Anfänger braucht Rat!

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DrJuergen

Mitglied
Hallo zusammen,

was für eine Wunderbare Sache dieses Internet doch ist, wäre ich beim Surfen nicht zufällig auf diese Seite gestoßen, hätte ich wohl nie mehr mit Sternengucken angefangen.

Also, ich schildere mal kurz meine Situation:

Bin 21 Jahre alt, bekam zu meinem 13-15 Geburtstag (genau weiss ich das nichtmehr) ein Dörr/Danubia Saturn 45 Reflektor geschenkt, wusste allerdings trotz Weltraumbegeisterung damals nicht wirklich viel damit anzufangen, mal abgesehen vom Mond angucken und dass ich einmal zufällig den Jupiter entdeckt habe (Mensch, da war was los zu Hause ;) ).

Aber wie das so ist mit der Zeit, wird man ja auch älter, und nach einigem Surfen auf der Seite (und weil der Jupiter z.Z. so schön von unserem Garten aus zu sehen ist) bin ich interessierter und begeisterter denn je, was die Astronomie angeht.

Daher habe ich zunächst mal meine wichtigste Frage:

Was ist mit meinem Teleskop überhaupt möglich?

Zunächst steht mir der Sinn nach Planetenbeobachtung, allerdings spüre ich auch ein extrem tiefes Bedürfnis nach DeepSky Beobachtungen in mir, also frage ich mich natürlich, ob ich mit meinem Gerät da schon brauchbare Ergebnisse erzielen kann.

An weiterem Zubehör habe ich ein 20mm, 16mm und 10mm Okular und eine 2x Barlow-Linse (was auch immer das ist :) ), die allerdings defekt zu sein scheint, jedenfalls bekomme ich das Bild nie Scharf wenn ich die Barlowlinse mit dem 16er oder 10er benutze.

Daher die nächsten Fragen:

Sind diese Okulare ausreichen? Was sollte ich mir zusätzlich anschaffen? (Vorrausgesetzt ich kann mit dem Teleskop überhaupt genügend anfangen)
Und warum kriege ich mit dem 16er/10er nie ein scharfes Bild zustande? (Schwierige Frage)
Und was ist eine Barlow-Linse?? (Die Frage die mich als Voll-Laie outed ;-) )

So, das war erstmal ziemlich viel Text!
Für alle Antworten bin ich schon im Voraus sehr dankbar!

Viele Grüße,

Jan
 
moin,

eine barlowlinse verkürzt die brennweite des okulars. um wieviel, steht meisten drauf. angenommen du hast eine 2x barlow, somit wird aus einem 16mm okular ein 8mm. bei deinem teleskop (einem 114/900 newton) ergibt sich damit eine vergrößerung bei 8mm von 112.5x, bei 16mm wäre es dann eine vergrößerung um das 56.25x. wie kommt man darauf? deine brennweite des teleskops (900mm) durch die brennweite des okulars dividieren. maximal sinnvol ist bei deinem newton etwa das 225x. da nimmt man immer so in etwa 2x die öffnung (114mm bei dir) des tubuses.

das du das bild nicht scharf bekommst bei deinen 2 okularen, liegt evtl. daran, das dein teleskop nicht 100% justiert ist. dabei wird der fangspiegel (oben am tubus) und der hauptspiegen (unten am boden) aufeinander abgestimmt. wie das geht, steht hier im forum, mal nen bissel suchen.

was du noch brauchen könntest wäre ein übersichtsokular z.b. ein 32mm plössl.

was so an einem 114er geht, steht z.b. auf meiner i-net seite unter astro. http://home.arcor.de/nexiagsi16v/

ansonsten sei dir noch folgenden seiten empfohlen
http://www.deepsky-brothers.de/
http://www.svenwienstein.de/

da findest du ein haufen infos. für den PC kann ich cartes du ciel (kurz CdC) empfehlen. ist zwar schon recht komplex, aber damit kann man schon gut am himmel navigieren. lektüre der "fernrohr führerschein" stoyan. da wird alles super verständlich erklärt, auch die justage und die technik von so nem teleskop, okular usw..

noch nen tipp. nicht von den vielen bildern hier blenden lassen, vorallem nicht im deepskybereich. das sind echt schon spitzen bilder, aber halt mit einer kamera gemacht, die viel länger belichten kann als das auge und somit sieht man da mehr und in farbe...

tschau norman
 
Hallo Jan,

tja, auf meine Homepage brauche ich nicht mehr hinweisen, das wurde schon erledigt :) Da sind in der Einsteigerecke jedenfalls einige Artikel, die Deine Fragen zu den Möglichkeiten mit Deinem Gerät auch beantworten.

