Am Rand des Mondes "balanciert"

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Uwe65

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Hallo zusammen,

hier nur schnell ein wenig Genußspechteln, nur weil die Wolken mal eben weg waren. Folgend der Auszug aus meinen Notizen v. 19.10., 22:15 - 22:40 Uhr:

…und mache dort bei einem Mondalter von 14, 1 Tagen und einem Beleuchtungsgrad von 99,3 % spontan weiter.
Es scheint Dunst, Nebel oder was vergleichbares in der Luft zu liegen, denn das Licht wirkt „irgendwie gestreut“.
Das weite Becken von Grimaldi liegt markant vor dem Terminator. Nördl. schließt sich Riccioli an, dessen Ostrand unmittelbar am Terminator liegt. Weiter nach N fällt der Blick flach in die teilbeleuchteten Krater Hedin und Olbers, deren Grund noch teils im Dunklen liegt. Am Terminatorrand wandere ich weiter zum großen Krater Struve, der mir jetzt einfach mal sympatisch ist, weil ich seit Kurzem die Beobachtung von Doppelsternen für mich entdeckt habe – und dann ist da noch eine „Delle“, eine deutliche schwarze Einbuchtung im Mondrand oberhalb des Sinus Iridum. Der Rand der Delle ist der der Mondmitte zugewandte Kraterwall vom Krater Repsold. Der Anblick erinnert ein wenig an einen Keks, bei dem ein skeptischer Genießer ein Stückchen abgebissen hat. So kommen auch mal Krater zur Geltung die aufgrund ihrer Lage im „Zonenrandgebiet“ oftmals nicht die nötige Aufmerksamkeit erhalten.

Das hat jetzt keine besonderen Anspruch, aber wer mag, kann das in rd. 28 Tagen mal nachvollziehen. Ich bin auch immer froh, wenn ich besondere Librationsstellungen erwische, dann wird das noch besser. Beobachtet mit dem 90/600 Apo, 7,5mm Plössl (= 80x) und Graufilter sowie dem Reiseatlas Mond aus dem Oculum-Verlag. Der ist ganz praktisch am Teleskop. Mit anderen Werken rükl ich zuviel am Stativ herum :sneaky:.
Nutzt jemand ein App auf handy oder tablet bei Mondbeobachtungen und wenn ja, welche? Wenn man die auch noch in alle Richtungen spiegeln könnte, wäre das ideal

Viele Grüße
Uwe
 
Guten Abend Uwe!

Ich mag diese unkomplizierten Mondbeobachtungen auch sehr, danke für den Auszug aus deinen Notizen.

Ich habe ein APM 82 mm SD Fernglas (Vergrößerung meist zwischen ca. 37x und 94x).

Zur Orientierung am Mond benutzte ein tablet mit der LunarMap HD app. Die Ansicht kann man wohl auch spiegeln. Es war die erste app, die ich ausprobiert habe und bin zufrieden damit, möglicherweise gibt es bessere.
Zusätzlich habe ich mir die "Unified Geologic Map of the Moon" runtergeladen. Ich öffne dann beide gleichzeitig auf dem geteilten Bildschirm und lehne das tablet hinter den Okularen gegen den Leuchtpunktsucher. So muss ich nur ein wenig den Kopf heben um es zu sehen.

Mir persönlich macht es großen Spaß, meine Beobachtungen direkt mit der geologischen Karte zu vergleichen und so besser einordnen zu können (z.B. das relative Alter der Krater usw.).

Viele Grüße
Ingo
 
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