Anfänger-Frage zu 8" Dobson

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duslip

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Hallo

Ich habe seit etwa 10 Jahren ein "Kaufhausteleskop" (60x700), welches ich aber meist nur alle paar Jahre aus dem Schrank geholt habe, würd sagen ich bin Anfänger komme aber ganz gut klar am Himmel.
Ich überlege momentan, ob ich mir ein neues, besseres zulegen sollte. In der engeren Auswahl habe ich da ein Skywatch Dobson 8".

Meine erste Frage: Es gibt da die Classic Variante für 259 Euro und die Pyrex für 299 Euro, was ist da der Unterschied und welches würdet ihr mir empfehlen? Welche Okulare zu den 25mm und 10mm Plössel die dabei sind sollte man noch haben?

Das Problem ist nur, dass ich in Essen/Ruhrgebiet wohne und somit eine ziemliche Himmelsaufhellung haben. Lohnt sich das dann überhaupt oder sieht man dann viele Objekte garnicht, bzw. zu schlecht?
Wie sähe es z.B. bei der Sichtbarkeit von Sternen aus - als Vergleichswert zum jetzigen Teleskop- jetzt kann ich etwa bis maximal 7mag noch erahnen, wie weit käme man damit wohl mit dem 8" Dobson in der Großstadt?

Und eine andere Frage, da ich in der Wohnung keinen Platz habe um das Gerät dauherhaft aufzubewahren müsste ich es bei Nichtgebrauch in den Keller stellen, wäre das ein Problem?

Für Tipps danke ich im Voraus

Gruß
duslip
 
Guten Abend,

schauen Sie mal hier: http://www.intercon-spacetec.de/ratgeber/vorteile_pyrex.html

Eine Frage: Haben Sie Muskeln? Wenn ja, dürfte es Ihnen leicht fallen, ihn jeden Tag vom Keller auf die Terasse und wieder zurück zu tragen.

Der 8" Tubus zusammen mit der Rockerbox ist schon schwer. Also am besten vor dem Transport den Tubus von der Rockerbox lösen und beides getrennt tragen.

Haben Sie die Möglichkeit weit rauszufahren, vielleicht an einen Platz, wo die Lichtverschmutzung gering(er) ist)?
 
Hi,

also vorweg möchte ich zwei Punkte abseits der Frage ansprechen:
1. Anschluß zu anderen Sternfreunden. Im Ruhrgebiet gibt es eine Menge Sternfreunde, die sich auch mal am "Stammtisch" treffen. Hier Kontakt finden und so die Chance haben, mit anderen Sternfreunden mal rauszufahren und die Geräte kennenzulernen (der 8" Dobs ist heute ungeheuer häufig anzutreffen) wäre sehr gewinnbringend.
2. Das beste Teleskop ist dasjenige, welches man am häufigsten benutzt. Wenn es zu mühselig wird, den Dobson aus dem Keller zu holen, dann wäre der Kauf unsinnig. Das heisst Du müsstest mal überlegen, was Dich hindert, den Refraktor öfters zu nutzen. Ist da irgendwas umständlich, oder unbequem, oder hast Du Anforderungen, die das kleine Gerät nicht erfüllen kann?

Nun zu Deinen Fragen. Die Himmelsaufhellung stört sehr stark bei der Beobachtung von Deepsky-Objekten. Für einige Objekte kannst Du mit einem OIII-Filter die Erkennbarkeit deutlich verbessern, aber letztendlich ist immer noch die "Flucht aus der Lichterflut" das beste Rezept. Auf jeden Fall aber mal dieser Artikel von mir: http://www.svenwienstein.de/HTML/stadtastronomie.html

Nun zum Dobson. Wenn der Keller trocken ist, sollte das für das Teleskop kein Problem sein. Es sollte staubgeschützt und trocken aufbewahrt werden. Wenn der Keller feucht ist, dann kannst Du das Gerät eventuell mit "Hausmittelchen" gegen Feuchtigkeit schützen. Das kann schon ein Reisbeutel zur Feuchteregulierung leisten. Umständlicher ist ein Trockenmittel wie Silica-Gel, welches in der Microwelle wieder getrocknet und somit wiederverwendet werden kann.

