, ein bissel Kimme-Korn-System kann man bei dem noch anwenden, aber sehr ungenau.
Ich alte Häsin kenn mich ja Gottseidank da oben aus und lande sofort im Eulenhaufen, der mir unglaublich faszinierend durch das 30mm Weitwinkel Okular brilliert. Der kleine Mak ist ja eigentlich kein DeepSky-Profi, doch unter diesen Bedingungen kann er durchaus was leisten möchte ich sagen!
Erstaunlicherweise fand ich tief im Nord-Westen sogar noch die Andromedagalaxie mit Begleiterin als höchst kontrastreichen Wuschel! Undenkbar, absolut undenkbar hier unter meinen privaten Konditionen!
Ha und Chi im Perseus konnte ich sofort mit blossem Auge erkennen und anpeilen: sie sprengten ganz klar das Gesichtsfeld des Kleinen aber dafür füllten sie dieses mit einem unbeschreiblichen Schatzkistenspektakel aus!!! Diese beiden Sternhaufen feuerten mir entgegen, als wäre ich inmitten eines Silvesterknallers!
In diesem Sinne rührte ich noch rund im die Cassiopeia nach weiteren offenen Sternhaufen und wurde fündig, auch ohne Sucher - ich bin ganz stolz auf mich!
Über dem Hausdach waberte die warme Abluft der Großküche, auf der Südseite des Hauses war eine befahrene Bundesstrasse, die hin und wieder von Autos mit Halogenscheinwerfers befahren wurde und mir zum Küchendampf passend die Wut hochkochen lies ....aber trotzdem hatte ich satte 6mag, trotzdem! Einem solchen Powerhimmel kann doch kaum ein Störenfried was anhaben will ich meinen.
Ich hätte ja mit dem Mak auch raus gehen können, aaaaaaaaaber wer will nach Mitternacht allein da rumschleichen durch das Labyrinth eines Groshotels, wo alles erschöpft vom vielen Skifahren schlummert?
WEnn ich mal groß bin, fahre ich allein ins Gebirge, das steht fest.
Mit mächtig nachfunkelnden Grüssen von Anette
dass man den kleinen Wagen in seiner Gänze, d.h. auch mit seinen 5.0 mag Sternen sehen kann, hätte ich mir kaum träumen lassen.
Übers WE gab es einen Family-Ausflug raus aus der Nebelsuppe des Wiener-Beckens nach Nord-Tirol zum kronengezackten Wilden Kaiser, wo drei Tage kein Wölkchen den Himmel trübte und dieser im magischsten Blau kontrastreich vom diamtglitzernden Schnee abhob.
Weil sich die Mehrheit der Sippe so gar nicht für die Sterne interessiert musste ich leider mit einem hellerleuchteten Hotel und Nordbalkönchen vorlieb nehmen, hatte aber immerhin einen - wenn auch etwas verbauten - Blick auf die beeindruckenden Zinnen der Kalkalpen des Wilden Kaisers. Ich machte mir aber kaum Hoffnung auf einen genüsslichen Sterndlabend, da die Hotelbeleuchtung sämtliche Ecken ausleuchtete und auf dem Dach ein großes Reklameschild blinkte.
Ich stellte trotzdem den kleinen Mak (102/1200) zum Auskühlen auf den Balkon, es könnte sich ja ein Wunder ereignen.
Gegen Mitternacht wache ich spontan auf und schleiche mich auf den Balkon - sämtliche Hotelbeleuchtung ist ausgeschaltet, sehr vorbildlich, sehr umweltbewußt, Daaaaaaaaaanke auch und der kleine Himmelsauschnitt Richtung Norden gab über den Zinnen des Kaisers immerhin die Cassiopeiea gänzlich frei, den Kleinen Wagen, den Fuhrmann, schräg am Hausdach Richtung Westen die Plejaden, den Stier, den Perseus und tief im Westen den absteigenden Pegasus.
Weitere Sterne um den Polarstern konnte ich vor überwältigender Klarheit und Transparenz kaum einordnen, da sie mir niemals sichbar waren in meinen Wiener Nebelsuppezumverrecken-Becken.
Ich war so ergriffen, den Kleinen Wagen ohne Mühe bis auf die kleinsten Helligkeitsgrade gerkennen zu können!
Mit dem Rotpunktsucher peile ich die Cassiopeia an und zu meinem Bedauern funktioniert der nicht, muss wohl mal wieder vergessen haben, diesen nach Benutzung auszuschalten, wie so oft, so war er unbrauchbar, nicht ganz, ein bissel Kimme-Korn-System kann man bei dem noch anwenden, aber sehr ungenau.
Ich alte Häsin kenn mich ja Gottseidank da oben aus und lande sofort im Eulenhaufen, der mir unglaublich faszinierend durch das 30mm Weitwinkel Okular brilliert. Der kleine Mak ist ja eigentlich kein DeepSky-Profi, doch unter diesen Bedingungen kann er durchaus was leisten möchte ich sagen!
Erstaunlicherweise fand ich tief im Nord-Westen sogar noch die Andromedagalaxie mit Begleiterin als höchst kontrastreichen Wuschel! Undenkbar, absolut undenkbar hier unter meinen privaten Konditionen!
Ha und Chi im Perseus konnte ich sofort mit blossem Auge erkennen und anpeilen: sie sprengten ganz klar das Gesichtsfeld des Kleinen aber dafür füllten sie dieses mit einem unbeschreiblichen Schatzkistenspektakel aus!!! Diese beiden Sternhaufen feuerten mir entgegen, als wäre ich inmitten eines Silvesterknallers!
In diesem Sinne rührte ich noch rund im die Cassiopeia nach weiteren offenen Sternhaufen und wurde fündig, auch ohne Sucher - ich bin ganz stolz auf mich!
Über dem Hausdach waberte die warme Abluft der Großküche, auf der Südseite des Hauses war eine befahrene Bundesstrasse, die hin und wieder von Autos mit Halogenscheinwerfers befahren wurde und mir zum Küchendampf passend die Wut hochkochen lies ....aber trotzdem hatte ich satte 6mag, trotzdem! Einem solchen Powerhimmel kann doch kaum ein Störenfried was anhaben will ich meinen.
Ich hätte ja mit dem Mak auch raus gehen können, aaaaaaaaaber wer will nach Mitternacht allein da rumschleichen durch das Labyrinth eines Groshotels, wo alles erschöpft vom vielen Skifahren schlummert?
WEnn ich mal groß bin, fahre ich allein ins Gebirge, das steht fest.
Mit mächtig nachfunkelnden Grüssen von Anette
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