"Anfänger-Filter"

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Quentchen

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Hallo allerseits,

nun habe ich 'ne Menge über die diversen Nebelfilter wie UHC, O-III, CLS etc. gelesen (hier, bei Sven, bei Armin und den Reeses) und dazu in meinem "Einsteigerberatungsthread" auch so den einen oder anderen Tipp über den passenden Filter für's Spechteln auf meinem "versauten Balkon" bekommen ... aber:

Muss es denn gleich ein O-III sein ... ? ?) ;)

Ich berufe mich jetzt mal auf den "Filter-Sven" ;) , der auf seiner tollen HP in der Rubrik (eigene)"Geräte und mehr..." unter "Filter" folgendes schreibt, wenn ich zitieren darf:

Der Meade-Breitband-Filter ist wohl am ehesten mit dem LPB- oder DeepSky-Filter vergleichbar. Während die visuelle Wirkung an guten Beobachtungsstandorten äusserst gering ist, zeigt der Filter eine deutliche Verbesserung bei aufgehelltem Himmel, sei es durch Stadtlicht oder durch Dämmerung. Das Bild bekommt einen grünstich, helle Nebel wie der Orionnebel erscheinen deutlich grün. Ich möchte ihn als idealen “Balkonfilter” bezeichnen.

Letzter Satz klingt genau nach der Aussage, die ich "brauchte" - aber:
Leider finde ich bei keinem Händler nicht diesen verdammten Filter, der scheint wie vom Erdboden verschluckt zu sein ... hats den wirklich je gegeben? ;)

Aber gottseidank steht beim Sven da unter dem nächsten Filter-Bildchen:

Der Seben CLR ist dem Meade Broadband sehr ähnlich.

Jo, den gibts aktuell zu kaufen für ca. 30 EUR ... aber wohl nur in der 1,25"-Ausgabe.

Auch der Test des Seben CLR auf Svens HP war für mich überzeugend ... :)

Ich habe mich aber durch "euch" in den hier nachgelesenen diesbezüglichen "Filter"-Threads etc. überzeugen lassen, dass es u.U. vorteilhafter ist, gleich die 2"-Version zu kaufen.

Da bin ich dann auf dieses Teil gestossen:
Orbinar 2" CLR
Rein gefühlsmässig würde ich ja sagen, das ist der "grosse Bruder" des Seben CLR ... issers?

Wenn ich schon so 'ne "Softi-Version" von Filter ausprobieren möchte, gäbe es da auch noch andere (bessere ;) ) Exemplare, wie Astronomik CLS oder was Breitbandiges von Baader, was in Frage käme ... allerdings werde ich bei der Preisklasse für 2" wohl auf "Gebrauchtwaren" warten müssen ... ?)

Ich möchte mich also an die Filtermaterie zunächstmal mit "leichten Effekten" (und wenig Kosten) rantasten ... die "Hardcore"-Filter hebe ich mir dann für später auf, wenn die "Erfahrungskurve" danach verlangt ... :)

Zur allg. Info:
Ich habe 'nen 8"-Dobson, folgende Okus
RE-WW 6mm
RE-WW 9mm
Hyperion 13mm
TS WA 32mm
und dazu 'nen ziemlich laternenlichtbestreuten Balkon am nordwestlichen Stadtrand eines Millionendorfes ... ;)



 
Hi Ralf,

ich habe auch so einen lichtdurchfluteten Garten mit 4m-5m Himmel. Filter hin oder her. Das Beste was du machen kannst, pack deinen Dobson ins Auto und fahr ein Stück aufs Land. Das mache ich auch und bringt wesentlich mehr sehgenuß als jeder Filter aus der Stadt. Schon 20-30 Autominuten von der Großstadt entfernt hast du fast 1mag mehr und meistens auch noch freie Sicht in alle Richtungen.
Ich habe früher auch oft im Garten beobchtet und war bald schon genervt von den Nachbarn die wieder mal "pinkeln mußten mit Licht".

Also ich kann dir nur empfehlen mal rauszufahren.

Gruß und clear skies

Lots
 
Hallo Ralf,

Du hast einen 8" F/6 Newton/Dobson!?Du hast ein okular zw. 30 und 40 mm Brennweite?
Du bist darauf aus, an Emmisionsnebeln Strukturen möglichst gut zu erkennen, auch aber nicht nur von BNalkon aus?

Nimm den harten Baader O III in 2" Ausführung.

Wir haben mit mehrerten Leuten auf dem ATB mehrere O III Filter verglichen, auch meinen UHC hatte ich Mal drin.
Dies geschah in der ersten nacht bei Halbmond und später noch Mal kurz vor Neumond.

Der Bader O III ließ ALLE anderen Filter unter ALLEN Bedingungen um Längen hinter sich und hat auch Skeptiker vollends überzeugt.
Er ist am 8" F/6 zw. 7 mm und 3 mm AP sehr gut einsetzbar.

Objekte waren Cirrus-, Nordamerika-, Cresent-, Helixnebel. Auch der Helix (zunächst mehr aus Jux eingestellt) war unter Halbmond glockenhell!!!!!

CS
*entfernt*
 
Hallo Ralf,

im "idealen Balkonfilter" ist mit einbezogen, dass man auf dem Balkon meistens mit kleineren Geräten spechtelt und dann oft auch mit solchen, die es nicht zulassen, eine große AP (also helles Bild nahe der Minimalvergrößerung) zu nutzen. Dafür ist dieser Filter dann gut.