Die beiden Spiegelmaterialien verändern die Teleskopeigenschaften in der Auskühlphase. Pyrex verspannt sich weniger, während der Spiegel aussen schon abkühlt aber im Kern noch warm ist. Das gibt eine bessere Abbildung, aber nur, wenn ein vernünftig angebrachter Lüfter die Warmluftschlieren aus dem Tubus absaugt. Die derzeit an vielen günstigen Teleskopen montierten Lüfter halte ich für Fehlkonstruktionen und ich empfehle, das Gerät dann mit ein paar einfachen Tricks etwas umzubauen, damit der Lüfter ordentlich Luft durch die Teleskopöffnung zieht und nach hinten herausbläst.
Ist das Teleskop gut ausgekühlt, so besteht kein Leistungsvorteil mehr durch Pyrex.

Der typische 8" Dobson hat heutzutage 1200mm Brennweite, also f/6. Ich denke Du gehst von so einem Gerät aus. Um günstig an den Start zu gehen, könnte eine 2x Barlow eine gute Anschaffung sein, denn dadurch wird aus dem 10mm Okular ein 5mm Okular, welches dann mit 240x eine schöne Planetenvergrößerung abgibt. Manche Barlows erlauben es auch, das Linsenelement direkt in das Filtergewinde des Okulares zu schrauben, so daß sie statt 2x nur 1,5x liefern. Damit würde aus dem 10mm Okular auch gleich noch ein 6,7mm Okular, also eine weitere Zwischenvergrößerung. Aus dem 25mm würde ein 12,5mm bzw. ein 17mm. Damit ist man schon ganz gut gerüstet.
Eine sehr schöne Anschaffung wäre aber auch ein 2" Weitwinkelokular zwischen 30 und 40mm Brennweite. Allerdings würde dieses Okular vom aufgehellten Stadthimmel sehr gestört, so daß es aus der Stadt heraus kaum lohnt. Unter besserem Himmel erlaubt es aber schöne Beobachtungen von großen Objekten. Dadurch, daß es ein großes Gesichtsfeld hat (locker 4 Vollmonde nebeneinander) eignet es sich auch besser zum Aufsuchen von Objekten. Aber das Stadtlicht stört eben wegen des hellen Bildes sehr, so daß der Himmelshintergrund hellgrau wird und viele schwache Nebelchen darin "absaufen", also unsichtbar werden. Ein Nebelfilter (OIII) hilft da natürlich bei einigen Objekten weiter, aber in 2" kostet der auch viel.

Clear Skies
Sven
 
Erstmal danke für die Antworten

Der Grund warum ich mein jetziges Teleskop so wenig benutzte war hauptsächlich weil ich mich allgemein nicht mehr so intensiv mit dem Thema befasste, was ich jetzt aber wieder tue.

Deine Info zur "Balkonastronomie" war sehr aufschlussreich, hatte es mir schlimmer vorgestellt. Aber wenigstens ist hinter unserem Haus eine Wiese ohne Beleuchtung und auch die nächsten paar 100m sind nur Nebenstraßen.

Ich habe mir bei Teleskop-Service mal die Filter angeschaut, wäre ein UHC besser als OIII, weil da steht er wäre universeller?

Gruß
duslip
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

ein UHC taugt meiner Meinung nach nur unter gutem Himmel, bei Stadtlicht ist die kräftigere Wirkung des OIII immer zu bevorzugen.

Clear Skies
Sven
 
Ich hätte da noch einige Fragen:

1. Wie ist das eigentlich mit den Preisen/Qualität bei O-III Filtern, bei TS gibts z.B. den von Astronomik für 99€ und den Baader für 74€, was ist der genaue Unterschied?

