Anfäger braucht Hilfe bei Orientierung

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MacBoss28

Neues Mitglied
Hallo,

Ich bin Anfänger und komplett neu hier in diesem Forum. Ich besitze einen Skywatcher 150/750 mit zwei Okularen: einem 10mm, einem 25mm und zusätzlich einer 2x Barlowlinse.

Diese Woche konnte ich das Teleskop das erste mal richtig benützen. Leider hat es aber noch nicht so richtig funktioniert, was sicher mein Fehler war ...
Obwohl ich mich vorher genau über polare Ausrichtung, Orientierung am Himmel usw. informiert habe, habe ich es einfach nicht geschafft zb. M13 ins Bild zu bekommen ...

Ich komme einfach mit dem verkehrtem Bild nicht zurecht, wenn ich durch meinen Sucher schaue...
Natürlich habe ich versucht mir die hellsten Sterne herauszunehmen und dann von einem zum anderen zu springen um an mein Zielobjekt zu kommen. Aber im Sucher erscheinen ja alle heller (und eben komplett verschoben) und ich wusste nie wo ich jetzt bin und zu welchen Stern ich muss ...
Wie macht ihr das? Gibt es da ein paar Tricks oder ist das nur Übung?
Beim nächsten mal werde ich es mal mit Koordinaten versuchen. Aber ich habe gehört, dass soll ziemlich ungenau sein...

Mein einziges Erfolgserlebnis war der Saturn, wobei das Bild ziemlich geruckelt und gewackelt hat und die Ringe waren nur im Ansatz zu erkennen. Da hatte aber nicht ich sondern das schlechte Seeing durch die warme Luft über dem Asphaltboden schuld :)

Schöne Grüße
Christian
 
Hallo Christian,
Zitat von MacBoss28:
Ich komme einfach mit dem verkehrtem Bild nicht zurecht, wenn ich durch meinen Sucher schaue...
in aller Kürze: zusätzlich zum Sucher würde ich mal einen (günstigen) Peilsucher (Leuchtpunktsucher, Rigel Quickfinder, Telrad) montieren. Kostet vielleicht ein wenig, aber es hilft ungemein. Ich selbst nutze nur den Rigel Quickfinder. "Starhopping" betreibe ich dann direkt am Okular. Der Vorteil vom Peilsucher: Du betrachtest den Himmel mit freiem Auge, nur das eben ein Punkt oder Zielkreise "an den Himmel projiziert" werden.

Gruß, Robert
 
Hallo Christian,

Betonfußboden ist die schlechteste aller Varianten, wenn den ganzen Tag die Sonne drauf brettert. Durch die gespeicherte Wärme und die aufsteigende warme Luft, hast du immer schlechtes Seeing :neinnein:
Also lieber auf die Wiese und so das du nicht über die Betonfläche schaust, das selbe gilt für Dächer und Häuser überhaupt.
Meist kann man es sich aber nicht aussuchen, auf alle Fälle aber minimieren.
Zitat:--->Ich komme einfach mit dem verkehrtem Bild nicht zurecht, wenn ich durch meinen Sucher schaue... <---
Ja, alles nur Übung, am Anfang richtig schwer! Wird aber besser je mehr man übt!! Nettes Gehirntraining, denk ich mir immer so rosten die grauen Zelle ne ein :biggrin:
Sowieso sind alle Objekte im Zenit mit einen äquatoriale montierten Teleskop schwer zu finden, so ging mir es jedenfalls. Also erstmal "Horizont nah" üben, z.B. M31, später dann Hi und Chi im Perseus :super:

Dran bleiben, aller Anfang ist nicht leicht :huhu:

Grüße Uwe



 
Vielen Dank für die schnellen Antworten!!

Ja ich weiß das mit dem Betonboden war nicht optimal, aber das war der einzige Platz wo es halbwegs dunkel war. Und im Acker stehen ist auch nicht so optimal ...Aber diesen Samstag kann ich zu einem besseren Ort (wenn das Wetter mitspielt).

Zu dem Tipp mit dem Pfeilsucher ... Wenn ich da mit freiem Auge reinschaue, kann ich den dann auch präzise mit dem Teleskop ausrichten, sodass dann bei höheren Vergrößerungen keine zu großen Fehler entstehen?

Vielen Dank im Vorraus!
Schöne Grüße, Christian
 
Moin Christian!

