Andromeda-Galaxie mit 76/700er Newton

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Alex221

Mitglied
Hallo,

Ich versuche bereits seit Tagen die Andromeda-Galaxie zu beobachten. Leider finde ich sie einfach nicht.
Durch die Software "Stellarium" weiß ich, wo die Galaxie zu finden ist, doch leider sehe ich nix.
Ist es mit einem 76/700er Newton überhaupt möglich die Galaxie zu sehen?
Wenn ja, inwiefern spielt die Lichtverschmutzung eine Rolle? Saturn sehe ich ja trotz Lichtverschmutzung bzw. am frühen Abend sogar noch sehr gut. Wie ist das bei Galaxien oder Nebel? Muss es stockdunkel sein? Der Mond ist ja auch gerade sehr hell, was das Beobachten ebenfalls schwierig macht.

VG Alex
 
Hallo,

ja, klar ist das möglich. Die Andromedagalaxie kannst du von jedem nicht extrem lichtverschmutzten Standort aus problemlos schon mit bloßem Auge sehen, und mit 76mm Öffnung ist sie schon ein sehr helles, ausgedehntes Objekt. Lichtverschmutzung mindert die Sichtbarkeit von Galaxien und Nebeln natürlich sehr stark, und Lichtverschmutzung plus Vollmond ist eine noch üblere Kombination. Trotzdem müsstest du, wenn du an der richtigen Stelle warst und dein Beobachtungsplatz nicht gerade der Times Square ist, im Teleskop zumindest den Kern erkennen können. Kennst du dich denn schon etwas am Himmel aus und erkennst auf Anhieb die helleren Sternbilder, oder hast du trotz App eher auf gut Glück gen Himmel gezielt?
Es fragt sich auch, welche Erwartungen du an Galaxien hast. Die Andromedagalaxie erscheint im Teleskop wie die meisten anderen Galaxien als länglicher, grauer Lichtfleck, in dem du keine Details siehst außer der größeren Helligkeit des Kernbereichs ggü. den Außenbereichen (Unter guten Bedingungen sind allerdings auch zwei Satellitengalaxien und unter sehr guten Bedingungen das größte Staubband erkennbar). Vielleicht hast du also ohnehin wenigstens den Kern als Lichtklecks mal im Okular gehabt, ihn aber nicht als Galaxie identifiziert.

CS,
Fabian
 
Hi Fabian,

Danke für deine Antwort.
Also, ich kenne die Sternbilder Kassiopeia, Andromeda und Pegasus, die ja wichtig sind, um die Galaxie zu finden. Ich weiß schon genau, wo ich schauen muss, aber ich bin mir nicht sicher, wie ich sie wahrnehme. Ich kenne ja nur die Fotos, die man hier im Forum oder in Büchern sieht. Dass ich sie so nicht sehen werde ist mir klar. Ich dachte aber, ich müsste wenigstens so nebelartige Gebilde sehen um das Zentrum. Das habe ich bisher leider nicht.
Eine starke Lichtverschmutzung haben wir hier nicht, also sollte ich sie sehen können.
Ich versuche es weiter.

VG Alex
 
Moin Alex!

Dein kleiner Tchibo-Torpedo mit den engsichtigen Okularen ist auch nicht unbedingt eine ideale Suchhilfe. Nimm dir wenigstens ein Fernglas mit nach draußen, dann weißt du, was du erwarten kannst.

Die And-Galaxie läuft man eigentlich eher vom Pegasus-Viereck aus an und geht dann von in der linken oberen Ecke aus die Andromeda-Sternenkette ab. Die zeigt auch praktischerweise genau auf Perseus. Am zweiten Stern nach dem Peg-Viereck (β And, auffallend orange) biegste nach oben zu einer kleineren Sternkette ab. An deren Ende ist dann die Galaxie.

Wie geschriegben: Mit Fernglas leicht aufzufinden, bei modlosem Himmel sehr oft auch mitbloßem Auge. Bei Vollmond, zu tiefem Stand und diesigem Himmel läßt man das, außer man weiß genau, wo man hin muß.
 
