mrsstarshine
Aktives Mitglied
Liebe Sternengucker!
Habe mein Newton-Teleskop gerade neu und mache meine ersten Beobachtungsversuche (am Teleskop, FG "kann ich schon", beschäftige mich auch schon länger mit Astronomie, bin also kein ganz blutiger Anfänger). Und bin natürlich frustriert...
Erstens:
Wie bitte schön schafft Ihr es, Euch am Sternenhimmel zu orientieren? Ich arbeite immer mit Sternkarten, mit Karkoschka und Ausdrucken der privaten Website von Toshimi Taki.
Da drehe ich mir die Karte so, dass sie dem Himmel entspricht und versuche, mir die Muster für's Starhopping einzuprägen. Dann schaue ich durch den Sucher (geradesichtig), was je nach Position des Tubus zur Folge hat, dass man alles um 45° im Kopf drehen muss. Der Sucher selbst stellt dann alles auf den Kopf und vertauscht obendrein auch noch die Seiten. Und im Okular erscheint dann alles zwar auf dem Kopf, aber nicht seitenverkehrt...
Und zu allem Überfluss sieht man mit dem Auge, dem Sucher und im Okular nicht nur unterschiedlich große Himmelsausschnitte (ja, ich weiß, wie groß sie sind!) sondern auch noch unterschiedlich viele Sterne.
ICH BIN VERZWEIFELT!!!
Allen Ernstes: gewöhnt man sich da dran? Oder habt Ihr alle Sucher, die das Bild wie mit bloßem Auge darstellen oder so wie im Newton?
Zweitens:
Habe eine parallaktisch-deutsche Montierung (Celestron-ADM). Um auch nur halbwegs bequem ins Okular sehen zu können, muss ich je nach Position des Sterns, den ich beobachten möchte, eine bestimmte Höhe des Stativs einstellen. Selbst bei niedrigster Stativ-Einstellung komme ich oft an meine Grenzen und erreiche das Okular nur gerade so; dabei bin ich gar nicht so klein: 1,77m. Andere Sternörter erfordern eher längerfristiges Herumkrabbeln auf dem Boden, was selbst jetzt in der warmen Jahreszeit eine nasse Angelegenheit ist! Eine Trittleiter bei Nacht und auf einer weichen Wiese finde ich nicht ganz so toll wegen der Unfallgefahr... Und der gesamte Aufbau ist so schwer, dass man nicht einfach alles herunterläßt oder hochschiebt, wie es die Position gerade erfordert; also muss man alles wieder abbauen. Die Ausrichtung nach Nord ist dann auch wieder futsch...
Meine Frage an alle Parallaktiker: sucht Ihr Euch Eure Beobachtungsziele nach Azimut und Höhe aus und stellt Euer Stativ dann von vorneherein darauf ein? Und baut zwischendurch um? Oder gibt es auch andere "Tricks"?
CS,
Sabine
ps: Sagt bitte nicht: "Kauf' Dir einen Dobson!" Habe schon genug Geld ausgegeben für diesen Sommer...
Habe mein Newton-Teleskop gerade neu und mache meine ersten Beobachtungsversuche (am Teleskop, FG "kann ich schon", beschäftige mich auch schon länger mit Astronomie, bin also kein ganz blutiger Anfänger). Und bin natürlich frustriert...
Erstens:
Wie bitte schön schafft Ihr es, Euch am Sternenhimmel zu orientieren? Ich arbeite immer mit Sternkarten, mit Karkoschka und Ausdrucken der privaten Website von Toshimi Taki.
Da drehe ich mir die Karte so, dass sie dem Himmel entspricht und versuche, mir die Muster für's Starhopping einzuprägen. Dann schaue ich durch den Sucher (geradesichtig), was je nach Position des Tubus zur Folge hat, dass man alles um 45° im Kopf drehen muss. Der Sucher selbst stellt dann alles auf den Kopf und vertauscht obendrein auch noch die Seiten. Und im Okular erscheint dann alles zwar auf dem Kopf, aber nicht seitenverkehrt...
Und zu allem Überfluss sieht man mit dem Auge, dem Sucher und im Okular nicht nur unterschiedlich große Himmelsausschnitte (ja, ich weiß, wie groß sie sind!) sondern auch noch unterschiedlich viele Sterne.
ICH BIN VERZWEIFELT!!!
Allen Ernstes: gewöhnt man sich da dran? Oder habt Ihr alle Sucher, die das Bild wie mit bloßem Auge darstellen oder so wie im Newton?
Zweitens:
Habe eine parallaktisch-deutsche Montierung (Celestron-ADM). Um auch nur halbwegs bequem ins Okular sehen zu können, muss ich je nach Position des Sterns, den ich beobachten möchte, eine bestimmte Höhe des Stativs einstellen. Selbst bei niedrigster Stativ-Einstellung komme ich oft an meine Grenzen und erreiche das Okular nur gerade so; dabei bin ich gar nicht so klein: 1,77m. Andere Sternörter erfordern eher längerfristiges Herumkrabbeln auf dem Boden, was selbst jetzt in der warmen Jahreszeit eine nasse Angelegenheit ist! Eine Trittleiter bei Nacht und auf einer weichen Wiese finde ich nicht ganz so toll wegen der Unfallgefahr... Und der gesamte Aufbau ist so schwer, dass man nicht einfach alles herunterläßt oder hochschiebt, wie es die Position gerade erfordert; also muss man alles wieder abbauen. Die Ausrichtung nach Nord ist dann auch wieder futsch...
Meine Frage an alle Parallaktiker: sucht Ihr Euch Eure Beobachtungsziele nach Azimut und Höhe aus und stellt Euer Stativ dann von vorneherein darauf ein? Und baut zwischendurch um? Oder gibt es auch andere "Tricks"?
CS,
Sabine
ps: Sagt bitte nicht: "Kauf' Dir einen Dobson!" Habe schon genug Geld ausgegeben für diesen Sommer...