Die Dinger heißen PEILsucher und dienen dem einfacheren Zielen auf die Objekte am Himmel. Üblicherweise prüft man dann die Position im Teleskop mit der niedrigsten Vergrößerung (hier: das 25er Okular) und vergrößert erst höher, wenn man sich sicher ist, das Objekt auch gefunden zu haben.
Natürlich müssen sowohl Peilsucher als auch Sucherfernrohr auf die Hauptoptik eingestellt sein. Das macht man am besten an einem fernen Objekt tagsüber und beim Peiler am hellen Stern in der Nacht.
Das sogenannte "Starhopping" muß man üben, das ist leider so. Auch an den Anblick im Okular gewöhnt man sich nach einiger Zeit. Da mußten wir alle mal durch.
Besorge Dir einen Einsteiger-Sternenatlas wie den Karkoschka "Atlas für Himmelsbeobachter" oder den Deep-Sky-Atlas, der auch noch mit Telrad-Peilmarken versehen ist. Zur ersten globalen Orientierung brauchst Du eine drehbare Sternenkarte. Gibt's alles im Buchhandel.
 
Hi!

Zitat von MacBoss28:
Den Newton oder den Refraktor?

Ich komme einfach mit dem verkehrtem Bild nicht zurecht, wenn ich durch meinen Sucher schaue...
Verkehrt in welchem Sinne? Es gibt Sucher mit 90°-Prisma oder -Spiegel, welches das Bild in einer Richtung umkehren, und Geradsichtsucher, welche das Bild in zwei Richtungen umkehren. Letzteres entspricht einer Rotation um 180°.

Die Rotation des Bildes läßt sich durch eine Rotation der Aufsuchkarte kompensieren, die einseitige Umkehr nur durch eine Spiegelung der Karte.

Natürlich habe ich versucht mir die hellsten Sterne herauszunehmen und dann von einem zum anderen zu springen um an mein Zielobjekt zu kommen. Aber im Sucher erscheinen ja alle heller (und eben komplett verschoben) und ich wusste nie wo ich jetzt bin und zu welchen Stern ich muss ...
Nicht unbedingt helle Sterne sind interessant, sondern oft Muster aus Sternen: "Diese Sterne bilden eine Kette, welche auf eine Kette zielt, welche, wenn man ihren Bogen in diese Richtung verlängert, den Weg auf M 101 weist."

Der Rest ist Übung. Man muß lernen, wie weit die Sterne, welche im Atlas einen bestimmten Abstand haben, im Sucher auseinander stehen. Das klappt besser, wenn der Sucher nur eine kleine Vergrößerung hat. Der Rat mit dem Peilsucher ist daher ganz vernünftig. Aus diesem Grund würde ich auch Winkelsucher nicht unbedingt empfehlen: Man kann nicht so leicht an ihnen entlangpeilen ...

Grüße

fquadrat
 
Nochmals danke für die vielen Tipps :)

Ich hab einen Newton und das Bild im Sucher ist um 180° umgekehrt ...
Ich werde mir gleich nächste Woche so einen Peilsucher zulegen. Ich hätte diesen hier in Aussicht:
Starpointer mit Halterung
Wenn in der Beschreibung steht "passt auf Standard Sucherschiene nehme ich an damit ist eh so eine gemeint ... Sucherschiene oder?

Schöne Grüße
Christian
 
Hi
das mit dem Sucher kenne ich auch von meiner Anfangszeit.
Wenn Sucher und Scope dann noch unterschiedlich orientiert sind ist es noch besser ;)
Lange Rede, suche Dir ne Peilervariante aus. Das klappt normal sehr gut.
Ich arbeite mit einem einfachen Leuchtpunktsucher bei 1600mm Brennweite. Gut auf das Teleskop ausgerichtet muss er sein.
Wie geh ich vor zum Einstellen?
Peilsucher auf hellen Stern stellen - z.B: Wega.
Okluar mit großer Brennweite ins Teleskop stecken und schauen. Dann stelle ich den Stern im Okular in die Mitte und richte anschließend den Peiler darauf aus. Dann wechsele ich noch auf V= 130fach und mache kurz feinjustage der Ausrichtung. Das ist in 2 Minuten gemacht.
Klassiker wie M13 stelle ich so mit V > 200fach oft direkt ein. Das ist dann nur Übung. Viel Erfolg

Wie das finden dann funktioniert erkläre ich auf meiner Hp unter Praxis Peilsucher ;)
CS
 
Zitat von MacBoss28:
Ich hab einen Newton und das Bild im Sucher ist um 180° umgekehrt ...
Gut, dann kann man die Lage der Sterne im Atlas der im Sucher anpassen, indem man den Atlas dreht. Daran, daß der Sucher vergrößert, gewöhnt man sich.