Hey Micha,

Ich habe es genauso gemacht, wie du es beschrieben hast.
Auch mit dem Fernglas habe ich es versucht. Vielleicht ist es wirklich zu hell hier, wegen des tiefen Stand und dem hellen Mond.
Wichtig war mir zu wissen, dass ich die Galaxie überhaupt durch mein kleines Teleskop sehen kann. Ich versuche es weiter.

VG Alex
 
Alex,

> dass ich die Galaxie überhaupt durch mein kleines Teleskop sehen kann.

Im Prinzip schon, nur würde ein kleines Teleskop mit mehr Gesichtsfeld einen weitaus besseren Anblick liefern. Ich habe früher auch mehrere 76er Newtons besessen (und das "Tchbo-FAQ" geschrieben). Damit war ich aber schnell drauf aus, wenigstens 1,25"-Okulare einsetzen zu können.

Es gibt beim TS bspw. gute Plössl-Okulare mit Adaption auf 0,96". Ich hatte seinerzeit ein 25er Okular aus der Serie. Das war dann ein richtig schönes Übersichtsokular für die damalige Zeit (vor 15-17 Jahren). Bis 25 mm (28fach) kann man ohne Randabschattung gut gehen, denn die 0,96"-Steckhülse hat ca. 23 mm Durchlaß.
 
Micha, bei meinem Teleskop konnte ich den Ring am Okularauszug entfernen, so dass dort 1,25" Okulare reinpassen. Habe mir nämlich ein 6,3mm Plössl für bessere Planetenbeobachtungen gekauft.
Da ich zur Zeit für ein besseres Equipment spare, möchte ich für dieses Teleskop nicht mehr viel Geld ausgeben.
Ich bin eine Balkon-Beobachterin und da Jupiter und Venus zur Zeit nicht zu sehen sind und Saturn demnächst vor dem Haus verschwindet, wollte ich mal noch andere Objekte beobachten.

VG Alex
 
Alex,

> bei meinem Teleskop konnte ich den Ring am Okularauszug entfernen, so dass dort 1,25" Okulare reinpassen.

Na siehste, das ist doch gut. Vielleicht läuft dir ja noch irgendwo ein günstiges 1,25" WW-Okular über den Weg. Neu gibt's sowas schon für unter 50 EUR. Würde sich m.E. auch lohnen.

Viel Erfolg bei der weiteren Suche!
 
Danke. Ich halte die Augen offen.
 
Hallo Alex,

gegen 4 Uhr steht die aktuell im Zenith. Warte noch ein paar Tage bis der Mond fort ist, dann sollte es klappen. Am besten mal mit dem Fernglas "vor" suchen.

Gruß
Lothar
 
Hallo Uwe, Hallo Lothar,

vielen Dank für eure Tipps.
Sobald es wettertechnisch wieder besser aussieht starte ich einen neuen Versuch. Sollten Treffen hier in der Region sein, versuch ich dran teilzunehmen und mal durch andere Teleskope zu schauen.

VG Alex
 
Hi Alex,

ich habe auch gerade ein TCM günstig gekauft. Sag mal, hast Du einen Tipp für die Justage des Suchers?
Ich finde, mit den 3 Schrauben komme ich nur annähernd dahin, wo das Teleskop hinschaut.
 
Hallo Manfred,

Also, bei meinem Teleskop ist der Sucher auch ungenau. Wenn ich einen Stern in der Mitte des Suchers habe, dann sehe ich ihn nicht durch das Okular, sondern muss das Teleskop noch ein wenig bewegen.
Ich habe es leider auch nicht besser hinbekommen.


VG Alex
 
Hi Alex,

danke für Deine Antwort. Ich dachte schon, ich stelle mich zu dumm an.
Freue mich schon auf den ersten Mond; konnte es leider noch nicht ausprobieren. Sollte mir mein neues Hobby gefallen, werde ich mir was Besseres holen.
 
Moin zusammen!

Ich hab' mir damals einfach einen ordentlich einstellbaren 6x30-Sucher besorgt. Entweder man schraubt die Halterung direkt an oder nimmt die Skywatcher-Basis mit Prismenhalterung. Die vorhandenen Löcher im Tubus passen.