Für Deinen 8" Dobson gilt das nicht und ich muss wohl mal meine Homepage von dem Satz befreien, bzw. eine bessere Formulierung... irgendwie jedenfalls!

Wichtig ist, dass Dein 8" f/6 mit dem TS-WA 32 unter schlechtem Himmel aus der Stadt eher nach einem OIII in 2" Größe verlangt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo ihr Beiden!

Danke für die Klarstellungen ... :super:

Da hatte ich doch gehofft, für den Anfang "billig wegzukommen" ... aber es sollte natürlich kein "billiger Effekt" dabei herauskommen ;)

OK, dann werde ich mich mal nach was passend "Abgetragenem" in 2" umsehen.

Da OIII nicht gleich OIII ist, und es etliche Hersteller gibt, habt ihr da vielleicht noch einen Tipp, welche "Type" da für meine (derzeitigen) Bedingungen am ehesten geeignet ist? ?)

Günther meint ja, der "harte" Baader-OIII, wobei ich da nur vermuten kann, welcher gemeint ist (irgendwas mit 6nm oder so Durchlass, im Gegensatz zu dem mit 10nm, oder so?).

Wenn ich aber auf Gebrauchtware achten muss, wären so ein oder zwei "Alternativtypen" schon sehr nützlich ... :)





 
Hallo Ralf,

richtig, Baader hat inzwischen zwei O III im Angebot und davon empfehle ich jenen mit dem engeren Durchlass (die ältere Variante). Das war der ulimative "Testsieger" auf dem ATB.
Irgendwo ist es doch logisch, daß wenn es um Nebel geht, der Filter das beste Ergebnis liefert welcher auch nur den Nebel durchlässt, also möglichst genau die Hauptlinie trifft und den Rest blockt.
Außer Frage steht, dass auch "schwächere" Filter ihren Reiz haben, aber da ist es im Gegensatz zur Bewerbung eher so, dass sie unter immer besserer Himmelsqualität auch ansteigend bessere Ergebnisse zeigen.
Eingentlich ein Glück, dass der Baader der günstigste der O III Filter ist und auch in 2" durchaus erschwinglich.
Gebraucht wird man selten rankommen und andere Fabrikate sind gebraucht oft noch teurer als der Baader neu.

CS
*entfernt*
 
Re: "Anfänger-Filter"

Hallo Quentchen!

Ich habe mich aber durch "euch" in den hier nachgelesenen diesbezüglichen "Filter"-Threads etc. überzeugen lassen, dass es u.U. vorteilhafter ist, gleich die 2"-Version zu kaufen.
2" ist nicht unbedingt das Nonplusultra. 1.25" Filter machen manchmal durchaus mehr Sinn:

-- Bei manchen Newtons ist die Feldausleuchung in dem Bereich zwischen 1.25" und 2" sehr mager, teilweise unter 50%. Hast Du das schon einmal für Deinen Dobson nachgerechet? Macht es bei solchen Geräten viel Sinn, bei 2" am Bildfeldrand mit Filter zu gucken, wenn eh nur in der Nähe der Bildmitte eine gute Ausleuchtung ist? Auch bei 2" würde man das Objekt ja in die Bildmitte holen, um es bestmöglich sehen zu können.
-- Filterräder für 2" Filter sind groß, solche für 1.25" Filter sind deutlich kompakter. Das macht sich beim Transport bemerkbar.
-- Wenn man ein Filterrad hat, dann packt man da auch sinnigerweise einen Graufilter (Mondfilter) mit rein. Graufilter in 2" machen überhaupt keinen Sinn, werden also üblicherweise in 1.25" gekauft. Den in ein 2" Filterrad?
-- Sowohl bei den Filtern als auch beim Filterrad kann man einige hundert (!) Euros sparen, wenn man statt 2" Filtern die 1.25" Filter verwendet. Dabei sind die 2" Filter und die 1.25" Filter bis auf den Durchmesser ja völlig identisch.
Das gesparte Geld kann man z.b. in hochwertige Okulare oder Teleskope investieren - oder in ein Filterrad!


Ich verwende jetzt nur noch 1.25" Filter an meinen Geräten, diese im Filterrad. So ein Filterrad kann ich nur jedem empfehlen, der schnelle Wechsel verschiedener Filter ist äußerst interessant.


Den Baader OIII kann ich übrigens überhaupt nicht empfehlen, der ist zu dunkel. Der dunkelt meiner Meinung nach sogar da ab, wo er Licht durchlassen soll, nämlich in der OIII-Linie.
Lumicon oder Astronomik finde ich besser!


Gruß Harald
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Ralf,

ich an deiner Stelle würde einen Filter in 1.25" nehmen. Kann mich da Harald nur anschließen. Es macht überhaupt keinen Sinn, im Übersichtsbereich mit 2" Filtern zu arbeiten. Das braucht man nur, wenn man wirklich großflächige Nebel beobachten will. Davon gibts aber nicht sonderlich viele. Sprich, du hast nur einen Haufen unnützer Kosten. Deswegen vergiss die 2"

Die meisten Nebel schaut man sich bei Vergrößerungen von 100x oder mehr an. Seien es planetarische Nebel, Filamente im Zirrus, die Dreiteilung im Trifidnebel o.Ä. Ob jetzt OIII oder UHC sei mal dahingestellt. Wenn du mehr auf PN's oder Supernovareste stehst, würd ich einen OIII nehmen, anderfalls eher einen UHC, da dieser das Bild nicht so stark abdunkelt und viel mehr Sterne als mit dem OIII zu sehen sind. Miteinander verglichen, geben sich die beiden nicht viel, mit dem OIII hat man bei PN's halt ein wenig mehr Kontrast, dafür fehlen wie schon gesagt, die Sterne.