2. Mondfilter hab ich bei meinem jetzigen einen grünen, überlege jetzt aber ob ich einen grauen nehm. Aber da gibts auch wieder viele Preisunterschiede?

3. Welche Barlow-Linse wäre empfehlenswert, aber nicht zu teuer? (max. 60€)

Dank im Voraus

Gruß
duslip
 
Hi,

zu 1:
http://www.svenwienstein.de/HTML/baader_oiii.html
Und Suchfunktion benutzen, ich habe die Unterschiede ca. 20 mal beschrieben...

zu 2: Du willst einen grauen Mondfilter! Ich würde einen 8x Grau empfehlen.

zu 3: Wenn Du 60 Euro anlegen kannst, dann versuche am besten auf dem Gebrauchtmarkt eine Barlow-Linse zu bekommen. Mit der TeleVue Barlow wird es zwar eng, aber es gibt ja noch ein paar andere Hersteller. Für 60 Euro Neupreis liegst Du im Bereich günstiger Barlows aus China und Taiwan. Die funktionieren, haben aber eine deutliche Serienstreuung, das heisst es gibt gute und schlechte Exemplare. Die meisten Barlows aus der teureren Klasse bieten aber nicht die Option, die Barlow einmal als 2x und anders verschraubt als 1,5x zu nutzen. Das bieten nur einige der günstigen Barlows.

Clear Skies
Sven
 
Ich habe gestern meinen Skywatcher Dobson 8" Pyrex bekommen. Nach dem Zusammenbau hatte ich das Glück das der Himmel frei war, um einen ersten Balkon-Test zu starten.
Als erstes suchte ich mir den Kugelsternhaufen M3 aus, doch der erste Blick war irgendwie enttäuschend!

Mehr als ein Nebeliger Fleck war nicht drin, nicht viel besser als im Fernglas, nur halt heller.
Ich hab es eine Stunde lang probiert, sowohl im 25'er als auch im 10'er Plössl! Woran könnte es wohl gelegen haben?
In einem 8 Zöller sollten doch auf jeden Fall zumindest die Randsterne aufgelöst werden.

Gruß
duslip
 
Hi,

na, es kann an vielen Dingen gelegen haben. Also gestern war es zwischen den Wolken sehr klar, aber das Seeing (also die Luftunruhe durch wabernde Warmluft) war recht kräftig. Dazu noch der Essener Himmel, der sehr aufgehellt ist, und schon wird der schöne Kugelsternhaufen vermatscht. Randsterne ertrinken im hellen Himmel. Das waren mal Gründe, die man aus den äußeren Bedingungen ableiten kann.
Wie sieht es aber mit Bedienfehlern aus? Das Gerät muß schon einige Zeit im Freien auskühlen, bevor das Tubus-Seeing vom warmen Spiegel sich einigermaßen gelegt hat. Natürlich kann auch eine offene Balkontüre ein grausliges Seeing produzieren. Dann stellt sich die Frage, wie gut der Newton nach dem Versand noch justiert war. Mit einem 10mm Okular schließlich kamst Du auf eine Vergrößerung von 120x, die war ausreichend, aber mit der geringen Vergrößerung des 25mm Okular war der Kugelsternhaufen sicher zu klein, um unter diesen Bedingungen etwas von Einzelsternen wahrnehmen zu können.
Das sind erstmal so ein paar Punkte, vielleicht kannst Du ja einige davon schon ausschließen.

Clear Skies
Sven
 
Sven war schneller!

Gruss
Michael
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Duslip,

solltest Du noch Zubehör benötigen, in Kürze ist bei Dir direkt um die Ecke der Astronomietag

da bekommt man schon mal gute Sachen zu günstigen Preisen...

Gruß
Thomas
 
Hallo Neuling,

na es könnte z.B. an der fehlenden Beobachtungspraxis oder am dejustierten Dobson gelegen haben.

Die Beobachtungserfahrung, indirektes sehen, ist nicht zu unterschätzen. Das Auge lernt auch nach Jahren noch. Ausgiebiges beobachten besonders schwacher Objekte übt das astronomische sehen.

