Peter_Hirschmann
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
gestern (21.04.) hatte ich die seltene Gelegenheit mit Peter (SausK) und mit voller Ausrüsrung einen RICHTIGEN Sternenhimmel aufzusuchen, zumindest theoretisch. Praktisch war das Seeing mäßig bei gelegentlichem Durchzug von kleinen Wolkenfeldern. Trotzdem hat es sich für mich gelohnt und für meine HEQ5 Goto Montierung sind ja gerademal 2 Sterne fürs Alignment nötig, so viele waren mindestens zu sehen! ;-)
Für mich standen zwei wesentliche Punkte auf dem Programm:
1.)Der technische: das Zusammenfügen aller Komponenten zu einem funktionierenden Goto-System und
2.)der visuelle: Galaxienbad in Virgo und Coma sowie ein Blick auf den Kometen 73P-C, wobei Punkt 1 Vorraussetzung für Punkt 2 war.
Starken Anteil am Gelingen hatte Wolfgang Ries, der mich noch just in time mit einer Autobatterie und Klemmen ausgestattet hat (vielen Dank, war perfektes timing!), die dann auch ohne zu streiken ca. 4h Dauer-Goto über sich ergehen lassen musste.
Am Hohloh (im Nord-Schwarzwald) angekommen lief der Aufbau und das Einnorden der HEQ5 reibungslos. Aufgesattelt wurde mein 8"f6 Orion-Leichtbaunewton und dann die Handsteuerbox und die Autobatterie angeschlossen (volle Konzentration, jetzt bloß nicht + und - vertauschen). Ich hörte inzwischen Peter (SausK) Flüche und Verwünschungen ausstoßen weil sein wichtigstes Kabel nahezu rettungslos kaputt war. Noch beim Losfahren hatten wir uns über so ein Szenario amüsiert (stell Dir vor, Du hast ALLES dabei und die Nacht scheitert an einem vergessenen Inbusschlüssel, hahaha).
Jetzt der magische Moment, das 2-Star Alignment: Arctur und Denebola ausgeguckt und angefahren, ein bisschen korrigiert, ENTER und "alignment successfull". Prima!
Welche Galaxie solls denn sein, es gibt gerade so viele? Die Wahl fällt nicht schwer: NGC4565 war früher meine Einstiegsdroge und darf die erste sein, ich seh sie ja sonst so selten. Also flux in die Steuerbox getippt, 3x Enter und ich bin gespannt wo der Newton hinfährt. Ein Blick ins Okular (32mm Erfle) zeigt einen ganz schwachen Strich ein Hauch von Galaxie, aber ich sehe sie und freu mich über beides, die funktionierende Technik und die Galaxie.
Jetzt steht mir der ganze Virgohaufen offen und ich springe mitten rein, an den Beginn der Markarian Kette zu M84. Ohne Probleme erkenne ich auch gleichzeitig M86 und NGC4388, ja sogar NGC4387 im 13mm Hyperion. Es ist so leicht hier draussen außerhalb der Stadt und so selbstverständlich, obwohl nun wirklich keine Nacht der Nächte ist.
Langsam füllt sich der Parkplatz mit Sternfreunden aus Karlsruhe.
Ich hüpfe wild im Galaxienhaufen von Virgo von Galaxie zu Galaxie und zähle sie jetzt nicht alle auf. Ich achte nicht großartig auf Strukturen (obwohl man das als ernsthafter Beobachter ja machen soll, mindestens eine halbe Stunde pro Fussel), aber heute bin ich kein ernsthafter Beobachter sondern ein verspielter und ich genieße die Beweglichkeit mit Goto und gleichzeitig die große Anzahl an Galaxien, die ich sonst nie zu sehen bekomme.
Dann fällt mir der Komet ein, der ja auch noch zu sehen sein soll, bzw. die drei Bruchstücke. 73P-C ist das hellste und ich finde es knapp östlich von a-Cor Bor fast auf Anhieb im 10x50 FG. Noch deutlicher wirds im 16x70 und im Newton erkennt man schön den Schweif. Ein zwar kleiner, aber hübscher Komet!
Jetzt fahre ich ein paar Standardobjekte an, M13, M92, M51, M101 und später noch M57. M13 begeistert mich heute sehr, im 5mm Hyperion spritzen und funkeln die Sterne nur so durchs Okular und fast sieht der Kugelsternhaufen aus wie eine Galaxie mit Spiralarmen senkrecht von oben betrachtet und aus allernächster Nähe. Ich suche ihn mehr als einmal auf in dieser Nacht.
Immer wieder suche ich die Galaxien in Virgo und Coma, einfach um mich satt zu sehen, wer weiß, wann ich wieder dazu komme.
Inzwischen ist es richtig kalt hier oben und ich bin froh, dass ich mich von den 24°C zu Hause nicht habe abhalten lassen die volle Winterbeobachtungsausrüstung mitzunehmen. Jetzt bin ich froh drum.
