Andromedagalaxie

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Alex221

Mitglied
Hallo Astro-Freunde,

Da momentan der Himmel so schön klar ist, habe ich vorhin mein Teleskop aufgestellt und mich mal wieder auf die Suche nach der Andromedagalaxie gemacht. Und siehe da, ich habe sie endlich gefunden :)
Sie zeigte sich mir als ein diffuser, grauer, ovaler Fleck, dessen Zentrum am hellsten leuchtete. Mehr war leider mit meinem kleinen Newton nicht zu sehen.
Wieder einmal bin ich beeindruckt, wenn ich ein weit entferntes Himmelsobjekt mit eigenen Augen sehen kann. Leider war ich auch etwas enttäuscht, da ich diese tollen Fotos der Andromedagalaxie kenne. Aber einen solchen Anblick werde ich mit meinem Newton wohl nicht bekommen.
Trotzdem war es eine Freude, sie endlich gefunden zu haben. Bei meinen letzten Versuchen war der Vollmond in der Nähe der Galaxie, was die Suche für mich erschwerte.

VG Alex
 
Hallo Alex,

da die Andromedagalaxie sehr ausgedehnt ist, kommt es gar nicht so sehr auf die Größe des Teleskops an. Will man das Objekt noch komplett sehen, bringen hohe Öffnungen nicht viel, weil man das Mehr an Öffnung nicht nutzen kann. Na gut, in Deinem Fall wäre die doppelte Öffnung durchaus noch sinnvoll.

Die Außenbereiche haben eine mickrige Flächenhelligkeit, da hilft nur die Fotografie - sofern Du schon unter einem wirklich dunklen Himmel beobachtet hast. Andernfalls solltest Du das mal probieren. Dann werden auch die beiden Begleiter auffällig.

Ich sehe gerade, daß Du mit 24,5 mm Steckmaß arbeitest, das ist bei 700 mm Brennweite zu wenig für einen vollständigen Andromedanebel. 1,25" sind deutlich besser und 2" auch nicht verkehrt.

Grüße

fquadrat
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo fquadrat, hallo Uwe,

Ich glaub, ich sollte wirklich mal auf ein Feld oder so fahren und mir die Galaxie dann nochmal anschauen. Viele störende Lichtquellen gibt es bei mir zuhause zwar nicht, aber vielleicht war es trotzdem nicht dunkel genug.

VG Alex
 
Moin Alex!

Mach doch einfach mal, was man dir vorschlägt! Den Tip mit dem FG hast du bereits zu deinem fehlgeschlagenen AND-Beobachtungsversuch vor einem Monat von mir bekommen, Zitat:

"Dein kleiner Tchibo-Torpedo mit den engsichtigen Okularen ist auch nicht unbedingt eine ideale Suchhilfe. Nimm dir wenigstens ein Fernglas mit nach draußen, dann weißt du, was du erwarten kannst."

Bin ein bißchen von dir enttäuscht... :confused:
 
Hallo Micha,

Verstehe deinen Kommentar nicht so ganz. Ich habs zwar nicht in meinen Text geschrieben, aber ich habe das Fernglas verwendet und gesehen, wo die Galaxie ist.
Ich habe auch schon bei meinen vorherigen Suchen das Fernglas verwendet, aber da es dort aufgrund des Mondes zu hell war, half mir auch das Fernglas nicht.

Ich nehme die Vorschläge gerne an und setze sie um. Also erst mal fragen, bevor man gleich enttäuscht ist.
Bin ja schließlich hier, um Tipps zu erhalten bzw. um mich auszutauschen.
 
Hi Alex,

nicht verzagen, als ich vor über 40 Jahren mit meinem 60/700 Refraktor von Neckermann auf die Andromeda GX schaute und eigentlich sowas wie ne US amerikanische Mount Palomar Aufnahme aus dem Astrobuch erwartete, war ich auch ganz enttäuscht.

Spätere Teleskope wie das Lidlscope 70/700 oder mein Richfielder 102/500, dann später ein Vierzöller 10/1000 und ein 10ner Dob und mein 6 Zoll FH als auch mein 16ner Dobson bringen nicht wirklich viel mehr an Einzelheiten bei dieser GX heraus, das hat mich nun beruhigt und viele bestätigen, dass bei dieser GX der helle Kern einfach alles überstrahlt und fast nur fotographisch zufriedenstellende Details herauskommen, wie hier auch schon angesprochen - möglicherweise unter extrem guten Verhältnissen, sieht man ansatzwweise die Ausbuchtungen der Strudel um den Kern.

Diese GX ist ja sehr raumfüllend! Sie sprengt sogar mein 42mm Oku in zwei Zoll am 16ner Dobson!
Was mich an ihr immer so fasziniet ist ihre räumliche Ausdehnung! Und da ich sehr romantisch drauf bin auch die Möglichkeit in sie hineinzuträumen!!!!!!!! Fremde Welten ganz in galaktischer NÄhe, wenn man so will ........ich versinke jedenfalls doch immer in Ehrfurcht und genisse diese Herbstnächte mit ihrem Anblick. Sei nicht entmutigt, auch in kleinen Teleskopen sieht sie schön aus, nur halt kleiner, mehr aber auch nicht.
Bitte nicht vergrössern, nimm die allerkleinste Vergrösserung, ok? Weist du sicherlich schon.