Zum Planetariumsprogramm: Celestia ist auch kostenlos herunterzuladen und hat gegenüber CdC für Einsteiger den Vorteil, dass es ziemlich gut die Größenverhältnisse am Himmel rüberbringt, da es eine 3D Darstellung hat in der man eine Landschaft in fotografischer Qualität sieht. Dadurch erkennt man viel besser, wie ein Sternbild am Himmel aussieht.

Nun mal zu der Barlow - wenn meine Befürchtung zutrifft, dass es sich dabei um eine sehr lange Plastikröhre mit einer Linse am Ende handelt, dann ist diese oft beigelegte Barlow eigentlich eher unbrauchbar. Schade auch, dass Du gerade die Okulare, mit denen die Barlow interessant wäre, nicht scharfstellen kannst. Denn eigentlich könntest Du mit Deinem Gerät durchaus ein 5mm Okular und auch ein 8mm Okular nutzen (je nach Wetter), und das macht die Barlow ja quasi aus 10mm bzw. 16mm (wie schon erklärt). Das scharfe Bild wird warscheinlich verhindert, weil der Verstellbereich des Okularauszuges nicht reicht (berichte mal, wie sich das verhält).
Eine andere Barlow zu kaufen wäre übrigens nur dann eine Lösung, wenn die beigelegten Okulare qualitativ gut sind. Versteh mich nicht falsch, aber das sind sie bei diesen Komplettpaketen für gewöhnlich eben nicht. Also lohnt es sich viel mehr, zunächst mal ein Okular (und später vielleicht noch andere) mit passender Brennweite anzuschaffen. Bei so einem Gerät ist man gut mit Plössl-Okularen beraten, die funktionieren damit gut und zeigen schöne Bilder. Beliebt sind die "Taiwan-Plössl", womit darauf angespielt wird, das solche in Taiwan produzierten Plössl unter diversen Markennamen verkauft werden, und allgemein eine gute Qualität haben. Auf Messen gehen die schonmal zwischen 20 und 25 Euro (neu) über den Tisch, Listenpreise wirken manchmal mit über 50 Euro (je nach Händler) etwas abenteuerlich...
Da Dir aber ein Okular um 6mm fehlt, möchte ich noch eine Alternative zum Plössl nennen, und zwar die ED-Okulare (zwei Artikel auf meiner Homepage). Hier gibt es eines mit 5,2mm. Dieser Okulartyp hätte für Dich (bei günstigem Preis) den vorteil, dass der Augenabstand nicht so knapp ist, wie bei einem Plössl. Je nachdem wieviel Übung man so hat, ist nämlich ein kurzbrennweitiges Plössl nicht besonders angenehm, weil der Augenabstand etwa Brennweite mal 0,7 betrifft. Bei einem 6mm Plössl klebt man also 4mm dicht an der Linse - da können einem schonmal buchstäblich die Tränen kommen. Die ED-Okulare haben angenehme ca. 20mm Augenabstand, allerdings zugegeben muss man lernen, das Auge genau hinter dem Okular zu positionieren und das Auge ruhig zu halten, sonst gibt es den Effekt dass Teile des Bildes oder gar das ganze Bild schwarz werden ("Blackouts" / "Kidney Beaning"), bis man das Auge wieder an der richtigen Stelle hat.

Für Deepsky müsste ein 32mm Plössl (auch so ein Taiwan-Teil) für Dich spannend sein. Eventuell auch ein 40mm, aber das ist Geschmackssache. Ich empfehle 32mm. Beide Okulare liefern den größtmöglichen Himmelsausschnitt, den Dein Gerät zeigen kann. Das Bild ist dabei noch recht hell, so dass auch schwache Nebel (wenn sie groß genug sind) gut erkennbar werden. Das 40mm zeigt ein etwas helleres Bild, aber weniger Vergrößert, so dass also der "Bildkreis" kleiner wird, während derselbe "Inhalt" wie beim 32mm zu sehen ist.