Vom engbandigen Baader würd ich aus eigener Erfahrung auch abraten. Der ist viel zu dunkel und kam in einem Test in der IS auch nicht wirklich gut weg. Meine Empfehlung:

ein UHC von Astronomic in 1.25"

Christian
 
Hallo Ralf,

kann mich den Ausführungen von Günther nur anschließen.

Der Astronomik (bei ATB-Bedingungen) war gut, aber der Baader hat mir noch ein "Quentchen" besser gefallen.

So long

Robert
 
Hi allerseits,

danke für die vielen Hinweise und Tipps ... :)

Tja, leicht macht ihrs einem nicht ... ;)

Sowohl die "Herstellerfrage" als auch die Frage 1,25" oder 2" hat ja enorme "monetäre" Auswirkungen ...

Ich muss da schon ein wenig den Kosten/Nutzen-Effekt im Auge behalten, zumal ich ja nun (noch) nicht der ausgesprochene "Nebel-Freak" ;) bin ...

Vielleicht helft ihr mir mal zunächst bei der Frage 1,25" oder 2" ...

Das einzige 2"-Okular, dass ich bisher besitze, ist das TSWA32.
Man kann aber ein 2"-Filter in den 1,25"-Reduziereinsatz des OAZ einschrauben und drin lassen, so dass man alle 1,25"-Okulare mit dem eingeschraubten 2"-Filter nutzen kann - oder?

Kann man das 1,25"-Filter auch so verwenden (in den Reduziereinsatz einschrauben), also ohne dass man jedesmal das Filter beim Oku-Wechsel umschrauben muss ... ?

Abschliessend noch 'ne Frage:
Es wird auf kurz oder lang ja darauf hinaus laufen, dass man sich (ich mir ;) ) von jeder "Sorte" (UHC/OIII) einen zulegt. Die haben aber nun wirklich sehr spezialisierte Verwendungszwecke ... wenn man sich dazu, sozusagen als Abstufung nach unten (im Sinne von weniger "Effekt") einen der unter zig Bezeichnungen laufenden Filter zur seichten ;) "Dimmung" der Lichtverschmutzung zulegen möchte, welchen von den Dreien hier - Astronomik CLS / Seben CLR / Baader Neodymium Skyglow - würde da eher passen ... auch im Hinblick auf meine geplanten "Ausflüge in die nähere Umgebung", wo also doch noch ein bisschen "Lichtglocke" überhängt, wenn auch da dann keine Vis-a-vis-Strassenlaterne stehen wird ... ;)

Möglicherweise, je nach "Kalkulation", schlage ich ja dann mal voll zu, und lege mir gleich diese drei "Sorten" zu ... wenn's denn 'nen schönen Rabatt dafür gibt :schwitz: ...

Allerdings wäre dann sicher kein Platz für "Luxusmarken", deren Feinheiten ich eh (noch) nicht zu schätzen wüsste :)








 
Hi Ralf,
auch hier hießt billig kaufen, fast immer 2 x kaufen, weil man letztlich doch irgendwann upgraden will.
Als Nebelfreak wird man wohl wenigstens die 3 Filtertypen haben, ggf. sogar 2 verschiedene OIII Filter.
Du sagst Du bist das nicht und die Kasse ist eng, dann würde ich einen etwas breitbandigeren OIII nehmen, statt dem knallharten alten Baader.
CS
 
Hallo Ralf,

Du bist kein Nebelfreak, woher auch ohne Filter.
Wenn du den "Einwänden" zu meiner Position folgst, wirst Du auch sicher nie ein Nebelfreak werden.
In meinem ersten Posting habe ich Fragen aufgeworfen und auf diese Fragen ist die eindeutigen Antwort der Baader O III in 2".
Was dann kommt, steht in den Sternen (Nebeln). Irgendwann sicher ein UHC, eventuell sogar in 1 1/4", weil es da z.B. mehr um kleine planetarische Nebel geht an die man mit höherer Vergrößerung ran muss oder um in Nebel eingebettete Sternhaufen, wobei da ein weinig Übersicht auch nicht schadet, was schon wieder eigentlich für 2" spricht.
Der Anbfall der Bildhelligkeit zum Rand des Gesichtsfeldes ist visuell vernhachlässigbar gering, das gilt mit und ohne Filter und kann m.E. nicht als Argument für die Anschaffung aller Filter in 1 1/4" heran gezogen werden, im Gegenteil werden 1 1/4" Filter vor dem 2" Okular je nach Anordnung Brennweite und gerade in der Übersicht den Strahlenkegel sichtbar beschneiden. Ob in ferner Zukunft die Anschaffung eines Filterrades im Raum steht oder nicht (ich komme visuell seit Jahren ohne aus) sollte zwar bedacht aber auch nicht überbewertet werden.
Der Einsatz von 1 1/4" Filtern in der OAZ Reduzierung ist ohne Zusatzadapter (Selbstbau) meines Wissens nicht möglich. Das Gewinde ist für 2" Fassungen ausgelegt und ermöglicht die Anwendung von 1 1/4" Okularen hinter 2" Filtern und Okularwechsel ohne Filtergeschraube.
Hinter dem Okular, als Vorsatz der augenseitigen Linse mittels einer in die Augenmuschel passenden Zentrierscheibe (Plastikring/Selbstbah) machbar, aber mit erheblicher Streulichtproblematik und dem Ausblenden des Nebels am Gesichtsfeldrand verbunden (da die Filterschicht nur bei relativ rechtwinklig auftreffendem Licht wirkt).