Men Dobson war nach der anreise auch dejusterirt, habe mich gewundert warum die Sterne im Fokus kleine "Kometen" ware. Also Justierlaser rein und nach der Anleitung den Dobsom justiert.

M3 sollte von deinem Dobson zumindest am Rand in Einzelsterne aufgelöst werden, ab einer Vergrößerung von 100x oder mehr!

Gruß

Lots und clear skies
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich habe gestern meinen Skywatcher Dobson 8" Pyrex bekommen. Nach dem Zusammenbau hatte ich das Glück das der Himmel frei war, um einen ersten Balkon-Test zu starten.
Als erstes suchte ich mir den Kugelsternhaufen M3 aus, doch der erste Blick war irgendwie enttäuschend!

Mehr als ein Nebeliger Fleck war nicht drin, nicht viel besser als im Fernglas, nur halt heller.
Ich hab es eine Stunde lang probiert, sowohl im 25'er als auch im 10'er Plössl! Woran könnte es wohl gelegen haben?
In einem 8 Zöller sollten doch auf jeden Fall zumindest die Randsterne aufgelöst werden.

Gruß
duslip

Der M3 muß im 8er auch bei nicht ganz so idealen bedingunegn eine Wow!-Effekt auslösen und darf keinesfalls einem Fernglasanblick gleichen. War mit dem 10er der Himmelshintergrund schon dunkle? Ansonst: Höher vergrößern (=ne Barlow kaufen, da ist erst mal das billigste).
 
Tubus- und Balkontürseeing kann ich eigentlich ausschließen, da ich 1,5 Std draussen war und die Tür sich über 2,50 m weit weg an der Seite befindet.

Vielleicht liegt es ja tatsächlich an einer dejustierung. Ich weiß nur nicht so recht wie ich das feststellen soll, die Anleitung ist auch nur auf englisch und dann noch null Erfahrung. Wenn ich jetzt anfange daran rumzufummeln seh ich hinterher vielleicht garnichts mehr.

Sobald der Himmel wieder frei ist werde ich es nochmal probieren und auch mal den Sterntest machen.
 
Hi,

also wenn die Balkontür zu war, dann reichen 2,5m Abstand. War sie offen, dann reichen sie nicht! Tür zu!

Was die Justage angeht: www.google.de, Stichworte Newton justage gibt einen Eimer voll Hits. Müsste in der Suchfunktion des Forums ganz genauso sein.
Das musst Du lernen, da kommst Du nicht drum rum. Also investiere Die Zeit, während es regnet, die Justage zu lernen.

Clear Skies
Sven
 
Nach mehrstüdigem Warten waren die Wolken gestern endlich mal weg und ich konnte nochmal testen.
Diesmal habe ich mir M13 vorgenommen und da war ich schon zufriedener, ich konnte deutlich einzelne Sterne erkennen. Bei M3 war es ähnlich wie letztens, nur indirekt mit gutem Willen war ansatzweise etwas zu erkennen.
Aber ich glaube mit einer höheren Vergrößerung dürfte da noch was rauszuholen sein, 120x ist für einen Kugelsternhaufen ja etwas wenig.

Ich hab dann auch gleich den Sternentest probiert und war mir eigentlich ziemlich sicher, dass das Loch nicht ganz in der Mitte war, konnte das aber nur extrafokal sehen, intrafokal sah es komischerweise mittig aus.

Zum justieren habe ich jetzt einige Anleitungen gelesen, habe aber noch eine Frage. Es sind ja 3 Einstellschrauben und daneben jeweils eine Feststellschraube. Muß man immer alle 3 Feststellschrauben lösen um zu justieren oder reicht es eine zu lösen, wenn man auch nur eine Justageschraube verändern muss?

In der Produktbeschreibung von dem Versandhandel steht das man die Höheneinstellgriffe auch zum Tragen benutzen kann, stimmt das? Ich hab das bisher nicht gemacht, da mir das irgendwie unsicher vorkommt, nicht das sich da etwas verbiegt.

