Anfänger sucht Hilfe für ersten Kauf

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Jackhead

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Hallo zusammen,

ich habe mich hier angemeldet um Antworten auf die vielen anfänglichen Fragen zu finden. Wie so oft wird man ja erstmal erschlagen mit Informationen. Vielleicht erstmal zu meiner Person, ich heiße Christian bin 34 Jahre alt und komme aus dem schönen Nahetal (RLP).

Ich bin auf der Suche nach meinem "ersten" Teleskop. Natürlich will ich mir später auch Astrofotografie antun :schwitz: . Bin mir aber dessen bewusst, dass davor erstmal viel Übung und Erfahrung gesammelt werden muss.
Deshalb stecke ich meine ersten Ziele erstmal in das Beobachten von Planeten.
Dennoch ist mir wichtig das die Montierung und das Teleskop ausbaufähig sind, und ich nicht wieder etwas neues erwerben muss.

Im moment tendiere ich zu einem 8" Newton mit einer EQ5 Montierung.
Preislich dachte ich an ca. 1000€ für den Anfang. Wie gesagt mir ist wichtig etwas langfristiges zu erwerben.

Was meint ihr zum vorhaben? Was könnt ihr mir empfehlen?
Ich habe natürlich hier schon diverse posts durchforstet, denke aber als erstes einmal individuell anzufragen.

Gruß
Christian
 
Hallo Christian,

Ich denke, dass das 8'' Newton Visuell auf der EQ5 schon die
allerhöchste Grenze ist. Für die Fotografie sollte man maximal 2/3 der Tragkapazität (inklusive Zubehör) einer Montierung belasten. Da wäre schon eine EQ6 nötig die aber neu dein budget sprengt.

Von wo willst du Beobachten und wie mobil bist du? Willst du nur Planeten oder auch Deep Sky Beobachten? Das macht schon einiges aus um das richtige Teleskop zu Kaufen.

Mfg,
Roberto

 
Hallo Christian,

ich finde das keine so leichte Aufgabe. Zunächst mal meine ich, das eine EQ-5 ja schon recht enge Grenzen setzt. Also wenn es der klassische GP-Clone ist, also von der Form her so ausschaut:
Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Pics/EXP395-2.jpg

Auf so eine Montierung setzt man maximal mit 8" Öffnung einen 200/1000 Newton. Also f/5. Das wiederum hätte zur Folge, dass man für die Planetenbeobachtung langfristig gezwungen ist, eine sorgfältige und damit verbunden auch leicht teure Okularwahl zu treffen. Es ist dabei individuell verschieden, wo man nach einiger Zeit ankommen wird, so dass man schlecht eine langfristige Okularberatung machen kann. Allerdings meine ich, dass man für den Anfang sehr viel Leistung abrufen kann, indem man grundsätzlich die Gerd Düring Barlow heranzieht, um damit kombinierte Okulare (die klassischen Planetenokulare wie z.B. Orthos) zu guter Leistung an f/5 zu bringen. Man erreicht durch diese 2,7 Barlow ein effektives Öffnungsverhältnis von rechnerisch f/13,5 und kann dadurch mit einem Okular um 9,5mm das Gerät schon ganz gut ausreizen. Natürlich benötigt man dazu noch abgestufte Vergrößerungen für Tage mit weniger guten Bedingungen. Ca. 13mm und ca. 16mm.

Das ist aber noch nicht alles. Ich meine, man sollte von einem 200/1000 Newton zur Planetenbeobachtung unbedingt fordern, dass das Gerät den Regeln der Kunst nach (und nicht bloß ab Werk als Alibi) belüftet wird. Dabei geht es nicht um das herunterkühlen des Hauptspiegels mit einem Quirl, der hinter dem Hauptspiegel versucht, auf den Hauptspiegel zu blasen, sondern um das Absaugen und Verwirbeln von Warmluftschlieren im Tubus. Das sieht meiner Meinung nach sehr stark nach Selbstbau aus. Jedenfalls ob gekauft oder gebastelt, ohne ein sauberes Belüftungskonzept hinkt die Sache.