Sicherstellen musst Du aber auf jeden Fall, dass Du Okulare mit 1,25" Einsteckdurchmesser benutzen kannst. Das ist bei Dem Alter Deines Gerätes nicht unbedingt sicher. Die Einstecköffnung im Okularauszug muss grob 32mm Durchmesser haben. Hat sie nur grob 25mm Durchmesser, und lässt sich dann kein Reduzierring entfernen (dazu ggf. Klemmschrauben ganz herausnehmen), dann sieht es mit besseren Okularen leider sehr mau aus, weil kaum noch Okulare mit 24,5mm Einsteckdurchmesser produziert werden. Was dann ggf an Kosten entstünde würde eher für ein neues Teleskop sprechen...

Soweit mal ein paar Gedanken von mir.

Clear Skies
Sven
 
Dein Gerät ist ein üblicher 11cm-Einsteiger-Newton, und zwar die bessere, weil längerbrennweitige Variante. Damit kann man sowohl an Planeten als auch Deep-Sky-mäßig viel sehen und ist auf Jahre beschäftigt.

Wenn du Beobachtungsvorschläge brauchst - also Objekte, die für dein Instrument erreichbar sind - dann empfehle ich die Deep-Sky-Liste:

http://www.fachgruppe-deepsky.de/index_dsl.htm


Deep Sky heißt dunkler Himmel, ich hoffe, das ist dir klar. Also raus aus der Stadt ins Dunkle.
 
... dass es keinem auffällt!

Hallo erstmal.

Also "Celestia" war quatsch, Stellarium heißt das Prog, was ich meine! Kostenlos sind sie beide, aber Celestia ist kein Planetariumsprogramm - hat aber auch seinen Reiz.

Clear Skies
Sven
 
... und der kleine Vorteil von Stellarium ist, daß es auch auf dem Mac läuft. Sogar auf der Version 10.4.10 !!
(leider macht das THE SKY nur in der eingeschränkten Version, was mich immernoch nervt).

Gruß
Winfried
 
Hey zusammen,

vielen lieben Dank schonmal für die Antworten!!

Stellarium hab ich mir gleich gestern Abend runtergeladen und war knapp 2 Stunden mit virtuellem Sternegucken beschäftigt ;-).

Also ich hab einiges Nachgeprüft bzw. ausprobiert, zunächst muss ich Richtigstellen, dass ich mich völlig bei meinen Okulargrößen vertan habe!!! Ich besitze ein 25mm, ein 20mm und ein 6mm, wie ich auf die oben genannten Größen gekommen bin, ist mir völlig schleierhaft ;-).

Die Barlow-Linse ist in der Tat ein riesig langes Rohr mit einer kleinen Linse am Ende.

Mein Okularauszug hat auch 1,25" Durchmesser, für die kleinen Okulare muss ich so einen Ring einsetzten.

Sowohl mit dem 20mm als auch mit dem 6 mm habe ich festgestellt dass mein Okularauszug zu kurz ist. Das Problem konnte ich verbessern, in dem ich die Okulare nicht "bis zum Anschlag" rein steckte, sondern nur 3-4mm und dann festschraubte. Damit kam ich beim 20mm schon in den scharfen Bereich, mit dem 6mm zwar auch, das Bild wurde aber trotzdem nicht Scharf. Meine Theorie ist daher, dass entweder das Okular Schrott ist, oder mein Scharfstellrad nich feinfühlig genug ist.. ist das möglich?

Auch mit der Barlowlinse lies sich ein schärferes Bild gewinnen, in dem ich sie ebenfalls nur 5mm in den Auszugsteckte UND zusätzlich das Okular nur 3-4 mm in die Barlow-Linse schob. Das Ganze war dann recht wackelig, und über einen "scharfen Bereich", der jedoch nie richtig scharf wurde, kam ich damit einfach nicht hinaus.

Zusammengefasst erhalte ich nur ein gutes Bild mit dem 25mm Okular und dem 20mm Okular ohne Barlow-Linse. Insofern stellt sich also die Frage, ob es wirklich eine deutliche Verbesserung bringt sich neue Okulare zu kaufen (ist finanziell nicht so das Problem) oder ob es wirklich am Okularauszug etc. liegt!?!

Viele Grüße,
Jan
 
Hallo Jan,

es ist schon mal gut, dass das Teleskop über einen 1,25" OAZ verfügt, meiner Meinung nach lohnen sich neue Okulare allerdings, besonders interessant dürfte 1.) ein 32mm Okular sein, dass das maximale Feld bei 1,25" bietet und 2.) vieleicht noch ein weiteres mit einer Brennweite zwischen 6 und 10mm, interessant wären da sicher die Weitwinkel Goldkanten von Reese (astrookulare.de - Eigenimporte - WW).