CS
*entfernt*


 
Re: "Anfänger-Filter"

Hallo Günther,

Wenn du den "Einwänden" zu meiner Position folgst, wirst Du auch sicher nie ein Nebelfreak werden.

Schön, wenn man so von sich und seiner Meinung überzeugt ist! Im übrigen verwendet man für planetarische Nebel im Allgemeinen einen OIII und keinen UHC, wie von dir geschrieben. Du hast das verwechselt.

Hallo Ralf,

Zum Thema: du brauchst meiner Meinung nach keinen 2" Filter. Wie schon gesagt, an fast alle Nebel musst du eh mit höherer Vergrößerung ran, um Details zu erkennen, so dass du das Übersichtsokular fast nur zum Aufsuchen brauchst.

Wenn dein Budget eng ist, würde ich mir einen Filter in 1.25" kaufen. Klar kannst du den nicht mit 2" Okularen verwenden, weil du dir damit den Gesichtsfeldrand beschneidest. Du musst dir halt überlegen, ob du damit klarkommst, ein paar wenige Nebel nicht in Gänze zu sehen. Bei 90% aller Gasnebel kommst du locker mit 1.25" aus. Stell dir die Frage, ob dir die restlichen 10% den doppelten Preis wert sind...

Als Entscheidungshilfe zwischen UHC und OIII kannst du dir ja mal noch folgende Webseite anschauen:

http://www.astro-okulare.de/nebelliste.htm

Christian
 
Hallo Christian,

ich vertrete keine Meinung sondern reflektiere die langjährigen Beobchtungen mit 8" F/6 Newton und Baader III O, Televue O III, Astronomik O III, Astronomik UHC, Astronomik CLS und den teilweise zur Verfügung stehenden Lumicon O III, Baader Skyglow.
Jeder dieser Filter hat seinen Himmel und seine Objekte, sein Teleskop, seine AP. CLS und Skyglow z.B. auch Planeten und DS eher weniger, außer CLS am Fernglas. An der Rosette geht der Astronomik O III gut, unter sehr gutem Himmel sogar der UHC (eingebetteter Sternhaufen).

Planetatische Nebel sind auch, aber nicht nur O III Objekte, gerade die Winzlinge sprechen (schon AP bedingt) oft gut auf UHC an und überhaupt habe ich mir abgewöhnt, eine Einteilung vorzunehmen, ich sehe mir die Objekte an.

In der Summe meiner Ergebnisse und unter Berücksichtigung der Beobachtungsbedingungen des Threadstarters empfehle ich ihm nochmals wärmstens den engen Baader O III als den Filter, der ihm am Emmissionsnebel das beste Ergebnis liefern wird zur Erstanschaffung, da er an entsprechenden Objekten (Cirrus, Nordamerika, Pelikan, Cresent, Schwan, Adler pp....) und eben auch an großen PNs soweit sie Filter benötigen (Hantel, kleine Hantel, Helix pp...) und nicht allzu hohe Vergrößerung brauchen (AP) hervorragend wirkt.

Das AHA-Erlebnis, gerade auch an leicht zu findenden Objekten, fällt mit diesem Filter an größten aus und so kann man eben auch leichter zum Nebelfreak werden.
Es handelt sich auch nicht um eine einsame "Entscheidungsfindung", alle bisherigen Mitbeobachter, ob Laien oder erfahrene/kritische Sternenfreunde kommen in der Praxis mit mir auf einen Nenner.

Bildfeldausleuchtung, 1 1/4" Filter vor 2" Okular, Mondfilter (Grau-/Polfilter) und O III Filter in einem Filterrad pp....das klingt mir doch sehr nach Widerspruch um des Widerspruchs willen.
Obwohl ja...ein Gast am Cirrus mit Baader O III rief doch tatsächlich nach einen Graufilter zur Lichtdämpfung
(oder war das der Helix?).
Dieser Scherz fand jedoch am 12-Zöller statt.

CS
*entfernt*

 
Ich reihe mich, mit 52 Lentzen, Astronomie betreibend seit ich 16 bin, mal in die Riege der 2 Zoll O III Befürworter ein ! Jede andere Entscheidung ist zum Fenster rausgeworfenes Geld. Aber wie sagte schon Voltaire: die meisten Leute folgen diesem Spruch:
"If you see a (Swiss) banker jumping out of the window, jump after him, ... it's sure there is a profit in".
Alle, die den 1.25 Zoll Filter befürworten, haben noch nie den Zirrus Nebel im Schwan unter einem dunklen Alpenhimmel im Vergleich mit einem 1.25 Zoll und einem 2 ZollOkular gesehen oder haben eine falsche Entscheidung getroffen und wollen jetzt andere auf den falschen Weg bringen, weil sie selber den falschen Weg eingeschlagen haben und dies nicht zugeben wollen !

Rudi
 
Ich habe auch einen 2" O III-Filter und bin (schon nach einer Nacht) sehr zufrieden damit. Den Filter habe ich in die Verlängerungshülse vor meinem 1,25"-Adapter geschraubt. So kann ich meine Okulare wechseln (ich könnte auch 2"-Okulare einsetzten, wenn ich sie hätte), ohne andauernd den Filter umzusetzen. Das finde ich komfortabel, und bei einigen Nebeln wird es sicherlich von Vorteilsein, das ganze Gesichtsfeld eines 2"-Okulars zu haben.
 
