Anfänger Planetenfotografie -> Welcher Teleskoptyp

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nighthawk08

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Hallo Forumgemeinde,

da ich neu im Forum bin, möchte ich mich erst einmal kurz vorstellen: Mein Name ist Holger, komme aus dem Ruhrgebiet und bin ein "Enddreißiger" :) Mein Interesse galt bis jetzt der Fotografie. Als Neuling im Bereich der Astronomie habe ich mich vor ein paar Tagen hier im Forum angelmeldet und auch schon viel gelesen und auch ein Buch bestellt. Ich habe aber trotzdem eine Frage, da ich bis jetzt keine wirkliche Antwort finden konnte: Ich interessiere mich im Moment "nur" für die Planeten und möchte diese gerne fotografieren. Der Mond soll am Anfang im Vordergrund stehen. DS eventuell mal später. Nun meine Frage: Welches Teleskop würdet ihr mir empfehlen? Ich habe mir schon alle Varianten angeschaut und bin unschlüssig und gestern bei einem MAK gelandet z.B. SkyWatcher Skymax-127T/1500 Ich hätte gerne etwas "kleines / leichtes" da ich auch mal im Urlaub -mit dem Auto unterwegs- fotografieren möchte. Gutes Fotostativ ist vorhanden. Was haltet ihr von der Idee? Oder gibt es eine bessere Variante? Welche Öffnung f? wäre sinnvoll? Aus meiner Sicht kommt ein Refraktor nicht in Frage, da Fehlfarben. Könnte ich nicht mit leben. Als Anfangsbudget habe ich an ca. 350€ - 400€ gedacht. Später z.B. Aufrüstung auch mehr.

VG

Holger
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Holger,

ich denke der Mak ist eine gute Wahl für Mond/Planeten, wenn's auch kompakt sein soll und für den Apo nicht langt (hab ja selber einen:). DS sollte damit immerhin ein kleines bisschen auch drin sein.

Das Foto-Stativ würde evtl. schon passen, nur wirst du speziell für den 127er auf jeden Fall eine "richtige" Montierung, also Stativkopf, brauchen. Das Ding wiegt immerhin 3,5 kg. Mein winziger Mak-90 ist auf einem Videoneiger (Manfrotto 128) schon grenzwertig. Entweder eine alt-az wie die Ayo/Giro, oder was paralaktisches zum bequemeren Nachführen, denke mal eine EQ-3 sollte es schon sein. Speziell zum Fotografieren wäre natürlich was motorisiertes auch nicht verkehrt, aber das wissen andere sicher besser.

Mich würde mal interessieren, wie man die EQ-Montierungen z.B. auf 3/8 befestigt?

Viele Grüße,
Hans-Peter

 
Hallo Hans-Peter,

das Stativ wollte ich auch nur am Anfang nutzen und schauen, ob ich damit zurecht komme und mir die Planetenfotografie wirklich liegt. Der Kugelkopf vom Stativ trägt ca. 12KG / 25Nm. Ich denke, eine gebrauchte EQ-3 wäre aber auch noch drin.

VG

Holger
 
Siehe auch hier:

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php?ubb=showflat&Number=468215

Ein stabiler Kugelkopf würde wohl schon gehen für den Anfang, kommt darauf an wie gut man die Friktion einstellen kann und wie leidensfähig du bist :) Zum Fotografieren eher nicht mehr.

Je nachdem wie streng dein Budget gesetzt ist, lässt sich mit etwas Geduld gebraucht natürlich einiges sparen. Die Zubehörliste dürfte relativ lang sein: 2-3 Okulare, Foto-Adapter, Taukappe, Montierung, besserer Zenitspiegel, Filter, Sonnenfolie, ...

Viele Grüße,
Hans-Peter
 
hallo Holger,

der 127/1500 Mak ist sicher eine gute Wahl zur Planetenfotografie, Preis/Leistung sehr gut. Visuell ist er auch nicht schlecht, wenn auch nicht optimal (30% Obstruktion durch den Fangspiegel).

Eigentlich müsste ich zu mehr Öffnung ratem, so ab 200mm hat man schön viel Auflösung am Planeten, aber das ist eine Preisfrage wenn man keinen Newton will.

Als Monti ist die EQ3 ganz ok für den 127er, ich habe sogar DeepSky Fotos mit dem Setup zusammengebracht (mit Motor).

lg Tommy
 
Hallo Tommy,

klingt immer mehr nach dem MAK. An einen Newton hatte ich zwar auch noch gedacht, aber in der passenden Größe haben die alle f4 oder f5 und damit bräuchte ich wohl eine Koma-Korrektur für die Fotografie. Die "großen" Newton sind mir im Moment einfach zu sperrig und mit passender Monti einfach für den Anfang zu teuer. Hab in den letzten 2 Jahren genug Geld für die Fotografie ausgegeben. Einen passenden Dobson habe ich mir ebenfalls angeschaut. Bringt bestimmt bessere Ergebnisse, aber ist auch sehr groß und schwer. Aus dem Grund habe ich halt den MAK ins Auge gefaßt. Wie ist denn die Qualität von dem MAK?

VG

Holger
 
Hallo Holger,

einzige Alternative wäre ein Newton mit 150mm Öffnung. Bei 900mm Brennweite ist das günstige Gerät etwas höher Obstruiert als nötig, bei 750mm Brennweite rennt man den Okularen nach.
Man muss halt schauen, wie man montiert.
Komakorrektur ist bei f/6 eher unkritisch, wenn man nicht gerade mit 80° Weitwinkeln beobachtet. Planeten sind nahe der Bildmitte am besten aufgehoben.

Clear Skies
Sven
 
hallo Holger,

der 150/900 ist mit mehr Öffnung auch besser für Planeten, aber fast 3x so lang.

Mit dem 127 Mak habe ich auch schöne Tagfotos gemacht, kann man prima als 1500er Tele benutzen (aber f/12). Er hat keinen merklichen Farbfehler und das Bildfeld ist relativ eben. Es gibt eine sehr leichte Vignette am APS-C Chip durch das 25mm Blendrohr, welches man eventuell auskleiden muss gegen Reflektionen. Ich habe aber grad einen schwarzen 102er Mak da der Riffeln im Blendrohr hat und einen relativ guten Kontrast auch am Tag. Die optische Qualität der Maks ist durchweg gut.

An deiner Stelle würde ich aber erst mal in die Galerie schauen was die Leute so zusammenbringen mit den verschiedenen Öffnungen zum Vergleich. Da siehst du den Unterschied und kannst dir besser vorstellen was dich erwartet.

lg Tommy
 
Danke für die Antworten. Ich werfe mal den Newton 114/900mm bzw. den 130/900mm ins Rennen. Oder ist der MAK dann doch besser? Was meint ihr dazu? Welche Montierung würdet ihr empfehlen?

VG

Holger
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hallo Holger,

ich erwähne es nochmal: ÖFFNUNG bringt Details, von wegen 114.

das sind preisgünstige Einsteigerteile, mit Plastik-OAZ, Kugespiegel, der 130/900 mit fetten FS-Streben. Auf den vom Hersteller vorgeschlagenen Montis schon etwas wackelig ob der Länge, und diese Montis können nicht mit Polsucher nachgerüstet werden.

Der Mak oder 150er Newton spielt in einer anderen Liga, aber du musst selber wissen wieviel du locker machen kannst.

lg Tommy
 
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