Das tut sie übrigens auch, wenn man über einen 200/1200 Dobson nachdenkt, als Alternative. Auch das Gerät müsste dahingehend überprüft oder umgebaut werden und f/6 erleichtert zwar die Okularwahl, stellt einen dann aber auch vor der Alternative, wie man die Maximalvergrößerung(en) denn erzielen will: Direkt oder auch hier mit Barlow drunter? Auch da würde ich vom Start weg keine Lösung für die Ewigkeit anbieten wollen.

Jetzt nochmal zurück zur EQ-5, denn zu dieser wäre auch zu bemerken, dass sie ja vermutlich auf dem Zettel steht, um auch in ferner Zukunft der Astrofotografie dienlich zu sein. Das kann sie auch, aber ich würde doch bezweifeln, dass sie es in Kombination mit dem 200/1000 tut. Die Kombi dürfte mindestens zu windanfällig sein. Nun würde ich es zwar grundsätzlich befürworten, für die Astrofotografie eine weitere, kleinere, leichtere Optik anzuschaffen, aber ich frage mich dann auch wieder, ob es denn für die EQ-5 dann noch genug Gründe gibt. Die Patentalternative ist da aber auch nicht recht zu finden, denn eine EQ-Plattform für einen Dobson, dürfte wohl kaum günstiger zu kaufen sein, als eine EQ-5. Immerhin, sie lässt sich günstig selbst bauen, aber das ist trotz allem ein Projekt und keine Nachmittagsbastelei.

Also zusammengefasst: Choose your poison!
- EQ-5 mit 200/1000, mehr geht nicht auf die Montierung, die Okularwahl muss sich nach f/5 richten, Belüftungskonzept muss her, Taukappe nachzurüsten wäre eine kleine, sinnvolle Bastelei. Nachgeführt sollte die EQ-5 schon sein, sonst ist die ganze Idee unsinnig.
- 8" Dobson auf EQ-Plattform, keine Montierung, die sich astrofotografisch wiederverwenden lässt, im Preisrahmen wohl auch keine fotografisch steuerbare EQ-Plattform, Umbau genauso nötig (Lüfter, Taukappe) und Okularwahl entspannter aber davon nicht einfacher.
- Dobson ohne EQ-Plattform ist nicht natürlich eine gewisse Standardempfehlung, aber auch da wieder Lüftung/Taukappe, Okulare mit kleinem scheinbaren (und damit wahren) Gesichtsfeldern könnten frustrieren, was individuell verschieden ist.

Wenn in der Anfrage wenigstens Deepsky eine größere Rolle gespielt hätte, dann hätte ich den 8" f/5 auf EQ-5 für eine wirklich brauchbare Lösung erachtet. Speziell für die Planetenbeobachtung wäre mir mit 200/1200 wohler, aber die EQ-5 verbaut das.

Ich glaube alles zusammengenommen habe ich am ehesten meine Zweifel an der EQ-5. Rein für Astrofotografie kann man sie auch kaufen, wenn es soweit ist. Im Moment stören die Grenzen, die sie setzt.

Clear Skies
Sven
 
Vielen Dank für eure Ausführungen.
Ich wohne bei Bad Kreuznach. Mobil bin ich auch mit Platz für große Teleskope. Habe mich schon informiert das es dort auch eine Sternwarte gibt. Desweiteren lese ich mich zur Zeit mehr ins Thema ein.

Der Punkt mit der Montierung scheint mir nun erstmal am wichtigsten.
Sprich ich verstehe nun das ich mit einer EQ5 nicht wirklich glücklich werde in Bezug auf die Aufnahme in KG.

Ich möchte natürlich auch deepsky später belichten. Wollte nur erstmal klein anfangen und mit dem Sternenhimmel klar kommen.

Wie sieht es mit dem Vixen Sphinx SXW aus? Das sollte ja mit 14Kg aufnahme ausreichend für ein 8" Newton sein, bzw für die Foto Addons später auch noch ausreichen?
Ist natürlich gleich eine andere Preisklasse...
Aber stimmt den auch die Qualität bei made in Japan im Vergleich zu den China Montierungen?