Viele Grüße Benny
 
Hallo Jan,
du solltest als erstes dein Teleskop justieren!Dabei kannst du den Hauptspiegel etwas weiter nach "unten" stellen,sprich den Weg vom Hauptspiegel zum Fangspiegel verlängern.Ein paar mm bringen da schon einiges,und du hast mehr Spielraum um in den Fokus zu kommen.Die Newton Justage ist nicht so schwierig,man muß sich aber damit auseinandersetzen - das Ergebnis lohnt aber den Aufwand!
Grüße Rainer
 
Hallo Jan,

es kommen so einige Dinge in Betracht als Ursache für Deine Schwierigkeiten.
Zum 6mm: Wenn Du zwar keine richtig scharfe Einstellung findest, aber eine Einstellung, an der es "am schärfsten" ist, und abseits davon wieder schlechter (Du kannst also mit dem Okularauszug drüber hinwegdrehen) dann hast Du schonmal genug Verstellbereich beim Okularauszug. Die Frage ist dann, warum das Bild schlecht ist.
Tja, die beigelegten 6mm Kellner oder gar Huygens solcher Teleskope sind bei 6mm schon nicht mehr so gut - und es gibt da auch eine Streuung. Trotztdem würde man ohne direkten Vergleich das Bild damit wohl "scharf" nennen.
Daher ist der erste Schritt wirklich die Überprüfung der Justage. Das muss man für gewöhnlich wenigstens einmal machen, nachdem man so einen Newton gekauft hat. Die "Werksjustage" überlebt eigentlich nie den Transport.
Warscheinlich ist es das dann schon (vielleicht lässt Du Dir helfen, indem Du mal einen Verein von Sternfreunden - oder auch einen designierten "Nicht-Verein" - aufsuchst).
Wenn es dann noch nicht klappt und auch das Okular einen guten Eindruck macht, könnte auch nur der Spiegel verspannt sein, indem er zu fest in die Halterung geschraubt ist (da sind so Halteklammern).
Erst wenn das alles ausscheidet macht man sich so langsam Gedanken, ob es eine Montagsoptik ist.

Das soll Dir aber keine Angst machen. Aber ich denke es ist ein guter Vorschlag, Kontakt zu anderen Sternfreunden zu suchen. Beobachten zu mehreren mit verschiedenen Teleskopen macht viel Spaß und man kann sich gegenseitig austauschen. Adressen findest Du im German Astronomical Directory GAD das auf der Portalseite hier verlinkt ist (auf den Kometenschweif oben klicken).
Und das Treffpunkt-Board ist natürlich auch eine Anlaufstelle.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Jan,

genau dieses Gerät hatte ich ganz zu Anfang auch.
Die Barlow ist Schrott, das 6 mm Okular grenzwertig, der Rest sollte gut funktionieren, mit der Fokuslage hatte ich keine Probleme.
Ich vermute, dass Du Dich mit der Justierung auseinandersetzen musst, da dürfte Dein Problem liegen und dabei solltest Du den Hauptspiegel im Rahmen der durch die Justierschrauben vorgegebenen Möglichkeiten höher setzen.

Der Newton ist i.d.R. gut für eine ordentliche Abbildungsleistung, die Montierung für visuelle Anwendung knapp ausreichend, was bedeutet, dass gerade bei höheren Vergrößerungen schon längere Ausschwingzeiten vorhanden sind, biss das Bildzittern nachlässt.

Gute Okulare wie das vorgeschlagene 32er Plössl lohnen sich auf jeden Fall, wenn Du nach erfolgter Justierung auch im 20er Okular ein scharfes Bild hast.

CS
*entfernt*
 
Hey zusammen,

also, nachdem ich mir das Buch Teleskopführerschein gekauft habe hab ichs dann ein bisschen mit der Justage versucht, da ich aber kaum Erfahrung damit habe kann ich das Ergebnis leider nicht beurteilen. Ich habe jedoch tagsüber weit entfernte Schornsteine betrachtet und dabei alle okulare durchprobiert, das Scharfstellen machte diesmal kaum probleme.

Gestern abend wollte ich dann mein ersters "richtiges" First Light "machen", habe vorher alle Okulare und die Barlowlinse gewienert (die war dermaßen trüb!) und die Montierung fest verschraubt und eingestellt.

Blöderweise kamen nach zunächst klarem Dämmerungshimmel gegen 10 Uhr immer mehr Wolken auf, so dass ich mich mit dem Jupiter beschränken musste.