Bleib dran am Okular und weiterhin viel Spass mit deiner Einstiegsdroge...es wird weitergehen

Gruss von Anette
 
Bei Mondschein sollte man nicht auf Galaxienjagd gehen, schon gar nicht bei Vollmond.
Fahr mal in einer mondlosen Nacht raus an einen echt dunklen Fleck.
Da siehst Du schon mehr. Vielleicht auch die beiden dunklen Staubbänder die ich von la Palma aus so schön sehen konnte.
 
Hallo Alexendra,

nicht unterkriegen lassen. Mit der Zeit bekommst Du mit, wie einige hier ticken. Micha wäre als Lehrer halt komplett ungeeignet, so ungeduldig wie er mit seinen Schülern/Schäfchen ist ;-)

Ich singe mal das gleiche Lied wie Anette. M 31 war jahrelang kein interessantes Objekt in größeren Teleskopen für mich. Das hat sich seit dem im September statt gefundenen Herzberger Teleskoptreffen komplett geändert. Man braucht nur gute Bedingungen, dann wird auch diese Galaxie sehr interessant. Dazu habe ich an anderer Stelle hier im Forum schon etwas geschrieben, ich will deshalb hier nichts wiederholen.
Nur in einem will ich Anette nicht zustimmen. Ich würde immer mehrere Vergrößerungen probieren, auch bei M 31 und guten Bedingungen. Es gibt viel zu entdecken!

Beste Grüße

Rene
 
Hallo Anette, hallo Michael

Ich denke, es lag wirklich daran, dass es hier nicht stockdunkel war, dass ich nur einen diffusen Nebel gesehen habe. Die Form und den hellen Kern konnte ich aber gut erkennen.
Dass ich nicht weiter vergrößern brauch, weiß ich :)

Werde wirklich mal an einen dunkleren Ort fahren und sie von dort beobachten.
Bin trotzdem begeistert, dass ich sie sehen konnte. An nem dunklen Platz kanns nur besser werden ;-)

VG
Alex
 
Moin René!

> Micha wäre als Lehrer halt komplett ungeeignet

Das würde ich so nicht sagen: Ich habe jahrelang Öffentlichkeitsarbeit in einer Vereinssternwarte gemacht und kann Zusammenhänge sehr gut erklären (bilde ich mir ein). Was ich nicht abkann, sind beratungsresistente Anfrager, die immer wieder gegen denselben Poller laufen. "Nimm dir ein Fernglas mit, schau dir das an, wenn der Mond nicht scheint und das Objekt hoch am Himmel steht" - das kannst du predigen, bis der Arzt kommt. Daß man beim Blick durch Kleinst-Optiken keine Hubblebilder erwarten kann, sollte nun wirklich sonnenklar sein.

Ich bin für "Lernen durch Schmerz"! :biggrin:
 
Hi Rene,

Danke für den Tipp. Probiere dann auch andere Vergrößerungen mal aus.

@Micha
Ich habe deinen Tipp angenommen. Ich hatte es nur nicht in meinem Post geschrieben, wie bereits erwähnt. Bin also keiner der beratungsresistenten Anfänger!!!
Und nur, weil ich nicht geschrieben habe, dass ich zuvor ein Fernglas benutzt habe, darfst du nicht automatisch annehmen, dass ich Tipps nicht annehme.

Ist also alles gut und ich bin natürlich dankbar für den Tipp. :biggrin:
Und freue mich auch auf weitere Tipps/Ratschläge, wenn ich mal wieder Fragen habe.

VG Alex
 
Hallo Alex,

ich glaube auch unter sehr dunklem Himmel geht mit deinem Dreizöller nicht so richtig viel bei M31. Bei mir brauchte es 12 Zoll plus guten Landhimmel, damit ich erstmals Staubbänder sehen konnte.

Dabei half auch ein Tipp den ich in Foren erstaunlich selten finde und in irgendeinem YouTube Video gelernt habe. Teleskop bei der Beobachtung leicht (=ruhig und nur in einer Achse) hin und her schwenken, dann erscheinen mitunter mehr Details. Dazu bedarf es allerdings einer insgesamt stabilen Montierung, die du vielleicht ja auch nicht hast. Ein "Zittern" des Bildes bringt nichts.

Mit den kleinen Öffnungen sind meiner bescheidenen Meinung nach offene Sternhaufen am reizvollsten, einige helle planetarische Nebel gehen vllt. auch noch. Die würde ich an deiner Stelle erstmal anpeilen. Bei den diffusen Galaxien ist Frust vorprogrammiert.

VG & CS
Klaus
 
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