Ich prüfe auch den Gebrauchtmarkt, falls jemmand etwas abzugeben hat... :)

Gruß
Christian
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Christian,

ich gebe gerne den Rat und steh dazu: Wer erst einmal visuell Erfahrungen sammeln will, mit dem Himmel an sich und dem praktischen Erleben der Himmelsbewegung, der sollte sich auch einfach ein rein visuell nutbares Teleskop anschaffen. Da Du mobil bist, würde ich Dir raten, nicht zu speziell an Planeten zu denken.
Wenn der Tag gekommen ist, an dem Foto kommt, kaufe dann mit der gesammelten Erfahrung das, was Du an Foto haben möchtest.
Dazu mal dies als Info obendrauf: http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html
Vielleicht lockt es Dich auch, während der ersten Nächte rein visueller Erfahrung mit dem Himmel einfach mal mit stehender Kamera (DSLR) Timelapse-Videos von der Himmelsbewegung zu machen. Einfach die Kamera per Programm oder Timer hintereinander weg Belichtungen machen lassen, einfach mal mit 30 Sekunden pro Bild anfangen, da sind die Strichspuren bei kleinen Brennweiten in HD-Auflösung nur marginal oder unsichtbar.

Jedenfalls meine ich: Erstmal visuell einsteigen und dann schauen. Wenn z.B. so ein Dobson mit einer angenehmen visuellen Ausrüstung vorhanden ist, wird es nicht langweilig, wenn eine Foto-Optik eine 60-minütige Belichtungsreihe durchzieht. Gibt natürlich Fotografen, die hocken so lange vor ihrem Display, gibt auch welche, die checken jeden einzelnen Frame (was nicht falsch ist), aber manche schauen zwischendurch dann doch gern visuell. Jedere wie er mag.

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven,

danke für den Link. hab ich schon gelesen fand ich sehr hilfreich!

Was hällst du von der Vixen Sphinx SXW Montierung? Denkste das ich damit glücklich werde?

Gruß
Christian
 
Hallo Christian,

ich hab ne Sphinx SXW, visuell ist die mit meinem 200/1000 Newton schon genau an der "Kante", was Schwingungen durch Wind betrifft.

In absolut windstillen Nächten konnte ich mit ihr auch mal die DSLR an den Newton adaptieren und bekam bei sehr kurzen Belichtungszeiten unter 15 Sekunden auch runde Sterne. Längere Belichtungszeiten brachten viel Ausschuß. Und je nach Stellung mußte ich spätestens alle Stunde neu austarieren. War lästig auf Dauer. Mit 15 Sekunden Belichtungszeit kommst in der Deepsky-Fotografie net weit. Da brauchts eher 5 Minuten pro Einzelbild. Und davon dann dutzende. Also mehrere Stunden Gesamtbelöichtungszeit.

Zudem belastet so ein Trümmer von Teleskop die Sphinx rein mechanisch sehr stark. Durch den Tubusdurchmesser sitzt der Schwerpunkt arg weit weg vom Montierungskopf und nach etwa 20 Nächten gabs Probleme mit der DE-Achse. Das Spiel wurde immer größer und schlußendlich kippelte die DE-Einheit in sich deutlich sichtbar um mehrere Millimeter. Ich mußte sie einschicken, weil ich es selber nicht hinbekam. Und dann Monate warten, bis ich sie zurückbekam.

8" gehören fotografisch definitiv auf eine schwerere/stabilere Montierung. Und 1 Meter Brennweite muß autogeguidet werden.

Für den Foto-Einstieg würde ich nicht mit so einem großen Teleskop beginnen. Maximal einen 150/750er Newton, das packt die Sphinx oder die EQ5 dann besser.

Dazu kommt: was machst, wenn die Montierung mit Teleskop und Kamera bestückt ist? Der Kamera beim Belichten zuschaun? Wird langweilig auf Dauer.