Hallo Quentchen,

ich habe einen 12er Dobson und nutze den alten Baaader OIII, der oben schon mehrfach erwähnt wurde und den Baader UHC-S. Auch ich empfehle Dir den Baader OIII in 2". Der ist für Dein 2"-Okular einsetzbar und mit der Reduzierung auch auf alle 1,25"-Okulare, er hat einen guten Effekt (s. oben) und er ist tatsächlich der günstigste Filter dieser Variante. Aber selbstverständlich "geht" es auch in 1,25"-Version. Den UHC nutze ich übrigens nicht ganz so oft.

Die richtige Entscheidung wünscht,

Nicolai
 
Hallo allerseits,

und vielen Dank an euch alle für die Argumentationen und die Teilhabe an euren Erfahrungen.

Auf der einen Seite finde ich es ja gut, wenn nicht alle einer Meinung sind (was ja dann auch auf unterschiedliche persönliche Erfahrungen beruht) und entsprechend konträr argumentiert wird, auf der anderen Seite "erschwert" sowas natürlich meine Rolle als "Schiedsrichter" ;) , der dann eine Entscheidung treffen muss ...

Was ich aber nicht möchte ist, dass dann deshalb hier "kleine Grabenkämpfe" entstehen, wer nun die "besseren Erfahrungen" hat oder gemacht hat ... wenn jemand so eine Frage stellt, dann erwartet er (ich!) eben, dass jeder seinen subjektiven Standpunkt vertritt und seine subjektiven Ansichten und Erfahrungen mitteilt ... irgendwie "bewerten" muss ich das dann natürlich schon (meine Kaufentscheidung), aber dabei geht es nicht ums "Rechthaben" bzw. darum, jemandem "Recht zu geben" ... ;)

Da ich nicht beabsichtige, ein Filterrad/-schieber einzusetzen, das "Handling" möglichst effizient halten möchte, sprich: wenig Filter-"Geschraube" haben möchte, spricht das - mal abgesehen von den Kosten - eher für 2"

Nehme ich jetzt noch den "Kostenfaktor" mit rein, dann käme ich auf eine Filterreihe von Baader (Skyglow, UHC und OIII), wobei ich noch schwanke, ob nicht doch ein "breitbandigerer" OIII für mich passt (allerdings wieder um einiges teurer).

Da muss ich jetzt nochmal nachfragen (wg. Armins/Antares Hinweis bzgl. "billig=doppelt"), ob meine komplette Filterreihe von Baader einem gewissen "Qualitätsanspruch" genügen ... oder ob da noch "Variationsspielraum" (andere Hersteller) ist, auch in bezug auf Kosten/Nutzen (beispielsweise der ungefähr doppelt so teure Astronomik CLS) ...
Heisst: wenns der Qualitätsunterschied rechtfertigt und merkbar ist, dann bin ich u.U. auch bereit etwas teurere Alternativen in Betracht zu ziehen ... :schwitz:

btw: Es macht echt Spass, sich von euch (im Dialog) beraten zu lassen ... das habe ich schon im "Vielleicht-Einsteiger"-Thread erfahren dürfen :super:

Trotz all der tollen Info-HPs, die ich schon "verschlungen" habe, kommen hier immer wieder neue Aspekte und Erfahrungen hinzu ... :)



 
Hallo Christian,

ich stimme deiner Argumentation zu und würde falls der Okularauszug
des Teleskopes 2" Okulare aufnehmen kann sowohl O-III als auch
UHC Filter nur in 2" Ausführung kaufen.

Mfg,Karsten
 
Re: "Anfänger-Filter"

Hallo *entfernt*!

Der Anbfall der Bildhelligkeit zum Rand des Gesichtsfeldes ist visuell vernhachlässigbar gering, das gilt mit und ohne Filter und kann m.E. nicht als Argument für die Anschaffung aller Filter in 1 1/4" heran gezogen werden
Ob es visuell vernachlässigbar ist oder nicht, hängt vom Gerät (Ausleuchtung) ab und davon, ob der Beobachter einen Helligkeitsabfall von z.b. 50% bemerkt. ;)
Ein Helligkeitsabfall von 50% bedeutet immerhin den Unterschied zwischen 8" und 12" Öffnung, ist also meiner Meinung nach nicht (!) zu vernachlässigen.

Wundert mich, dass ein so enorm versierter und erfahrender Beobachter wie Du einen Helligkeitsabfall um eine ganze Magnitude als unwichtig abtut.


Der Grund, warum manche Beobachter den Helligkeitsabfall zum Rand hin nicht allzusehr bemerken, liegt womöglich daran, weil am GF-Rand automatisch indirekt beobachtet wird.
Um wieviel beeindruckender wäre dann (auch für diese Beobachter) der Bildeindruck, wenn die Helligkeit zum Rand hin nicht abfallen würde!?

Man kann natürlich so argumentieren:
Lieber 2" mit kärglichen 50% Ausleuchtung im zusätzlichen 2"-Bildfeld als nur 1.25" mit dann aber durchgehend nahezu 100% Ausleuchtung.
Das ist nachvollziehbar. Andererseits kann man auch der Ansicht sein, dass man in anbetracht der enormen Mehrkosten der 2"-Filter und des wesentlich größeren Platzbedarfs eines 2"-Filterrads auf diesen eher geringen Vorteil gut verzichten kann.
Wenn der Newton auf 2" ausgelegt ist und auch 2" am Bildfeldrand besser als ca. 85%-90% ausleuchtet, dann sieht die Sache meiner Meinung nach anders aus. Dann zeigt das Plus an Gesichtsfeld auch das, was die Öffnung des Teleskops an Licht sammelt. Ausleuchtung ist nun mal bei einem Teleskop ein wichtiges Thema, auch wenn das für einige hier eher unwichtig erscheinen mag.