Wenn in der Beschreibung steht "passt auf Standard Sucherschiene nehme ich an damit ist eh so eine gemeint ... Sucherschiene oder?
Ja.

Grüße

fquadrat
 
Vielen Dank!
Die Homepage kannte ich schon! Sehr hilfreich! :)

Ich habe mich jetzt auch mal ein wenig über das Telrad informiert... Machen diese 3 Ringe denn wirklich einen so großen Unterschied gegenüber dem Leuchtpunktsucher beim Auffinden von Objekten? Beim Leuchtpunktsucher sehe ich ja schließlich auch die umliegenden Sterne um mich zu orientieren ....

Also ich tendiere da mehr Leuchtpunktsucher...
Was denkt ihr?

Grüße,
Christian
 
Zitat von MacBoss28:
Also ich tendiere da mehr Leuchtpunktsucher...
Was denkt ihr?
Einige Leuchtpunktsucher haben das Problem, dass der Leuchtpunkt zu hell ist, sodass es die Dunkeladaption beeinflussen kann oder aber schwächere Sterne im Bereich des Leuchtpunktes nicht mehr erkannt werden. Es lässt sich damit aber dennoch gut peilen. Beim Telrad und Rigel kann die Helligkeit jedenfalls stufenlos gedimmt werden. Durch die Zielkreise, welche einen definierten Durchmesser am Himmel haben (0.5°, 2° und beim Telrad noch 4°) kann man dann auch Abstände von Objekten zu benachbarten Sternen besser abschätzen. Schau einfach mal auf die Probeseiten des Deepsky Reiseatlas.

Mit ein wenig Glück bekommst du den Rigel gebraucht für 30 Euro. Ein Leuchtpunktsucher neu kostet kaum weniger.

Also: Mit beiden Varianten kann man gut auskommen, Rigel und Telrad halte ich aber langfristig für die bessere Entscheidung. Im Falle deines doch eher kleinen Newtons würde ich zum Rigel tendieren, da relativ klein und leicht.
 
Bringt man denn den Rigel auch so wie das Telrad an? Also mit so einer Art Klebeband? Geht das nicht auch auf die Standard Sucherschiene?
Oder wird der rechts vom normalen Sucher platziert?
 
> Bringt man denn den Rigel auch so wie das Telrad an? Also mit so einer Art Klebeband?

Ja. Du kannst die Basis - wie beim Telrad - auch anschrauben.

> Geht das nicht auch auf die Standard Sucherschiene?

Nein.

> Oder wird der rechts vom normalen Sucher platziert?

Wo Du lustig bist und Platz ist.
 
Vielen Dank für all die gute Beratung!!
Ich habe mich jetz endgültig für den Rigel Quickfinder entschieden. Zusätzlich werde ich mir auch den Deep Sky Reiseatlas zulegen ...

Kennt ihr einen Online Shop wo es den Rigel relativ günstig gibt. Überall wo ich ihn finde ist er nämlich teurer ( ~55 - 60€) als das Telrad ...

Schöne Grüße, Christian
 
Zitat von Blackbert:
Zitat von MacBoss28:
Also ich tendiere da mehr Leuchtpunktsucher...
Was denkt ihr?
Einige Leuchtpunktsucher haben das Problem, dass der Leuchtpunkt zu hell ist, sodass es die Dunkeladaption beeinflussen kann oder aber schwächere Sterne im Bereich des Leuchtpunktes nicht mehr erkannt werden. Es lässt sich damit aber dennoch gut peilen. Beim Telrad und Rigel kann die Helligkeit jedenfalls stufenlos gedimmt werden.

Hi Bert

das muss dann aber ein exotischer Vertreter sein. Sowohl der normale Peiler der zu den kleinen Skywatchergeräten kommt als auch der Skysurfer III von Baader sind dimmbar und der Punkt ist rot.
Wenn diese die Adaption stören würde, denn dürfte man Rigel und Telrad gar nicht verwenden. Tun sie aber nicht.