Ich blas jetzt mal in das selbe Horn wie meine Vorredner. Fang mit nem Dobson an für visuelle Beobachtungen. Damit Du den Himmel kennenlernst. :)

Und für Deepsky-Fotos Monate oder Jahre später nimm ne parallaktische Montierung und einen kleinen Refraktor. Oder sogar für den Anfang nur Fotoobjektive. Mit Teles geht schon einiges. :) Es gibt ne Menge großflächiger Motive, die mit 1 Meter Brennweite nur als kleiner Ausschnitt zu sehen sind und bei 200 oder 300 mm Brennweite komplett zu sehen sind:

Beispiel Andromedagalaxie mit 300 mm Tele:
http://www.sternwarte-zollern-alb.de/mitarbeiterseiten/kowollik/galaxies/M31.htm

Beispiel Nordamerikanebel mit 300 mm Tele:
http://www.sternwarte-zollern-alb.de/mitarbeiterseiten/kowollik/nebulae/orestegor/nordamerika.htm

Beispiel Omeganebel mit 300 mm Tele:
http://www.sternwarte-zollern-alb.de/mitarbeiterseiten/kowollik/nebulae/orestegor/omega.htm

Beispiel Plejaden mit 300 mm Tele:
http://www.sternwarte-zollern-alb.de/mitarbeiterseiten/kowollik/nebulae/orestegor/plejaden.htm

Beispiel Pferdekopf- und Flammennebel mit 300 mm Tele:
http://www.sternwarte-zollern-alb.d...ollik/nebulae/orestegor/pferdekopf-flamme.htm

Alle diese Bilder sind mit einer für H-Alpha umgebauten EOS 450D(a) entstanden.

Und als ich mir dann später (nachdem ich das Autoguiding besser hinbekommen habe und meine Bildbearbeitungskünste besser wurden) noch Clipfilter gekauft hab, konnte ich auch Schmalbandaufnahmen machen:

Nochmal den Pferdekopf, jetzt in H-Alpha:
http://www.sternwarte-zollern-alb.d...bulae/orestegor/pferdekopf-flamme-h-alpha.htm

Beispiel Herznebel mit 300 mm Tele:
http://www.sternwarte-zollern-alb.de/mitarbeiterseiten/kowollik/nebulae/orestegor/heartnebula.htm

Beispiel Cirrusnebel mit 300 mm Tele:
http://www.sternwarte-zollern-alb.de/mitarbeiterseiten/kowollik/nebulae/orestegor/cirrus-h-alpha.htm

Beispiel Rosettennebel mit dem 300 mm Tele:
http://www.sternwarte-zollern-alb.de/mitarbeiterseiten/kowollik/nebulae/orestegor/rosettennebel.htm

Beispiel Crescentnebel mit 300 mm Tele:
http://www.sternwarte-zollern-alb.d...llik/nebulae/orestegor/crescent-widefield.jpg

Beispiel Tulpennebel mit 300 mm Tele:
http://www.sternwarte-zollern-alb.de/mitarbeiterseiten/kowollik/nebulae/orestegor/tulpennebel.htm

Viele Einsteiger glauben, sie müssen für Deepsky-Fotos unbedingt durch ein möglichst großes Teleskop fotografieren. Das stimmt einfach nicht. Du mußt nur die "richtigen" Motive auswählen, dann kannst mit Teleobjektiven viel Spaß über Jahre haben. Und während die Kamera belichtet, kannst ganz entspannt nebenher mit dem Dobson am anderen Ende der Terasse oder vom Balkon spechteln. :D

 
Hallo Fee,

vielen lieben Dank für dein Post! Ja als Anfänger sieht man immer riesen Teleskope und denk je größer desto besser. Was ja ansich sicher auch stimmt aber wenn ich es jetzt richtig verstanden habe gehts mehr um den Ausschnitt. Deine Bilder haben mich zum umdenken gebracht, und ich werde es jetzt erstmal mit einem kleineren Kaliber versuchen.
Verstehe auch das man mit einem Dobson erstmal für weniger Geld "mehr" sehen kann im Vergleich zum Newton. Trozdem fasziniert mich das Newton mit einer parallaktischen Montierung mehr.
Super schöne Bilder, will ich auch machen! :)
Danke!