Sicher haben 2" Filter auch ihre Vorzüge. Vor allem bei Newtons, deren Fangspiegel auf gute 2" Ausleuchtung ausgelegt ist. Meiner Meinung nach sollte man aber auch berücksichtigen, dass auch 1.25" Filter manchmal einfach die bessere Wahl sind.



Gruß Harald
 
Hallo Ralf,

also rein subjektiv möchte ich beisteuern, dass in den letzten zwei Jahren meine schönsten Beobachtungen mit Filter jene mit 2" OIII waren. Da sind als Paradeobjekte mit 1200mm Brennweite (und 12") der Zirrusnebel (Sturmvogel, Knochenhand und Triangle Whisp), der Nordamerikanebel nebst Pelikannebel, der Crescent Nebel (Weitfield-Anblick sehr schön) und der Orionnebel gewesen. Sinnvoll war der Filter auch beim Rosettennebel, der aber kein Paradeobjekt ist. Die seltenen Gelegenheiten, bei denen die Milchstraße südlich der Schildwolke erreichbar war, boten mir auch viele Beobachtungen, bei denen ich mit dem 2" Übersichtsokular und OIII-Filter einfach nur die Nebelregionen dort nacheinander angesteuert habe. Interessant war auch die Beobachtung der H2-Region im Milchstraßenbereich des Sternbild Kepheus. Ein weiteres Objekt, unter den meisten Bedingungen nur schwer mit OIII-Filter wahrnehmbar, war IC 443.

Ich bin also definitiv ein Befürworter der 2" Version und empfinde die anderslautenden Darstellung als "fade". Persönlich wären Zirrus und Nordamerikanebel allein schon Grund genug, den Filter in 2" anzuschaffen. Das wiederum ist eine Entscheidung, die ich niemandem abnehmen kann.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Harald,

sieh Dir Mal das Anfangsposting von Ralf an, was er hat, was er will. Darauf und nur darauf beziehe ich mich und das zieht sich als roter Faden durch meine Beiträge. Auch ich habe zufällig auch einen 8" F/6 als Hauptgerät.

Sorry, ich sehe da kein Filterrad in absehbarer Zeit. Wenn er Glück hat, schluckt er die bittere Pille und leistet sich den günstigsten und für seine Anwendungen/Bedürfnisse auch noch zufällig bestens geeigneten 2" O III Filter.

Der 8" F/6 ist auf 2" ausgelegt, der FS sogar so überdimensioniert, dass er den unteren Teil des Tubus noch erfasst (Streulichtunterdrückung wichtig).

Gegenüber den Nachteilen eines 1 1/4" Filters (Bildfeldbeschneidung bei Anwendung vor dem 2" Okular/Nebelbeschneidung bei Anwendung hinter dem Okular) ist der Abfall der Ausleuchtung zum Bildfeldrand hin m. E. tatsächlich vernachlassigbar gering.

Wir sind nun in der Gefahr, abzuschweifen (zu schwafeln, zu sehr in Details zu gehen, das Thema zu zerreden), ein in letzter Zeit öfter erhobener Vorwurf.

Fakt ist, ich habe selbst mit 1 1/4" Filtern begonnen, 2" war exotisch und teuer zu diesen Zeiten.
Mit dem 8" F/6 kam die Möglichkeit, 2" zu nutzen und ich habe die 1 1/4" Filter adaptiert. Die beste Variante war hinter dem Okular, Streulichteinfall und Ausblendung des Nebels am Rand des GF zum Trotz und ich habe über diese übergansweise (weil ungünstige) Anwendungsmöglichkeit sogar im Forum berichtet.

2" ist m.E. eindeutig die sinnvollere Variante an diesen Geräten, auch wenn man zum Rand hin etwas Ausleuchtung verlieren sollte und ich setze Okulare mit 38 mm BW/70° Feld sowie 30 mm BW/80° Feld und 16 mm/80° Feld ein.
Dabei nehme ich z.B. auch eine Randunschärfe von je nach Okular bis 30% in Kauf, weil mir ein großes Feld mit "dicken" Sternen am Rand aber der Möglichkeit ein gesuchtes Objekt dort noch zu erfassen, wichtiger ist, als 50° Feld perfekt.

Es ist wohl auch eine Sache der Herangehensweise und der Prioritäten.
In diesem Sinne

CS
*entfernt*
 
Re: "Anfänger-Filter"

Hallo Günther!


Auch ich habe zufällig auch einen 8" F/6 als Hauptgerät. ... Der 8" F/6 ist auf 2" ausgelegt,
Du beschreibst hier DEIN Gerät.

Der Fragesteller schreibt zu seinem Gerät doch nur:
Zur allg. Info:
Ich habe 'nen 8"-Dobson, folgende Okus
Habe ich da etwas übersehen? Schreibt er etwas zu der Ausleuchtung bei seinem Gerät? Habt Ihr zufällig die gleichen Geräte? 8" Dobson... das kann alles mögliche sein.


Wir sind nun in der Gefahr, abzuschweifen (zu schwafeln, zu sehr in Details zu gehen, das Thema zu zerreden),
Das finde ich nicht.
Gegenargumente zu Deinen Postings als "schwafeln" abzutun ist natürlich auch eine Möglichkeit, diesen zu begegnen. Besonders dann, wenn einem nichts besseres dazu einfällt. ;)
Wenn Du das für Schwafeln hälst, dann solltest Du besser nicht darauf eingehen nicht "zurückschwafeln".