Wenn es einen solchen Peiler gibt, der so hell und dimmbar ist, dass er stört, dann benenne ihn bitte.
Solche sollte man natürlich meiden.
CS
 
Zitat von Antares:
das muss dann aber ein exotischer Vertreter sein. Sowohl der normale Peiler der zu den kleinen Skywatchergeräten kommt als auch der Skysurfer III von Baader sind dimmbar und der Punkt ist rot.
Wenn diese die Adaption stören würde, denn dürfte man Rigel und Telrad gar nicht verwenden. Tun sie aber nicht.
Dimmbar ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit ausreichend schwachem Licht. Und rot ist auch nicht gleich rot. Zum Beispiel ist die Rotlichtlampe von Skywatcher stufenlos dimmbar. In der schwächsten Stufe blendet diese mich, zum Kartenlesen einfach zu hell. Ebenso die ehemaligen Kopflampen von Astroleuchten kamen mir wie Frontscheinwerfer vor. Bei einem Bekannten durfte ich mal durch einen einfachen Leuchtpunktsucher schauen: Punkt sollte man es lieber nicht nennen, da schon sehr großflächig. Auch der war schon sehr hell und konnte nur in wenigen Stufen gedimmt werden. Das Anpeilen von sehr schwachen Sterne für mich jedenfalls nur schwer möglich. Beim Rigel kann man jedenfalls stufenlos bis in den Auszustand dimmen. Da blendet mich jedenfalls nichts mehr und die Kreise sind um einiges feiner als mancher "Leuchtpunkt". Natürlich gilt das nicht für alle Leuchtpunktsucher, aber von einem günstigen Model würde ich eben keine "Wunder" erwarten.

Und alles, was nur ein wenig blendet, auch wenn es rot ist, stört einfach die Dunkeladaption. Und deshalb fallen bei mir einfach viele Rotlichtlampen durch (ich bin da anscheinend sehr sensibel :blush:) . Meine Fahrradrücklicht mit Potentiometer ist den meisten schon zu schwach, für mich selbst fast noch zu hell. Das ist wie vieles in diesem Hobby sehr individuell.
 
Ich arbeite seit Jahren mit der Kombination "Telrad + Deep Sky Reiseatlas". Das funktioniert absolut hervorragend, egal ob 8" oder 16".
Der "Deep Sky Reiseatlas" ist für mich das ergonomischste und am schnellsten bedienbare Kartenwerkzeug überhaupt.
Die Dimmfunktion hat mir beim Telrad immer völlig ausgereicht, pulsieren hätte ich nie gerbaucht und ich arbeite soweit möglich fast bei kompletter Dunkelheit + Beobachtertuch, bin also sehr weit adaptiert.

Viele Grüße,
Sebastian
 
Ich habe vor einigen Jahren mal 3 russische Pfeilsucher für kleines Geld auf dem Flohmarkt ergattert...die sind in vielen Helligkeitsstufen einstellbar,blenden nicht und lassen sich super einfach justieren.
Ich möchte nicht mehr drauf verzichten.
Leider sind die jetzt nach meinen Informationen nur noch schwer zu kriegen.

Gruß Hotte
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Christian!
Ich tendiere auch zu der Version von Sebastian, das halte ich einfach für die beste und einfachste Lösung für einen Anfänger.
Vinnie oder Micha, normalerweise würde ich jemandem mit deiner Erfahrung nicht wiedersprechen, ich erlaube es mir trotzdem.
Den Telrad dort hinzubasteln:
Wenn er das macht, dann geht das in die Hose!!
Das Ding wenn einmal geklebt ist geht nicht mehr ganz so leicht weg und dann hast du ein Problem! Außerdem sollte man wirklich mehrere Stellungen ausprobieren um dann evtl. die beste Position zu finden. Der Tip mit dem Ausprobieren war auch für mich sehr viel wert, ich hätte das Teil nämlich auch an die völlig falsche Stelle hingeklebt. Bei mir ist die Anordnung nebeneinander:
- OAZ
- Telrad
- 8x50 Sucher (der meist nicht im Gebrauch ist)
So bleibe ich dann auch nicht mit dem Körper oder Kopf am Telrad hängen und kann schnell zwischen Okular und Telrad hin und herwechseln.
Viele Grüße Raimund
 
Dieses Jahr habe ich in den White Mountains ein paar Astronomen getroffen, die einen Laser-Sucher (grüner Strahl) benutzt haben, um das Objekt direkt am Himmel anzupeilen.
Ich weiß natürlich nicht, ob diese Dinger in Deutschland erlaubt sind, aber es war beeindruckend einfach, man musste einfach nur den Laserstrahl auf das Objekt am Himmel richten und schon war's im Sucher.
 