Um halbdrei in der Früh haben wir genug und sind auch ziemlich müde. Wir bauen ab und es gibt zumindest einen zufriedenen Peter in dieser Nacht.
gestern (21.04.) hatte ich die seltene Gelegenheit mit Peter (SausK) und mit voller Ausrüsrung einen RICHTIGEN Sternenhimmel aufzusuchen, zumindest theoretisch. Praktisch war das Seeing mäßig bei gelegentlichem Durchzug von kleinen Wolkenfeldern. Trotzdem hat es sich für mich gelohnt und für meine HEQ5 Goto Montierung sind ja gerademal 2 Sterne fürs Alignment nötig, so viele waren mindestens zu sehen! ;-)
Für mich standen zwei wesentliche Punkte auf dem Programm:
1.)Der technische: das Zusammenfügen aller Komponenten zu einem funktionierenden Goto-System und
2.)der visuelle: Galaxienbad in Virgo und Coma sowie ein Blick auf den Kometen 73P-C, wobei Punkt 1 Vorraussetzung für Punkt 2 war.
Starken Anteil am Gelingen hatte Wolfgang Ries, der mich noch just in time mit einer Autobatterie und Klemmen ausgestattet hat (vielen Dank, war perfektes timing!), die dann auch ohne zu streiken ca. 4h Dauer-Goto über sich ergehen lassen musste.
Am Hohloh (im Nord-Schwarzwald) angekommen lief der Aufbau und das Einnorden der HEQ5 reibungslos. Aufgesattelt wurde mein 8"f6 Orion-Leichtbaunewton und dann die Handsteuerbox und die Autobatterie angeschlossen (volle Konzentration, jetzt bloß nicht + und - vertauschen). Ich hörte inzwischen Peter (SausK) Flüche und Verwünschungen ausstoßen weil sein wichtigstes Kabel nahezu rettungslos kaputt war. Noch beim Losfahren hatten wir uns über so ein Szenario amüsiert (stell Dir vor, Du hast ALLES dabei und die Nacht scheitert an einem vergessenen Inbusschlüssel, hahaha).
Jetzt der magische Moment, das 2-Star Alignment: Arctur und Denebola ausgeguckt und angefahren, ein bisschen korrigiert, ENTER und "alignment successfull". Prima!
Welche Galaxie solls denn sein, es gibt gerade so viele? Die Wahl fällt nicht schwer: NGC4565 war früher meine Einstiegsdroge und darf die erste sein, ich seh sie ja sonst so selten. Also flux in die Steuerbox getippt, 3x Enter und ich bin gespannt wo der Newton hinfährt. Ein Blick ins Okular (32mm Erfle) zeigt einen ganz schwachen Strich ein Hauch von Galaxie, aber ich sehe sie und freu mich über beides, die funktionierende Technik und die Galaxie.
Jetzt steht mir der ganze Virgohaufen offen und ich springe mitten rein, an den Beginn der Markarian Kette zu M84. Ohne Probleme erkenne ich auch gleichzeitig M86 und NGC4388, ja sogar NGC4387 im 13mm Hyperion. Es ist so leicht hier draussen außerhalb der Stadt und so selbstverständlich, obwohl nun wirklich keine Nacht der Nächte ist.
Langsam füllt sich der Parkplatz mit Sternfreunden aus Karlsruhe.
Ich hüpfe wild im Galaxienhaufen von Virgo von Galaxie zu Galaxie und zähle sie jetzt nicht alle auf. Ich achte nicht großartig auf Strukturen (obwohl man das als ernsthafter Beobachter ja machen soll, mindestens eine halbe Stunde pro Fussel), aber heute bin ich kein ernsthafter Beobachter sondern ein verspielter und ich genieße die Beweglichkeit mit Goto und gleichzeitig die große Anzahl an Galaxien, die ich sonst nie zu sehen bekomme.
Dann fällt mir der Komet ein, der ja auch noch zu sehen sein soll, bzw. die drei Bruchstücke. 73P-C ist das hellste und ich finde es knapp östlich von a-Cor Bor fast auf Anhieb im 10x50 FG. Noch deutlicher wirds im 16x70 und im Newton erkennt man schön den Schweif. Ein zwar kleiner, aber hübscher Komet!
Jetzt fahre ich ein paar Standardobjekte an, M13, M92, M51, M101 und später noch M57. M13 begeistert mich heute sehr, im 5mm Hyperion spritzen und funkeln die Sterne nur so durchs Okular und fast sieht der Kugelsternhaufen aus wie eine Galaxie mit Spiralarmen senkrecht von oben betrachtet und aus allernächster Nähe. Ich suche ihn mehr als einmal auf in dieser Nacht.
Immer wieder suche ich die Galaxien in Virgo und Coma, einfach um mich satt zu sehen, wer weiß, wann ich wieder dazu komme.
Inzwischen ist es richtig kalt hier oben und ich bin froh, dass ich mich von den 24°C zu Hause nicht habe abhalten lassen die volle Winterbeobachtungsausrüstung mitzunehmen. Jetzt bin ich froh drum.
Um halbdrei in der Früh haben wir genug und sind auch ziemlich müde. Wir bauen ab und es gibt zumindest einen zufriedenen Peter in dieser Nacht.