Sorry, ich sehe da kein Filterrad in absehbarer Zeit. Wenn er Glück hat, schluckt er die bittere Pille und leistet sich den günstigsten und für seine Anwendungen/Bedürfnisse auch noch zufällig bestens geeigneten 2" O III Filter.
Warum siehst Du kein Filterrad bei ihm? Richtig, weil der Fragesteller knappes Budget hat. Trotzdem empfielst Du ihm die teuerste Filtervariante, nämlich 2". Dass er sich dann nur eine Billigvariante wie den UHC-E oder den miesen Baader OIII (auch wenn Du den so gut findest, ich finde den Baader schlecht) leisten kann, ist für Dich wieder nebensächlich. Ich empfehle klar, besser einen "richtigen" UHC zu kaufen und diesen dann bei kleinem Budget lieber in 1.25".

Aber das ist natürlich auch eine Sache der Herangehensweise und jeder kann das so machen, wie er will.
Der Fragesteller hat aber nunmal die User um ihre Meinungen gebeten und meine ist: Lieber Qualität statt Masse - auf Filter übertragen: Lieber gute 1.25" Filter als schlechte 2" Filter, lieber das gesparte Geld in ein Filterrad investieren als im Dunkeln mit Hanschuhen ständig die Filter umzuschrauben.


Gruß Harald
 
Ok Harald,

ich beschreibe SEIN Gerät, ich weiß was er hat, ich kenne die Bauart....und ich beziehe mich auf seine Anforderungen und kann NUR meine Beobachtungen (+ einige Mitbeobachter) in die Enpfehlungen einfließen lassen.

Eigentlich hat jetzt mal wieder Ralf das Wort, ansonsten...

"Chips and Coke", viel Spass weiterhin

CS
*entfernt*
 
Re: "Anfänger-Filter"

Hallo *entfernt*!


ich beschreibe SEIN Gerät, ich weiß was er hat, ich kenne die Bauart....
Darf man fragen, woher Du das weisst? Übersinnliche Fähigkeiten oder kennt Ihr Euch privat?
Falls letzteres zutrifft, wäre es hilfreich, wenn Ihr mit Eurem Insiderwissen über die betreffenden Geräte nicht hintern Berg haltet. Dann können die anderen Forenuser auch besser beraten.


P.S.: Damit ein durchschnittlicher 8" f/6 Newton (exaktere Angaben werden von Euch ja nicht gemacht) 2" am Gesichtsfeldrand mit mindestens ca. 85% ausleuchtet, muss das Gerät ca. 30-32% Obstruktion haben. Darf man fragen, wie groß die Obstruktion bei Deinem/Seinem/Eurem 8" f/6 ist??
Sollte die Obstruktion bei dem 8" f/6 nur 25% betragen (FS 50mm), so wäre die Ausleuchtung am GF-Rand von 2" etwa 60% und am Gesichtsfeldrand von 1.25" immerhin 90%. Ist so ein Teleskop wohl eher auf 2" oder auf 1.25" ausgelegt?

Auch wenn DICH die Ausleuchtung nicht interessiert, halte ich das dennoch für eine wichtige Frage.


Gruß Harald
 
Re: "Anfänger-Filter"

Hallo Harald!
Hallo Günther!

Jetzt muss ich den Günther mal insoweit "in Schutz nehmen" ;) als dass er einer der "begleitenden Berater" :) durch meinen "Vielleicht-Einsteiger"-Thread war, und somit meine Umgebungsbedingungen und meine angeschaffte "Gerätschaft" genauestens mitbekommen hat ... das konntest Du, Harald, natürlich nicht wissen, und die hier im Thread von mir angegebenen "Ausgangsbedingungen" waren vielleicht etwas zu dürftig für die an oben erwähntem Thread Nichtbeteiligten ... sorry, dass ich dadurch etwas zur "Polarisierung" beigetragen habe :schwitz:

Dass es Filterräder/-schieber gibt, habe ich erst hier im Verlauf des Threads "erfahren" und das dann mal abgecheckt. Daraufhin hatte ich weiteroben so zwischendurch erwähnt, dass sowas für mich in absehbarer Zeit nicht in Frage kommt ...

Trotzdem sind (zumindest allgemein gesehen) die Argumente von Harald natürlich nicht von der Hand zu weisen ... gerade in bezug auf die Kosten.

Ich glaube mittlerweile, dass die "Filter-Beratung" doch um einiges "komplzierter" ist, als die für die Anfänger-Okularauswahl ... obwohl hier das Angebot anscheinend bedeutend "überschaubarer" und in gewissem Sinne auch "messbarer" ist.

Leider wurde zu einiger meiner "konkreten" Fragen kein "Tipp" agegeben ;) ...

Da muss ich jetzt nochmal nachfragen (wg. Armins/Antares Hinweis bzgl. "billig=doppelt"), ob meine komplette Filterreihe von Baader einem gewissen "Qualitätsanspruch" genügen ... oder ob da noch "Variationsspielraum" (andere Hersteller) ist, auch in bezug auf Kosten/Nutzen (beispielsweise der ungefähr doppelt so teure Astronomik CLS) ...
Heisst: wenns der Qualitätsunterschied rechtfertigt und merkbar ist, dann bin ich u.U. auch bereit etwas teurere Alternativen in Betracht zu ziehen ...
?)

Ansonsten ... keep :cool: !