Gruß
Christian
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Christian,

wenn ich es jetzt richtig verstanden habe gehts mehr um den Ausschnitt.

ja, das hast richtig verstanden. Wie groß so ein Deepsky-Motiv auf dem Chip einer DSLR rauskommt, hängt nur von der Brennweite der Optik ab. Das kannst mit einer Planetariumssoftware simulieren. Stichwort "Gesichtsfeld der Kamera" oder so ähnlich... Heißt halt bei jedem Proggy anderst...

Deine Bilder haben mich zum umdenken gebracht, und ich werde es jetzt erstmal mit einem kleineren Kaliber versuchen.

:) das ist sehr vernünftig. Auch mit kurzen Brennweiten gibt es noch genügend Stolpersteine, aber es fallen schon mal die ganzen Verrenkungen bezüglich "Verkippen" von Komakorrektoren bzw. Flatnern bei Refraktoren sowie die Bestimmung des optimalen Abstands derselben weg. :D

Verstehe auch das man mit einem Dobson erstmal für weniger Geld "mehr" sehen kann im Vergleich zum Newton. Trozdem fasziniert mich das Newton mit einer parallaktischen Montierung mehr.

Bist Du Dir bewußt, daß Du je nach Stellung der Objekte visuell den Tubus dauernd in seinen Schellen drehen mußt für einen bequehmen Einblick in den Okularauszug? Denn der guckt ohne Drehung mal zum Boden, dann links oder rechts vom Tubus und manchmal auch senkrecht zum Himmel...

Bei eingeschränkter Sicht kannst ihn ja zu Beginn so drehen, daß er für das Sehfeld passend steht, aber wenn Du "Rundumsicht" hast, ist es sehr läßtig mit der dauernden Rotation. Dabei kann die Montierung ihre Orientierung verlieren, der Tubus in den offenen Schellen durchrutschen, das eingestellte Gleichgewicht futsch sein oder gar der Tubus am Boden oder den Stativbeinen anschlagen. Ich find das nicht so prickelnd...

Super schöne Bilder, will ich auch machen! :)

merci. Die Rohdaten schauen fürchterlich aus. Verrauscht, kaum Signal, viele Hotpixel. Die Bildbearbeitung unterscheidet sich deutlich vom "rote Augen" bzw. "Staubfusseln retuschieren" bei Tageslichtaufnahmen. Für die Bildbearbeitung brauch ich mindest so lange wie für die "Knipserei"...

 
Hallo Christian,

zu den Teleskopen wurde ja bereits viel geschrieben.

Zum Thema Montierung hätte ich noch eine Alternative: Schau doch im Netz, ob Du eine gebrauchte Losmandy G8 findest. Diese hat bis 15kg Tragkraft, ist transportabel, erweiterbar, von hoher mechanischer Güte und mit Glück in gutem Zustand für einen (höheren) 3-stelligen Betrag zu finden. Ich habe selber lange danach gesucht, bin dann aber über eine G11 gestolpert, die für einen guten 1000er zu haben war :-)

Ansonsten wünsche ich Dir viel Spaß bei der Konfiguration Deines Equipments und dann natürlich viele schöne Stunden unter möglichst klarem Nachthimmel.

CS, Christian
 
Hm guter Punkt mit dem justieren des Tubus. Daran habe ich noch nicht gedacht. Wie auch ohne Erfahrung :).

Aber Sven hat das gut getroffen ich werd mich erstmal am Sternenhimmel zurecht finden müssen und dann stück für stück.

Also ein 6" Newton mit einer EQ5 kaufen, erstmal mit allem zurecht kommen, und dann aufrüsten mit SkyScan Kit um dann mit Astrofotografie anzufangen...?