Die 5x24-Mikrosucher, die zudem auch noch stark abgeblendet sind, taugen eher was für die Tonne. Man kann sich damit behelfen, den vorderen Teil der Halterung mit Tesa zu umwickeln, damit das System wenigestens auf die Einstellschrauben reagiert. Die letzten Tchibos hatten eine Leuchtpunktpeiler serienmäíg, die gibts auch schon für unter 20 EUR neu zu kaufen.
 
Hi Micha,

danke für Deine Tipps. Muss mal googlen, wie ein Leuchtpunktsucher funktioniert.

Werde auch den Tipp mit Tesa mal ausprobieren, obwohl mir noch nicht ganz klar ist, wo ich da das Tesa anbringen soll.
 
Hi Manfred,

den Mond findest du auch ohne den Sucher ;-) Und wenn du dann ein paarmal geschaut hast, dann klappt das auch so ganz gut. Ich hab mich dran gewöhnt, dass der Sucher nicht so toll ist.
Ich will mir auch ein besseres Equipment zulegen, da die ersten Beobachtungen mit dem kleinen Teleskop schon sehr beeindruckend sind.

Ich spare momentan für das neue Teleskop und will daher kein Geld mehr für mein jetziges ausgeben. Ich komme so ganz gut klar.

Viel Spaß beim Beobachten.

VG Alex
 
Hi Manfred,

ich hab zwar Skype, nutze es allerdings so gut wie nie.

VG Alex
 
Hallo Manni und Alex,

der Sucher läßt sich schon etwas "tunen". Zuerst die Öffnung: Meist ist eine Blende hinter dem Objektiv, welche optische Fehler veringern soll, aber viel Licht abblockt. Daher Objektiv abmachen, Blende rausziehen, Blende aufbohren (oder besser innen abschleifen), wieder einsetzen, Objektiv befestigen. Ganz ohne Blende ist das Bild zu schlecht, daher würde ich nicht dazu raten, sie wegzulassen.

Dann das Gewackel: Tesa hilt, Moosgummi ist praktischer, sofern man es zwischen Suchertubus und Sucherhalterung bekommt.

Zuletzt die Einstellung: Statt drei Schrauben nur zwei benutzen und die dritte durch ein Stückchen Moosgummi ersetzen. Das ergibt eine ähnliche Konstruktion wie bei den Skywatcher-Suchern mit ihrer Gegendruckfeder.

Zusatz: Manchmal ist die Basis so kippelig an den Tubus gepreßt, daß sie schon dort wackelt oder sich verschiebt. Abfeilen und/oder lufttrocknende Modelliermasse (bzw. Epoxidkitt) helfen.

Anschließend sollte der Sucher deutlich besser zu verwenden sein.

Grüße

fquadrat
 
Moin Manfred!

> obwohl mir noch nicht ganz klar ist, wo ich da das Tesa anbringen soll.

Ich hab die Stelle mal auf dem Foto unten markiert. Der Klebestreifen wird so angebracht, daß der Sucher vorn in der Halterung fast kein Spiel mehr hat, im hinteren Bereich mit den Eistellschrauben aber bewegt werden kann. Sollte eigentlich klappen.
 

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Guten Morgen Winnie und Fquadrat,

vielen Dank ihr beiden, für die Tipps. Ich werde es heute gleich mal ausprobieren.

Wünsche euch einen schönen Tag.
 
Hallo Manfred,

Wenn Du überhaupt nicht mit dem Sucher klar kommst, kann es das einfachste sein Okular und Objektiv des Suchers komplett auszubauen und einfach durch das leere Rohr hindurch zu peilen. Das funktioniert überraschend genau wenn Du ein helles Objekt aufsuchen willst. Auch Deepskyobjekte kannst Du so anpeilen, wenn Du einen brauchbaren Sternatlas hast.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo an alle,

vielen Dank für die Tipps. Werde das ein oder andere auch mal testen.

VG Alex
 
Guten Morgen Marcus,

daran habe ich noch gar nicht gedacht. Das werde ich natürlich sofort probieren, wenn der Himmel mal wieder klar ist. Im Moment Dauerregen in Hannover und nur 13°.

Danke Dir
 
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