Anmerkung/edit: Haralds letzter Beitrag hat sich mit diesem hier "überschnitten" ... :)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Quentchen,

ich weiss nicht, ob das jetzt die richtige Antwort auf Deine letzte Frage ist.

Also, ich würde an Deiner Stelle komplett auf die Light-Varianten der Schmalband-Filter verzichten, also auf die CLS, UHC-E und wie die alle heissen.

Diese Filter lassen lediglich mehr Störlicht durch. Deshalb sind sie zwar billiger aber eben auch für den gedachten Zweck weniger gut geeignet. Das ist auch der Grund, warum sie weniger kosten als die "richtigen" Filter.

Also direkt zu richtigen Filtern (UHC, OIII) greifen, ganz unabhängig davon, ob 2" oder 1.25".


Gruß Harald
 
Hallo Ralf,

m. E. ist es das grundlegende Element der Nebelbeobachtung, das man den Nebel sehen will.
Der beste Weg dahin ist ein Filter der eben die Linie(n) durchlässt, in denen der Nebel "strahlt" und sonst nichts.
Das ist dann auch schon die einzige Begründung für meine Empfehlung.

Die von Dir erwähnten Breitband-Filter leisten genau das nicht, sie lassen jede Menge Licht auf zu vielen Wellenlängen durch.
So können sie z.B. nur in sehr bescheidem Umfang (eigentlich gar nicht) die Werbeversprechen erfüllen, gerade dann nicht, wenn sie z.B.auch für GX empfohlen werden.
Sieh Mal, sie blenden gewisse Wellenlängen teilweise (!) aus (z.B. Natriumdampf-/Qucksilberdampf-/Straßenbeleuchtung).
Schön, der Himmel wird dunkler, die GX aber auch, denn sie hat auch licht in den ausgeblendeten Bereichen.
Besser ist es in dem Fall, die AP anzupassen, also höher zu vergrößern. Auch das macht den Himmel dunkler, auch die GX ABER gleichzeitig wird die GX größer und damit kann sie den Sprung über Deine Wahrnehmungsschwelle schaffen. Einziger Haken ist das mit zunehmender Vergrößerung kleiner werdende Feld, als ist die Aufsuche schwieriger und nur mit guten Karten (Starhobbling, Erfahrung) zu machen.

Also....Filter nur für Nebel die auch auf bestimmten Emmissionslinien hervorzuheben sind, während der Rest eben abgedunkelt wird.
Da ist dann, gerade unter ungünsigen Beobachtungsbedingungen, der O III die erste Wahl, und m. E. je enger um so besser. Allerdings ist er dann nicht für höhere Vergrößerungen geeignet. Ich nute den Baader z.B. noch bei 2,8 mm AP also bis 16/17 mm Okularbrennweite am 8" F/6 aber das ist schon grenzwertig. Besser ist er bei größerer AP 7-4 mm. Da sorgt er für wirklich helle, detailreiche Strukturen z.B. an den bereits genannten Objekten.
Das ist m.E. der Einstieg in die Nebelbeobachtung mit AHA-Erlebnis.
Was dann kommt, steht auf einem anderen Blatt. Willst Du Dich in Details vertiefen oder kleinste PNs jagen, auch Mal wirklich guten Himmel aufsuchen, wirst Du weitere Filter anschaffen, siehe mein Sammelsurium und ich habe immer noch keinen wirklich guten H ß Filter gefunden. Bei den kleinen PNs ist ein Filterschieber oder -rad sogar sehr sinnvoll weil man mit einem Filter und einer leeren Fassung die Miniteile aus dem Sternenmeer "herausblinken" kann, aber bitte, das ist Zukunftsmusik, Du bist eben erst dabei, Dir diese ganze Objektklasse neu zu erschließen und zu schauen, ob das etwas für Dich ist.

Die komplette Baader Serie würde ich z.B. nicht als erste Wahl für Dich ansehen.
Den O III ja.
Beim UHC sehe ich im Astronomik und im Thousant Oaks bessere Alternativen.
CLS, Skyglow und Konsorten brauche ich persönlich gar nicht(siehe oben), abgesehen vom CLS im Wechsel mit UHC am Fernglas. Das sind Filter die können unter bestem Himmel, bei 7 Mag und mehr sicher ganz hervorragende Dienste leisten (ein Nebel im Sternenmeer, whow), da komme ich nur zu selten hin.

CS
*entfernt*

 
Hallo!

Na, dann fasse ich mal zusammen ... für mich ;)

Filtergrösse -> 2"-Ausführung
Breitbandfilter -> eher nicht empfehlenswert
UHC -> eher Astronomik (Economy-Variante ??? = billiger)
OIII -> eher Baader 6nm (oder Baader 10nm ???)


Ansonsten mittels AP-Anpassung zum vorhandenem Himmel optimieren (dazu muss ich aber noch a bisserl was an theoretischem Material "studieren" ;) )

Jetzt geh ich noch mal in mich ;) und beginne mit der endgültigen "Kalkulationsgrübelei" ... ?) :schwitz:

Nochmals meinen Dank an alle, die mich mit ihren Argumenten und ihren Erfahrungen bis hierhin versorgt haben ... :super:
 
Hallo nochmal,

war soeben auf den Baader Seiten und finde da meinen Filter(?) mit 8 nm und den Neuen mit 8,5 nm.
6 nm finde ich nicht, also denke ich Mal es geht um die beiden erstgenannten Varianten und die 6 nm haben sich da als Fehler eingeschlichen oder weiß da jemand mehr?

CS
*entfernt*
 
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