Gruß
duslip
 
Hallo Duslip,
die Feststellschrauben löst man alle ein wenig und nimmt dann die Justierung vor.
Mach langsam, immer eine Justierschraube vornehmen, ein wenig drehen, Richtung merken und schauen
(verstehen) was passiert.
Wenn Du mit der Justierung zufrieden bist, zieh die Konterschrauben handfest an. kann sein,
es verstellt sich wieder etwas ein wenig dabei, dann halt noch mal nachjustieren.
Ganz wichtig ist auch, die Reihenfolge der Schritte bei der Justierung einzuhalten.
Ich finde die Anleituing von "Pteng" sehr gut.

Ich habe auch den 8er Skywatcher. Die Griffe sind tatsächlich als Tragegriffe zu nutzen, mache ich schon Jahrelang.
Es hat zwar noch Zeit, teste das Gerät und mach Dich damit vertraut, aber es bietet jede Menge
günstige Optimierungsmöglichkeiten, die mit wenig Geld und basterischem Geschick lohnenswerte
Verbesserungen bringen.
Dazu siehe z.B. bei den "deepsky-brothers" unter Tipps und Tricks, Optim.Skyw.Rocker.Box nach.
CS
*entfernt*
PS: Keine Panik, das mit den Kugelhaufen wird schon! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
 
Gestern habe ich mir mal Jupiter angeschaut, aber mir fiel ein ziemlicher Farbfehler am Rand auf, lag das vielleicht am sehr schlechten Seeing oder ist das normal? (War über einem Hausdach)

Sollte man bei Kugelhaufen (bei Stadtbedingungen) eigentlich auch durch direktes sehen Strukturen erkennen können oder geht das ausschließlich indirekt?

Gruß
duslip
 
Farbfehler dürften das 'Werk' dr Okulare sein und nur am Rand des gesichtsfeldes auftauchen. Du mußt den Paneten dann wieder in die Mitte schubsen.

Kugelsternhaufen gehören zu den Objekten, wo man von der Stadt aus noch am meisten sieht. Die größeren weredn in Einzelsterne aufgelöst, man erkennt schöne Sternketten, die nach außen laufen und vielleicht auch sternarme Bezirke im Inneren des Haufens. Aber all das erfordert Beobachtungserfahrung, und die kommt erst mit der Zeit. Gemeinsames Beobachten mit einem erfahrenen Sternfreund ist durch nix zu ersetzen.
 
Hi,

ich habe noch eine andere Lösung zu dem Farbfehler. Wenn Jupiter noch tief steht, und das tut er ja im Moment ja, wenn man nicht bis in die frühen Morgenstunden aufbleibt, dann bewirkt die Atmosphäre einen Farbfehler mit einem roten Rand oben und einem grünen unten (oder umgekehrt, je nachdem wie das Teleskop das Bild umkehrt).
Das ist ein Effekt bei dem die Lufthülle der Erde ein Wenig wie eine Linse wirkt, und daher tritt das auf, wenn das Licht schräg in die Atmosphäre fällt. Steht Jupiter höher, dann wird der Effekt immer geringer bis er praktisch nicht mehr auffällt (Jupiter steht aber in diesen Jahren immer ziemlich tief).

Bei Kugelsternhaufen hängt alles von den Bedingungen ab. Mit einem 8" Dobson sollte ein großer Kugelsternhaufen (M13, M3, M92, M5,...) schon viele Randsterne und auch einzelne Sterne im Zentrum zeigen, aber die "Beobachtungsumstände" können viel kaputtmachen. Stadtlicht, besonders bei schwacher Vergrößerung, kostet Randsterne (ja, bei hoher Vergrößerung werden mehr Sterne sichtbar bis etwa in der Gegend um 200x=Öffnung in mm). Sterne in der Mitte gehen durch Seeing (wabernde Warmluft) zum Beispiel gerade über Hausdächern verloren. Aber auch eine schlechte Auskühlung und eine schlechte Optikjustage des Teleskopes können hier den Spaß verderben. Natürlich gibt es auch Abende, an denen die Luftruhe in der oberen Atmosphäre schon "im Eimer" ist, so daß auch das schönste Teleskop am besten Standort nichts zeigen kann. Ein Anhaltspunkt ist das Flimmern der Sterne. Flackern sie bis in den Zenit, dann ist das Seeing übel, Flackern sie nur am Horizont, dann ist das Seeing gut. Übrigens, Planeten flackern normalerweise nicht, tun sie's doch dann sollte man gleich beim Feldstecher bleiben...