Hm Bildbearbeitung freu ich mich drauf, kann ich stunden mit verbringen :)

edit @ Christian1969:

Ja was gutes gebrauchtes wäre natürlich optimal, aber das mir etwas riskant als Anfänger! Am ende kauf ich teuren alten Schrott für viel Geld . Nahja evtl kauf ich nun neuen Schrott für viel Geld ^^ ...

Was meint ihr, ein GSO 6"Newton mit ner Skywatcher EQ5 ok (um die 600€)?
Wenn ich damit rein komme, und irgendwann mit Astro Bildern schöne Aufnahmen (deepspace und Planeten) hinbekomme...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Christian,
Zitat von Jackhead:
Hm Bildbearbeitung freu ich mich drauf, kann ich stunden mit verbringen :)
das klingt gleich doppelt gut:
1. Braucht das am meisten Zeit und ist gleichsam das Spannendste an der Astrofotografie. So ein einzelnes Rohbild sieht einfach nur besch...eiden aus, das Summenbild nicht wesentlich besser, eher weniger schlimm. Aber was man da herausarbeiten kann ist einfach nur genial und klappt von Versuch zu Versuch besser.

Bei der 'eigentlichen' Fotografie, also dem Lichtsammeln, hat man ja fast nix zu tun - anfangs alles einrichten und dabei hoffentlich nichts falsch machen, ein paar Probeaufnahmen, gelegentlich vorbeischaun, ob noch alles klappt. Böß gesagt gibt es nix langweiligeres, um die Nächte zu verbringen.

2. Hast Du dann evtl. schon eine Kameraausrüstung. Falls da einzwei ordentliche Objektive sowie ein Stativ eh schon da sind, gäbe es interessante Optionen, mit deinem Budget alles unter einen Hut zu bringen - mit 2 getrennten Ausrüstungen.

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

Kameraausrüstung habe ich leider noch keine, aber ein guter Freund von mir hat eine Cannon EOS 1200D. Mit ihm wollte ich dann erste Schritt in die Richtung zusammen unternehmen. Das es auch nett zu langweilig wird nachts ^^. Dachten erstmal Mondaufnahmen zu machen..
Und dann einfach mal schauen was bei rauskommt! Freu mich einfach drauf, zumal ich nicht zuviel erwarte. Es sollte nur nicht anfangs an Hardware komplett scheitern!

Gruß
Christian
 
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Sorry für Doppelpost!
Welche Kamera könnt ihr mir empfehlen für die Astrofotografie? Bevorzugt Nikon. Die D5300 oder besser D5500?
 
Hallo Christian,

ohne Astro-Umbau sind sie alle gleich schlecht (und doch weit entfernt von unbrauchbar). Doch auch mit Astro-Umbau ist das Potenzial begrenzt. Daher würde ich eher eine DSLR alltagstauglich ausstatten und gelegentlich astronomisch einsetzen. Eine umgebaute DSLR eignet sich in meinen Augen eher als gebrauchtkauf, wobei unter Canon-Fans immer die Angst vor der Auslösungszahl präsent zu sein scheint.
Wie gesagt würde ich unter der Prämisse die Entscheidung für die Kamera nicht von der Astrofotografie abhängig machen. Wenn gute Objektive mit Nikon-Anschluss vorhanden sind, spricht viel dafür. Wenn ein Kumpel mit Canon-Zubehör aushilft, spricht viel dafür. Ans Teleskop kommen beide mit einem billigen T2-Adapter, der für beide nicht gleich aber gleich teuer ist.

Clear Skies
Sven
 
So nun habe ich mein erstes Setup einsatzbereit. Entschieden habe ich mich für eine N-EQ5 mit einem 6" Skywatcher 150 PDS Newton, und einer Nikon D5300+T2 Adapter.
Dazu habe ich mir ein noch ein 150er Sonnenfilter bestellt. Heute das erste mal damit die Sonne beobachtet.
Die erste Erfahrung war schon klasse, auch wenn es bewölkt war.
Aber macht bisher viel Spaß! Nun erstmal mit allem zurecht finden :)
Hoffe heute Nacht klart es etwas auf...
Danke für euer Feedback!
 
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