Zitat von DerShark:
Ich weiß natürlich nicht, ob diese Dinger in Deutschland erlaubt sind, aber es war beeindruckend einfach, man musste einfach nur den Laserstrahl auf das Objekt am Himmel richten und schon war's im Sucher.
Da reicht auch ein Peilsucher, der weitaus weniger gefährlich ist!
 
Zitat von Blackbert:
Zitat von DerShark:
Ich weiß natürlich nicht, ob diese Dinger in Deutschland erlaubt sind, aber es war beeindruckend einfach, man musste einfach nur den Laserstrahl auf das Objekt am Himmel richten und schon war's im Sucher.
Da reicht auch ein Peilsucher, der weitaus weniger gefährlich ist!
Da hast du mit Sicherheit recht, aber ich wollte lediglich eine weitere Peil-Möglichkeit anführen.
Mich hat diese Methode ziemlich beeindruckt, ich selbst setze allerdings auf den guten alten Telrad.
 
Zitat von Blackbert:
Zitat von DerShark:
Ich weiß natürlich nicht, ob diese Dinger in Deutschland erlaubt sind, aber es war beeindruckend einfach, man musste einfach nur den Laserstrahl auf das Objekt am Himmel richten und schon war's im Sucher.
Da reicht auch ein Peilsucher, der weitaus weniger gefährlich ist!
Insbesondere auf Astrotreffen: Ich könnte mir vorstellen, daß so ein Laser, der gerade eine Einstundenaufnahme schwacher Nebel mit Kodak Recording ruiniert hat, eher gesundheitsschädliche Reaktionen seitens des Fotografen hervorruft ...
 
Zitat von fquadrat:
Zitat von Blackbert:
Zitat von DerShark:
Ich weiß natürlich nicht, ob diese Dinger in Deutschland erlaubt sind, aber es war beeindruckend einfach, man musste einfach nur den Laserstrahl auf das Objekt am Himmel richten und schon war's im Sucher.
Da reicht auch ein Peilsucher, der weitaus weniger gefährlich ist!
Insbesondere auf Astrotreffen: Ich könnte mir vorstellen, daß so ein Laser, der gerade eine Einstundenaufnahme schwacher Nebel mit Kodak Recording ruiniert hat, eher gesundheitsschädliche Reaktionen seitens des Fotografen hervorruft ...
Dem ist auch so. Auf dem HTT wird z.B. nur zum Skyguide ein grüner Laser eingesetzt, um einer Gruppe von Interessierten die Objekte am Himmel "zu zeigen". Aber nur in einem bestimmten Zeitraum und sehr sparsam. Allerdings wird das bekanntgegeben.
 
Hallo,

Ich habe so einen stärkeren grünen Laser und kann bestätigen, dass er zum "Himmel zeigen" ideal, aber als Aufsuchhilfe überhaupt nicht geeignet ist, da er definitiv die Dunkeladaption beeinträchtigt.
Ich habe zuletzt meiner Tochter Sternbilder am Himmel damit gezeigt und war erstaunt, in welch hellem Glanz unser größter Baum im Garten erstrahlte, als der Laser knapp daran vorbeiging.
Diese "Lasersucher"-Idee ist aber grundsätzlich keine schlechte Idee und meines Erachtens für richtig große Optiken/Dobsons sinnvoll (dort fest installiert/angebaut). Allerdings nur in rot. Robert scheidet für diese Variante sicher aus, denn ein Laser mit so wenig Licht, wie Robert es braucht, wurde glaube ich noch nicht gebaut ;-)

Beste Grüße

Rene
 
Wie hier schon geschrieben,
zum "einer-Gruppe-den-Himmel-erklären"
sind diese Laser super,
als Sucher-Pointer haben sie die auch
schon genannten Nachteile.

Einen will ich noch hinzufügen,
wenn ich irgendwo einsam in der Landschaft stehe,
will ich nicht unbedingt, dass alle
im Umkreis jetzt wissen dass da irgendeiner
mit nem Laser steht.

Und von meiner Terrasse aus auch nicht,
könnte ja das Interesse unsympathischer Menschen wecken.
Ausserdem fliegen da öfter mal Flugzeuge sehr tief vorbei
(Flughafen 10km weit weg).
Vermutlich hätte ich schnell Polizeibesuch...

Und dann noch der Spieltrieb meiner Kinder...

Sonnige Grüsse vom MittelMeerDobservatorio
Thorsten
 
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