Clear Skies
Sven
 
Ich überlege momentan ob ich mir eine Celestron Barlow Omni 2fach oder ein 4mm Plössl zulegen soll, hauptsächlich für DS, da die jetzigen 120x doch etwas wenig sind. Mit Barlow+10mm Plössl hätte ich 240x aber ich glaube 4mm und 300x wäre zuviel oder?

Dachte auch schon an 5mm, aber da finde ich nichts passendes.

Gruß
 
Hi,
300x für Deepsky ist ziemlich viel bei 8" und außerdem auch kein passender Sprung von 120x. Auch 240x ist ein heftiger Sprung, schau lieber nach 180x bis 200x.
6mm Okulare gibt es doch eigentlich einen ganzen Stapel.

Clear Skies
Sven
 
Ich habe in den letzten Tagen mehrere Stunden mit dem Versuch des Justierens per Filmdose verbracht, aber trotz vieler gelesener Anleitungen, es klappt einfach nicht!
Es fällt mir schwer zu sehen, ob der FS wirklich exakt in der Mitte ist, da man keinen Anhaltspunkt hat und völlig Rund siehts auch nicht aus, aber nahezu. Geschraubt habe ich am FS noch nicht, da ich nicht weiß ob es überhaupt nötig ist.

Was den HS angeht, es soll ja eine Mini-Drehung schon reichen, aber egal wieviel ich drehe, ich sehe keinen Unterschied, auch nicht beim Sterntest! Sieht eigentlich immer mittig aus, selbst nach einer vollen Drehung, kann doch eigentlich nicht sein. Bestimmt ist es jetzt nach dem ganzen Verstellen auch schon völlig dejustiert, was ärgerlich ist.

Würde sich vielleicht die Anschaffung eines Cheshires lohnen und es damit leichter klappen?
 
wow... du meinst ja sicher den skywatcher dobson oder? wo hast du die classic version für nur 259 gefunden? kannste mir mal den link geben plz? ;-)
ich hab auch ne seite gefundn, wos ihn für nur 222 gibt, aber erst wieder ab 1. Mai... leider.... muss ich vllt. warten *seufz*
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

mfg
 
Hallo

Ich musste den Pyrex nehmen, da die Classic Version anscheinend überall ausverkauft ist. Hatte ihn erst bestellt, bekam dann aber Antwort das er nicht mehr lieferbar wäre. Hab ihn von Emarkt24.

Gruß
Christian
 
Hi Duslip,

für die Justage nehme ich einen Justierlaser, der kosten so um die 50 Euro, gebraucht machmal bei eBay oder im Gebrauchtmarkt hier auch billiger. Den umwickelst du einem mit Tesafilm, damit er stramm im Okularauszug steckt. Das muss sein, denn so ein Laser ist sehr genau. Eine sehr schöne Anleitung findest du hier

Ich hatte vorher auch nie einen Newton justiert, ist aber mit der Anleitung von TS, kein Problem und geht bei Tag oder Nacht in weniger als 5 Minuten.

Was die Okularauswahl betrifft, so habe ich ein 6mm TS SWM (200x). Das hat ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Das Optimum, sehe ich so bei 250x, das geht gerade noch mit dem rumschubsen. Da käme z.B. ein 5mm Orion Stratus, Hyperion oder Vixen LVW in Frage.

Gruß

Lots
 
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