Leider war das ganze ziemlich enttäuschend. Der Blick durchs 25er Okular war wie gewohnt klar und schön, beim 20er konnte ich schon nicht mehr richtig scharfstellen und beim 6er wars eine einzige verschwommene Suppe. Noch viel frustrierender war allerdings die Tatsache, dass das Bild grade bei starker vergrößerung einfach unglaublich am Wackeln war, ja selbst das Ganze Teleskop wackelte auf seiner Montierung, obwohl ich sie verdammt fest geschraubt hatte. Ist die Montierung einfach zu schwach? Ich nehme es mal an.

Das mit dem Scharfstellen ist einfach nur komisch, grade da es Tagsüber gut geklappt hat. Oder könnte es einfach am bescheidenen Seeing/Atmosphärenstörungen liegen? Schliesslich steht der jupiter ja zur Zeit verdammt tief..

Viele Grüße,

Jan
 
hi Jan und auch von mir noch ein "willkommen bei a.de",

öhm okus gewienert...???!!!! Autsch, wie und womit, wenn ich fragen darf?

Gruesslies

Carsten
 
Entschuldigung Themisto (unbekannt),

aber mir erschliesst sich der Inhalt dieses Postings leider nicht wirklich.
Sollte sich darin, meines ersten Eindruckes zum Trotz, tatsächlich etwas substantielles zum Thread verstecken, bitte ich höflichst um Aufklärung.

Mit vorzüglicher Hochachtung und des Deutschen mächtig grüßt

Carsten

P.S. normalerweise würd ich sowas ja ignorieren, aber es interessiert mich wirklich, was Du mir/uns damit sagen wolltest, vielleicht hast Du ja nur Probleme, es richtig in Worte zu fassen.
Mist jetzt bin ich auf einem Niveau, auf das ich nie sinken wollte:-/
 
ah okay, weil wienern hat sich etwas rustikal angehört.
Und mit falschem Putzen ist eine Optik schmell mal ruiniert, insbesondere, wenn der Schmutz schon etwas länger auf der Fläche residiert hat und evtl. festgebacken ist.

Zum Thema Reinigung gibt es hier etliche Threads, u.A. auch von Leuten, die es falsch gemacht haben ;).

Grundsätzl. gilt, etwas Staub ist nicht so schlimm wie falsche Reinigung.
Auch mit Flüssigkeit nicht zu verschwenderisch umgehen, die kriecht gerne in Zwischenräume, wobei hochprozentiger Alkohol ja doch recht flüchtig ist.

Gruesslies

Carsten
 
Gestern hab ich mir ein wenig den Vollmond angeschaut. Den bekam ich verdammt scharf mit allen Okularen, Jupiter und co aber nicht

=> jetzt bin ich komplett verwirrt :/
 
Zitat von DrJuergen:
Gestern hab ich mir ein wenig den Vollmond angeschaut. Den bekam ich verdammt scharf mit allen Okularen, Jupiter und co aber nicht

=> jetzt bin ich komplett verwirrt :/

Hallo Jan,

kein Grund zur Verwirrung, Mond und Jupiter standen als Du beobachtet hast wahrscheinlich unterschiedlich hoch am Himmel. Je niedriger ein Objekt steht desto stärker die atmosphärishcen Einflüsse (Stichworte: Luftunruhe, Seeing). Es kann also sein, dass Du den Mond scharf siehst, während bei Jupiter nur ein milchiger Fleck zu sehen ist, zumal die Strukturen auf Jupiter "kleiner" und damit noch "seeing anfälliger" sind.

grüße Aebby
 
Hi jan,

ist aber erklärbar.
Die optimale Beobachtungsposition für ein Objekt am Nachthimmel ist der Zenith (ok., für den Rücken und Nacken des Beobachters je nach Gerät vielleicht nicht ;)), weil da die Atmosphäre am wenigten stört, je näher ein Objekt beim Beobachten an den Horizont kommt, desto mehr störende Atmosphäre ist im Weg und desto schlechter wird das seeing.

Daher wird auch von Planetensaison gesprochen (wenn die Planeten schön sichtbar möglichst hoch am Himmel stehen), wenn die Planeten allerdings Umlaufbahnbedingt des Nachts sich eher in Horizontnähe herumdrücken, ist Deepsky angesagt ;).

Der Mond stand vergangene Nacht im Gegensatz zum Jupp doch etwas günstiger, daher Deine (nachvollziehbar) unterschiedlichen Beobachtungesergebnisse.

Viele Grüße

Carsten
 
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